Von Svenja Schmitt

Am 03.12.2015 haben Studierende der Leipziger Japanologie im ersten sowie dritten Semester den Prototypen des Japanisch-Lernspiels „Folktale Mysteries :Kintaro“ (entwickelt von der Universität Calgary und Peak Pixel Games) getestet. Ausgewertet wurde der Test von Svenja Schmitt, die sich im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit mit Japanisch-Lernspielen befasst.

Die 14 Studenten und 13 Studentinnen konnten den Prototypen ca. 30 Minuten lang anspielen. Die dabei durchgeführte Befragung lieferte trotz einiger Bugs und der frühen Entwicklungsphase des Spiels interessante Ergebnisse.

So gab die Mehrheit der Tester an, dass sie bereits Educational Games gespielt haben, diese aber als eher durchschnittlich unterhaltsam empfanden. Nur drei Befragte gaben an, dass sie diese Art Spiel wahrscheinlich nicht nutzen werden, um ihre Japanisch-Kenntnisse und ihr Wissen über die japanische Kultur zu verbessern. Als positive Aspekte des Spielprototypen nannten die Studierenden das Erlernen der Sprache, die vertonten Dialoge sowie deren Bilingualität in den Textboxen, die Interaktion mit den Charakteren im Spiel, und das freie Erkunden der Welt von „Folktale Mystery: Kintaro“.

Nach Abschluss des Spieletests gaben 66,67% der Studierenden an,
durch den Test neues Sprachwissen erlernt zu haben. Im Vergleich dazu eigneten sich die Tester weniger neues Wissen über die japanische Kultur an.
Auffallend war das mehrheitlich bekundete Interesse am Erlernen geschichtlichen Wissens durch Videospiele. Abschließend gaben 77,8% der Befragten an, dass sie diese Art von Spiel gerne noch einmal spielen würden.

Insgesamt konnten wir eine positive Resonanz und großes Interesse an dem Spiel feststellen, was uns in unserer Absicht bestärkt, an der Entwicklung des Spiels und seiner Anpassung an das hiesige Curriculum aktiv weiterzuarbeiten.

An dieser Stelle sei allen Studierenden für das große Engagement und die aktive Teilnahme am Test gedankt.