Wir suchen Lernpaten für junge Geflüchtete:

Newsletter bestellen

Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.
So erhalten Sie regelmäßig eine Mail mit wichtigen & neuen Infos:

Wissenswertes Isländisch: Land & Leute

Leif Eriksson

Katja Klammer

Entdecker Amerikas

Leif Eriksson wurde ca. 970 in Island geboren. Sein Vater, der berühmte Erik der Rote, hatte Grön...

Weiterlesen

Ein stolzes Volk

Sophia van Treeck

Die Isländer

Das isländische Volk blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück: Erst im Jahre 1944 erlangt...

Weiterlesen

Naturschönheiten

Sophia van Treeck

Island und der Tourismus

Island entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem immer beliebteren Reiseziel. Im Jahr 2012 k...

Weiterlesen

Leif Eriksson

Katja Klammer

Entdecker Amerikas

Leif Eriksson wurde ca. 970 in Island geboren. Sein Vater, der berühmte Erik der Rote, hatte Grönland erkundet und dort Siedlungen errichtet. Als Junge ging Leif mit seiner Familie ebenfalls nach Grönland. Später stieg er in die Fußstapfen seines Vaters und ging als Entdecker Amerikas in die Geschichte ein.

Statue von Leif Eriksson in Reykjavik. Fotograf: pvdberg via Pixabay: https://pixabay.com/de/hallgr%C3%ADmskirkja-statue-leif-eriksson-1305850/Statue von Leif Eriksson in Reykjavik. Fotograf: pvdberg via Pixabay: https://pixabay.com/de/hallgr%C3%ADmskirkja-statue-leif-eriksson-1305850/

Wie Island-Sagas berichten, machte sich Leif in jungen Jahren mit dem Schiff auf den Weg in ein unbekanntes Land, welches Bjarni Herjólfsson gesehen hatte. Bjarni war einmal mit dem Schiff vom Kurs abgekommen und dabei auf schönes, bewaldetes Land gestoßen, dass er aus Vorsicht jedoch nicht betreten hatte.

Neufundland. Foto: martythelewis via Pixabay: https://pixabay.com/de/boot-bucht-neufundland-kanada-2991421/Neufundland. Foto: martythelewis via Pixabay: https://pixabay.com/de/boot-bucht-neufundland-kanada-2991421/

Leif fand das Land, jedoch landete er drei Mal an und gründete dort sogar eine Siedlung: L’Anse aux Meadows auf Neufundland. Er unternahm weitere Entdeckungsfahrten bis nach New Brunswick und zur Mündung des St.-Lorenz-Stroms und nannte die Gegend  „Vinland“. Die Wikinger konnten sich jedoch wegen des Widerstands der Indianer dort nicht lange halten.

Rekonstruiertes Wikingerboot; Urheber: D. Gordon E. Robertson; Lizenz unter: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.deRekonstruiertes Wikingerboot; Urheber: D. Gordon E. Robertson; Lizenz unter: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Dennoch gilt: Leif Eriksson ist der Entdecker Amerikas, noch vor Christoph Columbus. 

Ein stolzes Volk

Sophia van Treeck

Die Isländer

Das isländische Volk blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück: Erst im Jahre 1944 erlangte Island nach Jahrhunderten unter dänischer und norwegischer Herrschaft seine Unabhängigkeit. Dieses Ereignis wird jedes Jahr am Nationalfeiertag, dem 17. Juni, gefeiert. Die Isländer wurden mehrmals von Naturkatastrophen, allen voran Vulkanausbrüchen, heimgesucht. In den Jahren 1783 bis 1784 verursachte ein Vulkanausbruch eine Hungersnot, in der 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung ums Leben kamen. Isländer behaupten gern, dass dieser Vulkanausbruch und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Klima in Europa ein Grund für die Französische Revolution sind.

Isländer sind also durchaus an Katastrophen gewöhnt und lassen sich durch kleinere Vulkanausbrüche wie den unter dem Eyjafjallajökull von 2010 nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Ihr Lebensmotto lautet „Þetta reddast“, was so etwas wie „Das wird schon.“ bedeutet. Da nur 320.000 Menschen in Island leben und die Insel vom Rest der Welt relativ isoliert ist, hat sich in Island eine starke Vaterlandsliebe herausgebildet. Die Isländer bezeichnen ihr Land gern als „Best í heimi“ (das Beste auf der Welt) und sind sehr stolz auf ihre noch relativ junge Unabhängigkeit. Dies ist ein Grund dafür, dass die Isländer der Europäischen Union eher abgeneigt sind.

Naturschönheiten

Sophia van Treeck

Island und der Tourismus

Island entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem immer beliebteren Reiseziel. Im Jahr 2012 kamen 673.000 Touristen nach Island, bei einer Einwohnerzahl von 320.000. Die Hauptattraktion ist die isländische Natur: Die Insel wirkt in weiten Teilen unberührt. Feuer und Eis liegen in Form von Vulkanen und Gletschern dicht nebeneinander und es gibt so viele Wasserfälle, dass man mit der Namensgebung gar nicht mehr hinterherkommt. Manche Wasserfälle bekommen deshalb Namen nach dem Muster „Nummer 18“. Auch die heißen Quellen, in denen man, umgeben von Naturschönheiten, baden kann, zählen zu den Höhepunkten Islands.

Im Winter, wenn Autofahrten durch Island schwieriger werden, ist die Hauptstadt Reykjavik die größte Attraktion. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen hier die Hallgrímskirkja, eine 74 Meter hohe Kirche mit Aussichtspunkt, die vielen Museen, die beheizten Außenschwimmbäder, in denen man mit etwas Glück sogar Björk oder anderen Prominenten begegnen kann, und nicht zuletzt die kleinen Cafés mit ihrem ausgezeichneten Kaffee.