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Von Helden und Schicksalen

Sophia van Treeck

Die Isländersagas

Die Isländer sind das lesefreudigste Volk der Welt: Jeder Isländer kauft pro Jahr acht Bücher. Diese Begeisterung für Literatur hat ihren Ursprung im 13. Jahrhundert, als die ersten Isländersagas geschrieben wurden. Die Sagas handeln von Isländern, ihren Heldentaten und ihren Schicksalen. So erzählt zum Beispiel die „Saga von Egil Skalla-Grimsson“ die Geschichte des auffallend hässlichen Skalden und Wikingers Egil, der bereits im Alter von drei Jahren auf einem Trinkgelage sein erstes Gedicht verfasst. Später erweckt er vor allem durch seine Aggressivität Aufsehen: Mit sieben Jahren tötet er einen Spielgefährten beim Fußball, was ihn zum jüngsten Mörder der isländischen Geschichte macht. Die Saga begleitet Egil auf seinen Reisen nach Skandinavien und England, wo er sich mit dem dortigen König anlegt, und endet schließlich mit seinem Tod.

Die Isländersagas gehören zu den größten Literaturschätzen der Welt und werden, obwohl sie bis zu 800 Jahre alt sind, in Island auch heute noch gelesen. Da sich die isländische Sprache, verglichen mit anderen Sprachen, seitdem kaum verändert hat, können sogar isländische Kinder die Originalversionen der Sagas verstehen.