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Digitalität in der Theaterwissenschaft?! Forum der AG ARCHIV und NFDI4Culture beim gtw-Kongress

September 30 @ 13:30 - 15:00

Die Erforschung theatraler Künste und Praktiken sieht sich im Kontext der Digital Humanities aufgrund ihres Gegenstands vor besonderen Herausforderungen, welche die Zukunft des Faches und seiner Ressourcen betreffen. So wie deren Erhaltung und Nutzung zunehmend von digitalen Infrastrukturen abhängen, müssen auch die Ergeb­nisse der Forschung digital auffindbar, vernetzt, zugänglich und nachnutzbar sein, um wahrgenommen zu werden. Die Realisierung der dafür gültigen FAIR-Prinzipien wird auch von der DFG bei ihrer Forschungsförderung vorausgesetzt, zu deren Unterstützung seit 2021 die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufgebaut wird. Verglichen mit anderen kunst- und kulturwissenschaftlichen Fächern steckt eine digitale Forschungs­dateninfrastruktur der Tanz- und Theaterwissenschaft aber noch in den Anfängen. Die Vielfalt forschungsrelevanter Materialien und Medien wirft grundsätzlich die Frage auf, was unsere Forschungsdaten sind, und verlangt Konzepte, wie diese sich besser digital vernetzt erschließen und gemeinsam nutzen lassen. Dabei kommen den Archiven und Sammlungen Aufgaben zu, für deren technische und rechtliche Umsetzung sie oft nur unzulänglich ausgestattet sind. Mit dem Digitalen geht es daher zugleich um 1.) die Digi­talisierung von Objekten und Materialien aller Art; 2.) die methodisch reflektierte Er­schließung und Zugänglichmachung standardisierter Daten dazu; 3.) die digitalen Medien, in denen Forschung stattfindet, repräsentiert und diskutiert wird, und 4.) die wachsende Bedeutung von Digitalität in der zeitgenössischen Praxis, einschließlich der Dokumentation von Proben/Aufführungen. Im Forum wollen wir diskutieren, wie es in der Theater- und Tanzwissenschaft zukünftig noch besser gelingen kann, eine vernetzte Infrastruktur für Forschungsdaten und -projekte mit zu gestalten und die entsprechenden Methoden auch in der Lehre zu vermitteln, unter Einbeziehung der Gedächtnisinstitutio­nen wie auch von Perspektiven der informationstechnischen und künstlerischen Praxis.

Moderation: Prof. Dr. Martin Jörg Schäfer (Hamburg, gtw-Vertreter im Steering-Board von NFDI4Culture); Podium: Dr. Erhard Ertel (Berlin, Theaterdokumentation), Jochen Lamb (https://www.theater-wissenschaft.de/ueber-uns/netzwerke/ Mainz, Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität), Prof. Dr. Andreas Münzmay (Paderborn, NFDI4Culture), Prof. Dr. Patrick Primavesi (Leipzig, AG ARCHIV), Dr. Nora Probst (Paderborn, Digital Humanities), David Rittershaus (Mainz, Motion Bank), Franziska Voß (UB Frankfurt/M., FID DK).

 

Details

Datum:
September 30
Zeit:
13:30 - 15:00

Veranstaltungsort

Freie Universität Berlin, Seminarzentrum, Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin-Dahlem
Otto-von-Simson-Str. 26
Berlin, 14195 Deutschland
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