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Wissenswertes Portugiesisch: Feste & Bräuche

Interessante Quellen im Internet

Dr. Roberto Mann

Material für Freunde des Portugiesischen

Ein guter Einstieg zum Selbstlernen ist die Seite Curso de Porugês. Die Seite enthält kostenlose ...

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Brasilianisches Portugiesisch

Fabiana de Lima

Die Aussprache

Das brasilianische Portugiesisch unterscheidet sich vor allem in der Aussprache vom europäischen ...

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Feliz Natal!

Maria Sipaila

Vor der Kirche brennt ein Baum! - Weihnachten in Portugal

Weihnachten in Portugal wird generell nicht anders gefeiert als in anderen Ländern Mitteleuropas....

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Feliz Natal!

Maria Sipaila

Weihnachten in Portugal

Weihnachten in Portugal wird im Allgemeinen nicht anders gefeiert als in Mitteleuropa: Die Zimmer...

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Feliz natal!

Maria Sipaila

Weihnachten in Brasilien

Brasil o mais grande do mundo, was so viel heißt wie „Brasilien, das Größte der Welt“ gilt nicht ...

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Interessante Quellen im Internet

Dr. Roberto Mann

Material für Freunde des Portugiesischen

Ein guter Einstieg zum Selbstlernen ist die Seite Curso de Porugês. Die Seite enthält kostenlose Anwendungen, um Vokabeln, unregelmäßige Verben, Artikel und Pronomen zu übern. Außerdem finden sich dort ein integriertes Wörterbuch, Musik, Videos und Buchtipps.

Zeitungen und Zeitschriften sind - zumindest für etwas fortgeschrittene Lernende - ein sher effizientes Mittel, um das Lesen zu übern, den Wortschatz zu erweitern und Interessantes über Land und Leute zu erfahren. Wenn Sie eher auf Brasilien fixiert sind, dann bieten sich dafür die Online-Ausgaben des Jornal do Brasil bzw. des Correio popular an. Für das europäische Portugiesisch sei auf Público, eine überregionale portugiesische Zeitung verwiesen.

Auch die Seiten von Fernsehsendern eignen sich recht gut zum Selbstlernen. Der Sender Globo.TV aus Brasilien bietet zum Beispiel viele interessante Videos zum Alltag, zur Kultur und zur Politik in Brasilien.

Abschließend möchten wir auf die sehr interessante Seite Letras verweisen. Hier finden sich viele brasilianische Songs (als Audio oder Video) mit den entsprechenden Texten zu den Liedern. 

Brasilianisches Portugiesisch

Fabiana de Lima

Die Aussprache

Das brasilianische Portugiesisch unterscheidet sich vor allem in der Aussprache vom europäischen Portugiesisch. Für ausländische Ohren klingt das brasilianische Portugiesisch weicher, angenehmer und melodischer, wodurch es einfacher zu verstehen und zu lernen ist. Das kommt daher, dass in Brasilien die Abschwächung unbetonter Vokale weniger stark ist und die Konsonanten weicher sind.

Foto: gabyartaza via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)Foto: gabyartaza via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

Als Merkmale der brasilianischen Aussprache sind die Nasalierung (stärker als in Portugal), der Konsonant L am Silben- und Wortende, das unbetonte E und das M am Silben- oder Wortende. Deutsche Muttersprachler halten die Nasalierung für das schwerste Merkmal dieser Sprache. 

  • Nasalierung: Alle Vokale können nasaliert werden. Um zu lernen, wie der Nasallaut produziert wird, soll man sich vorstellen, dass es ein „ng“ nach den Vokalen gibt. Im Schriftbild wird die Nasalierung durch eine Tilde (~) gekennzeichnet. Ein Vokal ist nasal wenn er vor M oder N in derselben Silbe vorkommt sowie vor NH.
  • das L: Der Konsonant L wird wie U ausgesprochen, wenn er am Ende einer Silbe oder eines Wortes vorkommt.
  • das unbetonte E: Wenn ein Wort mit einem E endet und dieses E nicht betont wird, spricht man es wie ein i aus.
  • das M: Der Konsonant M wird immer nasaliert wenn er am Ende einer Silbe oder eines Wortes vorkommt.

Wenn Sie brasilianisches Portugiesisch lernen möchten, achten Sie frühzeitig auf Ihre Aussprache, da es später viel Mühe macht, Ihre Aussprache zu korrigieren. 

Feliz Natal!

Maria Sipaila

Vor der Kirche brennt ein Baum! - Weihnachten in Portugal

Weihnachten in Portugal wird generell nicht anders gefeiert als in anderen Ländern Mitteleuropas. In einigen Gegenden hat sich jedoch ein Brauch erhalten, der keltischen Ursprungs ist: das Verbrennen eines Baumstammes.

In der keltischen Tradition wurde die Wintersonnenwende um den 21. Dezember gefeiert. Das „Julefest“ markierte den tiefsten Punkt der Sonne, die nun bereit war, wieder emporzusteigen. Während dieses Festes ließ man gewöhnlich einen Baumstamm langsam brennen, zu Ehren der Geburt der „neuen“ Sonne, der Wiedergeburt des Lichtes. Diesen Brauch teilen sich die Portugiesen übrigens mit all den Ländern, die einen keltischen Einfluss haben, wie z. B. Katalonien mit dem „caga tìo“, den skandinavischen Ländern, Irland...

Im heutigen Portugal wird gemäß der Tradition am Heiligabend nach der Mitternachtsmette ein Baumstamm verbrannt. Die um das Feuer versammelten Menschen wärmen sich in der kühlen Nacht, bevor sie in ihre Häuser zurückkehren, um das Weihnachtsessen zu später Stunde einzunehmen.

Feliz Natal!

Maria Sipaila

Weihnachten in Portugal

Weihnachten in Portugal wird im Allgemeinen nicht anders gefeiert als in Mitteleuropa: Die Zimmer sind festlich geschmückt, die ganze Familie kommt zusammen und Heiligabend ist der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Jedoch drei Weihnachtsbräuche sind besonders interessant und die möchte ich mit Euch allen teilen...

Foguerias do Natal: (Weihnachtsfeuer)

Keltischen Ursprungs ist die Tradition, am 24. Dezember gemeinsam einen Scheiterhaufen auf dem Markplatz zu errichten und nach der Mitternachtsmesse anzuzünden. Das Feuer soll nicht nur alle Zuschauer wärmen, sondern es symbolisiert den Sieg des Lichts über die Dunkelheit zur Wintersonnenwende. Je größer der Baumstamm auf dem Haufen und je höher die Flamme, desto besser wird die kommende Ernte.
Die fogueiras brennen die ganze Nacht über, früher (vielleicht auch heute noch, aber nur in einigen traditionelleren Dörfern) brannten sie sogar bis zum 6. Januar.

Die Krippe

Die Krippe ist ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsdekoration in Portugal. Nicht nur in den Häusern werden die Figürchen von Josef, Maria, den Hirten, Schafen und dem Kind aufgestellt, sondern auch an öffentlichen Plätzen findet man Krippenbilder mit echten Menschen und Tieren bzw. Figuren in Lebensgröße. Vor allem die Kirchen legen viel Wert auf die Ausgestaltung ihrer Krippen und bauen richtige Landschaften auf, mit Dörfern und Figuren. Die Figur des Christkindes wird aber erst um Mitternacht in die Krippe gelegt - zur gleichen Zeit bekommen die Kinder die Geschenke vom Pai Natal, dem Weihnachtsmann.

Die Bohne bekommen...

Am 24. Dezember findet bei den Portugiesen ein Festessen in der Familie statt, die sogenannte consoada. Es gibt oft Stockfisch mit Kartoffeln und Gemüse, aber eine riesige Auswahl an Desserts. Dazu gehört der „Bolo Rei“ (Königskuchen), der dem deutschen Weihnachtsstollen im Geschmack ähnelt. Er enthält kandierte Früchte, Nüsse, ein kleines Geschenk und eine Bohne.

Man sagt, dass die Kranzform des Bolo Rei und der Glanz der bunten gezuckerten Früchte eine Königskrone symbolisieren sollen und die kleine versteckte Bohne war für die Heiligen Drei Könige gedacht: Die Legende besagt, dass Melchior, Balthasar und Kaspar sich nicht entscheiden konnten, wer als erster dem Christkind das Geschenk überreichen sollte. Da hatte ein Bäcker die Idee, ihnen die Entscheidung leichter zu machen und versteckte einen Bohnenkern im Teig. Wer heute die Bohne findet, kann sich etwas wünschen oder auch den Bolo Rei für das nächste Jahr besorgen.

Feliz natal!

Maria Sipaila

Weihnachten in Brasilien

Brasil o mais grande do mundo, was so viel heißt wie „Brasilien, das Größte der Welt“ gilt nicht nur für den besten Fußball, denn Brasilien hat auch den größten schwimmenden Weihnachtsbaum der Welt. Es ist eine 542 Tonnen schwere und 85 Meter hohe Stahlkonstruktion auf dem Rodrigo-de-Freitas-See vor Rio de Janeiro, die schon im Guinessbuch der Rekorde eingetragen ist.

Weihnachten ist für dieses katholische Land eines der wichtigsten Feste im Jahr. Das Land ist groß und die vielen Einwanderer, vorwiegend aus Europa, haben ihren Einfluss hinterlassen; so findet man im Süden Stollen auf den Weihnachtstischen, Nüsse als Nachtisch (der nordamerikanische Einfluss) oder Palmen in den Gärten, die mit Watte einem beschneiten Weihnachtsbaum ähneln sollen. Sogar der Papa Noel (der Weihnachtsmann) – der aus Grönland kommt! – erscheint wegen der hohen Temperaturen in kurzen Hosen und kurzärmeliger Jacke und verteilt die Geschenke um Mitternacht, oder er legt sie auf die Schuhe der Familienmitglieder...

Trotz regionaler Unterschiede und ausländischer Einflüsse, zwei Gerichte dürfen zum Weihnachtsessen nicht fehlen: die Farofa (Beilage aus Maniokmehl) und der Brasilianische Reis, oft begleitet von Truthahn oder Hühnchen.

Die Nacht des 24. Dezembers endet nicht um Mitternacht mit den Feuerwerken, die Christi Geburt feiern oder mit den Geschenken von Papa Noel, nein... danach wird getanzt und gefeiert, zu Hause oder in den Diskotheken, bis in die frühen Morgenstunden, denn am 25. kann man ja ausschlafen und dann zum Strand gehen...

Und hier ist noch ein Link zu einem Rezept für den brasilianischen Weihnachtsreis.