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Wissenswertes Schwedisch: Feste & Bräuche

Interessante Quellen im Internet

Dr. Roberto Mann

Material für Freunde des Schwedischen

Auf der Seite "Einfach Schwedisch lernen" von Matthias Kamann findet man viele nützlich...

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Schwedisch

Desislava Nikolaeva Dimitrova

Der Einfluss der Hanse

Wusstest du, dass die schwedische Sprache maßgeblich von der deutschen während der Hansezeit gepr...

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Interview mit Frau Elster

Jenny Elster

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen in unserem Adventskalender Frau Elster, gebürtige Schwedin, vor. Sie unte...

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Desislava Dimitrova

Fragen zur Sprache, zur Mentalität und Bräuchen

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God Jul!

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Julklapp

Julklapp ist die schwedische Art des Wichtelns. Das Wort setzt sich aus „Jul“ (Weihnachten) und „...

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Weitere wissenswerte Themen:

Interessante Quellen im Internet

Dr. Roberto Mann

Material für Freunde des Schwedischen

Auf der Seite "Einfach Schwedisch lernen" von Matthias Kamann findet man viele nützliche Hinweise und Links  für alle, die Schwedisch lernen möchten bzw. Interesse an Schweden haben.

Auf einer weiteren Interessanten Seite finden sich viele Links zu Schweden und zum Thema Schwedisch lernen.

Wer schwedisches Radio hören möchte, ist an dieser Stelle richtig. Die Texte sind recht einfach. Sie können auch als Podcast abonniert werden. Sehr gut für das tägliche Training!!

Die Seite "Sprich mal Schwedisch" bietet kostenlose Audio-Lektionen und Vokabellisten. Der gesamte Sprachkurs ist jedoch kostenpflichtig (7,- EUR pro Monat).

An dieser Stelle finden Sie ein Wörterbuch Schwedisch, das nach Angaben des Herausgebers 300.000 Begriffe und Wendungen enthält.

Schwedisch

Desislava Nikolaeva Dimitrova

Der Einfluss der Hanse

Wusstest du, dass die schwedische Sprache maßgeblich von der deutschen während der Hansezeit geprägt wurde?

Im 13. und 14. Jahrhundert ließen sich viele deutsche Kaufleute, Handwerker, Bergleute, Adelige und Beamte in Schweden nieder. Mehrere Städte in Nordeuropa schlossen sich der Hanse an. Zu den wichtigsten gehört Visby auf Gotland, aber auch Kalmar, Söderköping, das neugegründete Stockholm, Linköping, Jönköping, Örebro, Västerås entwickelten sich nach deutschem Vorbild. Die Deutschen brachten neue Berufe und handwerkliche Methoden nach Schweden. Das Zunftwesen und die Stadtverwaltung wurden nach deutschem Muster aufgebaut.

Die deutsche Sprache hinterließ bleibende Spuren im schwedischen Wortschatz und in der Wortbildung.

Skansen.Stockholm. Foto: LoggaWiggler via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)Skansen.Stockholm. Foto: LoggaWiggler via Pixabay (CC0: http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de)

Liste der deutschen Präfixe und Suffixe:

 

Wortschatz:

Stadsliv (Stadtleben): stad, borgmästare, fogde, herre, fru
Yrkesbeteckningar (Berufsbezeichnungen): köpman, skomakare, skräddare, snickare
Handelsord (Handel): betala, byta, mynt, ränta, tull, vikt
Vardagsord (Alltagswörter): ansikte, arbete, dåre, fråga, fönster, försvara, klok, lära, språk, straff  

Interview mit Frau Elster

Jenny Elster

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen in unserem Adventskalender Frau Elster, gebürtige Schwedin, vor. Sie unterrichtet Schwedisch am Spracheninstitut und beantwortet unsere Fragen zur schwedischen Sprache, zum Land Schweden sowie zu Weihnachten in Schweden.

Interview mit Frau Dimitrova

Desislava Dimitrova

Fragen zur Sprache, zur Mentalität und Bräuchen

Fragen zur Sprache

Desislava Nikolaeva DimitrovaDesislava Nikolaeva Dimitrova

Auf welche Probleme stoßen besonders Deutsche beim Erlernen des Norwegischen und Schwedischen? 

Ich möchte lieber von Herausforderungen sprechen als von Problemen, denn dieses Wort ruft eher negative Assoziationen hervor. Meine Teilnehmer und ich sind motiviert, unsere Zielsprachen jeden Tag neu zu entdecken. Ihre Besonderheiten erfordern ein großes Herz für die Sprache und viel Fleiß. Sowohl das Norwegische als auch das Schwedische haben zwei verschiedene Akzente, die den Klang der Sprachen ausmachen. Für das erfolgreiche Erlernen benötigt man gutes Gehör, viel Übung und Gefühl.

Außerdem gibt es eine Reihe von falschen Freunden, gerade aufgrund der Ähnlichkeiten mit dem Deutschen. Die Grammatik wird oft unterschätzt, weil sie den Eindruck erweckt, einfach zu sein, man hat z. B. nur eine Form im Präsens und den anderen Tempora für alle Personen, für Plural und Singular, aber es ist nicht immer so einfach wie es scheint.

Die größte Herausforderung stellt vielleicht nicht das Sprachsystem dar, sondern die Kultur und das Gefühl, das die Wörter in sich tragen. Wörter sind nicht einfach Wörter, sondern sie haben eine Geschichte und stehen für Phänomene, die im deutschsprachigen Kulturraum nicht bekannt sind. Das Nachschlagen in einem Wörterbuch reicht nicht aus. Man sollte nach tiefer Einsicht und nach einem anderen Bewusstsein von der Welt streben.

Was ist besonders schön und/oder schwierig an Ihrer Sprache? 

Im Gegensatz zum Schwedischen und den meisten anderen Sprachen erlaubt die Standardisierung des Norwegischen eine Reihe von Varianten (in Bezug auf Aussprache, Grammatik usw.). Das kann schön sein, weil man die Freiheit hat, zu wählen, aber gleichzeitig schwierig, wenn man nur eine Variante kennt, plötzlich aber die Sprecher im Land eine andere verwenden.
Besonders schön an beiden Sprachen ist der Wortschatz.

Foto: J. ElsterFoto: J. Elster

Fragen zur Mentalität

Auf welche Überraschung sollten sich Deutsche einstellen, wenn Sie sich in Schweden und Norwegen aufhalten? Was ist anders dort als hier?

Die Skandinavier sind informeller als die Deutschen und duzen einander in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Das ist für jemanden, der aus einem Kulturkreis stammt, in dem Hierarchien wichtiger sind und durch die Anrede signalisiert werden, gewöhnungsbedürftig. Trotzdem ist du im Schwedischen und Norwegischen nicht mit du im Deutschen gleichzusetzen.
Eine andere Überraschung ist das Gesetz von Jante, das einen Verhaltenskodex sozialer Spielregeln darstellt und wie sich Schweden und Norweger dazu verhalten. Die Bescheidenheit ist ganz wichtig, auch wenn jeder seine Stärken hat. Sowohl Schweden als auch Norweger schätzen den Individualismus und haben Gesellschaften aufgebaut, in denen man in höchstem Grad unabhängig von anderen und frei sein kann.

Fragen über Weihnachten

Gibt es etwas Besonderes, was Sie an Weihnachten in Schweden und Norwegen mögen? Vermissen Sie das hier? 

Ja, die Figur nissen/tomten, der eine Art von Kobold ist, der auf dem Hof lebt und auf die Menschen und Tiere dort aufpasst. Er ist für uns nicht sichtbar, aber wenn wir schlafen geht er umher und schaut nach dem Rechten. Er kann mit den Tieren sprechen und hinterlässt mystische Spuren. Zu Weihnachten bekommt er Weihnachtsbrei mit extra viel Butter, damit er bei guter Laune bleibt. Das ist sehr wichtig, denn wenn diese umschlägt, geben die Kühe keine Milch und anderes Unglück kann passieren.

Besondres in Schweden und Norwegen ist das Weihnachtsgebäck wie Pfefferkuchen und Lussekatter (Luciakatzen mit Safran) und die traditionellen Weihnachtsgerichte wie Janssons Versuchung in Schweden (Auflauf mit Fisch, Kartoffeln und Zwiebeln), pinnekjøtt in Norwegen (Lammrippe gepökelt und gegart). In beiden Ländern wird lutefisk/lutfisk gegessen. Das ist Laugenfisch, der zuerst getrocknet und dann gewässert wird.

Lussekat - By Jonas Bergsten [Public domain], via Wikimedia CommonsLussekat - By Jonas Bergsten [Public domain], via Wikimedia Commons

Wenn man das vermisst, kann man es hier wieder herstellen, durch Geschichten darüber, oder indem man selber bäckt und kocht.
 

God Jul!

Dr. Roberto Mann

Julklapp

Julklapp ist die schwedische Art des Wichtelns. Das Wort setzt sich aus „Jul“ (Weihnachten) und „klapp“ (Klopfen) zusammen. Früher übergaben die Schweden ihre Geschenke nicht nur schön verpackt, sondern auch mit einem Vers versehen. Sie klopften dabei laut an die Tür und rannten schnell weg. Der so Beschenkte konnte sich dann buchstäblich einen „Reim darauf machen“, vom wem das Geschenk ist. Die Geschenke konnten Scherzartikel, aber auch liebevolle Geschenke sein. Heute nennt man übrigens das Weihnachtsgeschenk in Schweden auch noch „Julklapp“, denn der Weihnachtsmann klopft ja auch laut an die Tür.