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Wissenswertes Französisch: Land & Leute

Marie Curie

Katja Klammer

Eine Frau der Wissenschaft

Marie Curie wurde 1867 in Warschau geboren. Ihre Wirkungsstätte war jedoch Frankreich. Marie Curi...

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Deutsch-Französische Gesellschaft in Leipzig

Dr. Roberto Mann

Eine gute Adresse für alle Französisch-Interessenten

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Leipzig gibt es bereits seit 1990. Sie ist seitdem ein gute...

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Im Porträt

Dr. Roberto Mann

Frankreich

Das Land Frankreich ist eines der größten und landschaftlich abwechslungsreichsten Länder Eur...

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Burgund

Dr. Roberto Mann

Eine Region mit viel Geschichte und Tradition

Die Region Burgund hat keine spektakulären Landschaften aufzuweisen. Sie ist eher sanft und hügel...

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Die Bretagne

Dr. Roberto Mann

Meer, Magie und Geschichte

Die Bretagne befindet sich am äußersten westlichen Zipfel Frankreichs und wird vom Atlantik geprä...

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Marie Curie

Katja Klammer

Eine Frau der Wissenschaft

Marie Curie wurde 1867 in Warschau geboren. Ihre Wirkungsstätte war jedoch Frankreich. Marie Curie zog nach Paris, um studieren zu können. In ihrer Heimat waren Frauen zum Studium nicht zugelassen. In Paris schrieb sie sich für Physik an der Sorbonne ein und beendete erfolgreich ihr Studium.

Blick auf die Sorbonne von der Rue des Écoles aus. Fotograf: FLLL via Wikimedia. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de. Das Foto wurde nicht verändert.Blick auf die Sorbonne von der Rue des Écoles aus. Fotograf: FLLL via Wikimedia. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de. Das Foto wurde nicht verändert.

Nach dem Studium begann Marie Curie zusammen mit ihrem Ehemann Pierre Curie, radioaktive Substanzen zu erforschen. Das Wort „radioaktiv“ wurde von ihr geprägt.Marie Curie erhielt für ihre Arbeit u. a. einen anteiligen Nobelpreis für Physik und einen Nobelpreis für Chemie. Sie war darüber hinaus die erste Professorin, die an der Sorbonne lehrte.

Deutsch-Französische Gesellschaft in Leipzig

Dr. Roberto Mann

Eine gute Adresse für alle Französisch-Interessenten

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Leipzig gibt es bereits seit 1990. Sie ist seitdem ein guter Treffpunkt für alle frankophilen Leipziger. Die Aktivitäten sind sehr vielfältig: von Französischer Küche, Theater, Boule und Brunch, Französischen Kino und vielem mehr. 

Im Porträt

Dr. Roberto Mann

Frankreich

Das Land

Frankreich ist eines der größten und landschaftlich abwechslungsreichsten Länder Europas. Es bildet die Form eines Sechsecks (Hexagon). Im Norden und Nordwesten wird das Land durch große flache Ebenen bestimmt. Frankreich grenzt an zwei Hochgebirge: im Osten die Alpen und im Süden die Pyrenäen. Im Zentrum des südlichen Frankreich befindet sich mit dem Zentralmassiv das größte Mittelgebirge des Landes. Im Osten liegen weitere Mittelgebirge (Vogesen und Jura). Frankreich grenzt an den Atlantik im Westen und das Mittelmeer im Süden.

Das Mont-Blanc-Massiv; Fotograf: DEZALB; Link: https://pixabay.com/de/frankreich-alpen-1578653/Das Mont-Blanc-Massiv; Fotograf: DEZALB; Link: https://pixabay.com/de/frankreich-alpen-1578653/

Diese landschaftliche Vielfalt, kombiniert mit der reichen Kultur und Geschichte, machen Frankreich zu einem der beliebtesten Reiseziele für Touristen aus aller Welt.

Frankreich besteht heute aus 18 Regionen, davon 13 im Mutterland selbst. Die bekanntesten und bei Touristen beliebtesten sind sicherlich die Bretagne im Westen, Provence-Alpes-Côtes d’Azur im Süden und Bourgogne-Franche-Comté im Osten. Dazu kommen noch Frankreichs Überseegebiete (Reste des ehemaligen französische Kolonialreiches) in der Karibik (Guadeloupe und Martinique), im indischen Ozean (La Réunion) oder in der Südsee (Französisch Polynesien). Diese Regionen und Gebiete sind landschaftlich und kulturell ganz unterschiedlich geprägt. Trotzdem ist Paris das unbestrittene Zentrum Frankreichs. Unser westlicher Nachbar ist (im Unterschied zum deutschen Föderalismus) zentral verwaltet. Man könnte auch sagen: „Alle Wege führen nach Paris“.

Lavendelfeld in der Provence; Fotograf: Hans; Link: https://pixabay.com/de/lavendel-landgut-anwesen-1595478/Lavendelfeld in der Provence; Fotograf: Hans; Link: https://pixabay.com/de/lavendel-landgut-anwesen-1595478/

Die Kultur

Frankreich prägte die Geschichte in Europa ganz entscheidend mit. Wichtige historische Ereignisse oder Fundstätten in Frankreich verweisen auf so ziemlich alle historischen Zeiträume. Seien es die Malereien in der Höhle von Lascaux (Altsteinzeit) oder Marseille im Süden als ursprünglich griechisch-phönizische Siedlung. Ob Vercingetorix (Römisches Reich), Chlodwig und die Merowinger (frühes Mittelalter), Karl der Große (9. Jahrhundert), der Orden von Cluny, der Hundertjährige Krieg, Ludwig XIV., die Französische Revolution, Napoléon I., die französische Republik im 19. Jahrhundert oder die Rolle Frankreichs im 20. Jahrhundert: Es gibt kaum eine historische Epoche in Europa, an der Frankreich nicht maßgeblich beteiligt war. 

Entsprechend reich ist auch das kulturelle Erbe des Landes. Es würde den Rahmen dieses Textes sprengen, die wichtigsten Stätten hier vorstellen zu wollen. Daher nur ein paar Namen als Assoziationskette: Notre-Dame de Paris, Mont-Saint-Michel, die Abtei von Cluny, die Loire-Schlösser (Amboise, Chambord), das Schloss von Versailles oder das Amphitheater in Nîmes...

Arena von Nimes; Fotograf: guy-dugas; Link: https://pixabay.com/de/amphitheater-nimes-frankreich-roman-1807222/Arena von Nimes; Fotograf: guy-dugas; Link: https://pixabay.com/de/amphitheater-nimes-frankreich-roman-1807222/

Die Sprache

Im Mittelalter gab es zwei Sprachen auf dem Gebiet des heutigen Frankreich: Im Süden wurde Okzitanisch und im Norden Französisch gesprochen, das aber wieder in viele konkurrierende Dialekte zerfiel. Am Ende des Mittelalters setzte sich das Idiom der Ile-de-France als Standard durch, der dann in Renaissance und Klassik so weit ausgefeilt wurde, dass Französisch bis zum 19. Jahrhundert erste Kultursprache in der ganzen Welt war. Heute werden aber auf dem Gebiet Frankreichs neben Französisch durchaus noch weitere Sprachen gesprochen: Elsässisch, Bretonisch und Okzitanisch, um nur einige zu nennen.

Zahlen und Fakten:

Flagge
Offizieller Name République Française
Staatsoberhaupt Präsident (E. Macron)
Amtssprache Französisch
Hauptstadt Paris
Weitere große Städte Marseille, Lyon, Toulouse, Nizza, Nantes, Strasbourg,Montpellier, Bordeaux, Lille
Bevölkerung knapp 67 Mio
Fläche knapp 644.000 km2 (mit Überseegebieten)
Nationalfeiertag 14. Juli
Währung EURO

 

Burgund

Dr. Roberto Mann

Eine Region mit viel Geschichte und Tradition

Die Region Burgund hat keine spektakulären Landschaften aufzuweisen. Sie ist eher sanft und hügelig mit vielen Wäldern. Dafür hat Burgund aber viele kulturhistorische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Hoch- und Spätmittelalter war Burgund sogar so etwas wie eine europäische Großmacht. Das Herzogtum verlor dann jedoch nach dem Hundertjährigen Krieg seine Bedeutung.

Sehenswert sind in Burgund vor allem die vielen romanischen und gotischen Kirchen und Klöster. Die bekanntesten Klöster sind Cluny und Fontenay. Cluny besaß im Hochmittelalter das größte Kirchengebäude Europas (bis zum Bau des Petersdoms). Während der Französischen Revolution wurde das Kloster allerdings zerstört, sodass heute nur noch die Ruine besichtigt werden kann. Seit ein paar Jahren wird Cluny aber wieder aufgebaut. Das Kloster von Fontenay, heute in Privatbesitz, ist dagegen noch nahezu vollständig erhalten. Hier erhält der Besucher einen vollständigen Einblick in das klösterliche Leben im Mittelalter.

Das Kloster Fontenay. Eigenes FotoDas Kloster Fontenay. Eigenes Foto

Burgund hat unzählige schöne Kirchen. Eine der bekanntesten ist Vézelay. Die imposante gotische Kirche befindet sich auf einem Berg, bei dessen Besteigung man durch das wunderschöne mittelalterliche Dorf Vézelay kommt.

Blick auf Vézelay. Eigenes FotoBlick auf Vézelay. Eigenes Foto

Neben Klöstern und Kirchen gibt es in Burgund sehr viele Schlösser (Cormatin!) und sehr schöne historische Städte: Unbedingt sehen sollte man Dijon mit seinen vielen Stadtpalästen aus der Renaissance, dem mittelalterlichen Stadtkern und der klassizistischen Place de Libération. Neben Dijon empfiehlt sich ein Besuch von Beaune, eine kleine verträumte Stadt mit dem weltberühmten Hospiz.

Das Hospiz in Beaune. Eigenes FotoDas Hospiz in Beaune. Eigenes Foto

Wer eher die Natur liebt und wandert, für den empfiehlt sich ein Ausflug nach Bibracte, der alten keltischen Hauptstadt. Auf einer bewaldeten Anhöhe kann man den Archäologen über die Schulter schauen und viele schöne Wanderungen um Bibracte herum unternehmen. Am Fuß des Berges befindet sich außerdem ein sehr gutes Museum für keltische Geschichte und Zivilisation.

Blick vom Berg in Bibracte. Eigenes FotoBlick vom Berg in Bibracte. Eigenes Foto

Burgund ist schließlich noch ein Mekka für kulinarische Genießer: der berühmte Burgunder Wein (Bourgogne), Charolais-Rind, Dijon-Senf, Cassis, Bresse-Hühner... Diese Namen lassen jeden Gourmet träumen. Alle diese Dinge können vor Ort besichtigt, verköstigt und gekauft werden.

Die Bretagne

Dr. Roberto Mann

Meer, Magie und Geschichte

Die Bretagne befindet sich am äußersten westlichen Zipfel Frankreichs und wird vom Atlantik geprägt. Es gibt unzählige schöne Sandstrände, aber auch spektakuläre Steilküsten und zerklüftete Strände. Ploumanach ist bekannt für seine rosafarbenen Granitfelsen, die sich vor dem türkisblauen Meer sehr gut ausnehmen. Weitere interessante Küstenabschnitte sind Plougrescant, Cap Fréhel mit einer atemberaubenden Aussicht aufs Meer oder die Pointe du Raz, die westlichste Landspitze Frankreichs. An der Küste befinden sich unzählige idyllische Badeorte und Häfen, wo man frischen Fisch oder frische Austern und andere Meerestiere probieren oder kaufen kann.

Strand von Ploumanach. Eigenes Foto.Strand von Ploumanach. Eigenes Foto.

Im Landesinnern gibt es sehr eindrucksvolle historische Städte, die wegen ihrer Fachwerkhäuser, alten Steinmauern und mittelalterlichen Burgen und Schlösser weltberühmt sind: Dinan, Quimper oder Fougères. Oder Saint-Malo, die alte Korsarenstadt. Man kann die gesamte Innenstadt über die Festungsmauer erkunden oder in der Stadt keltischen Musikern lauschen. Nicht zu versäumen: die Bucht des Mont Saint-Michel. Die auf einem Fels errichtete und bei Flut vom Meer umgebene mittelalterliche Abtei zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

© Hans Hillewaert / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALe_Mont_Saint-Michel.jpg© Hans Hillewaert / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALe_Mont_Saint-Michel.jpg

Im Süden bei Carnac befinden sich alte Megalithfelder, die einen Besuch lohnen. Aber die Bretagne steht natürlich auch im Zeichen keltischer Sagen um König Artus und seine Ritter, die hier ihre Spuren hinterlassen haben. Dazu gehört der Wald von Brocéliande mit dem Schloss von Comper, das Grab Merlins im Wald und die Abtei von Paimpont. Überhaupt kann man im Landesinnern in den ausgedehnten Wäldern wunderbar wandern.

Die Abtei von Paimpont. Eigenes Foto.Die Abtei von Paimpont. Eigenes Foto.

Auch kulinarisch hat die Bretagne einiges zu bieten. Neben den bereits erwähnten Meerestieren und frischem Fisch zählen dazu die Crêpes (aus Weizenmehl und mit süßer Füllung) und Galettes (aus Buchweizenmehl und mit herzhafter Füllung). Die sollte man unbedingt bei dem obligatorischen Glas Cidre in einer der unzähligen Crêperies probieren.