Forschungsbericht 2005 - Projekte

 

Selbstständige Abteilung für Neuropathologie

Independent Department of Neuropathology


FG Neuropathologie

Neuropathology


Genetische Polymorphismen von LRP bei der Alzheimerschen Erkrankung bzw. Amyloid-Angiopathie

Genetic polymorphisms of LRP in Alzheimer`s disease and amyloid angiopathy

M. Christophoridis, Prof. Dr. R. Schober, PD Dr. K. Krohn (Selbständige Abteilung für Neuropathologie und IZKF Leipzig)

Die Untersuchungen zu genetischen Polymorphismen von LRP, einem Membranprotein mit Rezeptorfunktion und katabolen Eigenschaften hinsichtlich des Alzheimer-typischen beta-Amyloids, wurden fortgeführt und zu einer Assoziationsstudie über die cerebrale Amyloid-Angiopathie ausgeweitet. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse konnten auf nationalen und internationalen Kongressen vogestellt und in einer Publikation zusammengefasst werden. Es zeigte sich, dass zwei unterschiedliche Polymorphismen unterschiedliche Assozationen mit Auftreten und Schweregrad der Erkrankung in unterschiedlichen Gefäßterritorien wie subarachnoidalen und kortikalen Gefäßen und kortikalen Kapillaren aufweisen. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (Prof. Arendt) im Rahmen des Brain-Net.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (BMBF - Projektnummer 978 000-83)


Oculopharyngeale Muskeldystrophie (OPMD): Genotyp - Phänotyp - Korrelation und molekulare Pathologie

Oculopharyngeal muscular dystrophy (EOMD): Genotype-phenotype-correlation and molecular pathology


Prof. Dr. R. Schober, PD Dr. K. Geiger (Selbständige Abteilung für Neuropathologie)

Hierbei handelt es sich um ein vom BMBF gefördertes Projekt im Rahmen des Muskeldystrophie-Netzes, das das erste der deutschlandweit projektierten Netzwerke zur Erforschung seltener Erkrankungen darstellt. Die Untersuchungen werden in Kooperation mit der neurologischen Universitätsklinik Halle und den lokalen Muskelzentren durchgeführt. Die OPMD geht mit typischen muskulären Einschlüssen und autophagischen Vakuolen einher, welche auch bei einer besonderen und häufiger auftretenden Form der Myositis zu finden sind. Sie ist genetisch durch Trinukleotid-Wiederholungsfrequenzen auf dem PABP2-Gen charakterisiert. In der 2. Phase der Studie wurden am Untersuchungsmaterial mögliche immunologische Mechanismen mit Einbeziehung von C5 studiert. Gleichzeitig wurden in Halle molekulargenetische Untersuchungen durchgeführt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (BMBF - Projektnummer 978 000-17)


Die antagonistische Interaktion zwischen A2A und NMDA Rezeptoren an der Parkinsonschen Erkrankung

The antagonistic interaction between A2A and NMDA receptors in relation with Parkinson`s disease


Dr. A. Balea, Prof. Schober, Prof. P. Illes (Selbständige Abteilung für Neuropathologie und Institut für Pharmakologie)

Im Rahmen dieser EU-finanzierten Studie zusammen mit dem Institut für Pharmakologie (Prof. Illes) wurde die antagonistische Interaktion zwischen A2A und NMDA Rezeptoren im Striatum bei der Parkinsonschen Erkrankung studiert. Dazu haben wir ein Protokoll der in-situ-Hybridisierung entwickelt und durchgeführt. Diese erwies sich jedoch an postmortalem Hirngewebe als nicht geeignet und wird deshalb für eine tierexperimentelle Studie am Rattenhirn mit entsprechender Fragestellung modifiziert. Die durchgeführten Untersuchungen ergaben jedoch interessante Befunde über die RNA-Affinität von Corpora amylacea. Diese ist aufgrund Proteinase-K-abhängiger Modulation offenbar proteingebunden. Die Befunde wurden bereits abstractmäßig publiziert und sollen mit ergänzender Methodik noch auf ihre mögliche Bedeutung bei der RNA-Degradation hier untersucht werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (EU, Marie Curie Host Fellowship - Projektnummer 978 000-18)