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Wissenswertes Quechua: Feste & Bräuche

Ein Weihnachtslied

C. Gonzales

Auf Quechua

Hier nun ein Weihnachtslied aus Peru auf Quechua mit Übersetzung: nSJPcEs8pyg ...

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Interview mit Clotilde Gonzales-Ziegenrücker

C. Gonzales

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen unsere Kursleiterin für Quechua vor. Sie kommt aus Peru. Doch sehen Sie s...

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Inti Raymi

Maria Sipaila Bittner

Fest der Sonne im Andenraum

Zur Zeit des Inkareiches und im Zusammenhang mit der Wintersonnenwende auf der südlichen Erdhalbk...

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Ein Weihnachtslied

C. Gonzales

Auf Quechua

Hier nun ein Weihnachtslied aus Peru auf Quechua mit Übersetzung:

Haku wayqellay puririsun, Belenta Komm, mein Bruder, wir gehen nach Bethlehem.
kusi sunqulla chayaykusun, portalman Wir kommen zum Portal mit frohem Herzen.
killaqkayllanpi rikuykusun, intita Während der Mond scheint, sehen wir die Sonne.
chawpitutata kay pachapi, kanchaqta. Mitternacht sehen wir die Erleuchtung dieser Welt.

 

Interview mit Clotilde Gonzales-Ziegenrücker

C. Gonzales

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen unsere Kursleiterin für Quechua vor. Sie kommt aus Peru. Doch sehen Sie selbst.

Inti Raymi

Maria Sipaila Bittner

Fest der Sonne im Andenraum

Zur Zeit des Inkareiches und im Zusammenhang mit der Wintersonnenwende auf der südlichen Erdhalbkugel (21.06.) feierten die Inkas in der Stadt Cusco das Sonnenfest, auf Quechua: Inti Raymi.

Dieses Fest zu Ehren Intis (des Sonnengottes) war verbunden mit einem Dank für alles Gute im abgelaufenen Jahr und gleichzeitig der Bitte um Schutz für die Saat, die bald darauf aufging. Die feierliche Zeremonie dauerte neun Tage und fand im und um den Sonnentempel statt. Der Zeitpunkt der Zeremonie erklärt sich aus dem inkaischen Glauben, dass die Sonne der Erde -während der Sonnenwende - am nächsten steht. Diese Konstellation symbolisierte somit auch die Verbundenheit zwischen Mensch und Gott.

Anlässlich des bedeutenden Festes kamen Vertreter des ganzen Inkareiches und überbrachten wertvolle Geschenke und Opfergaben wie Gold, Silber, feine Kleidung, Chicha (Maiswein), aber auch Tieropfer.

Die wichtigsten Teilnehmer des Festes bereiteten sich schon drei Tage vorher auf dieses Fest vor: der Inka und Chronist Garcilaso de la Vega erzählte in seinen Schriften, dass die Vorbereitung auf das Fest strikt sei, die wichtigsten Teilnehmer durften die drei Tage davor nur rohen, weißen Mais essen, klares Wasser trinken und sie durften nicht neben den geliebten Menschen liegen.

Am Tag der Wintersonnenwende erwarteten der Inka und seine engsten Verwandten barfuß den Sonnenaufgang auf dem Platz, sie knieten mit geöffneten Armen und warfen Küsse in die Luft, um die Sonne zu begrüßen. Gleich danach nahm der Inka zwei Holzgläser und übergab dem Verwandten das in der linken Hand gehaltene Glas. Die Chicha aus dem anderen Glas goß er in eine Goldschüssel. Danach begaben sich alle in einer feierlichen Prozession zum Platz, wo zahlreiche Tiere geopfert wurden und das Fleich unter den Leuten verteilt wurde.

Das letzte Inti Raymi in dieser Form fand im Jahre 1535 statt. Danach wurde es von der katholischen Kirche verboten. Erst 1949 wurde diese Tradition wiederbelebt. Das heutige Inti Raymi ist eine touristische Attraktion in der Stadt Cusco, in der mehr als 500 Schauspieler, Musiker und Tänzer eine Theaterdarstellung des Inti Raymi zur Zeit der Inkas für ein nationales und internationales Publikum inszenieren.