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Wissenswertes Französisch: Essen & Trinken

Beaujolais nouveau arrivé

Dr. Roberto Mann

Der Kult um den umstrittenen Franzosen

Jedes Jahr am dritten Donnerstag im November ist es soweit: Der neue Beaujolais primeur trifft ei...

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Rezepte für die Ferien

Dr. Roberto Mann

Jambalaya

Das Gericht kommt aus der kreolischen Küche in Louisiana. Diese Küche stellt eine Mischung aus fr...

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Rezepte für die Ferien

Dr. Roberto Mann

Tabouleh

Dieses Rezept stammt aus der arabischen (libanesischen) Küche. Es ist aber inzwischen zum festen ...

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Beaujolais nouveau arrivé

Dr. Roberto Mann

Der Kult um den umstrittenen Franzosen

Jedes Jahr am dritten Donnerstag im November ist es soweit: Der neue Beaujolais primeur trifft ein und wird in so manchem Lokal gekostet und gefeiert. Dabei ist dieser Tropfen unter Kennern durchaus umstritten.

Das Anbaugebiet des Beaujolais befindet sich nördlich von Lyon und am südlichen Rand Burgunds. Eigentlich sind es zwei Anbaugebiete. In dem einen werden die berühmt-berüchtigten Beaujolais primeurs angebaut, in dem anderen die qualitativ hochwertigeren Beaujolais village.

Der Beaujolais wird aus der Gamay-Traube hergestellt, die für die Produktion der hochklassigen Burgunder nicht zugelassen ist. Somit zählt der Beaujolais an sich schon nicht zu den Spitzenweinen Frankreichs. Daher überlegten die französischen Winzer schon immer, wie sie auch Weine, die qualitativ gegenüber den Spitzenprodukten Bordeaux, Bourgogne oder Châteauneuf-du-Pape eher im Abseits stehen, gut vermarkten können.

Im Jahr 1951 kam die zündende Idee. Die Beaujolais-Winzer bekamen eine Genehmigung, ihren Wein schon im Jahr der Herstellung zu verkaufen. Ursprünglich wurde der neue Beaujolais (Beaujolais nouveau, besser Beaujolais primeur) im Dezember verkauft. Dann wurde das Verkaufsdatum auf den 15.11. und schließlich generell auf den dritten Donnerstag im November gelegt.

Dabei gibt es allerdings ein Problem: Eigentlich kann ein Wein gar nicht in so kurzer Zeit reifen. Daher musste künstlich etwas nachgeholfen werden. Dies verleiht diesem Wein ein unverwechselbares pralles und fruchtiges Bukett, das man nur lieben oder hassen kann. Böse Zungen behaupten auch, dass er Kopfschmerzen und Sodbrennen verursachen soll.

Nächstes Problem: Der Wein hält sich nicht so lange wie andere Weine. Deshalb muss er schnell getrunken werden. Dafür sorgen dann die vielen Events in Cafés und Kneipen bzw. die Marketingaktionen in den Supermärkten.

Um aber abschließend dem Beaujolais Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sei erwähnt, dass es neben dem primeur ja auch noch den eigentlichen Beaujolais village gibt, der von wesentlich besserer Qualität ist. 

Und hier abschließend nun ein Link zu einem kritisch-liebevollen Artikel in der FAZ

 

 

Rezepte für die Ferien

Dr. Roberto Mann

Jambalaya

Das Gericht kommt aus der kreolischen Küche in Louisiana. Diese Küche stellt eine Mischung aus französischen, spanischen und afrikanischen Einflüssen dar. Von den Franzosen kam die Vorliebe für frisches Gemüse (v.a. Paprika und Staudensellerie) und Meeresfrüchte, von den Spaniern kamen die Würste und der Schinken und von den afrikanischen Sklaven die Gewürze.

Das folgende Rezept ist selbst erprobt und leicht abgewandelt.

Zutaten:

  • 1 grüne Paprika gewürfelt
  • 3 Stangen Staudensellerie gewürfelt
  • 5 EL Öl
  • 1 mittlere Zwiebel gewürfelt
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150 g gekochter Schinken in Würfeln
  • ½ scharfe Chorizo-Wurst in Scheiben
  • 850 ml geschälte Tomaten (grob gehackt)
  • je 1 Prise gemahlene Nelken, gemahlener Koriander und gemahlener Kreuzkümmel
  • 2-3 frische Chilies (fein gehackt)
  • Tabasco-Sauce (nach Belieben)
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Tüte Reis
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 8-10 Riesengarnelen

Zubereitung:

  • Zunächst grüne Paprika, Zwiebel und Staudensellerie im Öl anrösten. Zum Schluss das Tomatenmark mit rösten.
  • Schinken und Wurst zugeben und kräftig anbraten.
  • Gehackte Tomaten, Thymian und Gewürze zugeben und weiter kräftig kochen lassen. Das Gericht wird umso aromatischer, je länger man Geduld an dieser Stelle hat.
  • Reis zugeben und Brühe angießen. Bei sanfter Hitze köcheln, bis der Reis fast gar ist. Die Garnelen auf den Reis legen und Deckel auflegen. Noch etwa 10 Min ziehen lassen, bis die Garnelen gar sind. Bei Bedarf salzen und pfeffern. 

Rezepte für die Ferien

Dr. Roberto Mann

Tabouleh

Dieses Rezept stammt aus der arabischen (libanesischen) Küche. Es ist aber inzwischen zum festen Bestandteil der französischen Küche geworden. Es gibt natürlich bei diesem Rezept auch wieder viele Varianten. Unbedingt dazu gehören aber Couscous, Olivenöl, frische Petersilie und Minze, Gurke und Tomate.

Hier ist nun meine (selbst gekochte und leicht abgewandelte) Variante:

Zutaten:

  • 500 g Couscous
  • 1 EL Rotweinessig
  • 1 EL Senf
  • 6-7 EL Olivenöl
  • 1 Gurke
  • 500 g Tomaten
  • 300 g grüne Erbsen
  • je 1 rote und gelbe Paprika
  • je 1 Bund frische glatte Petersilie und Minze
  • reichlich Zitronensaft (frisch gepresst)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Den Couscous in eine große Schüssel geben. Aus Rotweinessig, Senf und Olivenöl eine Vinaigrette-Sauce rühren (erst Rotweinessig und Senf mischen, dann langsam das Öl zugießen), Die Sauce über den Couscous geben.
  • Gurke schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zum Couscous geben. Die Tomaten entkernen und klein würfeln. Zum Couscous geben. Die Paprika ebenfalls putzen und fein würfeln. Zum Couscous geben.
  • Erbsen zugeben. Minze und Petersiile fein hacken und zum Couscous geben.
  • Erst jetzt (!!) alles mischen und kräftig Zitronensaft zugeben.
  • Den Salat mindestens 5-6 Stunden kalt stellen und ziehen lassen. Dann unter Umständen noch salzen und pfeffern.

Ach ja, Tabouleh eignet sich hervorragend als Beilage zu Gegrilltem. Stilecht passen dazu Merguez. Das sind Hackfleisch-Bratwürste aus Lamm oder Rind. Die gibt es mittlerweile auch hier in gut sortierten Supermärkten.