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Wissenswertes Isländisch: Feste & Bräuche

Interview mit Fra van Treeck

Sophia van Treeck

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen Frau van Treeck, unsere Kursleiterin für Isländisch, vor. c-hMRQ7DFb4...

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Gleŏileg jól

Dr. Roberto Mann

Jólasveinar

Eine Besonderheit des isländischen Weihnachtsfestes sind die 13 Weihnachtsgesellen (isländisch Jó...

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Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Island

Das Weihnachtsfest geht in Island vom 24.12. bis zum 06.01. Im Unterschied zu Deutschland gibt es...

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Interview mit Fra van Treeck

Sophia van Treeck

Fragen zur Sprache, zum Land und zu Bräuchen

Heute stellen wir Ihnen Frau van Treeck, unsere Kursleiterin für Isländisch, vor.

Gleŏileg jól

Dr. Roberto Mann

Jólasveinar

Eine Besonderheit des isländischen Weihnachtsfestes sind die 13 Weihnachtsgesellen (isländisch Jólasveinar). Diese Gesellen sind eigentlich Trolle - Fabelwesen aus der nordischen Mythologie - und hausen mit ihrer Mutter Grýla in einer Höhle, die sie das ganze Jahr über nicht verlassen dürfen. Nur im Dezember können sie ins Freie und zu den Menschen gehen. Dabei ziehen sie von Haus zu Haus und treiben allerlei Scherze und richten Schaden an: Sie stehlen Nahrung oder bringen den Hausrat durcheinander.

Die dreizehn Gesellen erscheinen ab dem 12. Dezember nacheinander, bis sie alle am 24. Dezember versammelt sind. Danach verschwindet wieder jeden Tag einer der Gesellen, so dass sie am 6. Januar alle verschwunden sind.

Früher hatten die Kinder große Angst vor den Gesellen. Es sind ja schließlich Trolle. Auf Abbildungen sind sie schmutzig und tragen alte Kleidung. Auch ihre Namen verheißen nichts Gutes: Stekkjarstaur (Pferchpfosten) oder Þvörusleikir (Kochlöffellecker) oder Hurðaskellir (Türenzuschläger). Doch heute sehen sie so aus wie Weihnachtsmänner. Sie bringen auch Geschenke mit. Deshalb stellen die Kinder zu Weihnachten einen Schuh vor die Tür. Die Bösen unter ihnen finden dann aber eine faule Kartoffel im Schuh. 

Gleŏileg jól

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Island

Das Weihnachtsfest geht in Island vom 24.12. bis zum 06.01. Im Unterschied zu Deutschland gibt es auf Island nur wenige Bäume, da die Insel nach der Besiedlung durch die Wikinger fast vollständig abgeholzt wurde. Bis vor wenigen Jahrzehnten behalfen sich die findigen Isländer damit, dass Sie einfach Bäume aus Holzstücken bastelten, sie grün anstrichen und anschließend dekorierten. Heutzutage werden Bäume aus Europa importiert. Der höchste Weihnachtsbaum Islands steht jedes Jahr auf dem Austurvöllur, dem Platz vor dem Parlament, in Reykjavik und ist ein Geschenk der Einwohner von Oslo an die von Reykjavik. Seine Lichter werden feierlich am ersten Adventssonntag angezündet.

Da ab November auf Island die Tage nur sehr kurz sind, spielt künstliches Licht natürlich in der Weihnachtszeit eine große Rolle. Überall werden Kerzen und Lichtgirlanden aufgestellt bzw. aufgehängt.

Am Morgen des 24.12. gehen die Isländer auf den Friedhof und gedenken der Toten. Auch hier werden überall Kerzen aufgestellt, so dass der ganze Friedhof in Licht erstrahlt. Das eigentliche Fest beginnt mit der Weihnachtsmesse um 18 Uhr. Im Anschluss gibt es ein üppiges Festessen mit Schweinelende und Lamm, Lachs und Forelle, Rentier, Wildgeflügel und vielem mehr.

Die größte Besonderheit sind jedoch die Jólasveinar (Weihnachtsgesellen): Ab dem 13. Tag vor Weihnachten kommt jeden Tag ein Troll ins Haus und steckt jedem Kind ein kleines Geschenk in den Schuh. Nach dem 24.12. geht wieder jeden Tag einer bis zum 06.01. Früher waren diese Kobolde eine echte Plage und brachten den Menschen nur Ärger ein, worauf auch ihre Namen hinweisen: Wurststibitzer, Fensterglotzer, Kochlöffellecker, Türzuschläger usw. Auf dieser Seite werden sie näher vorgestellt.