Beliebtheitsargument

Ein typischer Fehlschluss ist jener über Masse und Beliebtheit. Das Prinzip ist einfach: Weil viele es sagen, muss es stimmen.

Homöopathie wirkt, weil es so vielen Menschen geholfen hat.

Das mag stimmen, als Argument ist es aber nicht logisch. Es bleibt eine Behauptung, die sich eventuell auf eine Korrelation stützen kann. Auch Rückschlüsse von messbaren Mehrheiten auf vermeintliche Tatsachen sind nicht logisch:

Es muss ein Leben nach dem Tod geben, weil 78 % der Europäer daran glauben.

Oder:

Die klassische Rollenverteilung innerhalb der Ehe ist besser für die Gesellschaft, weil eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger das glaubt.

In beiden Fällen werden heftig streitbare Thesen als Argument verkauft, das sich auf eine Masse stützt. Logisch ist daran nichts.