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Rudolf von Laban (1879–1958)

Zu den bedeutendsten Beständen des Tanzarchivs Leipzig zählt der Nachlass des Tänzers, Choreographen und Tanztheoretikers Rudolf von Laban. Mit seiner „Schule für Kunst“ auf dem Monte Verità bei Ascona entwickelte er von 1911 bis 1917 Ideen zu einer neuen Bewegungspädagogik und zu einer Bewegungsschrift, die er Ende der 20er Jahre weiter perfektionierte (Kinetografie bzw. Labanotation). Aufgrund seiner künstlerischen, theoretischen und pädagogischen Impulse gilt er als Vordenker und Mitbegründer des modernen Tanzes in Deutschland, wo er durch Bewegungschöre auch den Laientanz maßgeblich geprägt hat.

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Jenny Gertz (1891–1966)

Zu den Schülerinnen Labans zählte auch die deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin Jenny Gertz (1891-1966), die vor allem durch ihre tänzerische Arbeit mit Kindern bekannt wurde. Gertz’ kommunistisches Engagement führte im Nationalsozialismus zur Schließung ihrer Schule in Halle/Saale durch die Gestapo. Sie emigrierte nach Prag und später nach England, wo sie ihre Lehrtätigkeit im Kindertanz fortsetzte.

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Ingeborg Baier-Fraenger (1926–1994)

Die Tanzpädagogin, Kinetografin und Pflegetochter des deutschen Kunsthistorikers und Volkskundlers Wilhelm Fraengler beschäftigte sich 1957 an der Folkwangschule Essen bei Albrecht Knust mit der Tanzschrift Rudolf von Labans und erstellte viele Kinetografien auch zu Volkstänzen. Bis 1964 arbeitete sie als Tanzpädagogin und Lehrerin für Tanzschrift in Berlin. Danach widmete sie sich gemeinsam mit Fraengers Witwe der Ordnung von dessen Nachlass und wurde Herausgeberin der großen Fraenger-Monografien über Jörg Rathgeb, Hieronymus Bosch und Matthias Grünewald.

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Ilse Loesch (1909–2006)

Die deutsche Tänzerin und Tanzpädagogin Ilse Loesch war Schülerin Rudolf von Labans und arbeitete auch mit Jenny Gertz zusammen. In der pädagogischen Arbeit mit Behinderten, Bewegungschören, Jugendlichen, Schauspielschülern und Kindern versuchte sie den Menschen durch Tanz und Bewegung ganzheitlich zu bilden und in seiner Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

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Henn Haas (1907–1989)

Der in Riga geborene Tänzer, Ballettmeister und Choreograph Henn Haas studierte von 1926 bis 1932 an der Ballettschule von Vera Fokina und an der Trümpy-Günther-Schule in Berlin und nahm außerdem Unterricht bei Rudolf von Laban, Mary Wigman und Harald Kreutzberg. Ab 1938 wirkte er mit seinem Theater des Tanzes in Weimar und Erfurt. Nach dem Krieg übernahm er in der neu gegründeten DDR die choreographische Leitung des FDGB-Tanzensembles und arbeitete als Choreograph am Landestheater Halle.

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Mary Wigman (1886–1973)

Die Begründerin des modernen Tanzes in Deutschland, Mary Wigman, begann ihre tänzerische Laufbahn in der Schule für rhythmische Gymnastik von Émile Jaques-Dalcroze in Hellerau. 1912 verließ sie Hellerau und wurde Schülerin und Mitarbeiterin Rudolf von Labans in Ascona, München und Zürich. Das Schaffen Wigmans als einer der bekanntesten Tänzerinnen und Choreographinnen des Ausdruckstanzes trug viel zur Etablierung von Tanz als eigenständiger Kunstform bei. 1920 eröffnete sie ihre Schule in Dresden, die sie bis 1942 weiterführen konnte.

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Veranstaltungen

Ausstellungen Das Jahrhundert des Tanzes (2019) Mit dieser Ausstellung vom 24.8. bis 21.9.2019 unter dem Motto: „Was der Körper erinnert. Zur Aktualität des Tanzerbes“ wurde an der Akademie der Künste Berlin auf der Basis ausgewählter Sammlungsbestände der Tanzarchive ein Brückenschlag zwischen der schon über einhundert Jahre währenden Tradition des modernen Tanzes in Deutschland und der zeitgenössischen Tanzpraxis versucht. Dafür wurden die Ausstellungsräume des Akademiegebäudes am Tiergarten zweigeteilt: in der vorderen Hälfte waren Archivobjekte, Dokumente, Fotos und Filme zu sehen, in der hinteren Hälfte fand ein aufwändiges Begleitprogramm mit Tanzproduktionen statt, die sich mit jeweils eigenständiger Ästhetik und Methodik auf die

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Partner/Links

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Publikationen

Documenta choreologica Documenta choreologica – Forschung Michael Malkiewicz, Jörg Rothkamm (Hg.): Die Beziehung von Musik und Choreographie im Ballett. Bericht vom internationalen Symposium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. 23.–25. März 2006. Documenta choreologica, Berlin: Verlag Vorwerk 8, 2007 Janine Schulze, Susanne Taub (Hg.): Moving Thoughts. Tanzen ist Denken. Documenta choreologica. Studienbibliothek der Tanzkunst. Begründet von Kurt Petermann, Berlin: Verlag Vorwerk 8, 2003 Ilse Reinsberg (Hg.): In Memoriam Dr. Kurt Petermann. Documenta choreologica. Studienbibliothek zur Geschichte der Tanzkunst. Begründet von Kurt Petermann (1939-1984), Berlin: Verlag Vorwerk 8, 2002 Claudia Jeschke, Hans-Peter Bayerdörfer (Hg.): Bewegung im Blick. Beiträge zu

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Projekte

Praxis/Kooperationen Mitarbeiter*innen und Mitglieder des Tanzarchiv Leipzig e.V. stehen gerne zur Verfügung, wenn es um die Beratung künstlerischer Projekte geht, von ersten Ideen für die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe Tanz über konkrete Anfragen bei komplexeren Recherchen bis hin zur möglichen wissenschaftlichen Beratung und dramaturgischen Begleitung von Tanz-Produktionen. Ihre Anfragen zu solchen Angeboten bis hin zu projektbezogenen Kooperationen richten Sie bitte per E-Mail an die Adresse: info@tanzarchiv-leipzig.de. Im Folgenden finden Sie einige exemplarische Projekte der letzten Jahre, an denen einzelne Mitglieder des Tanzarchiv Leipzig e.V. mehr oder weniger direkt beteiligt waren oder die in Kooperation mit dem TAL e.V. entstanden

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