Anpassung der Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer-Vorauszahlung

 

Beschreibung

Neben der Steuerstundung bietet sich außerdem die Herabsetzung der Steuervorauszahlungen für Einkommen- und Körperschaftsteuer an, sowie die Herabsetzung des Messbetrags für die Gewerbesteuer-Vorauszahlung. So ist es derzeit möglich, die Höhe der Vorauszahlungen bis auf null zu senken. Einkommen- und Körperschaftsteuer können sogar auf Antrag erstattet werden. Die Gewerbesteuer bildet eine Ausnahme, da davon ausgegangen wird, dass die gezahlten Steuern bereits von den Gemeinden eingeplant bzw. investiert sind. Es bietet sich an, die Steuerstundung und Herabsetzung im selben Formular einzureichen.

 

Rechtsgrundlage

§ 37 EStG, § 19 GewStG, BMF-Schreiben vom 19.03.2020

 

Voraussetzung

Die Voraussetzungen für die Anpassung der Steuervorauszahlungen sind schon dann gegeben, wenn die Einkünfte des Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden als vor der Krisensituation. Sofern der Stundungsantrag als auch der Antrag auf Anpassung der Steuervorauszahlungen im selben Formular eingereicht werden, benötigt man keine weitere Begründung.

 

Antragsstellung

Für die Anträge auf Anpassung der Steuervoraus-zahlungen gelten die gleichen Grundsätze wie der Steuerstundung, da beides kombiniert eingereicht werden kann. So ist auch hier der Vordruck der IHK München empfehlenswert, der per Post, E-Mail oder über das ELSTER-Portal an das zuständige Finanzamt übermittelt werden kann.

 

Fristen

Die Anträge auf Anpassung der Steuervoraus-zahlungen können bis zum 31.12.2020 gestellt werden. Alle Anträge auf Anpassung der ab dem Jahr 2021 fälligen Steuervorauszahlungen bedürfen einer besonderen Begründung.

 

Liquiditätswirkung

Im Vergleich zur bloßen Steuerstundung verbessert sich die Liquiditätssituation unmittelbar, da auch bereits geleistete Vorauszahlungen erstattet werden können. Somit ergibt sich eine direkte Liquiditätsverbesserung, wenn es zu Erstattungen kommt.