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Eignungs­feststellungs­ordnung Studiengang M. A. Konferenz­dolmetschen

amtliche Ausfertigung Vom 2. März 2017, 2/25-31  

Erste Änderungssatzung Vom 8. Mai 2020, 20/40-41  

Zweite Änderungssatzung (noch nicht amtlich ausgefertigt)  

Nichtamtliche Lesefassung der Eignungsfeststellungsordnung für den Masterstudiengang Konferenzdolmetschen an der Universität Leipzig

[ Für Präambeln und Schlussbestimmungen bitte die jeweiligen amtlichen Ausfertigungen konsultieren – s. o. ]

§ 1 Zweck der Eignungsfeststellungsprüfung

(1) Zu den Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang Konferenzdolmetschen gehört eine bestandene Eignungsfeststellungsprüfung; diese muss vor Aufnahme des Studiums erbracht sein. Eine bedingte Einschreibung ist nicht möglich.

(2) Zweck der Eignungsfeststellungsprüfung ist, zu ermitteln, ob der/die Bewerber/in über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen verfügt, die eine erfolgreiche Teilnahme am Masterstudiengang Konferenzdolmetschen erwarten lassen.

§ 2 Zulassung zur Eignungsfeststellungsprüfung

(1) Zur Teilnahme an der Eignungsfeststellungsprüfung wird zugelassen, wer ein Zeugnis über einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss vorlegt oder einen Nachweis darüber erbringt, dass bei geordnetem Studienverlauf dieser Abschluss bis zum Beginn des Masterstudiums erreicht werden kann, z.B. durch den Nachweis von mindestens vier abgeschlossenen Semestern in einem Bachelorstudiengang zum Zeitpunkt der Eignungsfeststellungsprüfung.

(2) Der Antrag auf Zulassung zur Eignungsfeststellung muss spätestens zwei Wochen vor dem Haupttermin der Eignungsfeststellungsprüfung über das Online-Portal der Universität Leipzig beim Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie gestellt werden.

(3) Mit dem Antrag auf Zulassung zur Eignungsfeststellungsprüfung sind folgende Unterlagen einzureichen:

(4) Die Zulassung zur Eignungsfeststellungsprüfung erfolgt bei fristgerecht und vollständig eingereichten Unterlagen durch Mitteilung des individuellen Prüfungstermins.

(5) Hat der/die Bewerber/in an einer Hochschule eine gleichwertige Prüfung erfolgreich abgelegt, wird diese anerkannt. Über die Gleichwertigkeit entscheidet der Prüfungsausschuss.

§ 3 Prüfungskommission

(1) Die Prüfungskommission ist für alle nach dieser Ordnung zu erfüllenden Aufgaben zuständig, soweit nichts anderes bestimmt ist. Sie besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die vom Prüfungsausschuss gewählt und von der/dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt werden. Der Prüfungskommission obliegt die Durchführung der Eignungsfeststellung.

(2) Zu Mitgliedern der Prüfungskommission werden nur Professoren / Professorinnen und andere prüfungsberechtigte Personen bestellt, denen die Lehrbefugnis in den Fachgebieten verliehen worden ist, auf die sich die Prüfungsleistungen beziehen oder denen durch den Fakultätsrat die selbstständige Wahrnehmung von Aufgaben in der Lehre übertragen worden ist. Soweit dies nach dem Gegenstand der Eignungsfeststellungsprüfung sachgerecht ist, kann auch zum/zur Prüfer/in bestellt werden, wer die Befugnis zur selbstständigen Lehre nur für ein Teilgebiet eines Prüfungsfaches besitzt. In besonderen Ausnahmefällen können auch Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen zu Prüfern/Prüferinnen bestellt werden, sofern dies nach der Eigenart der Eignungsfeststellungsprüfung sachgerecht ist. Die Beteiligung von Studierendenvertretern / Studierendenvertreterinnen mit beratender Stimme ist möglich.

(3) Der / Die Vorsitzende der Prüfungskommission bereitet die Beschlüsse des Prüfungskommission vor und führt sie aus. Er / Sie berichtet dem Fakultätsrat über die Tätigkeit des Prüfungskommission.

(4) Die Mitglieder der Prüfungskommission und des Prüfungsausschusses unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den/die Vorsitzende/n zur Verschwiegenheit zu verpflichten.“

§ 4 Verfahren zur Eignungsfeststellung

(1) Die Eignungsfeststellungsprüfung besteht aus zwei aufeinander folgenden Prüfungsteilen, einer schriftlichen Übersetzung und einer dolmetschbezogenen mündlichen Prüfung. Die Zulassung zum zweiten Teil der Eignungsfeststellungsprüfung setzt voraus, dass der/die Bewerber/in den schriftlichen Teil bestanden hat. Für beide Prüfungsteile wählt der/die Bewerber/in aus den B-Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch die Sprache, in der er/sie geprüft werden möchte und die er/sie im Kernbereich Konferenzdolmetschen als erste B-Sprache (Schwerpunkt) belegen will. Die Eignungsfeststellungsprüfung kann für nur eine B-Sprache abgelegt werden und ist für beide Prüfungsteile identisch. Dabei soll festgestellt werden, ob neben den durch die eingereichten Unterlagen nachgewiesenen Kenntnissen ein individueller Leistungsstand vorhanden ist, der es erlaubt, am Studiengang Konferenzdolmetschen erfolgreich teilzunehmen. Die mit der Prüfung befassten Kommissionsmitglieder entscheiden mehrheitlich über das Bestehen oder Nichtbestehen der Eignungsfeststellungsprüfung.

(2) Der erste Prüfungsteil besteht aus einer schriftlichen Prüfung in Form einer Übersetzung mit einer Dauer von 60 Minuten aus der gewählten B-Sprache in die A-Sprache Deutsch. Die Übersetzung wird mit einem Ausgangstext für die B-Sprachen Englisch, Französisch oder Spanisch angeboten.

(3) Die Übersetzung wird in der Regel von zwei Mitgliedern der Prüfungskommission hinsichtlich ihrer sprachlichen und sachlichen Korrektheit mit maximal 50 Punkten bewertet. Der erste Prüfungsteil ist bestanden, wenn die Übersetzung mit mindestens 30 Punkten bewertet wurde.

(4) Die Ergebnisse des schriftlichen Prüfungsteils werden den Bewerbern/ Bewerberinnen noch am Prüfungstag auf geeignete Weise bekannt gegeben.

(5) Bewerbern/Bewerberinnen, die den ersten Prüfungsteil bestanden haben, wird ein individueller Termin für den zweiten Prüfungsteil der Eignungsfeststellungsprüfung in geeigneter Weise mitgeteilt. Alle übrigen Bewerber/innen erhalten innerhalb der in § 5 Abs. 1 genannten Frist einen mit Gründen und Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Ablehnungsbescheid.

(6) Der zweite Prüfungsteil besteht aus einer dolmetschbezogenen mündlichen Prüfung zu der gewählten B-Sprache mit einer Dauer von 30 Minuten. Die mündliche Prüfung umfasst einen sprachspezifischen Aufgabenkomplex aus einem Gespräch zu Alltagsthemen, einem Test zu den Fähigkeiten im verstehenden Hören und einer bilateralen Dolmetschsituation.

(7) Der mündliche Prüfungsteil wird in der Regel von zwei Mitgliedern der Prüfungskommission durchgeführt mit maximal 50 Punkten bewertet. Der Prüfungsteil ist bestanden, wenn die Prüfungsleistung mit 30 Punkten bewertet wurde.

(8) Über den Verlauf der mündlichen Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der der Ort, der Tag, die Dauer, die Namen der Teilnehmer/innen, der Verlauf des Gesprächs und die Schwerpunkte der Themen sowie deren Bewertung durch die Mitglieder der Prüfungskommission ersichtlich sind.

(9) Die Eignungsfeststellungsprüfung ist bestanden, wenn die Übersetzung und der mündliche Prüfungsteil jeweils mit mindestens 30 Punkten bewertet wurden.

(10) Die Entscheidung wird protokolliert. Die Protokolle sind von den beteiligten Kommissionsmitgliedern zu unterzeichnen und beim Prüfungsausschuss zu hinterlegen.

§ 5 Bescheid und Gültigkeit der Eignungsfeststellungsprüfung

(1) Über das Ergebnis der Eignungsfeststellungsprüfung erhält der/die Bewerber/in innerhalb von vier Wochen einen elektronischen Bescheid. Ablehnende Bescheide, auch der Bescheid über die Nichtzulassung zur Eignungsfeststellungsprüfung, werden begründet und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen.

(2) Der Bescheid über die bestandene Eignungsfeststellungsprüfung hat eine Geltungsdauer von in der Regel zwei Jahren.

(3) In begründeten Fällen, insbesondere im Fall von Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit, Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst, kann diese Frist auf Antrag um ein Jahr auf eine Geltungsdauer von insgesamt drei Jahren verlängert werden. Die Entscheidung darüber trifft der Prüfungsausschuss.

(4) Die erfolgreiche Eignungsfeststellungsprüfung ist nicht verbunden mit einer Immatrikulationszusage.

(5) Gegen belastende Entscheidungen kann der/die Studienbewerber/in innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch einlegen. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Philologischen Fakultät einzulegen.

(6) Über den Widerspruch entscheidet der Prüfungsausschuss innerhalb einer Frist von drei Monaten.

§ 6 Termine und Wiederholung

(1) Die Eignungsfeststellungsprüfung findet einmal jährlich am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie statt. Für die Durchführung werden ein Haupttermin sowie ein Ausweichtermin festgelegt. Der Haupttermin sowie der Ausweichtermin werden spätestens drei Monate vor dem Haupttermin der Eignungsfeststellungsprüfung vom Institut in geeigneter Weise bekannt gegeben. Der individuelle Prüfungstermin wird dem/der Bewerber/in elektronisch bekannt gegeben.

(2) Der Haupttermin findet im Juni statt.

(3) Der Ausweichtermin für begründete Ausnahmefälle findet im September statt. Er kann auf schriftlichen Antrag an den Prüfungsausschuss von solchen Bewerberinnen / Bewerbern wahrgenommen werden, die nachweislich aus wichtigen Gründen wie Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit, längerfristige Auslandsaufenthalte sowie Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst an der Teilnahme zum Haupttermin verhindert sind. Der wichtige Grund ist dem/der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich nach Kenntniserlangung schriftlich anzuzeigen und nachzuweisen. Im Zweifelsfall kann zum Nachweis ein behördliches, ärztliches oder amtsärztliches Attest verlangt werden.

(4) Bleibt eine Bewerberin / ein Bewerber ohne ausreichende schriftliche Begründung der Eignungsfeststellungsprüfung fern oder bricht sie / er diese ab, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.

(5) Die Eignungsfeststellungsprüfung kann pro Kalenderjahr nur einmal absolviert werden.

(6) Eine Wiederholung der Eignungsfeststellungsprüfung in darauffolgenden Kalenderjahren ist ohne Einschränkung möglich.

§ 7 Einsicht in die Prüfungsunterlagen

Anträge auf Einsicht in die Prüfungsunterlagen sind innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses schriftlich an den Prüfungsausschuss des Instituts für Angewandte Linguistik und Translatologie zu richten.

[ Ende der nicht amtlichen Lesefassung. Für Präambeln und Schlussbestimmungen bitte die jeweiligen amtlichen Ausfertigungen konsultieren – s. o.] 

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