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Wissenswertes Griechisch: Feste & Bräuche

Καλα Χριστουγεννα!

Dr. Roberto Mann

Kalanda - eine Weihnachtstradition aus Griechenland

Von Haus zu Haus zu gehen und Weihnachtslieder zu singen hat in Griechenland eine jahrhundertealt...

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Καλα Χριστουγεννα!

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Griechenland

Dem Weihnachtsfest geht in Griechenland eine Fastenzeit voraus, die vom 15. November bis einschli...

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Καλα Χριστουγεννα!

Dr. Roberto Mann

Kalanda - eine Weihnachtstradition aus Griechenland

Von Haus zu Haus zu gehen und Weihnachtslieder zu singen hat in Griechenland eine jahrhundertealte Tradition. Kinder ziehen in Gruppen von Haus zu Haus und tragen traditionelle Weihnachtslieder vor. Sie erbitten mit ihrem Gesang Segen für das Haus und seine Bewohner. Musikalisch begleitet werden sie von Triangeln und Trommeln. Die Bewohner schenken dann den Sängern etwas Geld oder Süßigkeiten. Dieses Weihnachtssingen findet am 24. Dezember, zu Silvester und am Epiphaniastag (5. Januar) statt.

Und was singen die Kinder? Das erfahren Sie in diesem Video:

 

Καλα Χριστουγεννα!

Dr. Roberto Mann

Weihnachten in Griechenland

Dem Weihnachtsfest geht in Griechenland eine Fastenzeit voraus, die vom 15. November bis einschließlich 24. Dezember dauert. Griechenland besteht ja aus vielen Inseln und das Festland ist auch eine Halbinsel. Daher spielt die Schifffahrt bei den Griechen natürlich eine große Rolle. So ist es nicht verwunderlich, dass früher in der Weihnachtszeit statt des bei uns üblichen Weihnachtsbaums viele Schiffe festlich geschmückt und beleuchtet wurden. Alle Reisenden kehrten zu Weihnachten in ihre Familien zurück. In letzter Zeit hat aber auch der Weihnachtsbaum in Griechenland Einzug gehalten. Allerdings sind Tannenbäume sehr teuer, weshalb viele Griechen auf Zypressen oder künstliche Weihnachtsbäume zurückgreifen.

Am 24. Dezember gehen in Griechenland die Kinder von Haus zu Haus und überbringen singend die Botschaft von der Geburt Christi. Man nennt dieses Singen Kalanda. Die Kinder werden mit Nüssen, Süßigkeiten oder auch Geld belohnt. Am Abend des 24. Dezember werden in Griechenland die Kamine entzündet. Diese brennen dann zwölf Nächte lang. Man will damit die Kalikantzeri (böse Kobolde) vertreiben, die das ganze Jahr über am Baum sägen, die Welt tragen und in der Weihnachtszeit auf die Erde kommen, um den Menschen böse Streiche zu spielen.

Das eigentliche Weihnachtsfest beginnt aber erst am 25. Dezember. An dem Tag gehen die Griechen am Morgen zum Gottesdienst. Abends findet ein großes Festessen im Kreis der Familie und mit Freunden statt. Zu diesem Essen gehören auch viele Süßigkeiten, die zu diesem Anlass gebacken werden: Koulourakia, Melomakarona, Kourambedes.

Der Höhepunkt des griechischen Weihnachtsfestes ist allerdings der 01. Januar, der Namenstag des Hl. Vasilius. Dieser Bischof aus Kleinasien soll in der frühen Christenzeit den Armen geholfen haben, indem er für sie Spenden sammelte. Zu seinem Gedenken wird ein besonderer Kuchen aus Hefeteig gebacken (Vassilopitta), in dem ein Geldstück versteckt wird. Der Kuchen wird an die Anwesenden verteilt und wer das Geldstück findet, hat das ganze Jahr über Glück. Übrigens erhalten die Kinder in Griechenland erst an diesem Tag ihre Geschenke. Die Griechen schmücken am 01. Januar ihre Häuser, denn sie glauben, dass der Hl. Vasilius sie aufsucht.

Am 06. Januar (Epiphania) feiern die gläubigen Griechen die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. Dabei gibt es unter anderem den Brauch, dass ein Priester ein goldenes Kreuz in ein Gewässer wirft und Jugendliche danach tauchen. Wer das Kreuz findet, erhält einen besonderen Segen.