Archiv und Forschungsstelle

1997 wurde auf Initiative der Professoren Dieter Schulz und Heinz-Werner Wollersheim und des damaligen Kanzlers der Universität Leipzig, Dr. Peter Gutjahr-Löser, an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät die Litt-Forschungsstelle eingerichtet.

Der Gründung der Forschungsstelle ging ein intensives Bemühen um den Erwerb des Litt-Nachlasses voraus, der sich an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf befand. Große Unterstützung erfuhr die Universität durch Rudolf Litt (†), den Sohn Theodor Litts. Ein 1997 veranstaltetes erstes Litt-Symposium an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät mit der Befragung von Zeitzeugen zeigte sehr eindrücklich Litts enge Verbindung mit Leipzig.

Im Sommer 1997 konnte der Nachlaß vom Universitätsarchiv Leipzig übernommen werden. Am 23. Oktober 1997 fand im Alten Senatssaal ein universitärer Festakt zur Übernahme des Nachlasses statt, der sich nun in der Litt-Forschungsstelle befand.

Die Litt-Forschungsstelle verfolgt eine doppelte Zielsetzung: zum einen betreibt sie die Erschließung und Komplettierung des Litt-Nachlasses und zum zweiten macht sie die interessierte Öffentlichkeit mit dem Werk Litts bekannt und setzte Akzente in der Litt-Forschung.

Nach personellen Veränderungen übernahm im September 2001 das Universitätsarchiv Leipzig die Räume der Litt-Forschungsstelle als Außenstelle „Theodor-Litt-Archiv“. Seit diesem Zeitpunkt wird der Litt-Nachlaß vom Universitätsarchiv betreut und intensiv verzeichnet.

Der Nachlaß von Theodor Litt umfaßt insgesamt 20 laufende Meter Archivalien: Zeugnisse, Urkunden, Briefe, Manuskripte und andere Dokumente, sowie zahlreiche Publikationen. Der Nachlaß ist komplett einzelblatt- und digital verzeichnet. Für die Benutzung des Nachlasses liegt ein Findbuch vor.