Satzung

“Theodor-Litt-Gesellschaft

zur Erforschung und Pflege der geisteswissenschaftlichen Pädagogik e. V.”

 

§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen “Theodor-Litt-Gesellschaft zur Erforschung und Pflege der geisteswissenschaftlichen Pädagogik“. Er hat seinen Sitz in Leipzig. Nach erfolgter Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Leipzig erhält er den Zusatz e.V.

§ 2 Zweck und Aufgaben des Vereins

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet von Bildung und Erziehung, insonderheit die Erforschung und Pflege der “geisteswissen­schaftlichen Pädagogik”.
  2. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Pädagogik. Darüber hinaus kann der Verein periodisch oder unregelmäßig erscheinende wissenschaftliche Schriften oder Schriftenreihen fördern oder herausgeben.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des dritten Abschnitts der Abgabenordnung (AO) (steuerbegünstigte Zwecke §§ 51 ff) in der jeweils gültigen Fassung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen.

§ 4 Mitglieder des Vereins

  1. Der Verein umfasst ordentliche Mitglieder, fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder.
  2. Mitglieder des Vereins können natürliche Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, und juristische Personen werden, soweit sie den Zweck des Vereins fördern.
  3. Die Gründer des Vereins sind die ersten ordentlichen Mitglieder.
  4. Über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet der Vorstand. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an.
  5. Zu Ehrenmitgliedern können solche Personen ernannt werden, die sich besondere Verdienste um die geisteswissenschaftliche Pädagogik oder um den Verein erworben haben. Die Ernennung erfolgt durch Beschluß der Mitgliederversammlung.

§ 5 Kündigung und Austritt

Die Mitgliedschaft endet durch den Tod oder durch schriftliche Austrittserklärung des Mitgliedes gegenüber dem Vorstand, die zum Ende des laufenden Kalenderjahres wirkt. Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Ansprüche dem Verein gegenüber.

§ 6 Ausschluß

Über den Ausschluß, der nur aus wichtigem Grund möglich ist, entscheidet der Vorstand. Gegen diesen Beschluß kann das ausgeschlossene Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen. Dem Betroffenen ist Gelegenheit zu geben, sich vor der Mitgliederversammlung mündlich oder schriftlich zu äußern.

 § 7 Mittel des Vereins

  1. Die Mitglieder leisten Beiträge, deren Höhe auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung festgelegt wird.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

 § 8 Die Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind

  1. der Vorstand und
  2. die Mitgliederversammlung.

 § 9 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus drei Personen: dem Vorsitzenden, dem Rechnungsführer, der zugleich stellvertretender Vorsitzender ist, und einem Beisitzer. Die Aufgaben der Schriftführung regelt der Vorstand. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Versammlungsleiters den Ausschlag.
  2. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung des Vereins ist der Vorsitzende oder sein Stellvertreter jeweils in Verbindung mit dem Beisitzer (gemäß § 26 BGB) berechtigt. Die Vorstandsmitglieder bleiben solange im Amt, bis eine Neuwahl stattgefunden hat. Scheidet ein Vorstandsmitglied aus, kann der Vorstand bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung ein ordentliches Mitglied in den Vorstand vorläufig berufen. Der Vorstand erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung; Auslagen werden erstattet.
  3. Dem Rechnungsführer obliegt die jährliche Rechnungslegung.

§ 10 Die Mitgliederversammlung

  1. Alljährlich findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Der Mitgliederversammlung obliegt insbesondere:
    – Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Kassenprüfer,
    – Entlastung des Vorstandes,
    – Wahl der Vorstandsmitglieder,
    – Wahl der Kassenprüfer,
    – Satzungsänderungen,
    – Auflösung des Vereins.
  2. Der Vorstand kann außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Er muß dieses tun, wenn mindestens ein Drittel der ordentlichen Mitglieder es schriftlich mit Angabe des Grundes beantragt.
  3. Mitgliederversammlungen werden durch den Vorstand unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einberufung hat schriftlich so zu erfolgen, daß zwischen dem Absendetag der Einladung und dem Sitzungstag mindestens zehn Tage liegen.
  4. Die Leitung der Mitgliederversammlungen obliegt dem Vorsitzenden, bei seiner Verhinderung dem Stellvertreter, bei Verhinderung beider dem Vereinsmitglied, das von der Mitgliederversammlung hierzu bestimmt wird.
  5. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen sind Niederschriften auszufertigen, die vom Leiter der Versammlung und dem Protokollführer zu unterzeichnen sind.
  6. Die Mitgliederversammlungen beschließen – soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist – mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

 § 11 Vereinsjahr

Das Vereinsjahr ist das Kalenderjahr.

 § 12 Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins

  1. Ein Beschluß, der eine Satzungsänderung oder eine Auflösung des Vereins zum Gegenstand hat, bedarf der Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder des Vereins, wobei jedoch mindestens die Hälfte der Mitglieder des Vereins an der Beschlußfassung teilnehmen muß. Anträge auf Satzungsänderung sind der Einladung zur Mitgliederversammlung beizufügen.
  2. Ist die Mitgliederversammlung, auf deren Tagesordnung die Änderung der Satzung oder die Auflösung des Vereins stehen, nicht beschlußfähig, so kann eine zweite Mitgliederversammlung mit einer Frist von zwei Wochen einberufen werden, die ohne Rücksicht auf die Teilnehmerzahl beschlußfähig ist. Dies muß in der Einladung bekanntgegeben werden.
  3. Der Beschluß über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.
  4. Der Vorstand ist ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die das Registergericht zur Erlangung der Eintragungsfähigkeit oder das Finanzamt zur Bescheinigung der Gemeinnützigkeit verlangt.
  5. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das nach Begleichung etwaiger Verbindlichkeiten verbleibende Vermögen des Vereins an die Universität Leipzig, die es im Sinne des Vereinszweckes ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 

Leipzig, den 28. Januar 1998