Newsletter bestellen

Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.
So erhalten Sie regelmäßig eine Mail mit wichtigen & neuen Infos:

Wissenswertes Russisch: Feste & Bräuche

Deutsche Lehnwörter im Russischen

S. Boeck

Wussten Sie, dass im Russischen viele deutsche Worte angekommen sind? Vor allem im 18. Jahrhunder...

Weiterlesen

С Рождеством!

Katja Klammer

Weihnachten in Russland - Märchenzeit

Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Russland hat eine reiche Märchentradition mit Märchengestalten vo...

Weiterlesen

Ostern in Russland

Katja Klammer

Ostern gehört zu den prächtigsten religiösen Festen in Russland und wird in der katholischen und ...

Weiterlesen

С Рождеством!!!

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Russland

Das traditionelle russische Weihnachtsfest findet erst am 07.01. statt, da in der russischen orth...

Weiterlesen

Weitere wissenswerte Themen:

Deutsche Lehnwörter im Russischen

S. Boeck

Wussten Sie, dass im Russischen viele deutsche Worte angekommen sind? Vor allem im 18. Jahrhundert, zu Zeiten Katharinas der Großen, wurden viele deutsche Worte auf dem Gebiet von Handwerk und Technik, aber auch in der Landesverwaltung und Kultur übernommen. Sie holte viele ins Land, die sich vor allem im Wolgagebiet ansiedelten. Einige Worte haben im Laufe der Zeiten ihre Bedeutung etwas verändert, viele aber nicht. Viel Spaß beim Nachschlagen!

Foto: jackmac via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)Foto: jackmac via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

вундеркинд (Wunderkind) дуршлаг (Durchschlag)
шницель (Schnitzel) бутерброд (belegtes Brot/Brötchen)
штраф (Strafe) штемпель (Stempel)
шрифт (Schrift) рюкзак (Rucksack/Brotbeutel)
маршрут (Route, Strecke) штаб (Stab)
крах (Scheitern, Zusammenbruch) штанга (Torlatte, Torpfosten)
шахта (Bergbau, Bergbaubetrieb) шприц (Spritze, Abfüllmaschine)
галстук (Krawatte)  
курорт (Badeort/Ferienort)  
шайба (Scheibe, Puck)  

 

С Рождеством!

Katja Klammer

Weihnachten in Russland - Märchenzeit

Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Russland hat eine reiche Märchentradition mit Märchengestalten von Väterchen Frost, Koschtschei, der schönen Wassilissa bis hin zur Baba Jaga. Und wissen Sie noch, wie das kluge Mädchen den Befehl des Königs befolgen konnte? Sie sollte zu ihm in den Palast kommen, aber nicht zu Fuß und auch nicht geritten, weder nackt noch bekleidet, nicht mit Geschenk, aber auch nicht mit leeren Händen…

Dass wir so viele der Märchen heute noch kennen und lesen können, ist zu einem großen Teil Alexander Nikolajewitsch Afanasjew (1826-1871) zu verdanken, dem russischen Pendant zu den Gebrüdern Grimm. Afanasjew durchstöberte Archive, sammelte die Märchen und veröffentlichte sie schließlich in seinem Buch „Russische Volksmärchen“. Sie begleiten uns bis heute durch lange, weihnachtliche Winterabende.

Ostern in Russland

Katja Klammer

Ostern gehört zu den prächtigsten religiösen Festen in Russland und wird in der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche gefeiert. Dabei datieren die Katholiken das Fest nach dem Gregorianischen, die Russisch-Orthodoxen nach dem Julianischen Kalender. So wird Ostern oftmals zwei Mal im Jahr gefeiert. Gerade für die russisch-orthodoxe Kirche ist Ostern das größte Fest des Jahres und wird besonders aufwendig begangen.

Feiern in Kirche und Familie

Am Vorabend des Osterfestes versammeln sich die Gläubigen in der dunklen Kirche. Sie erleben einen mehrstündigen Gottesdienst, der mit einer feierlichen Prozession um die Kirche zum Klang der Glocken und Schein der Kerzen endet. Es werden auch die traditionellen Osterbrote und gefärbte Eier in die Kirche gebracht, welche dort geweiht werden. Mit dem Ende der Ostermesse ist auch die strenge Fastenzeit beendet und der Ostertag beginnt mit einem üppigen Frühstück im Familienkreis. Man beschenkt Freunde, Nachbarn und Familie mit Ostereiern und besucht sich gegenseitig. Eine der Ostertraditionen ist auch das Eierrollen. Dabei wird versucht, die Eier der anderen zu zerbrechen, ohne das eigene einzubüßen.

Die Ostertafel

Die Vorbereitungen auf das Fest fangen schon beizeiten an. So wird das Haus geputzt, Osterbrote werden gebacken und am Donnerstag vor dem Fest die Eier gefärbt. Eine beliebte Farbe ist Rot, da sie die Auferstehung und das Leben symbolisiert. Am Ostersamstag folgt das Backen der Osterkuchen. Die Osterbrote (Kulitsch genannt) werden aus einem Hefeteig aufwendig zubereitet. Auch Paskha, ein Osterkuchen mit Quark, Sahne und weiteren Zutaten, darf nicht fehlen. Der Tisch wird mit Blumen und auch Sträußchen aus Weide geschmückt .

С Рождеством!!!

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Russland

Das traditionelle russische Weihnachtsfest findet erst am 07.01. statt, da in der russischen orthodoxen Kirche noch nach dem Julianischen Kalender gezählt wird. Weihnachten als christliches Fest wurde in Zeiten der Sowjetunion verboten und durch das Neujahrsfest ersetzt.

Am 31.12 (ein gesetzlicher Feiertag) wurde das Haus festlich geschmückt und der Weihnachtsbaum (ёлка) aufgestellt. Am Abend kam Väterchen Frost (Дед Мороз) mit seiner Enkelin Schneeflöckchen (Снегурочка), um die Kinder zu beschenken. Anschließend feierte man bei einem festlichen Essen in der Familie und mit Freunden das neue Jahr.

Seit 1992 gibt es wieder das christliche Weihnachten in Russland. Dabei fasten die orthodoxen Christen vom 28.11. bis zum 06.01. In dieser Zeit dürfen sie kein Fleisch, Käse, Butter oder Eier essen. Fisch ist nur an bestimmten Tagen erlaubt. Das Fasten endet am Abend des 06.01. Die Menschen gehen in die Weihnachtsmesse, die bis zu drei Stunden dauern kann. Danach findet man sich zu einem Festessen zusammen. Der 07.01. ist dann in Russland ein offizieller Feiertag, der in der Familie begangen wird.