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Sportwissenschaftliche Fakultät

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Forschungstätigkeit an der Fakultät

Die Forschungstätigkeit an der Sportwissenschaftlichen Fakultät wurde im Zeitraum 2006 durch vielfältige Zielaspekte von Bewegung, Spiel und Sport in unterschiedlichen Anwendungsfeldern charakterisiert.

Die Forschung konzentrierte sich besonders auf:

  • die Analyse der Nutzung von Bewegungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen
  • die Erarbeitung und Erprobung von Konzepten zur Bewegungsanregung für nichtbehinderte und behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie die Evaluation ihrer Wirkungen auf physische, psychische und soziale Funktionen und Prozesse
  • Untersuchungen zur Leistungsoptimierung, Trainingsgestaltung sowie zu physischen und psychischen Belastungen im Leistungssport, Nachwuchsleistungssport und im paralympischen Sport
  • Kinder im Leistungssport: pädagogische, psychologische, medizinische und trainingswissenschaftliche Aspekte
  • die Untersuchung von Anpassungserscheinungen und der Wirksamkeit sporttherapeutischer und rehabilitationssportlicher Maßnahmen bei chronisch Kranken, Rehabilitanden sowie Menschen mit Behinderung

Forschungsschwerpunkte

Ausgewählte Forschungsschwerpunkte der Fakultät waren im Jahr 2006:

  • Untersuchung von gesundheitlichen, psychologischen und trainingswissenschaftlichen Aspekten des Kinder- und Jugendsports
  • Diagnostik und Veränderung sozialer Ungleichheit im Sport
  • pädagogische Konzeption zur bewegten Schule sowie Wirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • Optimierung von Prozessen bei der Ausgestaltung der sportbetonten Schulen in Sachsen
  • empirische Studien zur Wirkung von Sport und Bewegung in verschiedenen Altersbereichen
  • theoretische und empirische bewegungswissenschaftliche Untersuchungen zu Bewegungskoordination, Bewegungslernen und sportliche Techniken in verschiedenen Handlungsfeldern des Sports sowie in unterschiedlichen Sportarten
  • Optimierung von motorischen Lernprozessen durch Feedback-Prozeduren mit Messplätzen im Techniktraining verschiedener Sportarten
  • Optimierung von Lernprozessen durch Ausnutzung positiver Transfereffekte (Lateralitätsforschung)
  • theoretische Begründungen und empirische Untersuchungen zum motorischen Lernen und Umlernen bei unterschiedlichen Anforderungsstrukturen
  • Untersuchungen zur Leistungsoptimierung und Trainingsgestaltung in verschiedenen Sportarten (Biathlon, Eisschnelllauf, Kunstspringen, Schwimmen, Wasserfahrsport, Leichtathletik)
  • psychologische Prävention und Rehabilitation nach Sportverletzungen
  • leistungsphysiologische und biochemische Funktionsdiagnostik und Therapie bei kardiovaskulären und orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen
  • sportartspezifischer Nährstoffbedarf und Einfluss von Nahrungssupplementen auf die sportliche Leistungsfähigkeit
  • Realisierungsstudien zur Erhöhung einer gesundheitlich wirksamen Bewegungsaktivierung von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen – Schwerpunkte im außerunterrichtlichen Schulsport und im Freizeitsport
  • Wirksamkeit sporttherapeutischer Interventionen auf physiologische, motorische und psychosoziale Parameter von chronisch Kranken
  • Entwicklung von sporttherapeutischen Konzepten bei psychisch kranken jungen und älteren Erwachsenen und in der Sucht-Nachsorge
  • Optimierung indikationsspezifischer Evaluations- und Testverfahren zur Überwachung der Wirksamkeit sporttherapeutischer und rehabilitationssportlicher Maßnahmen bei chronisch Kranken und Rehabilitanden sowie Personen mit Behinderung
  • Bewegungsverhalten von Menschen mit Behinderung (Personen mit körperlichen Schädigungen, geistigen Leistungseinschränkungen) – Erscheinungsformen und Anpassungsvarianten und ihre Beziehungen zu beobacht- und messbaren Merkmalen und zu absolvierten Lernprozessen
  • historische und systematische Klärung der Spezifik des modernen Sports, insbesondere des Verhältnisses von modernem Sport und Menschenrechten

Drittmittelgeförderte Forschung

Die eingeworbenen Drittmittel für Forschungsprojekte stammen vorwiegend von öffentlichen Einrichtungen, insbesondere der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“, dem „Bundesinstitut für Sportwissenschaft“, Sportverbänden, sächsischen Ministerien und Bundesministerien. Daneben wurden auch Mittel von privaten Geldgebern eingeworben.
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Forschungsprojekte:
(Titel verkürzt und nur Projektleiter benannt)

  • Prof. Dr. Dorothee Alfermann u. a. (Sportpsychologie): a) ELISA – Weibliche Elitenförderung in Sachsen; b) Aufmerksamkeit und ihr Zusammenhang mit Verletzungsrisiko im Sport
  • Prof. Dr. Christina Müller u. a. (Sportpädagogik/Bewegungspädagogik): Entwicklung und Erprobung eines pädagogischen Konzeptes „Bewegte Schule“
  • Prof. Dr. Alfred Richartz u. a. (Sportpädagogik): a) Chronische Belastung und protektive Ressourchen im Kinderleistungssport; b) FAUSTLOS in Sachsen
  • PD Dr. Wolfram Sperling u. a. (Sportpädagogik, Schwimmsport): Ausbildung von Handlungskompetenz im Fechten, Fußball, Reiten und Schwimmen bei Kindern und Jugendlichen
  • PD Dr. Wolfram Sperling u. a. (Sportpädagogik, Sportsoziologie): Ausgestaltung der sportbetonten Schulen im Freistaat Sachsen
  • Dr. Petra Tzschoppe u. a. (Sportsoziologie): Soziale Ungleichheit und Sport
  • Karen Hoffmann, Dipl. Soz. (Sportpädagogik): Chronische Belastungen im Kindesalter
  • Jeffrey Sallen, M.A. (Sportpädagogik): Leistungssport und Substanzkonsum im Jugendalter
  • Prof. Dr. Martin Busse (Sportmedizin): a) medizinische und sozialmedizinische Aspekte der Rehabilitation von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen; b) Evaluation medizinischer und sozialmedizinischer Effekte der Frührehabilitation orthopädisch-traumatologischer Erkrankungen; c) Effekte eines medizinischen Trainingsprogramms bei Patienten mit Diabetes mellitus
  • Prof. Dr. Dietmar Luppa (Sportmedizin): Sportartspezifischer Nährstoffbedarf und Einfluss von Nahrungssupplementen auf die sportliche Leistung
  • Dr. Anita Schulz (Sportmedizin): a) Gesichts-, Hals- und Zahnverletzungen im Sport; Beziehungen zwischen Parodontitis sowie Diabetes und Adipositas; c) Beziehungen zwischen Parodontitis und Koronaren Herzerkrankungen (KHK)
  • Prof. Dr. Jürgen Innenmoser u. a. (Rehabilitationssport, Sporttherapie und Behindertensport): a) Bewegungsverhalten und -bedürfnisse von Behinderten; b) Optimierung von Evaluations- und Testverfahren zur Überwachung der Wirksamkeit sporttherapeutischer Maßnahmen; c) Bewegungsaktiven Rehabilitationsprogrammen bei Zielgruppen mit unterschiedlichen Behinderungen und Erkrankungen (u. a. Adipositas, Krebserkrankungen) d) Bewegungsverhalten Cerebralparetiker im Sprint (Zimmermann)
  • Prof. Dr. Jürgen Krug u. a. (Allgemeine Bewegungs- und Trainingswissenschaft): a) Raumorientierung; b) Entwicklung eines Messplatzes im Synchronspringen; c) Messplatztraining zum Absprung im Kunstspringen; d) Reihenfolgeeffekte beim Fertigkeitslernen
  • PD Dr. Stefan Panzer u. a. (Allgemeine Bewegungs- und Trainingswissenschaft): a) Lernen, Transfer und Umlernen von Bewegungssequenzen; b) Optimierung der Lauftechnik im Eisschnelllaufen bei Nachwuchskaderathleten; c) Topographie von Kurvendurchläufen im Eisschnelllaufen bei Spitzen- und Nachwuchskaderathleten
  • Dozent Dr. Hartmut Herrmann (Sportbiomechanik): a) biomechanisch orientierte trainingsbegleitende Untersuchungen im Biathlon; b) zu Skating-Zieltechniken
  • Prof. Dr. Klaus Nitzsche u. a. (Wintersport): a) Effektivität des Aufbautrainings im Biathlon; b) Objektivierung der Biathlonschießleistung; c) Erweiterung eines telemetrischen Schießmessplatzes für die Sportart Biathlon
  • Dr. Rüdiger Kuntoff (Leichtathletik): Biomechanische Untersuchungen der Speerwurftechnik von Nachwuchsathleten
  • Dr. Karl-Heinz Schmidt (Wasserfahrsport): a) Weitere Entwicklung eines multimedialen Modul-Systems für die Präsentation von Lehrinhalten; b) für Techniktraining und -kontrolle im Kanurennsport

Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte und Profile

In fakultätsübergreifenden Projekten kooperiert die Sportwissenschaftliche Fakultät mit der Medizinischen Fakultät und verschiedenen Kliniken des Universitätsklinikums, mit dem Zentrum für Prävention und Rehabilitation, mit der Fakultät für Mathematik und Informatik (Institut für Informatik) und mit der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie (Institute für Psychologie). Kooperationen zur Gender-Forschung erfolgen im Rahmen des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung. Darüber hinaus ist die Fakultät in das Internationale Promotionsprogramm „Von der Signalverarbeitung zum Verhalten“ eingebunden.

Mit einer Reihe außeruniversitärer Einrichtungen bestehen Forschungskooperationen, so in mehreren Projekten mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft e. V., mit dem Institut für Mechatronik Chemnitz, mit der Medical Park Klinik Bad Rodach, dem Landessportbund Sachsen e. V., einzelnen Sportverbänden Sachsens und dem DSB sowie mit dem Sportgymnasium Leipzig.

Im ELISA-Projekt von Frau Professor Alfermann kooperieren sechs Hochschulen.

Internationale Forschungskooperationen

Auf internationaler Ebene wird zu nachfolgenden Themen mit folgenden Partnern kooperiert:

  • Physisches Selbstkonzept im Jugendalter
    Prof. Dr. Dorothee Alfermann (Universität Leipzig); Prof. Dr. Herb Marsh (Oxford University, UK); Dr. Lennart Raudsepp (Tartu Ülikooli, Estland); Hülya Asci (Baskent Universität Ankara, Türkei)
  • Der emotionale Vorstartzustand als Prädikator von Sportverletzungen
    Dr. Sabine Würth (Universität Leipzig), Dr. Juri Hanin (KIHU-Research Institute für Olympic Sports Jväskylä, Finnland)
  • Lernen, Transfer und Umlernen von Bewegungssequenzen
    Dr. Stefan Panzer, Thomas Mühlbauer (Universität Leipzig), Dr. Shea (Texas A&M University, TX, USA)
  • Forschungskooperation mit der japanischen Gesellschaft „Koordination Leipziger Sportwissenschaft“ (KoLeSpo) (Tokio)
    Dr. Christian Hartmann (Universität Leipzig)

 

 
Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 16.10.2007