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Wissenswertes Portugiesisch: Musik & Literatur

Foto-Impressionen aus Portugal

Markus Sahr

Der Fotograf Siegfried Kuntzig

Möwen an der Costa da Caparica, nahe Lissabon, vielleicht gegen Abend, vielleicht an einem dunsti...

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Portugiesische Klänge

Markus Sahr

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Literarische Geheimtipps

Markus Sahr

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Zur portugiesischen Literatur: Namen über Namen, die hierzulande kaum jemand kennt, weil die meis...

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Foto-Impressionen aus Portugal

Markus Sahr

Der Fotograf Siegfried Kuntzig

Möwen an der Costa da Caparica, nahe Lissabon, vielleicht gegen Abend, vielleicht an einem dunstigen Tag.

Der Fotograf Siegfried Kuntzig lebt seit vielen Jahren in Portugal, er hat den Wandel von einem noch agrarischen Land hin zu einem zunehmend verstädterten erlebt, mit großen Einkaufszentren, centros comerciais, für die ganze Familie, einer immer größeren Konsumausrichtung zunächst innerhalb der Städte, dann an Stadtautobahnen und Autobahnauffahrten. Das Wachstum Lissabons in die Vorstädte hinaus, das Zunehmen der Schlafstädte, das Verschwinden der langsamen Züge, die Beschleunigung überhaupt, die neue Infrastrukturen bereitstellt, neue Brücken, U-Bahnstationen und –linien, modernere Busse, Schiffe, Altes dabei jedoch gnadenlos an den Rand drängt oder vernichtet, seien es Menschen, die nicht mithalten können, oder Gebäude, die unter einer Abrissbirne verschwinden. Dies kann ein altes Theater sein oder das Haus eines der bekanntesten Schriftsteller des Landes aus dem 19. Jahrhundert, Almeida Garrett, Autor des Romans „Viagens na minha terra“.

Siegfried Kuntzig ist in den frühen 80er Jahren dorthin gezogen. Er lebt dort als Lehrer für Deutsch am Goethe-Institut, betrieb zwischenzeitlich ein eigenes Spracheninstitut. Von ihm stammen die folgenden Bilder.

Mehr zur Arbeit Siegfried Kuntzigs gibt es auf dieser Seite

Portugiesische Klänge

Markus Sahr

Empfehlungen von Markus Sahr

Die Auswahl ist streng subjektiv und ein Tropfen auf den heißen Stein, zudem merkt man ihr das Alter des Hörenden an. Dennoch – empfohlen seien:

Gitarrenmusik von Carlos Paredes zu dem Film „Os Anos Verdes“, alle verfügbaren CDs von José Afonso, besonders „traz outro amigo também“ und „cantigas do maio“. Der Dudelsack, nicht unbedingt ein typisches Instrument traditioneller portugiesischer Musik, aber kennzeichnend für die Gruppe „Gaiteiros de Lisboa“ (z.B. auf der CD „Sátiro“). Wer portugiesischen Jazz hören mag, dem sei der „Hot Club“ in Lissabon, in der Nähe der Praça da Alegria, ans Herz gelegt und eine Aufnahme von Paula Oliveira und Bernardo Moreira „fado roubado“ empfohlen. Auf dieser CD wird portugiesische Lyrik vertont, von Pessoa bis Ary dos Santos und Alexandre O’Neill (ein Portugiese irischer Abstammung), und „verjazzt“. Wer Jazz von einer Portugiesin hören mag, der kann es mit Marta Hugon (auf Englisch und Portugiesisch) „Tender Trap“ versuchen. Ich selbst höre sehr gerne Cesária Évora (alles, was ich von ihr kenne), eine leider schon verstorbene Sängerin von Cabo Verde, die ich in Lissabon noch mit nackten Füßen habe tanzen sehen, wie sie es angeblich bei ihren Auftritten immer tat.

Literarische Geheimtipps

Markus Sahr

Empfehlungen von Markus Sahr

Zur portugiesischen Literatur: Namen über Namen, die hierzulande kaum jemand kennt, weil die meisten Verlage sich scheuen, portugiesische Literatur jenseits eines Nobelpreisträgers wie José Saramago oder großer Namen, wie Lobo Antunes und natürlich Pessoa, zu bringen. Es lohnt sich z.B. eine kleine zweisprachige Anthologie im dtv-Verlag, „Contos Portugueses Modernos“ / „Moderne portugiesische Kurzgeschichten“. Und unbedingt seien zwei Links genannt:

Michael Kegler unterhält seit Jahren eine Internetzeitung mit Rezensionen, Nachrichten und Ankündigungen zu lusophoner Kultur: http://novacultura.de/wb/pages/hoje.php 

TFM hat sich auf den Import und den Vertrieb von Literatur und Musik des portugiesischen Sprachraums spezialisiert: http://www.tfmonline.de/.

In eigener Sache sei auf die „portugiesische bibliothek“ des Leipziger Literaturverlags verwiesen. Meine Favoriten: Yvette K. Centeno, Im Garten der Nußbäume (2004) und Maria Velho da Costa, Myra oder zwei Tage Glück (2014). Auch einen schönen zweisprachigen Lyrikband gibt es dort, perto da terra / erdnah (von Yvette K. Centeno).