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Wissenswertes Französisch: Feste & Bräuche

Santons

Dr. Roberto Mann

Weihnachtskrippen in Südfrankreich

Die „Santons“ sind provenzalische Krippenfiguren und gehören zur Weihnachtstradition der Provence...

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Joyeuses Pâques!

Dr. Roberto Mann

Ostern in Frankreich

 Das Osterfest geht in Frankreich ebenfalls von Karfreitag bis Ostermontag. Allerdings ist der Ka...

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Joyeux Noël

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Frankreich

Weihnachten wird in Frankreich ähnlich wie in Deutschland gefeiert. Es gibt aber einige kleine Un...

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Der Heilige Martin

Dr. Roberto Mann

Symbol für Barmherzigkeit und Nächstenliebe

Jedes Jahr am 11. November wird weltweit der Tag des Heiligen Martin von Tours begangen. Martin, ...

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Fête Nationale du Québec

Dr. Roberto Mann

Nationalfeiertag in Québec

Der Nationalfeiertag von Québec wird am Johannistag (24.06.) gefeiert. Dieses Fest hat seinen Urs...

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Santons

Dr. Roberto Mann

Weihnachtskrippen in Südfrankreich

Die „Santons“ sind provenzalische Krippenfiguren und gehören zur Weihnachtstradition der Provence. Ihre Herstellung geht auf die Große Französische Revolution zurück. Damals wurde das Aufstellen von großen Krippen in den Kirchen verboten. Deshalb haben sich die religiösen Menschen mit kleinen Figuren aus Brotteig beholfen, die dann zu Hause in kleinen Krippen aufgestellt wurden. Später entwickelte sich daraus ein einträgliches Gewerbe. Die „Santons“ werden heute aus Porzellan, Ton oder Terrakotta hergestellt.

Die „Santons“ stellen nicht nur die traditionellen Figuren aus der Weihnachtsgeschichte dar. Abgebildet werden Menschen aus allen Berufen und Lebenslagen. Die Hersteller dieser Figuren bilden heute eine eigene Berufsgruppe der „Santonniers“.

Joyeuses Pâques!

Dr. Roberto Mann

Ostern in Frankreich

 Das Osterfest geht in Frankreich ebenfalls von Karfreitag bis Ostermontag. Allerdings ist der Karfreitag kein gesetzlicher Feiertag. Und es gibt noch einen Unterschied: In Frankreich bringt nicht der Osterhase die Süßigkeiten für die Kinder. Dafür glauben sie, dass die Kirchenglocken am Karfreitag nach Rom fliegen. Dort werden sie vom Papst gesegnet und bringen auf dem Rückflug nach Frankreich die Geschenke und Süßigkeiten mit.

Tatsächlich schweigen in Frankreich die Kirchenglocken vom Karfreitag bis zum Ostersonntag. Erst am Morgen des Ostersonntags läuten sie wieder überall und rufen zum Gottesdienst. Die Glocken gibt es zu Ostern überall aus Schokolade zu kaufen.

Natürlich spielen auch Ostereier eine große Rolle. Auch in Frankreich werden hartgekochte Eier gefärbt. Die werden in einigen Regionen von einem Hügel gerollt. Das Ei, das dabei ganz bleibt, steht symbolisch für den Stein, der bei der Auferstehung vom Grab Jesu gerollt wurde.

Zum Ostersonntag finden sich die Franzosen zum geselligen Festessen ein. Das traditionelle Gericht ist dabei der Lammbraten (Gigot d’agneau).

Hier noch zum Abschluss ein passendes Rezept. Doch Vorsicht! Der Gigot wird in Frankreich medium gegessen. Das ist nicht jedermanns Sache:

Zutaten:

1 entbeinte Lammkeule
3 EL scharfer Senf
3 Knoblauchzehen
2 EL Honig
2 EL frischer gehackter Rosmarin
1/2 Tasse Paniermehl
2 EL Olivenöl
1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
100 ml Brühe
100 ml Rotwein

Zubereitung:

  • Die Lammkeule von Fett und Sehnen befreien, salzen und pfeffern. 1 Knoblauchzehe schälen und in Stifte schneiden. Die Keule damit spicken.
  • Die restlichen Knoblauchzehen fein hacken und mit Senf, Honig, Olivenöl und Rosmarin mischen. Mit der Paste die Lammkeule einreiben.
  • Die Lammkeule in einem Bräter scharf anbraten. Herausnehmen und das geputzte und gewürfelte Suppengrün sowie die fein gewürfelten Zwiebeln anrösten. Mit dem Rotwein ablöschen.
  • Die Keule auf das Gemüsebett setzen und die Brühe angießen. In Frankreich würde jetzt die Keule nur insgesamt 45 Min. bei ca. 200° geschmort. Wer Lammfleisch (wie ich) nicht blutig oder rosa mag, sollte die Keule bei nur 180° 90 - 120 Min. schmoren.

Als Beilage eignen sich Laugenknödel und grüne Speckbohnen.

Bon Appétit!

Joyeux Noël

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Frankreich

Weihnachten wird in Frankreich ähnlich wie in Deutschland gefeiert. Es gibt aber einige kleine Unterschiede. Am 24.12. wird in Frankreich ganz normal gearbeitet. Das Fest beginnt erst am Abend mit dem Weihnachtsgottesdienst (Messe de minuit). Danach versammelt man sich in der Familie oder mit Freunden zum Festessen (Réveillon). Die wichtigsten Bestandteile des Festessens sind Meeresfrüchte (z.B. Austern) und Gänseleber (Foie gras – oft von gestopften Gänsen!!!), mit Kastanien gefüllter Truthahn oder Pute sowie als Dessert die Bûche de Noël, eine mit Schokocreme gefüllte Buskuitrolle. Dazu werden natürlich Champagner und erlesene Weine (zur Gänseleber z.B. Sauternes) getrunken.

Der Name Bûche de Noël erklärt sich so: Früher wurden in der Zeit um die Jahreswende Holzscheite im Kamin verbrannt und die Asche auf den Feldern verstreut, um sie fruchtbar zu machen. Und in der Tat erinnert die Bûche de Noël auch vom Aussehen her an ein Holzscheit.

Man schmückt die Häuser und Wohnungen in Frankreich ebenfalls mit einem Weihnachtsbaum, mit Mistelzweigen und Weihnachtskrippen. Die Kinder bekommen ihre Geschenke aber erst am Morgen des 25.12. Dazu stellen Sie am Vorabend ihre Schuhe oder Stiefel entweder an den Kamin oder unter den Weihnachtsbaum.

Das Weihnachtsfest geht in Frankreich allerdings früher zu Ende als bei uns, denn dort ist nur der 25.12. ein gesetzlicher Feiertag.

Auf der Seite der Zeitschrift „Essen und Trinken“ findet sich ein Rezept zur „Bûche de Noël“.  

Der Heilige Martin

Dr. Roberto Mann

Symbol für Barmherzigkeit und Nächstenliebe

Jedes Jahr am 11. November wird weltweit der Tag des Heiligen Martin von Tours begangen. Martin, der im 4. Jahrhundert lebte, steht mit seinen Taten als Symbol für Barmherzigkeit. Er soll seinen Mantel mit dem Schwert geteilt und die Hälfte des Mantels einem Armen gegeben haben. Um ihn ranken sich viele Legenden: Martinsumzüge mit Kerzen, Martinssingen u.a.

Fête Nationale du Québec

Dr. Roberto Mann

Nationalfeiertag in Québec

Der Nationalfeiertag von Québec wird am Johannistag (24.06.) gefeiert. Dieses Fest hat seinen Ursprung in Feiern zur Sommersonnenwende und wurde im Mittelalter mit Johannes dem Täufer in Verbindung gebracht.

Die „Fête Nationale du Québec“ geht zurück auf den 24.06.1834. An diesem Tag organisierte Ludger Duvernay ein Buffet mit 60 frankokanadischen Intellektuellen in Montréal. Er hatte die Idee eines Nationalfeiertags für alle Frankokanadier. Dieses Bankett war ein großer Erfolg und wurde in den Folgejahren in vielen Orten Kanadas zu Ehren „Saint Jean Baptistes“ (Johannes des Täufers) gefeiert.

Nach einigen Jahren Unterbrechung rief Duvernay 1843 das Fest wieder mit einem großen Umzug in Montréal ins Leben. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde die „St. Jean Baptiste“ immer prächtiger. Seit 1925 ist der 24.06. auch für alle Frankokanadier ein offizieller Feiertag.

War der Johannistag früher für die Frankokanadier in erster Linie Anlass, ihre eigenen Bräuche und ihre Kultur zu feiern, wandelte sich das Fest seit den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem kulturellen Großereignis. 1977 wurde der 24.06. zum Nationalfeiertag Québecs erklärt. Heute finden an diesem Tag hunderte von Konzerten, Umzügen, Aufführungen und Feuerwerke statt. Viele dieser Projekte werden von der Regierung Québecs finanziell gefördert.

Und hier ist die offizielle Seite des Fests mit dem Programm für jedes Jahr.