Sylvia Kolbe

 

Vorwort:

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (über einige Kirchen konnte ich nichts herausfinden.)

Es ging mir um eine Erfassung der verschiedensten Orgeln aus unterschiedlichen Jahrhunderten, hier in Leipzig ¯ und dabei ergab sich im Nebeneffekt auch eine Übersicht der Kirchen.

Die Übersicht ist 1) konfessionell und 2) alphabetisch sortiert.

 

Als Stadtführerin in Leipzig (seit 1984) bin ich keine Expertin für Orgeln, daher habe ich die Dispositionen der Orgeln nicht aufgeführt, denn davon verstehe ich nichts, und so könnten leicht Fehler unterlaufen.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Pfarrern, Kantoren und Kirchenmitarbeitern verschiedenster Gemeinden, die meine Angaben überprüft und korrigiert haben!!!

Des Weiteren bedanke ich mich bei Herrn Christoph Martin, Kirchenmusiker, für ständige Hinweise und Ergänzungen!

 

 

Quellen:

- "Stadt Leipzig, Die Sakralbauten", in 2 Bdn. (Deutscher Kunstverlag, 1995, ISBN: 3422005684)

- Homepages der verschiedenen Kirchen und Gemeinden

- E-Mails, Faxe, Briefe, Festschriften verschiedener Gemeinden

 

ERGÄNZUNGEN UND KORREKTUREN WERDEN GERN ENTGEGENGENOMMEN.

 

 

 

Kirchen-Orgeln in Leipzig

 

I. Orgeln der Ev.-Luth. Kirchen in Leipzig

 

Andreaskapelle Knautnaundorf

Rundkapellenweg, 04249 Leipzig, OT Knautnaundorf

Orgel von 1869 von Friedrich Ladegast, 1972 abgebrochen

Kein Neubau

 

Andreaskirche

Die alte Andreaskirche war 1943/44 von Bomben stark beschädigt worden, die Ruine wurde von den DDR-Oberen 1958 in einer Nacht- und Nebelaktion gesprengt!

Gemeindehaus /Südvorstadt Nähe Karl-Liebknecht-Str.

Scharnhorststr. 29,04275 Leipzig

Jehmlich-Orgel 1949 mit elektrisch traktierten Kegelladen, Hauptwerk, Nebenwerk und Pedal

 

Apostelkirche /Großzschocher

Huttenstr. 14, 04249 Leipzig

- seit 1679 eine Orgel

Nachdem die erste Orgel ihren Dienst versagte, erhielt die Gemeinde 1787 eine neue Orgel.

Rühlmann-Orgel 1908 im Gehäuse von 1787:

Der Orgelprospekt von 1787 enthielt die dritte Orgel. Die erste Orgel war 1679 eingebaut worden, die zweite 1714. 1787, das ist dokumentiert, ließ man durch Gottlob Göhlich aus Leipzig eine neue Orgel errichten, deren Prospekt erhalten geblieben ist. Nach dem Umbau der Kirche (1904-1908) baute Wilhelm Rühlmann aus Zörbig ein neues Werk hinter den alten Prospekt.

Rühlmann-Orgeln waren wegen der Anwendung der zu Ende des vorigen Jahrhunderts aufgekommenen pneumatischen Steuerung den mechanischen Orgeln in verschiedener Hinsicht überlegen. Da jede Orgel ein Unikat darstellt und immer wieder Neuerungen ausprobiert wurden, ergeben sich auch für die Orgel in Großzschocher-Windorf einige Besonderheiten.

Mit 21 Registern ist die Orgel bereits mit Posaune und Trompete ausgerüstet. Das zweite Manual bietet das Ensemble einer weit größeren dreimanualigen Rühlmann- oder Ladegast-Orgel.


Die Orgel wurde von der Firma Lahmann, Leipzig, 1962 und 1968 klanglich umgestaltet. 1969-1974 wurde von Herrn Weise, VEB Orgelbau Bautzen, (Firma Hermann Eule) das Instrument grundlegend nachintoniert und ein neuer Prinzipal 2' eingebaut.

Die Orgel wurde von der Firma Bochmann (Kohren-Sahlis) generalüberholt und erklingt seitdem wieder in jedem Gottesdienst und zu mehreren Konzerten im Jahr.

 

Auferstehungskirche / Möckern

Georg-Schumann-Str. 198, 04159 Leipzig

- die Schweinefleisch-Mendelssohn-Orgel von 1766

- im 19. Jh. von Carl Bernekker umgebaut und erweitert

- ursprünglich aus alter Reformierter Kirche im Amtshaus Kirchenraum: schlichter klassizistischer Predigtsaal mit umlaufender Empore und Orgel über der an einer Schmalseite gelegenen Kanzel

(neben Thomaskirche, Abbruch wegen Neubau Kaufhaus Ebert, darin heute Commerzbank)

- seit 1901 in Möckernscher Gemeinde

- älteste Kirchenorgel Leipzigs, 1766 von Johann Emanuel Schweinefleisch erbaut, mehrfach umgebaut, 1841 von Felix Mendelssohn Bartholdy geprüft, beim Kirchenbau 1901 aus der alten Reformierten Kirche nach Möckern umgesetzt.

- älter als der Kirchenbau selbst

- die Geschichte der Orgel läßt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen.

- 1766 erbaute der Leipziger Universitätsorgelbaumeister Johann Emanuel Schweinefleisch (1720-1771) eine Orgel mit 25 Registern auf zwei Manualen und Pedal für die damalige reformierte Kirche am Thomaskirchhof.

- diese Orgel, deren Disposition und Klang noch ganz von der Zeit des Barock geprägt war, wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Reparaturen, Umbauten und Erweiterungen unterzogen

- besonders erwähnenswert sind dabei die Arbeiten der Orgelbauer Johann Gottlob Mende 1841 und Carl Bernecker 1870-1873.

- letzterer vergrößerte die Orgel auf drei Manuale und Pedal mit 31 Registern und paßte sie in Registerwahl und Klang dem romantischen Zeitgeschmack an

- interessant ist auch, dass die Orgel 1841 von Felix Mendelssohn Bartholdy geprüft wurde, der Mitglied der reformierten Gemeinde war

- 1901 wurde diese Orgel aus der nicht mehr benutzten alten reformierten Kirche nach Möckern verkauft und in die neuerbaute Auferstehungskirche umgesetzt vom Leipziger Orgelbauer Gottfried Hildebrand

- auch in den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder Reparaturen notwendig

- 1984 schließlich wurde der Greizer Orgelbauer Hartmut Schüßler beauftragt, die Orgel entsprechend den damaligen Möglichkeiten und Erkenntnissen im Sinne von Schweinefleisch zu rekonstruieren

- an die Zeit von 1766 erinnern neben dem sehr schönen klassizistischen Prospekt auch noch einige wenige Register

- andere Register der nun wieder zweimanualigen Orgel stammen aus dem 19. Jahrhundert mit dem damals typischen weichen, warmen Klang, und einige aus dem 20. Jahrhundert nach dem Umbau von 1984, die eher dem klaren und kräftigen Klangideal der Barockzeit nachempfunden worden sind.

Analyse vor der Sanierung:

- zunächst fällt die ungewöhnlich schwere Spielart auf, dies hat den Grund vor allem in dem ungünstigen Aufbau der Traktur, die durch die Umsetzung des Instrumentes in den neuen Kirchenbau den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden musste

- auch der Umbau 1984 konnte durch das Entfernen des dritten Manuales mit dazugehöriger Mechanik und Pfeifenwerk diesem Mangel nicht entscheidend abhelfen

- dazu kommt, dass den damaligen finanziellen Möglichkeiten und den Gegebenheiten der ehemaligen DDR entsprechend z.T. minderwertige Materialien zum Einsatz kamen, deren Auswirkungen sich jetzt in der erneuten Reparaturbedürftigkeit der Orgel zeigen

- durchstechende Töne durch undichte Ventile und Windladen, Heuler, Töne, die gar nicht mehr erklingen, Tasten, die hängenbleiben, usw.

- die alte Gasheizung der Kirche in den Wintermonaten durch die enorme Lufttrockenheit, die ihre Wärme verursachte, ließ die Holzteile der Orgel auf so ungünstige Weise arbeiten, dass die Störungen in dieser Zeit besonders häufig auftraten.

Seit 1997 ist die Orgelbaufirma Bochmann aus Kohren-Sahlis mit der Pflege beauftragt, und seit diesem Jahr besteht mit dieser Firma ein Pflegevertrag.

- seit 2002 laufen die Bauarbeiten an der Kirche auf die Orgelrenovierung zu. Förderverein und Kirchgemeinde haben das Ziel, dass die Orgel zum Bachfest 2005 in das Programm aufgenommen wird.

- nach der Innenrenovierung 2003 begann 2004 der eigentliche Orgelbau

Sanierung abgeschlossen Oktober 2004, Weihe 03.10.2004

- Fa. Orgelbau Ekkehard Groß in Kubschütz, OT Waditz (bei Bautzen)

- 1516 Pfeifen

- Orgel entspricht jetzt Zustand von 1841 - Mendelssohn-Stil

 

Bethanienkirche /Schleußig

Stieglitzstr. 42, 04229 Leipzig

1) Jehmlich-Orgel von 1992,

- 25 Register, 2 Manuale, Pedal

Ein parabolischer Mauerbogen umschließt den freistehenden Pfeifenprospekt der im Turmraum stehenden Orgel. In der Mitte der bogenförmig ausschwingenden Chorempore befindet sich eine Auskragung für das Dirigentenpult

ausgezeichnete Akustik fast hallfreier Kirchenraum durch spezielle Plattenverkleidung für Wände und Decken (Solenhofer Platten)

2) in der Brauthalle steht ein 1933 angeschafftes Orgelpositiv der Firma Jehmlich, das auf geteilten Kegelladen (!) mit pneumatischer (!) Traktur 3 Register enthält.

- 3 Register auf 1 Manual

Nach Diebstahl vieler Pfeifen wurde es 1957 durch die Fa. Eule wiederhergestellt.

- Bethlehemkirche /Südvorstadt Nähe Fockeberg

Kurt-Eisner-Str. 22, 04275 Leipzig

Orgelpositiv, Fa. Lahmann, Orgelbau, von ca. 1960

- sehr störanfällig

 

Christuskirche /Eutritzsch, alter Dorfkern

Gräfestr. 10, 04129 Leipzig

- 1736 Zacharias Hildebrandt

- 1888 Gottfried Hildebrand (Leipzig), 13 Register, mechanische Traktur

- 1909 Umbau durch Schmidt und Berger/Borna, 20 Register, pneumatische Traktur

- 1991 Eule-Orgel 1991, 17 Register

 

Emmauskirche /Sellerhausen

Wurzner Str. 160, 04318 Leipzig

Mit der Kirche wurde am 25. März des Jahres 1900 auch die von der Firma Kreutzbach in Borna erbaute zweimanualige Orgel geweiht. 1937 erfuhr sie eine grundlegende Änderung: Es entstand eine elektropneumatische Orgel mit drei Manualen und 33 Registern.

 

Erlöserkirche Leipzig-Thonberg

Dauthestraße 1A /Ecke Prager Str.

erster Leipziger evangelisch-lutherischer Kirchneubau im neuen Jahrtausend, erster Kirchenneubau in Leipzig nach 1989

- am Sonntag, 23. April 2006 feierte die Gemeinde der neu erbauten Erlöserkirche um 11.30 Uhr auf ihrem Kirchgelände in Leipzig-Thonberg, Dauthestraße 1A, die Glockenweihe.
Am Pfingstsonntag, 4. Juni 2006, 14.30 Uhr, wird Landesbischof Jochen Bohl in einem Festgottesdienst die Erlöserkirche weihen.

Orgel:

Brüstungspositiv 1962, Reinhard Schmeisser Rochlitz, 1 Manual, Pedal

 

Friedenskirche /Gohlis

Kirchplatz 9, 04155 Leipzig

1874 Einbau der Orgel durch Richard Kreutzbach (Borna) mit neugotischem Gehäuse und mechanisch traktierten Schleifladen.

1906 Umbau der Orgel durch Wilhelm Rühlmann (Zörbig) auf pneumatisch traktierten Taschenladen.

1954/55 Die Firma Jehmlich (Dresden) disponierte die Orgel wiederum um.

(nicht mehr viel vom Original erhalten)

Orgel in bedauernswertem Zustand

- Gedächtniskirche Schönefeld /wo Clara und Robert Schumann getraut wurden

Ossietzkystr. 39, 04347 Leipzig

1820 Orgel K. A. von Knoblauch, Halle/Johann Gottlob Mende, Hauptwerk, Oberwerk, Pedal

1883 durch Gottfried Hildebrand repariert und umgebaut

- 1898 neue Orgel: Richard Kreutzbach, Borna, 2 Manuale, Pedal

- 1974 Neubau, Fa. Eule, Hauptwerk, Oberwerk, Pedal

Schleifladen mit mechanischer Ton- und pneumatischer Registraturtraktur. Das Gehäuse wurde auf die Form von 1820 zurückgeführt, damals hatte Mende ein älteres Barockgehäuse (einer wahrscheinlich einmanualigen Orgel) um zwei Pedaltürme erweitert.

- Genezarethkirche / Paunsdorf/ alter Dorfkern

Riesaer Str. 31, 04328 Leipzig

- hat die älteste Glocke von Leipzig, 1410, Marienglocke, urspr. aus Universitätskirche

bis 1906 stand hier eine einmanualige Orgel, Erbauer unbekannt (19. Jh.)

1906 Alfred Schmeisser (Rochlitz) neue Orgel, 2 Manuale, 1 Pedal, wurde 1962 von Reinhard Schmeisser umdisponiert

pneumatisch traktierte Kegelladen

 

Gethsemanekirche /Lößnig

Bornaische Str. 121, 04279 Leipzig

1878, Conrad Geißler (Eilenburg), neuromanisches Gehäuse, 2 Manuale, Pedal

- 1914, 1925, 1927 durch Oskar Ladegast (Weißenfels) mehrfach verändert

1963 umgestaltet, Hermann Lahmann (Leipzig), 2 Manuale, Pedal, Prospekt mußte durch Zinkpfeifen ersetzt werden

- 1988 Restaurierung

 

Gnadenkirche /Wahren

Rittergutsstr. 2, 04159 Leipzig

Der manieristische Giebel an der Nordseite, dort ist der sogenannte Schülerchor, ein auf die Sakristei im 17. Jhd. aufgesetztes stabiles Stockwerk, 1699 mit dem Einbau der Orgel zur Rittergutsloge umfunktioniert worden. 

1699 Orgel (eine gebrauchte aus Taucha), 1736 Generalreparatur, 1831 Blitzschaden, Reparatur durch Orgelbauer Schreitz

1866 neue kleine Orgel, umgebaut von Emil Wiegand (Witznitz bei Borna), ein Manual, Pedal

jetzige: 1929, Jehmlich, 21 Register, pneumatisch traktierte Kegelladen, Hauptwerk, Hinterwerk, Pedal, Gehäuse von 1929 mit freistehendem Pfeifenprospekt

 

Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal

Lindenthaler Hauptstraße 11 04159 Leipzig

1792, Orgel von Johann Christian Friedrich Fleming/Torgau

- 10 Register

- Sanierung Anfang 21. Jh.

 

Heilandskirche/ Plagwitz

Fröbelstr. 10, 04229 Leipzig

1) 1888 Sauerorgel, 36 Register, mechanisch traktierte Kegelladen, 3 Manuale, Pedal reich geschnitzer Prospekt, u.a. darstellend die Hl. Cäcilie und König David

- Umgestaltung 1948 durch Jehmlich

- 1965 Instandsetzung

- seit 1976 kaum bespielbar

2) 1993 Holländische Orgel, Hans Kriek (Didam), 13 Register

 

Heilig-Kreuz-Kirche /Neustadt (Osten)

Neustädter Markt 8, 04315 Leipzig

- Eule-Orgel (über 100 Jahre ) mit mechanischer Kegellade und pneumatischer Registrierschaltung

 

Hoffnungskirche/ Knauthain

Seumestr. 129, 04249 Leipzig

1674, Christoph Donat, 1798 Instandsetzung durch Stephani

Kirchenneubau 1845/46: neue Orgel, Christian Karl Beyer (Großzschocher), 22 Register, 2 Manuale, Pedal, 1860 größere Reparatur, 1876 erneute Reparatur

- 1944 Zerstörung durch Bomben

- Umsetzung der Orgel (Orgeltorso/Rückenpositiv) aus der Trinitatiskirche Anger-Crottendorf, Ergänzung von Teilen des Pedals

- Neubau geplant

 

Immanuelkirche /Probstheida

Russenstr. 7, 04289 Leipzig

1818 Kirchenneubau (nach Zerstörung in Völkerschlacht)

1825 Orgel, Johann Gottlob Mende (Leipzig), 1 Manual

1927, Alfred Schmeisser, Rochlitz, neue Orgel, 2 Manuale, Pedal, einiges Pfeifenwerk der Mende-Orgel wurde übernommen, Orgel gegenwärtig nicht spielbar, Verhandlungen über Instandsetzung oder Neubau laufen

 

Johanniskirche /Dösen /zu Gemeinde Markkleeberg

Mit Afrikanischer Gemeinde
Markkleeberger Str. 25, 04279 Leipzig

20. Jh. Orgel Fa. W. E. Schmeisser & Sohn (Rochlitz) 8 Register, Manual und Pedal

Prospekt in sparsamen Renaissanceformen gestaltet

 

Kirche Baalsdorf

Baalsdorfer Anger, 04316 Leipzig

1883, Orgel von Richard Kreutzbach/Borna

 

Kirche Böhlitz-Ehrenberg

Johannes-Weyrauch-Platz 2 , 04178 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Frankenheim

Dölziger Straße, 04420 Markranstädt,
OT Frankenheim

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Göbschelwitz

Göbschelwitzer Str. 75, 04356 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Hirschfeld/ Engelsdorf

Hersvelder Str. 31, 04319 Leipzig

„Nach Klagen des Kantors wurde erstmals eine Orgel angeschafft, die 1772 vom Orgelbaumeister Flemming, Torgau gefertigt wurde. Diese ist 1850 reparaturbedürftig. 1885 baut der Orgelbaumeister Hildebrand eine neue Orgel ein, nachdem er sie noch um 2 Pedalregister erweitert hat. Sie stammt aus dem Privatbesitz eines Herrn Wunsch aus Leipzig. Die Orgel besitzt bis auf die "Viola de Gamba", die nun wieder aus Zinn hergestellt werden konnte, nur Holzpfeifen.
Sie wurde 2002 durch Orgelbaumeister Lindner, Radebeul generalüberholt und mit einer Pedalkoppel versehen.“ (Quelle: Pfarrer J. Ulbricht)

 

Kirche Gundorf

Gundorfer Kirchweg 2, 04178 Leipzig

- erste Orgel 1713/14 von Johann Scheibe, 12 Register, Orgel wurde 1870 verkauft

1873, Orgelbaumeister Kohl (Leipzig)

Manual (Tonumfang 54 Tasten), Pedal (Tonumfang: 27 Tasten)

648 Pfeifen, Prospektpfeifen in 5 Feldern: 35

2 Zylinderbälge

- 1939/40 Umdisponierung durch H. Eule

- 1985 Überholung durch A. Rietzsch

Heute: 1 Manual, Pedal

 

Kirche Hohenheida /Seehausen
Am Anger 67, 04356 Leipzig

Diese Orgel wurde 1855 von dem in Borna ansässigen dänischen Orgelbauer Urban Kreutzbach erbaut.
Sie hat 14 Register auf zwei Manualen und Pedal.
Eine Seltenheit in einer kleinen Dorforgel ist das Fagott 16' im Pedal mit durchschlagenden Zungen (normal sind sog. aufschlagende Zungen).
Hinter dem Vorsatzbrett ist eine dänische Inschrift (mit Bleistift geschrieben), des Inhalts, daß diese Orgel 1855 von Urban Kreutzbach
erbaut wurde.
Die Hohenheidaer Orgel wurde etwa 1995 vollständig restauriert und in spielbaren, sehr guten Zustand versetzt.

 

Kirche Hohen Thekla /Thekla

Cleudner Str. 24, 04349 Leipzig

1776 erste Orgel

1851 zweite Orgel unter Verwendung von Teilen des ersten Instruments, Albert Hermann Wolfram (Leipzig), Hauptwerk, Oberwerk, Pedal

1559 Brandstiftung in Kirche, alles zerstört bis auf die Sakristei

1966, Eule, Schleifladenorgel, Hauptwerk, Oberwerk, Pedal

 

Kirche Holzhausen

Hauptstraße, 04288 Leipzig

- 1830/31 (nach der Völkerschlacht) Orgel (I/P) von Johann Carl Friedrich Lochmann aus Delitzsch eingebaut

- Veränderungen im 20. Jh. bzgl. Stimmtonhöhe und Disposition

- 2002 unter fachkundlicher Anleitung ehrenamtlich gereinigt und gestimmt

- 1831 klassizistisches Gehäuse, 2005/06 restauriert (V. Wiesner)

 

Dorfkirche Lausen

Lausener Dorfplatz, 04207 Leipzig

1832, unbekannter Erbauer

Manual (Tonumfang 49 Tasten), Pedal ( 25 Tasten)

248 Pfeifen, Prospektpfeifen in einem Feld: 21

- 1957 Überholung (Herstellung der Normalstimmung durch Umhängen der Traktur) durch H. Lahmann, Leipzig und 1986 durch A. Rietzsch

 

Kirche Liebertwolkwitz

Kirchstraße 1, 04288 Leipzig

Hildebrand-Orgel 1890

- restauriert 1995 durch Orgelwerkstatt Christian Scheffler (Frankfurt/Oder)

- 1394 Pfeifen, davon 30 klingende und 6 stumme Prospektpfeifen

 

Kirche Lützschena/Hainkirche
Elsteraue 7, 04159 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Marienbrunn

Lerchenrain 1, 04277 Leizpig

Die Orgel, die sich im Kirchsaal befindet, ist eine kleine Schuke-Orgel von 1965. Unter den sieben Registern befindet sich eine wunderschöne Rohrflöte 4´. Die Orgel eignet sich insbesondere zur Darstellung frühbarocker Orgelliteratur.

 

Kirche Miltitz

Miltitzer Dorfstr. 11, 04205 Leipzig

- 1846 von Friedrich Aug. Eckhardt, Leipzig, gebaut

Manual, Pedal, 356 Pfeifen, Prospektpfeifen in 3 Feldern: 29

Basspfeifen stehen seitwärts der Orgel in einem besonderen Schrank

2 Kastenbälge

- 1893 Überholung der Orgel durch Gottfried Hildebrand, Leipzig

- 1941 im Gehäuse von 1846 Neuabu durch A. Schmeisser

2 Manuale, Pedal

 

Kirche Mölkau /OT Zweinaundorf

Zweinaundorfer Straße/Am Teich,, 04316 Leipzig

Orgel gerade saniert, keine weiteren Informationen vorhanden

 

Kirche Plaußig

Grundstr. 17, 04349 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Portitz /Plaußig

Altes Dorf 5, 04349 Leipzig

1867 Orgel, Urban Kreutzbach (Borna), mechanisch traktierte Schleifladen, neogotisches Gehäuse, 2 Manuale, Pedal

 

Dorfkirche Rehbach/Knauthain

Rehbacher Anger,

04249 Leipzig, OT Rehbach

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Rückmarsdorf

Brandensteinstraße, 04178 Leipzig

- erste Orgel 1854-1855, Orgelbaumeister Kohl (Leipzig

Manual, Pedal 564 Prospektpfeifen in 5 Feldern: 33

2 Faltenbälge, neoromanischer Stil des Gehäuses

- 1912 Neubau durch A. Schmeisser

2 Manuale, Pedal

um 1980 von Laien verändert, wegen des Kirchenumbaus ausgelagert, nach 1986 von A. Rietzsch teilweise wieder eingebaut, derzeit spielbar: 1 Manual, Pedal

 

Kirche Schönau /Grünau

Garskestr. 27, 04205 Leipzig

1877 aus Privatbesitz Orgel, 2 Manuale (als 2. Manual ein Harmonium)

1923 Einbau der Orgel aus Rückmarsdorf (1855 in Merseburg gebaut, dann nach Rückmarsdorf versetzt) durch Fa. Jehmlich, 2 Manuale, Pedal

späterer Umbau durch Fa. Schmeisser, Rochlitz

Brand 1985, zwei Jahre lang Teile der Orgel jedem Wetter ausgesetzt

- Kirchen- und Orgelsanierung 90er Jahre

 

Kirche Seegeritz /Gemeinde Hohenheida

Auf dem Gemeindeberg Seegeritz,, 04225 Taucha

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Seehausen/Gemeinde Hohenheida

Seehausener Allee 33, 04356 Leippzig s.o./Hohenheida

Keine Information über eine Orgel

 

Kirche Sommerfeld

Arnoldplatz, 04319 Leipzig

Urban Kreutzbach (1796-1868)/Borna

- die Orgel stand ursprünglich in der Stadtkirche St. Kilian in Bad Lausick, 1861, Urban Kreutzbach/Borna

- 1607 Pfeifen, 26 Register

- 1957/58 Umsetzung durch Fa. Lahmann/Leipzig in die nach einem Brand (1943, Bomben) wieder aufgebaute Kirche Sommerfeld

- dabei aufgrund der Platzverhältnisse erhebliche Veränderungen

- 5 Register wurden nicht wieder eingebaut, die entsprechenden Pfeifen verschwanden; dafür kam ein Pedalregister dazu

- 1989, die Orgel restaurierte Orgelbauer Kreutzbach, Borna, der auch ein Magazingebläse anbrachte

- bis 2011, zum 150. Geburtstag der Orgel, weitere Instandsetzungs- und Reinigungsarbeiten vorgesehen

 

Kirche Wiederitzsch

Bahnhofstraße / Schulstraße, 04158 Leipzig

Orgel der Fa. Ladegast, ca. 1895

- pneumatische Orgel mit 2 Manualen und Pedal

 

Kirche Zuckelhausen/Holzhausen

Zuckelhausener Ring, 04288 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Laurentiuskirche /Leutzsch

William-Zipperer-Str. 149, 04179 Leipzig

1728 Orgeleinbau

Orgel: von der Orgel von 1728 ist nichts Näheres bekannt, dito von der 1830 aufgestellten Mende-Orgel

1897 Jehmlich-Orgel, 19 Register, 2 Manuale, Pedal, 1958 durch Lahmann (Leipzig umdisponiert)

Die Orgel wurde von den Gebrüder Jehmlich gebaut und konnte nach der Fertigstellung am 16.12.1900 eingeweiht werden.

Die pneumatische Orgel  besitzt verteilt auf 2 Manualen und Pedal 19 Register. Sie ist ideal auf den kleinen Kirchenraum abgestimmt und eignet sich über die gottesdienstliche Nutzung hinaus für konzertante Darbietungen.

In den Jahren 2000-2002 konnte dieses Instrument nach mehrjähriger Funktionsunfähigkeit generalüberholt werden.

Eine Pfeifenreihe in gleicher Bauart und gleicher Klangfarbe wird Register genannt. Ein Register hat in der Regel eine Pfeife pro Taste einer Klaviatur, gemischte Register (z.B. Mixturen) verfügen über mehrere Pfeifen pro Taste. Jedes Manualregister hat bei einem Klaviaturumfang von 57 Tönen mindestens 57 Pfeifen, ein Pedalregister bei 26 Tönen mindestens 26 Pfeifen. Somit besitzt die Orgel ca. 1023 Pfeifen. Dies ist der hauptsächliche Grund für den lebendigen und unnachahmlichen Klang der Orgel.

 

Lukaskirche/ Volkmarsdorf

Juliusstr. 5, 04315 Leipzig

Die Firma Rühlmann in Zörbig baute im Jahre 1893 die pneumatische Orgel mit 32 Registern, 2 Manualen, Pedal und neugotischem Prospekt.

1936 und 1939 wurde die Orgel durch die Firma Jehmlich in Dresden stark verändert, 2 Manuale, Pedal

Eine Reparatur der seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr bespielbaren Orgel ist überfällig; ein Positiv eines Tauchaer Hobby-Orgelbauers begleitet heute die Gemeinde im sonntäglichen Gottesdienst.

 

Lutherkirche /Westvorstadt

Schreberstr. 5, 04109 Leipzig

Kreutzbachorgel (Richard Kreutzbach, Borna, bis 1903)

- Marienkirche /Stötteritz

Lochmannstraße 1, 04299 Leipzig

- 1754 Schweinefleisch-Orgel, 1 Manual, Pedal

- 1899 neue Orgel, Emil Müller, Werdau, pneumatisch traktierte Kegelladen, 2 Manuale, 1 Pedal, Umbau 1930 durch Hans Michel (Crimmitschau) Windladen ausgetauscht

1953 Umgestaltung Jehmlich (Außenstelle Hermann Lahmann, Leipzig)

1980 Instandsetzung durch Arwed Rietzsch (Rödlitz)

- Markuskirche/ Reudnitz

Gesprengt 1978!

 

Markuskapelle

Dresdner Str.59, 04317 Leipzig

1990 Orgeleinbau, Fa. Wünning, 4 Register

 

Michaeliskirche/ Nordvorstadt-Gohlis

Nordplatz 4, 04105 Leipzig

Nahezu original (!) erhaltene Wilhelm-Sauer-Orgel von 1904 (46 Register, 3 Manuale/ Pedal).(1 Register wurde von der Fa. Scheffler bei der Orgelrestaurierung nachgebaut)

Sauer-Orgel 1904, dreimanualig, 52 Register, geschnitzter Jugendstilprospekt

Die Orgel auf der rückwärtigen Empore ist ein Werk in der Firma Sauer (Frankfurt/ Oder). Das reich geschnitzte dreiteilige Gehäuse bildet einen blühenden Rosenstock nach und ist von einem Engelskopf bekrönt (Entwurf: Bildhauer Rummel, Fertigung: Tischlermeister Gustav Heinrich, Leipzig)

- pneumatische Orgel

- romantischer Charakter

Sie ist in den Jahren 1996/99 restauriert worden

 

Nathanaelkirche/ Lindenau

(im Vorgängerbau alte Dorfkirche Lindenau war eine Zacharias-Hildebrandt-Orgel von 1732, die nach dem Abbruch der alten Kirche verschollen ist)

Rietschelstr. 10, 04177 Leipzig

1883, Richard Kreutzbach (Sohn von Urban Kreutzbach), Borna,

- pneumatisch traktierte Kastenladen ¯ eine der ersten in Sachsen mit pneumatischer Traktur, Denkmalswert!

- 3 Manuale, Pedal, neogotisches Gehäuse

- 43 Register

- im Prospekt z.Z. 121 Pfeifen (original waren Pfeifen aus Zinn eingebaut, die aber zu Kriegszwecken 1917 eingeschmolzen wurden, 1934 dann Einbau von Pfeifen aus Zink)

- zurzeit nicht bespielbar wegen Verschmutzung und Nässe

(Angebot zur Restaurierung wurde im Jahr 2004 eingeholt, Fa. Jehmlich)

 

Nikolaikirche

Ladegast-Orgel 1858-1862, Sanierung Eule Dresden 2005 abgeschlossen

Die Orgel der Nikolaikirche zu Leipzig wurde 1862 von dem Weißenfelser Orgelbaumeister Friedrich Ladegast erbaut.

Liszt hat an dieser Orgel unterrichtet.

Mit 84 Registern auf vier Manualen und Pedal und einem offenen Register von 32 Fuß im Prospekt war sie sein größtes Werk und zugleich auch die größte Orgel des Königreiches Sachsen.
Auch heute ist sie noch bzw. wieder die größte Orgel des Freistaates.
"Die Orgel der Nikolaikirche zu Leipzig wurde 1862 von dem Weissenfelser Orgelbaumeister Friedrich Ladegast erbaut. Mit 84 Registern auf vier Manualen und Pedal und einem offenen Register von 32 Fuß im Prospekt war sie sein größtes Werk und zugleich auch die größte Orgel des Königreiches Sachsen. Auch heute ist sie noch bzw. wieder die größte Orgel des Freistaates. 1902/03 wurde die Orgel durch die Firma Wilhelm Sauer umgebaut, wobei das klingende Pfeifenwerk weitgehend beibehalten wurde. Die technische Einrichtung aber wurde auf den "neuesten Stand" gebracht, was bedeutet, daß die musikalisch sinnvolle Anlage des Instrumentes verloren ging. Die mechanischen Schleifladen wurden durch pneumatische Kegelladen ersetzt.
1902/03 wurde die Orgel durch die Firma Wilhelm Sauer umgebaut, wobei das klingende Pfeifenwerk weitgehend beibehalten wurde.
Die technische Einrichtung aber wurde auf den "neuesten Stand" gebracht, was bedeutet, dass die musikalisch sinnvolle Anlage des Instrumentes verloren ging. Die mechanischen Schleifladen wurden durch pneumatische Kegelladen ersetzt.

Ladegast hatte sich auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Sachverständigen Hoforganist Schneider aus Dresden für die Plena am Klangbild Gottfried Silbermanns orientiert und damit das für Leipzig so wichtige Instrument für die Orgelmusik Bachs im Sinne der Bachtradition des 19. Jahrhunderts geschaffen.

Der Platzbedarf für die in das Hauptgehäuse verlegte Windanlage und die neu eingebauten Systeme war zu groß für das wenig tiefe Gehäuse, das Innere der Orgel total verbaut, der Klang der Pfeifen konnte sich kaum entfalten. 1987 erhielt die Orgel zudem eine elektropneumatische Traktur. Diese vermeintlich "neue Technik" zog allerdings große Verschleißerscheinungen nach sich und hat sich damit als äußerst störanfällig erwiesen. Das Gehäuse von 1862 ist komplett erhalten, das prunkvolle Äußere mit allen Vergoldungen und der originalen Fassung übermalt. Etwa 2/3 des Klangmaterials ist komplett erhalten, ein weiterer Teil ist teilweise erhalten. Neun Register fehlten ganz, darunter alle Zungenregister.

Mittelpunkt der Erneuerung ist die klangliche Wiederherstellung des in seiner Zeit vielgerühmten Instrumentes von Ladegast. Durch bereits durchgeführte Restaurierungen an Ladegast- Orgeln und durch Rekonstruktion der fehlenden Register nach Vorbildern in den noch vorhandenen großen Orgeln im Merseburger und Schweriner Dom konnte das originale Klangbild von Ladegast in seiner Ganzheit wiedergewonnen werden. Das Instrument wurde außerdem wieder mit Schleifladen (mechanisch) versehen, da es das technische System ist, das diesem Orgeltypus entspricht, und das Ladegast immer engagiert verteidigt hat. Ladegast hatte sich auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen Sachverständigen Hoforganist Schneider aus Dresden für die Plena am Klangbild Gottfried Silbermanns orientiert und damit das für Leipzig so wichtige Instrument für die Orgelmusik Bachs im Sinne der Bachtradition des 19. Jahrhunderts geschaffen. Mit den Instrumenten der Thomaskirche ergibt sich so ein musikalisch nachvollziehbares lückenloses Bild der Bachpflege. Es waren die großen Instrumente der frühen Schaffensperiode von Ladegast, die die große Begeisterung für das neue Instrument Orgel, die "Frühromantische Orgel", auslösten. Die Orgel in der Nikolaikirche ist das ideale Instrument für die Wiedergabe der Musik von Mendelssohn, Liszt, Reubke, Brahms und anderen Komponisten dieser Zeit.

Die Darstellung der Orgelwerke von Max Reger findet hier ebenfalls beste Voraussetzungen. Das Instrument ist jetzt auf fünf Manuale erweitert (Récit), entsprechende Zungenregister wurden ergänzt. Spielhilfen, Setzeranlage und Spielanlage sind nach neuesten Erkenntnissen gefertigt."
HERMANN EULE ORGELBAU

Porsche beschränkte sich bei der Restaurierung nicht nur auf die Rolle eines Sponsors. Da es den originalen Spieltisch des Orgelbaumeisters Friedrich Ladegast nicht mehr gab, schufen Porsche-Designer aus Ebenholz und gebürstetem Edelstahl neue Oberflächen für Manuale und Register und gestalteten außerdem die Pedalerie und die Sitzbank für den Kantor.

"Der Spieltisch ist bewusst im Kontrast zum kirchlichen Umfeld gestaltet, bleibt aber im klassischen Kontext und nimmt Bezug auf den Automobilbau", erklärt Franz-Josef Siegert, Leiter Interieur Design, die Intention der Gestalter.

Sachsens größte Orgel

fast dreijähriger Restaurierung

2,3 Millionen Euro teurer Umbau

Kantor Wolf ist der einzige Organist weltweit, der seine Orgel links neben den Manualen startet.

Zahlen:

103 Register (3 weitere geplant)

5 Manuale und Pedal

Hauptwerk (I), Oberwerk (II), Recit (III), Brustwerk (IV), Echowerk (V) (I, II, IV und V sind Originale von Ladegast)

Ansteuerung der Tasten wie von Ladegast damals ausgeführt: mechanisch, in konservativer Tradition

Pfeifen: 6548

Prospekt: 90%iges Zinn

80% originale Pfeifensubstanz (Ladegast-Disposition von 1862 wiederhergestellt + symphonische Erweiterung französisch-romantisch)

Größte Pfeife: 9,8m, 8 Zentner

Kleinste Pfeife 8 mm (Tonlänge)

Gehäuse: 21 m breit, 11,5 m hoch

Elektrische Setzeranlage mit 5000 Kombinationen (abspeicherbar), Diskettenlaufwerk

10 Jahre Garantie

 

Paul-Gerhardt-Kirche/ Connewitz

Selneckerstr. 7, 04277 Leipzig

- 1902, die erste Orgel der Paul-Gerhardt-Kirche baute der Orgelmeister Ladegast; sie hatte 3 Manuale, 1 Pedal, 33 Register und 1886 Pfeifen, pneumatisch traktierte Kegelladen

- seit dem 21.4.1974 hat die Kirche eine Schuke-Orgel mit 2 Manualen, 1 Pedal, 28 Register und 2079 Pfeifen, mechanisch traktierte Schleifladen

 

Paulinerkirche/Universitätskirche

Kirche gesprengt 30.5.1968

Orgeln:

erste Orgel schon im 15. Jh. nachweisbar! 1528 um- oder neugebaut, um 1700 erweitert und umgesetzt

1711-1716 Neubau durch Johann Scheibe, geprüft von Bach, 1874 Neu- oder Umbau, 1949 Instandsetzung und Umgestaltung, nach Sprengung nur noch Tastatur, Mechanik und Pfeifenmaterial vorhanden

eine kleinere Orgel (Fa. Jahn) gerettet in Peterskirche

 

Pauluskirche /Grünau

Alte Salzstr. 185, 04209 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Peterskirche/Südvorstadt

Schletterstr. 5, 04107 Leipzig

- 3.12.1885 Weihe, Fa. Sauer, Orgel mit 60 Registern, 3 Manuale, 1 Pedal

(so beeindruckend ¯ besondere Registerkombination der Fa. Barker, "Registerbarker" dass danach Sauer zwei neue Orgeln baute für Heilandskirche 1888 und Thomaskirche 1889, 63 Register)

wurde nach Beschädigung im WK 2 durch nicht mehr zu ermittelnde Orgelbauer aus der Kirche entfernt, nur der 12 m breite und reich verzierte neogotische Prospekt erhalten (leeres Gehäuse mit Spieltisch)

Die große Orgel der Peterskirche (mit 60 Registern von Wilhelm Sauer 1885 erbaut) ist in Folge des Krieges zerstört worden. Zehn Jahre stand die Peterskirche ohne Dach. In dieser Zeit ging auch die wertvolle große Sauer-Orgel verloren.

Bereits am 3. Dezember 1885 (mehr als drei Wochen vor der Kirchweihe) geschieht die offizielle Abnahme der neuerbauten Orgel. In der Zeitschrift für Instrumentenbau vom 1. Januar 1886 berichtet der damalige Organist Karl Stiller ausführlich über »Die grosse Kirchen- und Concert-Orgel in der neuen Peterskirche zu Leipzig«. Einleitend heißt es: »Dieses Werk wurde vom Königl. Preuss. Hof-Orgelbauer Wilhelm Sauer in Frankfurt a. Oder erbaut.« Die Disposition umfaßt 60 klingende Register bei drei Manualen und Pedal auf Kegelladen mit mechanischer Spiel- und pneumatischer Registertraktur. Bemerkenswert sind die von Stiller erläuterten neuartigen technischen Konstruktionen. Zu ihnen zählt eine patentierte freie Registerkombination, mit deren Hilfe durch einen »Combinationspedaltritt« der gerade gespielten Registrierung vorher eingestellte Register hinzugefügt und wieder weggenommen werden können. Zwei Rollschweller bewirken eine starke dynamische Ergiebigkeit. Durch Drehen einer Fußwalze wird das Anschwellen der Orgel »von der zartesten Stimme gradatine zur vollen Orgel und so auch wieder zurückkehrend« ermöglicht. Den Rollschweller für das Pedal »wendet Herr Sauer hier zum ersten Male an, diese Einrichtung ist wohl noch nirgends vorzufinden«. Am wichtigsten aber ist die Verbindung zwischen Tasten und Pfeifen durch eine mechanische Traktur »mit pneumatischen Maschinen«. Die Trakturbewegungen werden durch auf- und niedergehende Bälgchen unterstützt; die dadurch erzielte leichte Spielbarkeit läßt noch die direkte Verbindung von der Taste zum Pfeifenventil spüren.

Ein katastrophales Schicksal mußte die Orgel jedenfalls selbst erleiden. Infolge der schweren Beschädigungen der Kirche beim Bombenangriff vom 3./4. Dezember 1943 war sie lange Zeit der Witterung ausgesetzt. Nachdem die 1957 entwickelten Pläne zur Errichtung einer kleinen Orgel aus dem Material der großen gescheitert waren, wurden die Metallpfeifen 1958 zum Einschmelzen verkauft und die Holzpfeifen anderweitig verwendet.

 

Der Raum hinter dem noch existierenden Orgelprospekt wird gegenwärtig - mit einer Kapazität von ca. 60 Plätzen - als Konzertraum für besondere Kammerkonzerte ("KONZERT IN DER ORGEL") genutzt.

Seit 1997 findet regelmäßig donnerstags der "ORGEL-PUNKT-ZWÖLF", ein kleines Orgelkonzert statt. Studenten der Hochschule für Musik und Theater Leipzig konzertieren hier unentgeltlich zugunsten der neuen Großorgel der Peterskirche.

Ebenso beherbergt die Peterskirche als Dauerleihgabe die - aus der Universitätskirche unmittelbar vor deren Sprengung 1968 gerettete - kleine Jahn-Orgel.

1)

- Orgel der Universitätskirche in der Peterskirche,

Fa. Jahn, Dresden, 1900, durch Eule, Bautzen erweitert

8 Register, 2 Manuale, Pedal

von 1973-1994 im Gemeindesaal der Peterskirche (inzw. abgerissen)

saniert durch Fa. Bochmann, Kohren-Sahlis, steht im Chorraum

da Universitätsförderverein die Sanierung bezahlt hat, ist er der Eigentümer, mit Kündigungsfrist von 3 Jahren

- Schleifladen, mechanische Spiel- und Registertraktur
- erbaut um 1900 von Julius Jahn & Sohn, Dresden

Nach verständnisvollem Entgegenkommen der Universität und ihrer Vereinigung von Förderern und Freunden wurde am 19. November 1995 die kleine Orgel aus der 1968 gesprengten Universitätskirche in der Peterskirche feierlich aufgestellt. Diese Orgel mit acht Registern auf zwei Manualen und Pedal bei mechanischen Trakturen, um 1900 von Johannes Jahn in Dresden erbaut, durch die Firma Eule in Bautzen erweitert, hatte eine Katastrophe überlebt: Unmittelbar vor der Zerstörung der Universitätskirche war sie von Mitarbeitern des Musikinstrumenten-Museums der Universität sowie von Angehörigen der Orgelbaufirma Eule gerettet und später von der Peterskirche Leipzig erworben worden. Von 1973 bis 1994 stand sie im (inzwischen abgerissenen) Gemeindesaal der Peterskirche. Nach gründlicher Restaurierung durch die Firma Gerd-Christian Bochmann, Kohren-Sahlis, dient das Instrument, jetzt wieder Eigentum der Universität Leipzig, mit seiner klugen Disposition und feinsinnigen Intonation sowohl den Gottesdiensten der Peterskirchgemeinde als auch den musikalischen Veranstaltungen des Leipziger Universitätschores, der in der Peterskirche eine neue Heimstatt gefunden hat.

Das Vorhandensein mehrerer Orgeln ist für die jetzt Universitätskirche genannte Paulinerkirche auch für die Zeit seit etwa 1900 bis zur Sprengung 1968 nachgewiesen. Neben der großen Orgel auf der Westempore, 1843 von Johann Gottlob Mende gebaut und in der Folgezeit, zuletzt 1948, mehrfach verändert, modernisiert und vergrößert, war eine kleine Orgel in Gebrauch, erbaut von der bedeutenden Firma Julius Jahn & Sohn, Dresden. In einem schlichten Gehäuse erklangen sieben Register auf zwei Manualen und Pedal bei mechanischer Spiel- und Registertraktur. Auf Grund alter Abbildungen darf man sagen, daß diese Orgel mehrfach ihren Platz gewechselt hat. Sicher war sie auch gut zur Chororgel geeignet. Es ist aber auch anzunehmen, daß sie als Interimsorgel während der langwierigen Umbauarbeiten an der großen Orgel 1904, 1909, 1915 und 1948 benutzt wurde. Spätestens seit 1948 stand sie auf der Westempore links (südlich) der großen Orgel. Auf ihr wurde gelegentlich kammermusikalisch musiziert, viel geübt und auch unterrichtet. Ihre Vorzüge gegenüber der großen Orgel waren die präzis funktionierende mechanische Traktur und die wunderbare Intonation, die sie vermutlich während der Erneuerung der großen Orgel 1948 durch Fritz Abend, dem Chefintonateur der Firma Eule, erhalten hatte

Unmittelbar vor der am 30. Mai 1968 erfolgten Sprengung der Universitätskirche konnte die Orgel am 27. und 28. Mai in jeweils 15stündiger schwerer und gefährlicher Arbeit durch Mitarbeiter des Musikinstrumenten-Museums, durch freiwillig helfende Studenten sowie durch Mitarbeiter der schnell herbeigerufenen Firma Eule, Bautzen, sorgfältig ausgebaut und damit vor der Vernichtung gerettet werden. Nach einer Lagerung im Musikinstrumenten-Museum wurde die Orgel 1968 von der Firma Eule angekauft; noch im gleichen Jahr wurde sie von der Petrikirche Leipzig für ihren Gemeindesaal in der Riemannstraße erworben

2) Orgel, Fa. Jehmlich um 1942, Taufkapelle

6 Manualregister, 1 Pedalregister ¯

Stand 1995, evt. hier anderes vorgesehen inzwischen, Truhenorgel, transportierbar

 

Philippuskirche/ Lindenau, nahe Karl-Heine-Kanal

Aurelienstr. 54, 04177 Leipzig

- Jehmlich-Orgel 1907 im Originalzustand, romantisch

Orgel (1910): romantische Orgel der Fa. Jehmlich, im Originalzustand, (nach den Vorstellungen von Paul Gerhard), 3 Manuale, Pedal, Jugendstilfassade, 63 Register

 

Stephanuskirche/ Mockau

Kieler Str. 51, 04357 Leipzig

- Christian Friedrich Göthel (Borstendorf) lieferte 1787 eine erste Orgel, 14 Register, 1 Manual, 1 Pedal, gebrauchtes Instrument mit hohem Alter

- 1897 Gottfried Hildebrand (Leipzig), neue Orgel, 13 Register, mechanisch traktierte Schleifladen, Prospekt in Renaissanceform

1956 Veränderung durch Hermann Lahmann (Leipzig), 2 Manuale, Pedal

 

Taborkirche/ Kleinzschocher

Windorfer Str. 45a, 04229 Leipzig

- Die Taborkirche erhielt während des Baus 1904 eine Orgel der Firma Hermann Eule, Bautzen, 2 Manuale, Pedal

- Im Krieg geschädigt, erfolgte 1966/67 der technische Umbau/Erweiterung und die behutsame klangliche Neugestaltung der Tabororgel durch die Erbauerfirma.

Das Instrument wurde auf 40 klingende Register mit etwa 3000 Pfeifen erweitert, 2 Manuale, Pedal.

 

Thomaskirche

schon ab 14. Jh. Orgel für St. Thomas bezeugt

- 1489 dann erste schrftl. Orgelerwähnung, sog. "Kleine Orgel"

- 1639 wurde Orgel nach Generalüberholung oberhalb des Triumphbogens auf einer neuerrichteten Empore, dem sog. Schwalbennest, aufgestellt

- 1740 wurde Orgel wegen Baufälligkeit abgetragen (die noch verwendbaren Teile1742 in den Orgelneubau der Johanniskirche übernommen)

- die Große Orgel 1511 auf Westempore, 1601 stellte Johann Lange aus Kamenz eine Orgel mit drei Manualen und Pedal fertig, die aber sehr störanfällig war (mußte ungewöhnlich oft gereinigt, gestimmt und überholt werden, u.a. unter Bachs Aufsicht 1747)

- im Jahr 1773 erhielt die Kirche eine neue Orgel, auf der am 12.05.1789 der Musiker und Komponist W. A. Mozart (1756-1791) anlässlich eines Besuches in Leipzig spielte.

- 1889 wurde die Große Orgel durch den Neubau der Sauer-Orgel ersetzt (spätromantischer Klang, für Bachsche Werke nur bedingt tauglich)

- 1967 Schuke-Orgel am östlichen Ende der Nordempore, inzwischen abgebaut

1) Sauerorgel

- bedeutende Wilhelm-Sauer-Orgel von 1889/1908

- 88 Register, 3 Manuale/Pedal.

- das restaurierte Instrument bietet, an der ehemaligen Wirkungsstätte Prof. Karl Straubes, die authentischste Wiedergabemöglichkeit der Orgelwerke Max Regers überhaupt.

- die auf der Chorempore im Westen befindliche Orgel baute Wilhelm Sauer 1889.

- ursprünglich hatte das romantische Instrument 63 klingende Stimmen. 1908 wurde diese Zahl auf 88 erhöht.

- während der Arbeiten wurden unter anderem alle etwa 600 Pfeifen ausgebaut und von Hand gereinigt. Die Restaurierung der Orgel und des neugotischen Gewölbes darüber kosteten 320 000 Euro, von denen 180 000 Euro Spendengelder waren.

2)Bach-Orgel

- 2000: neue Orgel aus der Werkstatt Gerald Woehl aus Marburg

nach alten Aufzeichnungen in Eisenacher Archiven im barocken Stil (Disposition von Johann Christoph Bach, einem Mitglied der Bach-Familie, bildet die gestalterische Grundlage)

- gebaut in der im 18. Jh. üblichen Chor-Ton-Stimme

- als historisches Vorbild für den modern gestalteten Prospekt diente die 1717 von JSB geprüfte Scheibe-Orgel in der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig, auf der Bach gespielt hat.

- 4500 Pfeifen, 61 Register, vier Manuale, 1 Pedal

der Klang des Werkes orientiert sich am mitteldeutschen Orgelbau des 18. Jahrhunderts.

ca. 2 Mio. DM

- mit Glockenspiel, Vogelstimmen, tiefer Bass der Posaunenpfeifen, Zimbelsterne (Glocken in verschiedenen Tonarten hintereinander gespielt)

- in einer Achse mit dem Bachfenster und dem Bachdenkmal

- größte Barockorgel Mitteldeutschlands

- einzigartig in der Welt: Hebel zum Umstellen der Orgel von Chorton auf Kammerton

- die Disposition mit 61 Registern stammt vom Eisenacher Stadtorganisten Johann Christoph Bach (1642-1703).

Als zweites Instrument beherbergt die Thomaskirche eine Orgel der Werkstatt Gerald Woehl aus Marburg, zum Bach-Jahr 2000 eingeweiht und vor allem für die Wiedergabe der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs konzipiert. Die neue Bachorgel, die in der Thomaskirche gebaut wurde, schließt diese Lücke, damit sich Bachs Werke so spielen lassen, wie es dem großen Meister gefallen würde. Er wollte immer gern eine "recht große und recht schöne Orgel".

Die neue zehn Meter hohe Orgel befindet sich auf der nördlichen Seitenempore, in voller Höhe vor dem Fenster, in einer Achse mit dem gegenüberliegenden Bachfenster und dem Bachdenkmal aufgestellt werden. Von diesem Platz aus kann sie klanglich auch den Chorraum erreichen.

Das Instrument wurde nach den Prinzipien des mitteldeutschen Orgelbaus im 18. Jahrhundert gebaut und erhielt alle die klanglichen Eigenschaften, wie sie Johann Sebastian Bach in seinen Orgelgutachten immer  wieder gefordert hat.

Die Disposition umfasst 60 Register auf vier Manualen und Pedal. So wird gewährleistet, dass die im 18. Jahrhundert übliche Chortonstimmung erreicht wird - einen halben Ton höher als unsere heutige Stimmtonhöhe.

Außerdem ist sie für die historische Aufführungspraxis auch im Kammerton spielbar

3) Truhenorgel (Continuo-Orgel)
2006, Werkstatt Gerald Woehl, Marburg
- die Disposition ist eine Interpretation von Registern der ehemaligen großen Orgel auf der Westseite der Thomaskirche, in der Art, wie sie wahrscheinlich J.S.Bach zur Aufführung seiner Werke verwendet hat

 

Trinitatiskirche/ Anger-Crottendorf

Sellerhäuser Str. 7, 04318 Leipzig

- Die erste Orgel aus dem Jahre 1891 stammte von der Firma Kreutzbach (Borna). Sie besaß Schleifladen und eine pneumatische Traktur, 2 Manuale, Pedal

1941 baute die Firma Schuster (Zittau) eine größere Orgel, die 1943 zusammen mit der Kirche zerstört wurde (Taschenladen).

In die neue Kirche wurde 1950 durch die gleiche Firma der erste Bauabschnitt einer geplanten dreimanualigen Orgel eingebaut (elektrisch traktierte Tischladen)

- Dieser Torso wurde 1965 an die Hoffnungskirche, Leipzig-Knauthain, verkauft und 1971 durch einen Neubau der Firma Schuster ersetzt (mechanisch traktierte Schleifladen). Hauptwerk, Brustwerk (Schwellwerk), Pedal

Das schlichte asymmetrische Gehäuse steht rechts seitlich auf der Chorempore.

 

Versöhnungskirche / Gohlis

Franz-Mehring-Str. 44/Ecke Viertelsweg, (Postanschr.: Hans-Oster-Str.
16), 04157 Leipzig

1) Disposition der Orgel entworfen vom damaligen Thomasorganisten Prof. Günther Ramin; beruht auf Erkenntnissen der so genannten
Orgelbewegung, die sich vom romantischen Klang der Orgeln aus der Zeit zwischen etwa 1850 und 1925 wieder entfernte und dem
silberhellen Klang der Barockorgeln des 18.Jh. näherte, "Orgel auf dem Weg" (Zitat Chr. Scheffler, Orgelbaumeister), wichtiger Beitrag
zur Orgelbaugeschichte des 20. Jh., Zeugnis früherer Klangideale 1932 erbaute Furtwängler&Hammer-Orgel (Hannover); in unserer Gegend einmalig, denkmalsgeschützt (nur noch ein weiteres Instrument dieser Bauart in Deutschland in Marienkirche/Göttingen)
33 Register, 3 Manuale, Pedal, klassische Elemente: barocke Schleifladen, Barockdisposition; spätromantische Elemente:
elektropneumatische Traktur, Orgel elektrisch angespielt (Spieltisch rein elektrisch) - pneumatisch gesteuert, zeittypische Behandlung des
Pfeifenwerkes; Bedienung der Schleifladen erfolgt elektrisch, ebenso die Funktion der Tonkanzellenventile und Registerschleifen
Material: Eichenholz, Zinnlegierung für Pfeifen und Kupfer Orgelprospekt von Architekten Hans Grotjahn, er reduzierte den
Prospekt auf graphische Muster aus Flächen und Öffnungen (hölzernes Gitterwerk)
Orgel steht in Nebenraum rechts vom Altar (nach dem Willen des Architekten sollte die Orgel ganz unsichtbar bleiben), Öffnung des
Nebenraumes zur Kirche durch gitterartig angeordnete Hohlkörper weitgehend verschlossen/Standort Nordseite Ostempore ungewöhnlich undäußerst selten
- Saniert 2005, Chr. Scheffler (Sieversdorf)

2) seit 1976 Positiv der Fa. Eule in der Feierkirche (unter Chorempore im Anbau gegenüber Turm)
5 Register und Tremulant, mechanische Traktur

 

II. Orgeln der Römisch-Katholische Kirchen in Leipzig

 

Propsteikirche St. Trinitatis /Sitz des Propstes, am Rosental

Emil-Fuchs-Str. 5-7, 04105 Leipzig

Schuke-Orgel 1982 (1978 erster Kontakt zu Schuke)

- mechanische Tasten- und Registertraktur

- 2 Manuale, Pedal, 36 Register

- 2538 Pfeifen (Hauptwerk: 12 Register ¯ 1044 Pfeifen; Schwellwerk: 13 Register ¯ 1044 Pfeifen, Pedal: 11 Register ¯ 450 Pfeifen)

Optisch: Stahlwand in Propsteikirche, "bewegt" ¯ die Bewegung dieser Stahlwand ist in den Grundriss der Orgel aufgenommen worden; die flache Rundung des Pedalturmes steigert sich in immer kleiner werdenden Radien zu dem großen Manualturm, der optisch links abschließt, die Orgel schwingt dabei in einem großen Bogen aus der Wandebene heraus

 

St. Albert-Kirche/ Klosterkirche der Dominikaner/Wahren

Georg-Schumann-Str. 336, 04159 Leipzig

Die Orgelbaufirma Alfred Schmeißer aus Rochlitz erhielt 1952 den Auftrag zum Bau einer Orgel. Sie hat pneumatisch traktierte Kegelladen. Auf zwei Manuale und ein Pedal sind 19 klingende Register verteilt, dazu acht Koppeln und Spielhilfen, insgesamt 1200 klingende Pfeifen. n der Osternacht am 18. April 1954 wurde sie zum ersten Mal gespielt. Die Orgelweihe war am 9. Mai 1954.

 

St. Bonifatiuskirche/Connewitz

Prinz-Eugen-Str. 21, 04277 Leipzig

1935 Umsetzung der Jehmlich-Orgel, ursprünglich für die Dresdner Andreaskirche bestimmt, 2 Manuale, Pedal, 13 Register, pneumatisch traktierte Kegelladen,

1938 durch Jehmlich erweitert um 6 Register = 19 Register

1978 Orgelbauer Lahmann (Leipzig) tauschte 3 Register aus

- im Zuge der umfassenden Kirchenrenovierung 2004/05 wurde das Instrument ausgelagert und vom Orgelbaumeister Bochmann aus Kohren-Sahlis wieder aufgebaut, Sanierung der Orgel abgeschlossen 2005

2 Manuale, Pedal, Normalkoppeln, Tutti, und 2 freie Kombinationen; Spielhilfen (Wippen, Tritte, Druckknöpfe)

 

St. Gabrielskirche Wiederitzsch

04158 Leipzig, Georg-Herwegh-Str.22

Keine Information über eine Orgel

 

St. Georgskirche/ Gohlis

Wilhelm-Florin-Str. 17, 04157 Leipzig

erste Orgel 1922, Fa. Jehmlich (Dresden), 1933 eingeweiht, 1970 als unbrauchbar aufgegeben

danach Installation einer Elektronen-Orgel der PGH Musikelektronik Geithain, 1987 weiterverkauft an kath. Kirche Zwenkau

1985:

kleine Orgel von 1830 (unbek. Orgelbauer) aus Kirche von Kahlwinkel (bei Freyburg), Generalreparatur 1997 abgeschlossen

 

St. Gertrudskirche/ Engelsdorf

Engelsdorfer Str. 298, 04319 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

St. Hedwig Kapelle /Böhlitz-Ehrenberg /zu Oratorium des Hl. Philipp Neri

Pestalozzistr. 17, 04178 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

St. Hedwig Kapelle /Südvorstadt / zu St. Bonifatiuskirche

04275 Leipzig, Kochstr. 66

elektrisches Klavier

 

Kirche der Heiligen Familie/ Schönefeld

Ossiezkystr. 60, 04347 Leipzig

26.11.1989 Weihe der neuen Orgel, keine weiteren Informationen

 

St. Laurentiuskirche/ Reudnitz

Witzgallstr. 20, 04317 Leipzig

-1894 erste Orgel, pneumatisch traktierte Kegelladen, 2 Manuale, Pedal

1917 Die zinnernen Orgelpfeifen und die Kirchenglocke werden im Juni bzw. Juli für Kriegszwecke beschlagnahmt.

1938 Umgestaltung durch Fa. Eule, Bautzen unter Erhaltung des neogotischen Prospekts

1993/94 neue Jehmlich-Orgel , 2 Manuale, 27 Register

 

Liebfrauenkirche/Lindenau (am Plagwitzer Bahnhof)

Karl-Heine-Str. 110, 04229 Leipzig

Am 25.12.1915 konnte die erste Orgel eingeweiht werden. Sie war von der Universitätskirche für 8.000 Mark gekauft und von der Fa. Jahn/Dresden aufgestellt worden.
Schon im Kriegsjahr 1917 mussten die Prospektpfeifen zur Metallgewinnung abgeliefert werden.

- jetzige Orgel von Fa. Schuke 1971/72, 37 Register, 2.778 Pfeifen

 

St. Martinskirche/Grünau

Kolpingweg 1, 04209 Leipzig

Schuke-Orgelpositiv

1 Manual, Pedal, 8 Register, geteilte Lade, Erbaut von der Firma Schuke in Potsdam 1974.

 

St. Pankratius- Kirche/Engelsdorf

Kirchweg, 04319 Leipzig

- 1767 klagt Kantor Döring über das Fehlen einer Orgel

- 1170 Kauf eines für die Leipziger Thomasschule vom Orgelbauer Schweinefleisch erbauten Orgel-Positivs, 4 Register

- 1924, Orgelbaufirma Schmeißer, Rochlitz, 2 Manuale, Pedal, pneumatische Traktur mit Kegelladen

 

Kirche St. Theresia Leutzsch/zu Oratorium des Hl. Philipp Neri

04179 Leipzig, Am langen Felde 29

Keine Information über eine Orgel

 

III. Orgel der Reformierten Kirche in Leipzig

Mitglied in der Gemeinschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Reformierte Kirche

Tröndlinring 7, 04105 Leipzig

1) Orgel der Firma Jehmlich aus Dresden

gebaut 1969

mechanische Traktur, Schleifwindladen

2 Manuale, 1 Pedal

23 klingende Register

1810 Pfeifen

2) Orgelpositiv der Firma Ott

1 Manual (geteilt) mit 4 Registern

zeitweilig angehängtes Pedal mit 2 Registern (nicht mehr an der Orgel)

ursprünglich Hausorgel, 1949 der Kirche aus Privatbesitz geschenkt

Wurde vor kurzen restauriert durch Fa. Kristian Wegscheider

 

IV. Orgeln der Ev.-Methodistischen Kirche in Leipzig

Freikirche

Kreuzkirche /Südvorstadt

Paul-Gruner-Str. 26, 04107 Leipzig

1940 Weigele-Orgel, 1943 Kirche zerstört

1950 neue Orgel eingebaut Die Orgel ist ein Werk der Gebrüder Jehmlich, Dresden.

Jehmlich-Orgel, 1952, 2 Manuale

 

Bethesdakirche /Gohlis

Blumenstr. 74, 04155 Leipzig

Orgel, 16 Register 1098 Pfeifen verteilt auf zwei Manuale, eingebaut 1954/55, von der Zittauer Orgelbaufirma A. Schuster & Sohn.

 

Ev.-methodistische Friedenskirche Großdeuben

Straße des Friedens 33, , 04416 Großdeuben

Keine Information über eine Orgel

 

V. Orgel der Kapelle der Baptisten in Leipzig

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland

Friedenskapelle /Südvorstadt

Bernhard-Göring-Straße 20, 04107 Leipzig 

Erste Orgel aus Erbauerjahr 1906, im Krieg zerstört

Orgelweihe 1951 (kleine Orgel von der Leipziger Rundfunkanstalt)

1980 Überholung der Orgel

 

VI. Anglikanische Kirche

Anglikanische Kirchengemeinschaft oder Anglikanische Kommunion

Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Anglikanisch-Episkopalischen Kirchen in Deutschland

Schreberstr. 3-5, 04109 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

VII. Orgel der Siebenten-Tags-Adventisten in Leipzig

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Adventhaus

Karl-Heine-Str. 8, 04229 Leipzig

Orgel 1967

 

VII. Orgeln der Katholisch-Apostolischen Kirche in Leipzig

 

Katholisch-Apostolische Kirche Leipzig-Mitte

Dohnanyistr. 22, 04103 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

Katholisch-Apostolische Kirche Leipzig-Süd

Körnerstr. 58, 04107 Leipzig

1897 Hildebrandt-Orgel, 15 Register, pneumatisch traktierte Kegelladen, 2 Manuale, 1 Pedal

wurde 1945 bei Bombenangriff zerstört

1983 Positiv der Fa. Böhm (Gotha)

 

Katholisch-Apostolische Kirche Leipzig-West

Endersstr. 31, 04177 Leipzig

Harmonium, spätes 19. Jh. Fa. Smith American Organ & Piano Corperation, aufwendig gestaltet in freier Anwendung der Neorenaissance

 

 

VIII. Orgeln der Neuapostolische Kirche in Leipzig

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Zentralkirche Leipzig-Mitte- Reudnitz

Sigismundstr. 5, 04317 Leipzig

1912Orgel Fa. Link (Giengen) 17 Register, 2 Manuale und Pedal, im Krieg zerstört

1949 Jehmlich-Orgel, 28 Register, 2 Manuale, Pedal,

1994 ersetzt durch jetzige Jehmlich-Orgel 35 Register, 2422 Pfeifen, hinter dem Altar

 

-Neuapostolische Kirche Plagwitz

Karl-Heine-Str. 6, 04229 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

IX. Orgel der Kirche der Christengemeinschaft in Leipzig

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Kirche Schenkendorfstraße 3, 04275 Leipzig

- Orgelpositiv der Fa. Eule, seit 1962 in Besitz der Gemeinde

- 1 Manual, 5 Register (3 können für Bass- und Diskantsätze gesondert gezogen werden)

 

X. Orgel der Kirche der Elim-Gemeinde Leipzig

ELIM Leipzig

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland
Hans-Poeche-Str. 11, 04103 Leipzig

Keine Information über eine Orgel

 

XI. Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage Deutschland in Leipzig

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Gemeindehaus

Oeserstr. 39, 04229 Leipzig

Elektrische Orgel

 

XII. Zeugen Jehovas

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Königreichsaal
Heiterblickstraße 32, 04347 Leipzig

Klavier und andere Musikinstrumente

Keine Orgel vorhanden