Forschungsbericht 2004 - Projekte

 

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


FG Radiochemie

Radiochemistry


Bestimmung der Bindungsaffinität von neuen Morpholinderivaten an mit VAChT transfizierte Zellen

Test of novel morpholinline derivatives of vesamicol regarding their binding affinity and specificity to the vesicular acetylcholine transporter in PC12 cells stabile transfected with VAChT


Untersuchung des Effektes der cholinergen Läsion auf die regionale Aufnahme von [18F]FDG im Tiermodell.

Determination of the dependency of regional [18F]FDG uptake in experimentally induced selective cholinergic lesion in rat brain.


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Dipl.-Biol. Udo Großmann, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik f. Nuklearmedizin der Universität Leipzig), Dr. rer. nat. Matthias Scheunemann, Dr. Johnny Vercouillie, Prof. Dr. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Leipzig)

Fernziel ist der in vivo-Nachweis cholinerger Veränderungen im Hirn von Demenzpatienten durch quantitative Erfassung des vesikulären Acetylcholintransporters mittels Positronen-Emissions-Tomographie.

Im Berichtzeitraum 2004 wurden 8 neue Morpholinderivate des Vesamicols als potentielle Radioliganden mit einem neu etablierten Zellmodell bezüglich ihrer Affinität und Spezifität zum VAChT getestet. Es wurden PC12-Zellen verwendet, die mit cDNA des Ratten-VAChT stabil transfiziert sind. Es machten sich umfangreiche Voruntersuchungen zur Optimierung des Testverfahrens erforderlich. Vier der Morpholinderivate wiesen bei guter Affinität zum VAChT eine höhere Selektivität auf als das Vergleichspräparat Aminobenzovesamicol. Sie wurden deshalb für die Radiomarkierung ausgewählt.. Die ersten Radiosynthesen mit dem Zyklotronuklid Fluor-18 wurden durchgeführt. Sie müssen bezüglich der Ausbeute noch weiter optimiert werden, um die Radioliganden im Tiermodell (cholinerge Läsion) erproben zu können. HPLC-Methoden zur analytischen und präparativen Auftrennung des Markierungsgemisches wurden etabliert.

Im Berichtzeitraum wurde der Einfluß des experimentell erzeugten cholinergen Defizites auf die Aufnahme von [18F]FDG in verschiedenen Regionen des Rattenhirns untersucht. Es wurde gezeigt, dass der Einfluß transienter Natur ist und 14 Tage nach Läsion nicht mehr nachgewiesen werden konnte.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Verbundprojekt, gefördert durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft

und Kunst (SMWK, Porjekt-Nr. 947 000-08)


Bestimmung der Plasmaproteinbindung und Metabolitenbestimmung des cholinergen PET-Rezeptor-Liganden 2-[18F]F-A-85380

Determination of plasma protein binding of 2-[18F]-A-85380 and analysis of its metabolites in human plasma


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Cand med. Katharina Hauber, Dr. rer. nat. Andreas Schildan, Dr. rer. nat. Georg. Becker, Dr. rer. nat. Marianne Patt, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig)

Zur quanitativen Auswertung der PET-Aufnahmedaten nach arterieller Applikation des α4β2-spezifischen cholinergen Radioliganden 2-[18F]F-A85380 sind Informationen über die Plasmaproteinbindung des Radioliganden sowie über die zeitabhängige Bildung von Metaboliten des Radioliganden erforderlich. Mit Hilfe dieser Daten kann die arterielle Input-Funktion für die Hirnaufnahme des Radioliganden um diese Begträge korrigiert werden. Die Ergebnisse geben Auskunft, in welchem Ausmaß der freie Radioligand für die Hirnaufnahme zu verschiedenen Zeiten nach Injektion zur Verfügung steht.

Im Berichtzeitraum konnte bei ca. 40 Probanden bzw. Patienten eine Plasmaproteinbindung von ca. 20 % ermittelt werden, die sich als abhängig von der Konzentration des Plasmaalbumins und als unabhängig von der Kontaktzeit zwischen Plasma und Radioligand erwies. Die Trennung des freien und des an Plasmaproteine gebundenen 2-[18F]F-A-85380 wurde durch eine 6minütige Ultrafiltration bei 2000 g erreicht. Eine HPLC-Methode zur Metabolitenbestimmung und zur Ermittlung des verbliebenen Anteils an unverändertem 2-[18F]-A-85380 zwischen 14 Minuten und 7 h p.i. wurde erarbeitet. Die Daten von 6 Messpunkten ergaben nach Nichtlinearer-Regressionsanalyse den individuellen Verlauf der Konzentration an unverändertem 2-[18F]-A-85380 im Blut. Die individuellen Ergebnisse der Plasmaproteinbindung und der zeitabhängigen Konzentration des unveränderten Radioliganden im Blut wurden zur Auswertung der PET-Daten herangezogen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: universitäre Forschung


Autoradiographische Studien zur Darstellung der Bindung von 2-[18F]-A-85380 und [3H]-Epibatidin an empfindliche α4β2-Acetylcholinrezeptoren in genetisch modifizierten Mäusen

Autoradiographic studies of binding of 2-[18F]-A-85380 and [3H]-Epibatidine to sensitive α4β2-acetylcholine receptors in genetically modified mice


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. med. Osama Sabri


(Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig), Prof. Dr. med. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universität Leipzig)

In Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Prof. Dr. J. Schwarz, Klinik für Neurologie, soll versucht werden, mit den spezifisch an den α4β2-Acetylcholinrezeptor bindenden Radioliganden 2-[18F]-A-85380 und [3H]-Epibatidin das Expressionsmuster für diesen Rezeptorsubtyp in genetisch modifizierten Mäusen (und in Vergleichsmäusen) darzustellen.

Der von den Mäusen exprimierte hochempfindliche α4β2-Acetylcholinrezeptor könnte die Ursache für die in diesen Mäuse nachgewiesene massive Zerstörung dopaminerger Neurone in der Substantia nigra sein.

Diese Arbeiten konnten angefangen, jedoch noch nicht zu Ende geführt werden, da im Berichtzeitraum zunächst die Etablierung der Untersuchung mit 2-[18F]F-A85380 am Menschen, d.h. am Patienten mit M. Parkinson und an Probanden im Vordergrund stand. Die Darstellung eines Zusammenhangs zwischen verstärkter cholinerger Innervation in der Substantia nigra und erhöhtem Zelltod dopaminerger Neurone könnte jedoch nach wie vor ein wichtiger Beitrag für den Pathomechanismus des M. Parkinson sein.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Universitäre Forschung


FG Medizinphysik

Medical Physics


PET-Untersuchungen von Migrationsprozessen in Endlagerformationen (Tone und

Investigation of Water Flow in Clay Using Positron Emission Tomography (PET)


Dr. rer. nat. Anita Seese (seesa@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik für Nuklearmedizin), Michael Richter, Marion Gründig, Klaus Zieger (Inst. für Interdiszipl. Isotopenforschung)

Für die Entwicklung zur prognostischen Bewertung der Langzeitsicherheit von Endlagern werden exakte Kenntnisse über die Migration von radioaktiven und chemisch toxischen Abfällen in den geologischen Formationen benötigt. Tomographische Radiotracerverfahren ermöglichen die zerstörungsfreie, räumlich aufgelöste Messung derartiger Transportprozesse im Inneren eines Bohrkernes. In einer speziellen Hochdruckapparatur können Migrationsuntersuchungen an Gesteinsproben mittels Radiotracern durchgeführt werden.Durch Anwendung der Positronen Emissions-Tomographie können bei Einsatz geeigneter Radiotracer (Markierung mit Positronenstrahlern längerer Halbwertszeit) heterogene Transportprozesse im Inneren der Proben bildgebend dargestellt werden und quantitativ mittels Modellrechnungen hinsichtlich bestimmter Parametergrößen (Dispersionskoeffizient,Geschwindigkeitsverteilungen) ausgewertet werden.

Weiterführung: ja

DFG-Gelder


Anpassung und Portierung einer Software zur Erfassung und Statistik von Personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Personendosimetern

Adaptation and porting of a software for registration and statistics of personnel dosimetric data of official and electronic read off dosimeters


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernhard Sattler, Dipl-Ing. Rico Fundke (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR), Heinz Kirsch (MED Medizintechnik Dresden GmbH)

Auf dem Markt existiert eine Software der Fa. MED Dresden zur Erfassung von personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Dosimetern. Dieses Modul (DOSMO) ist für die DOS-Plattform geschrieben und entsprechend eingeschränkt. Ziel des Projektes ist die Portierung dieser Anwendung auf Windows und deren gleichzeitige Erweiterung um die automatische Auslesung der direkt ablesbaren Dosimeter über eine existierende Hardware. Es ist ein Softwaremodul für die Bedienung dieser Schnittstelle zu entwickeln. Weiterhin sind benutzerspezifische Module zur statistischen Auswertung und Überwachung der erfassten Daten zu integrieren. Die gesamte Entwicklung erfolgt in enger Kooperation mit dem Hersteller der existierenden Software. *Test der entwickelten Beta-Software in der Routine

Weiterführung: ja, (wieder aufgenommen*)

Industrie


Szintillationsdetektor für die räumliche Erfassung von in vivo Radionuklidverteilungen

Szintillation detector for the spatial registration of in vivo radionuclide distributions


Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de); PD Dr. Jürgen Petzold (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin UKL AöR), Dr. Bernd Seeländer (IMT)

-Innerhalb von Modelluntersuchungen konnte die Funktionsfähigkeit einer neuartigen Messanordnung für die räumliche Erfassung von Radionuklidverteilungen in kleinen Volumina unter Beweis gestellt werden Sattler (2000). Erste Untersuchungen mit szintillierenden Fasern als ortsselektive Strahlungsdetektoren sind erfolgversprechend und müssen fortgesetzt werden Angermann (2000). Aufbauend auf diesen Untersuchungen wir ein Detektorsystem bestehend aus optischen szintillierenden Fasern, Kollimator und CCD Kamera entwickelt.

Weiterführung: ja (Förderungsvermittlung über IRC Sachen)

potentielle industrielle Partner, bisher keine Weiterführung


Mobile Abschirmung für die Positronenemissionstomografie (PET) zur Reduzierung der Strahlenexposition des Personals bei Untersuchungen mit hohem patientennahen Aufwand

Portable Shielding for Positron Emission Tomography (PET) to reduce the exposure to radiation of the staff in investigations with extensive close to patient handling.


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernhard Sattler (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin UKL AöR), Hans Joachim Lincke (Wälischmiller)

Einige positronenemissionstomografische Untersuchungen erfordern einen hohen patientennahen Manipulationsaufwand. Zum Beispiel bei einer dynamischen Hirn-PET-Untersuchung entsteht durch das Erfordernis der Blutprobenentnahme ein Aufwand von etwa einer Stunde direkt am Patientenbett während das Personal mit der vom Patienten ausgehenden Strahlung exponiert wird. Ungeschützt beträgt diese Exposition 150 µSv/h. Mit der entwickelten Abschirmung kann die Strahlenexposition auf 15 µSv/h reduziert werden. Das System ist auf Rollen gelagert uns kann trotz seines Gewichtes von 250 kg leicht von einer Person positioniert werden. Das Projekt sieht vor, in Kooperation mit Wälischmiller einige Systeme zu fertigen und zu vertreiben. Ein kommerzieller Prototyp wurde von Wälischmiller bereits gefertigt und in der Routine getestet.

Weiterführung. Nein

Drittmittelprojekt 947-000-10 (siehe Kooperationsvereinbarung)


Minimierung der Inkorporation von radioaktiven Stoffen beim Personal insbesondere bei der Lungenventilationsuntersuchung

Minimization of radioactivity incorporation for staff especially while Investigations of the Lungventilation


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dipl.-Ing. Rico Fundke (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin UKL AöR), Dipl.-Phys. Hadi Alborzi; (Landesamt für Umwelt und Geologie, Radebeul)

Die nuklearmedizinische Untersuchung zur Lungenventilation ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem eine nennenswerte Inkorporation von Tc-99m Kohlenstoff-Partikeln beim Untersuchungspersonal nachweisbar ist. Trotz sorgfältiger Arbeitsweise durch Arzt und MTRA gelangen im Verlaufe der Untersuchung abgeatmete Partikel in die Raumluft. Die Partikel lagern sich zum Teil an der Arbeitskleidung an, gelangen aber auch über die Atemluft in die Lunge des Personals. Dieser Umstand ist lange bekannt und wurde auch bereits in der Literatur beschrieben (z.B.: Zeitschrift MTA 13 (1998) 5). Eine technische Lösung des Problems mit nachgewiesener Verringerung der Größe der Inkorporation ist gegenwärtig nicht bekannt. Die bei der Lungenventilation auftretenden Kontaminationen und Inkorporationen sind mit den in nuklearmedizinischen Einrichtungen standardmäßig vorhandenen Kontaminationsmonitoren und Sondenmessplätzen nur qualitativ nachweisbar, da der Messwertbereich nur den 2 bis 3-fachen Nulleffekt umfasst. Quantitative Aussagen mit dem Ziel der Minimierung der Inkorporation oder Kontamination durch Optimierung der Untersuchungsabfolge können nur bei Vorhandensein eines Ganzkörperzählers unmittelbar getroffen werden. Nach der Ventilationsuntersuchung können beim beteiligten Personal nach Messung am Ganzkörperzähler Absolutwerte von 500 bis 800kBq Tc-99m nachgewiesen werden. Trotz Waschen und Kleiderwechsel lassen sich diese Werte kaum unter 500kBq absenken. Damit ist eine Inkorporation von Tc-99m-Partikeln nicht sicher auszuschließen. Das deckt sich auch mit den in der Literatur angegebenen Werten. Durch technische Änderungen am Technegasgenerator, im Untersuchungsraum sowie in der Untersuchungsdurchführung soll die Inkorporation beim Personal minimiert werden. Der Nachweis erfolgt jeweils durch Messungen am Ganzkörperzähler.

Weiterführung: ja

Drittmittelprojekt 947000 - 15


Langzeitortsdosimetrie in Kontrollbereichen der diagnostischen und therapeutischen Nuklearmedizin mit Thermolumineszenzdetektoren

Long term area dosimetry in hot zones of diagnostic an therapeutic nuclear medicine using thermo luminescence detectors


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernhard Sattler (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin UKL AöR)

Zur Überprüfung des baulichen und organisatorischen Strahlenschutzes in der diagnostischen und therapeutischen Nuklearmedizin werden über lange Zeiträume kontinuierliche Erhebungen der Ortsdosis an verschiedenen Messpunkten durchgeführt. Dafür werden Thermolumineszenzdetektoren des Typs TLD100H benutzt, die mit einer 131I- Quelle auf 1mSv kalibriert wurden. Jeder Messpunkt in den Bereichen wurde dreifach belegt. Zusätzlich wird die Kontamination der Abluftfilter mit TLD gemessen. Die Ortsdosimetrie mit TLD's ermöglicht einen repräsentativen, kumulativen Langzeitüberblick über die an verschiedenen Orten in Strahlenschutzbereichen tatsächlich auftretenden Ortsdosen. Damit ist eine realistische Einschätzung der an verschiedenen Orten zu erwartenden Strahlenexposition möglich. Es lässt sich ein optimales Strahleschutzkonzept mit Blick auf die Minimierung der beruflichen Strahlenexposition aufstellen.

Weiterführung: ja

Derzeit Keine (Arbeiten werden von Diplomanden und Praktikanten ausgeführt)


FG Neuronuklearmedizin

Neuro-Nuclear medicine


Verlaufsuntersuchungen der zerebralen dopaminergen Neurotransmission und Glukoseutilisation zum Therapiemonitoring bei Patienten mit Morbus Wilson

Follow-up investigations of cerebral dopaminergic neurotransmission and glucose consumption for therapy monitoring in Wilson's disease


Dr. Henryk Barthel (barh@medizin.uni-leipzig.de), Lukas Radziwolek, Manuel Popp, Dr. Swen Hesse, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Dr. Wieland Hermann, Prof. Johannes Schwarz, Prof. Armin Wagner (Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universität Leipzig)

Die bisherigen neuronuklearmedizinischen Untersuchungen bei Patienten mit Morbus Wilson galten der Frage, inwieweit die zerebrale dopaminerge Neurotransmission und Glukoseutilisation bei dieser Kupferstoffwechselstörung alteriert sind (Barthel et al. 2001, 2003; Hermann et al. 2002). Jetzt war es möglich, bei den Leipziger Wilson-Patienten Verlaufsuntersuchungen mit [18F]FDG-PET, [123I]?-CIT-SPECT und [123I]IBZM-SPECT durchzuführen. Vorläufige Ergebnisse der derzeit noch laufenden Analysen dieser Verlaufsuntersuchungen zeigen, dass die neuronuklearmedizinischen Methoden geeignet zu sein scheinen, den Verlauf der Erkrankung bzw. das Ansprechen der Entkupferungstherapie nicht-invasiv zu 'monitoren'.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Analyse nuklearmedizinischer Bilddaten bei Parkinson-Syndromen

Nuclear medicine imaging in Parkinsonian syndromes


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Philipp Meyer, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR), Thomas Villmann (Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, AG Computational Intelligence), D. Polster, Dr. Wieland Herrmann, Prof. Dr. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Ioannis Ugo Isaias, Istituti Clinici di Perfezionamento-Dipartimento di Neuroscienze, Università degli Stuti di Milano-Bicocca, Italien

Bei Patienten mit Parkinson-Syndromen werden anhand einer umfangreichen Datenbank klinische (Motor- und neuropsychiatrische Symptome), epidemiologische und nuklearmedizinische Parameter [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM-Untersuchungen der nigrostriatalen dopaminergen Neurotransmission, die mit Hilfe eines hochauflösenden hirn-dedizierten SPECT-(Single-Photonen-Emissions-Computertomographie-)Systems gewonnen werden, analysiert. Als Analysemethoden werden neben konventionellen Ansätzen auch neuronale Netze eingesetzt.

Weiterführung: ja

Haushaltfinanzierte Forschung


DaTSCAN SPECT in der Diagnostik der Lewy-Körperchen-Demenz

DaTSCAN Imaging in dementia with lewy bodies (DLB)


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. rer. nat. Anita Seese, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR), Prof. Dr. Johannes Schwarz, E. Boxhammer, Karl Strecker (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR)

Bei der Studie handelt es sich um eine europäische, multizentrische, offene klinische Studie der Phase III zur Bewertung der diagnostischen Wertigkeit des Dopamin-Transporter-Markers [123I]FP-CIT (DaTSCAN(, Amersham Health) bei Patienten mit wahrscheinlicher Lewy-Körperchen-Demenz (probable DLB) und nicht-DLB-Patienten.

Weiterführung: ja

Drittmittel (Amersham Health/General Electric Healthcare, Projekt-Nr. 947 000-11)


[18F]Fluordeoxyglukose (FDG) Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Dopamin-SPECT in der prächirurgischen Evaluation und im post-interventionellen Follow-up von Parkinson-Patienten mit einer Tiefen Hirnstimulation

[18F]FDG PET and SPECT of the nigrostriatal dopaminergic system in the presurgical evaluation and postsurgical follow-up in patients with Parkinson's disease undergoing deep brain stimulation


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Philipp Meyer (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR), Prof. Dr. Johannes Schwarz, Karl Strecker (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Annegret Reupert, Dr. S. Kotz, Dr. C. Preul (Max-Planck-Insitut für kognitive Neurowissenschaften), D. Lobsien (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Abteilung Neuroradiologie, UKL AÖR), Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Die Auswahl der Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung für die Tiefenhirnstimulation sowie das postoperative Management sind kritisch für ein gutes klinisches Outcome. Wir nutzen [18F]FDG PET, [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM SPECT als in-vivo-Marker für die Patientenselektion. Darüber hinaus soll die Wertigkeit der Methoden für das Therapiemonitoring eingeschätzt werden sowie die SPECT-/PET-Daten mit klinischen, neuropsychiatrischen Parametern und bestimmter Sprachleistungen korreliert werden.

Weiterführung: ja

Haushaltfinanzierte Forschung


Selektive in-vivo Quantifizerung der zentralen Serotonin-Transporter

Selective in vivo imaging Imaging and quantitation of central serotonin transporter


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Henryk Barthel, Dr. rer. nat. Andreas Schildan, Dr.rer. nat. Marianne Patt, Dr. rer. nat. Georg Becker, Dr. K. Stengler-Wenzke, Dr. T. Kroll, Dr. A. Kopf, Prof. Dr. H.-J. Gertz, (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), PD Dr. U. Müller (Departments of Experimental Psychology & Psychiatry, University of Cambridge, UK), Dr. R. Regenthal, Dr. H. Knüpfer, Prof. Dr. R. Preiß, Institut für Klinische Pharmakologie, Universität Leipzig), Prof. Dr. C. Zimmer (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, UKL AÖR, Abteilung Neuroradiologie), Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AöR).

Die zentralen Serotonin-Transporter sind Schlüsselmoleküle bei psychiatrischen Erkrankunge. Sie sind Hauptwirkort effektiver Antidepressiva, der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (serotonin reuptake inhibitors, SRI). Mittels neuer Serotonin-Transporter-(SERT-)selektiver Radiotracer [18F]FMe-McN5652 und [11C]DASB wird bei Patienten mit Depression und Zwangsstörung die PET zur in-vivo-Darstellung und -Messung der serotonergen Neurotransmission eingesetzt. Mit Hilfe dieser Arbeit sollen Einblicke in die zugrundeliegende Neurobiologie der Zwangserkrankung und des Wirkmechanismus von SRI erhalten werden, wobei klinische Verlaufsparameter mit den SPECT-Daten unter SRI korreliert werden. Ergänz werden diese Analysen durch molekularegenetische Daten (Genotypisierung).

Weiterführung: ja

Haushaltfinanzierte Forschung


Bildgebung und in-vivo Quantifizierung der nikotinischen a42-Azetylcholinrezeptoren (AChR) mittels 2-[18F]A-85380 und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung

Imaging of nicotinic α4β2 acetylcholine receptors using 2-[18F]A-85380 and PET in patients with Parkinson's disease


Philipp Meyer (Philipp.Meyer@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Prof. Dr. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AöR), Dr. D. Lobsien, Prof. Dr. C. Zimmer (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Neuroradiologie, UKL AöR), Dr. W. Deuther-Conrad, PD Dr. Peter Brust, Prof. Dr. J. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Dr. Gudrun Wagenknecht (Institut für Medizin, Forschungszentrum Jülich, Jülich) Dr. Kai Kendziorra, Dr. Swen Hesse, Dr. Henryk Barthel, Dr. Georg Becker, Dr. Dietlind Sorger, Dr. Andreas Schildan, Dr. Marianne Patt, Dr. Anita Seese, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Um festzustellen, ob Nikotin eine neuroprotektive Wirkung bei Patienten mit Morbus Parkinson besitzt, führen wir in-vivo-Untersuchungen der zentralen nikotinergen Transmission ((4(2-AChR) mittels PET und 2-[18F]Fluoro-A-85380 durch. PET soll so zur Frühdiagnose und Vorhersage sowie Kontrolle der Therapie (z.B. mit allosterischen Modulatoren der Nikotinrezeptoren oder Azetylcholinersteraseinhibitoren) beitragen. Die Verknüpfung zur dopaminergen Innervation des Striatums wird anhand von [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM SPECT erfasst und mit dem regionalen zerebralen Glukosemetabolismus anhand von [18F]FDG PET korreliert.

Weiterführung: ja

Finanzierung: IZKF-Projekt C27 (Förderperiode 04-06)


Nikotinische Azetylcholinrezeptoren bei M. Parkinson und Alzheimer-Demenz: Nachweis spezifischer Bindung von 2-[Fluor-18]F-A-85380 mittels PET in der weißen Hirnsubstanz und Vergleich mit Diffusion Tensor Imaging (DTI) mittels MRT

Nicotinic Acetylcholine Receptors in Parkinson's Disease and Alzheimer's Dementia: Specific Binding of the PET Radioligand 2-[Fluoro-18]F-A-85380 in the Cerebral White Matter and Comparison with Diffusion Tensor Imaging (DTI)


Philipp Meyer (Philipp.Meyer@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Dr. D. Lobsien, Prof. Dr. C. Zimmer (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Neuroradiologie, UKL AöR), Prof. Dr. H.-J. Gertz (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AöR), Prof. Dr. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AöR), Dr. W. Deuther-Conrad, PD Dr. Peter Brust, Prof. Dr. J. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Dr. G. Wagenknecht (Institut für Medizin, Forschungszentrum Jülich, Jülich) Dr. Kai Kendziorra, Dr. Swen Hesse, Dr. Henryk Barthel, Dr. Georg Becker, Dr. Dietlind Sorger, Dr. Andreas Schildan, Dr. Marianne Patt, Dr. Anita Seese, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Alterationen der α4β2-Untereinheiten der nikotinischen Azetylcholinrezeptoren ((4(2-nAChR) finden sich beim M. Parkinson (MP) und der Alzheimer-Demenz (AD). Bisher gibt es allerdings keine Möglichkeit, die α4β2-nAChR an subkortikalen Projektionsbahnen in vivo zu quantifizieren. Mittels des α4β2-nAChR selektiven, hoch affinen Radioliganden 2-[Fluor-18]F-A-85380 und der PET wird geprüft, ob beim MP und der AD die Verfügbarkeit der α4β2-AChR in der weißen Hirnsubstanz gestört ist, und inwieweit die PET-Daten mit dem Ausmaß der im Diffusion Tensor Imaging (DTI) mittels der MRT erfassten axonalen Schädigung sowie der Klinik korrelieren.

Weiterführung: ja

Finanzierung: IZKF-Projekt C27 (Förderperiode 04-06)


[²³I]FP-CIT (DaTSCAN)-Anreicherung in der Thalamus- bis Hirnstammregion: Reflektieren diese Befunde serotoninerge Neurone? Eine retrospektive Analyse einer großen Datenbank mit Patienten mit Parkinson-Syndromen

[²³I]FP-CIT (DaTSCAN) binding in the thalamus, midbrain, and brainstem region: Does it reflect serotonin-transporter-specific uptake? A retrospective analysis of data of a large DaTSCAN SPECT in a database of patients with parkinsonian syndromes


Philipp Meyer (Philipp.Meyer@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Prof. Dr. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AöR) Dr. Swen Hesse, Dr. Henryk Barthel, Dr. Kai Kendziorra, Daniel Polster, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin).

[²³I]FP-CIT ist ein in der Diagnostik extrapyramidaler Bewegungsstörungen etablierter, kommerziell erhältlicher (DaTSCAN, General Electric Healthcare) Marker der Integrität zentraler dopaminerger Neurone. Neben der Markierung endständiger striataler Dopamintransporter (DAT) reichert sich der Radiotracer auch in einer Region an, die thalamusnah beginnt, das Mittelhirn und den angrenzenden Hirnstamm einschließt. Für Analoga des [²³I]FP-CIT, [²³I]-CIT beziehungsweise [²³I]nor-β-CIT hat sich gezeigt, dass diese Radiotracer in den genannten Regionen spezifisch an Serotonin-Transporter (SERT) binden, so dass sie nicht nur zur quantitativen Bestimmung der Dopamin-Transporter genutzt, sondern auch für die (simultane) Beurteilung der Serotonin-Transporter-Verfügbarkeit verwendet werden können. Das ist vorteilhaft, da der Neurotransmitter Serotonin zunehmend eine wichtige Rolle für Diagnostik, Pathogenese und Therapie neuropsychiatrischer Erkrankungen, insbesondere der Depression, auch bei Parkinsonsyndromen spielt. Bislang wurde, offenbar aufgrund der im Vergleich zu [²³I]-CIT niedrigen spezifischen Anreicherung, nicht versucht, die Aufnahme von [²³I]FP-CIT im Thalamus- bis Hirnstammbereich weiter zu untersuchen. Durch den Einsatz unseres hochauflösenden SPECT-Systems scheint jedoch eine Analyse der Bindung in diesen Regionen möglich, insbesondere dann, wenn über eine Koregistrierung die anatomisch sehr kleinen Strukturen ins SPECT-Bild übertragen werden. Es erfolgt eine Auswertung aller [123I]FP-CIT-Daten (n=320) unserer Datenbank. Die Ergebnisse der SPECT-Datenanlyse kombiniert mit den Ergebnissen der Analyse der klinischen Daten lassen sich bezüglich der Aussage, welcher Monoamintransporter (DAT oder SERT) abgebildet wird, interpretieren.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Industriemittel


Evaluierung eines hochauflösenden Pinhole SPECT Systems mittels eines rotierenden Kleintiers

Evaluation of High-Resolution Pinhole SPECT Using a Small Rotating Animal


Philipp Meyer (Philipp.Meyer@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Dr. Jörg Winkler (Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, UKL AöR), Prof. Dr. Johannes Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AöR), Dr. Anita Seese, Dr. Bernhard Sattler, Dr. Dietlind Sorger, Dr. Kai Kendziorra, Dr. Swen Hesse, Dr. Henryk Barthel, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin).

Ex vivo Messungen an Kleintieren werden häufig in der Nuklearmedizin genutzt um neu entwickelte Radioliganden und Medikamente zu charakterisieren. In vivo SPECT könnte diese ex vivo Untersuchungen in einer großen Anzahl von Fällen ersetzen falls man in der Lage ist kleine Organe/Strukturen adäquat mit der modernen Bildgebung darzustellen. Der Pinhole-Kollimator wurde bereits häufig verwendet um mittels planarer Bildgebung eine verbesserte Auflösung der Struktur zu erzielen. Die Verwendung eines Pinhole-Kollimator-SPECT Systems ist jedoch schwierig zu verwirklichen, denn es erfordert üblicherweise, daß sich ein schwerer Kollimator um ein relativ kleines Objekt mit einem konstanten Rotationsradius dreht. Kürzlich wurde ein Methode entwickelt, bei welcher die Gantry und der Kollimator fixiert sind und das zu untersuchende Tier um die eigene Körperachse rotiert. Dabei werden hohle Zylinder verschiedener Größen verwendet, um unterschiedlich große Kleintiere, z.B. Maus, Ratte, Hamster zu untersuchen. Der Zylinder ist auf einem elektromotorbetriebenem System befestigt, welches eine schrittweise Rotation um einen definierten Rotationswinkel ermöglicht, und exakt über dem Pinhole Kollimator verbunden mit einer Einkopf-Gammakamera positioniert. Der Pinhole Kollimator wird dabei wahlweise mit unterschiedlichen Pinhole-Insert-Lochgrößen (1,5mm, 3mm und 5mm) ausgestattet. Nach der Aufnahme jeder Projektion wird der Zylinder durch manuelle Bedienung um einen definierten Rotationswinkel weiter rotiert bis eine Rotation des Zylinder einmal um die eigene Achse erfolgt ist. Gefilterte Rückprojektionen, adaptiert an das Pinhole SPECT System, werden zur Rekonstruktion der Aufnahmen erfolgen. Phantommessungen mit den unterschiedlichen Pinhole-Insert-Lochgrößen (1,5mm, 3mm und 5mm) um die Sensitivität, Auflösung und Uniformität des Systems bezüglich der Distorsionsartefakte zu testen, werden durchgeführt. Eine Untersuchung der zerebralen Dopamintransporterverfügbarkeit in den Basalganglien mittels [123I]FP-CIT bei der Ratte erfolgt, um die Durchführbarkeit von Studien mit diesem System zu testen. Eine experimentelle Studie an einem Parkinsonmodell der Ratte, um in vivo die Dopamintransporterverfügbarkeit intraindividuell prä- und posttherapeutisch im Verlauf zu beurteilen, ist geplant.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Vasospasmen nach Subarachnoidalblutung (SAB) - klinischer Verlauf im Hinblick auf die Korrelation zu diffusionsgewichteten (DWI) und perfusionsgewichteten (PWI) MRT-, [99mTc]ECD-SPECT- und transkraniell farbkodierte Dopplersonographie- (TCD)-Untersuchungen

Vasospasm following subarachnoidal hemorrhage - clinical course and its correlation with diffusion weighted imaging (DWI) and perfusion weighted imaging (PWI) MRI, [99mTc]ECD-SPECT and transcranial colour coded duplexsonography


Philipp Meyer (Philipp.Meyer@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Dr. L. Roedel (Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, UKL AöR), H. Roth (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Neuroradiologie, UKL AöR) Dr. Henryk Barthel, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin).

Die Untersuchungen mit der [99mTc]ECD-SPECT des zerebralen Blutflusses, mit der diffusionsgewichteten (DWI-) der zerebralen Wasserdiffusion und der perfusionsgewichteten (PWI-) MRT des zerebralen Blutflusses, sowie der transkraniell farbkodierten Dopplersonographie (TCD) der zerebralen Flussbeschleunigung haben perspektivisch das Ziel, die Rolle der hypertensiven hypervolämischen Hämodilutionstherapie (Triple-H-Therapie) im Hinblick auf die Verhinderung sekundär ischämischer neurologischer Defizite nach SAB zu evaluieren. Aus Literaturstudien ist bekannt, dass lediglich zwei prospektive randomisierte Studien vorliegen, die Komponenten der Triple-H-Therapie untersucht haben. Hinzu kommt, dass nur unzureichende Daten über den Pathomechanismus sowie den zeitlichen Verlauf der Spasmenentstehung vorliegen. Eine engmaschige Dokumentation der Dynamik ist bisher noch nicht durchgeführt worden. Ein klinischer Aspekt der Studie ist die eingeschränkte Aussagekraft der TCD im Hinblick auf die Ätiologie der gemessenen Flussbeschleunigung. Es wird erwartet, dass die DWI- und PWI-MRT kombiniert mit der [99mTc]ECD-SPECT diese Unterscheidung zulässt. Zunächst wird die Methodik und Aussagekraft der DWI- und PWI-MRT kombiniert mit der [99mTc]ECD-SPECT an einer Gruppe von SAB-Patienten untersucht.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Untersuchungen zur Neurobiologie der vaskulären Demenz und der Alzheimer-Demenz mittels des nikotinischen Acetylcholinrezeptor-Liganden 2-[18F]F-A-85380 in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Cerebral nicotinic acetylcholine receptors in patients with Alzheimer's disease or vascular dementia - evaluation with 2-[18F]F-A85380 and Positron Emission Tomography (PET).


Dr. Kai Kendziorra (kai.kendziorra@medizin.uni-leipzig.de), Philipp Meyer, Dr. Swen Hesse, Dr. Andreas Schildan, Dr. Marianne Patt, Dr. Georg Becker, Dr. Dietlind Sorger, Dr. Anita Seese (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL AÖR), Prof. H.-J. Gertz, Prof. M.C. Angermeyer, K. Richter, (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), Prof. J. Steinbach, PD Dr. Peter Brust, W. Deuther-Conrad (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Prof. Dr. C. Zimmer, D. Lobsien (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Abteilung Neuroradiologie, UKL AÖR), Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin).

Epidemiologische und tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass neuronale nikotinische Azetylcholinrezeptoren (nAChR) bei neurodegenerativen dementiellen Erkrankungen wie z.B. der AD Erkrankung frühzeitig vermindert sind. Bei der zweithäufigsten Form der Demenz, der vaskulären Demenz (VaD), wird, trotz positiver Effekte von Acetylcholinesterasehemmern, eine Änderung im cholinergen System kontrovers diskutiert. Bisher war es aufgrund fehlender geeigneter Radioliganden nicht möglich das nikotinische System in-vivo spezifisch darzustellen. Ziel unserer Arbeit ist es, mittels des neuen Radioliganden 2-[18F]F-A-85380 (3-[2(S)-Azetidinylmethoxy]pyridin), der mit einer hohen Selektivität an den nikotinischen Acetylcholinrezeptorsubtyp (4(2 bindet herauszufinden, wie die Integrität der α4β2-nAChR und ihre spezifische anatomische Distribution im Verhältnis zu physiologischen (Kontrollgruppe) und pathophysiologischen (de-novo und fortgeschrittene AD sowie VaD) Prozessen stehen und inwieweit sich der Trend zur Mixed Demenz (Überlappung von AD und VaD) im cholinergen System widerspiegelt. Mit Hilfe der Anwendung von PET wollen wir verstehen lernen, welche Bedeutung die α4β2-nAChR in der Pathogenese der Demenz besitzen, um neue Strategien zur Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen entwickeln zu können und Ansätze für die Therapiekontrolle zu entwickeln bzw. zu validieren.

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Antrag auf Drittmittel (DFG)


Möglichkeiten des Einsatzes der Tc-99m ECD Hirnperfusionsszintigraphie zur prä- und postoperativen Beurteilung der Hirnperfusion bei Kindern mit Kraniostenose.

Cerebral blood flow imaging with Tc-99m ECD -SPECT in paediatrics with craniostenosis before and after operation.


Marcus Förster (marcus.foerster@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Geyer (Klinik f. Kinderchirurgie), Prof. G. Gräfe (Klinik f. Kinderchirurgie), Prof. A. Hemprich (Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie), Prof. Regine Kluge, Prof. Osama Sabri (Klinik für Nuklearmedizin)

Die Kraniostenose führt durch eine vorzeitige Verknöcherung bestimmter Schädelnähte zur pathologischen Verformung des knöchernen Schädels und damit zur möglichen Mikrozephalie. Eine Korrekturosteotomie stellt das therapeutische Mittel der Wahl dar. Derzeit ist eine vergleichende Beurteilung der prä- und postoperativen Durchblutung des Gehirns nicht möglich. Ziel der Studie ist es, die Veränderungen der Perfusion vor und nach der Korrekturoperation aufzuzeigen.

Weiterführung: Ja

haushaltfinanziert


FG Onkonuklearmedizin

Onco-Nuclear medicine


Prädiktive Wertigkeit des humanen Thyreoglobulin-Spiegels im niedrig messbaren Bereich in der Nachsorge von Patienten mit differenziertem Thyreozytenkarzinom

Predictive value of low serum thyreoglobulin and diagnostic value of [18F]FDG-PET in the follow-up of patients with differentiated thyroid cancer


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. rer. nat. Dietlind Sorger, Dr. Dominic Müller, Dr. Lothar Otto, Prof. Dr. Osama Sabri, Kerstin Jentsch (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, UKL, AöR)

Die Nachsorge bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenzellkarzinom basiert auf einer hoch sensitiven und spezifischen Bestimmung des humanen Thyreoglobulin (hTG)-Spiegels, wobei die prädiktive Wertigkeit des hTG-Spiegels im niedrig messbaren Bereich bezüglich Rezidiv-/Metastasenerkennung nicht sicher einzuschätzen ist. Die Langzeitstudie wurde 2003 abgeschlossen. Die Analyse soll Erkenntnisse hinsichtlich des prädiktiven Wertes der hTG-Bestimmung im niedrig messbaren Bereich festgestellt werden.

Weiterführung: nein

Drittmittel (Amersham Health)


FDG-PET zur Entscheidung über die Durchführung einer Strahlentherapie bei Kindern mit M. Hodgkin

Use of FDG-PET for the decision to perform radiotherapy or not in children with early-stage Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch (Universitätskinderklinik), Dr. Hasenclever (IMISE) PD Dr. Ch. Mauz-Körholz (Universitätskinderklinik), Dr. Bernhard Sattler, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Kinder mit M. Hodgkin haben eine Heilungschance von > 90 %. Demgegenüber sind Spätfolgen der intensiven Therapie sehr häufig. Insbesondere muss mit einem Auftreten von Zweittumoren bei ca. 25 % der Patienten nach 30 Jahren gerechnet werden. Ziel ist deshalb eine Therapieabschwächung bei erhaltenen Heilungsraten. In der Vorgängerstudie wurde erstmals auf die Strahlentherapie verzichtet, wenn nach Röntgen-morphologischen Kriterien eine komplette Remission am Ende der Chemotherapie erzielt wurde. Da der negative Vorhersagewert eines Tumorrest-Befundes im CT/MRT (bei Erwachsenen) aber nur bei ca. 20 % liegt, soll F-18-FDG-PET als eine Methode zum Einsatz kommen, die vitales Tumorrestgewebe nach Therapie spezifischer diagnostiziert. In der HD 2003-Studie werden über 6 Jahre o.g. Patienten 14-16 Tage nach Ende des 2. Kurses der Chemotherapie mit FDG-PET zusätzlich zum konventionellen Staging untersucht. Bei negativem PET-Befund wird nicht bestrahlt. Zielgröße ist das ereignisfreie Überleben.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Hand in Hand for Children


FDG-PET zur Optimierung der Rezidivtherapie bei Kindern mit M. Hodgkin

FDG-PET for improvement of salvage therapy in children with Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Dr. Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. Bernhard Sattler, Prof. Dr. Osama Sabri (Leipzig), Dr. Claviez (Universität Kiel)

Rezidive bei Kindern und Jugendlichen mit M. Hodgkin wurden in den vergangenen HD-Studien zunächst nach Standard, im Wiederholungsfall oder bei fehlendem Therapieresponse jedoch individuell behandelt. Grund ist das individuell unterschiedliche Ansprechen auf verschiedene Chemotherapeutika in dieser Situation. Die konventionellen Restaging-Parameter sind nur begrenzt zum frühzeitigen Erkennen des Therapieeffektes geeignet. FDG-PET könnte geeignet sein, das Ansprechen auf eine Chemotherapie bei Salvagetherapien von Kindern und Jugendlichen mit M. Hodgkin frühzeitig zu beurteilen. In der HD 2003-Studie wird der Effekt von Chemotherapie bei Patienten mit Spätrezidiv bei initial höherem Erkrankungsstadium oder bei Progress oder Frührezidiv mit FDG-PET bewertet. In Abhängigkeit vom PET-Befund nach 2 Zyklen Rezidiv-Chemotherapie erfolgt die weitere Therapie nach 2 unterschiedlichen Therapieschemata. Zielparameter sind das Erreichen von Tumorfreiheit und das Ereignis-freie Überleben.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Hand in Hand for Children


FDG-PET zur Optimierung des initialen Stagings bei Kindern mit M. Hodgkin

Impact of FDG-PET for the initial staging in Hodgkin's lymphoma of children


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. Bernhard Sattler, Prof. Dr. Osama Sabri

Die Therapie des M. Hodgkin erfolgt stadienabhängig. Die Einteilung wird auf Basis konventioneller Stagingverfahren (klinische Untersuchung, Ultraschall, CT, MRT, Knochenmarkbiopsie) vorgenommen. Es ist (von Erwachsenen) bekannt, dass FDG-PET in 10-20% der Fälle zum Up- oder Down-Staging führt. Bei nachfolgender histologischer Sicherung diskrepanter Befunde wurde der PET-Befund in 95% der Fälle bestätigt. Es ist nicht bekannt, ob die durch das Up- oder Downstaging bewirkte Therapieänderung zu einer Veränderung der Heilungsraten führt. Die Stadieneinteilung in der HD 2003-Studie erfolgt mit o.g. konventionellen Methoden. Zusätzlich wird vor Therapiebeginn eine FDG-PET durchgeführt. Diskrepante Befunde werden im CT/MRT nachevaluiert. Bei fraglichen CT/MRT-Befunden entscheidet der PET-Befund. Ein Up- oder Downstaging aufgrund diskordanter PET-Befunde erfolgt jedoch nicht. Diese Fälle werden dokumentiert und nachbeobachtet. Zielgröße ist das Ereignis-freie Überleben

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Hand in Hand for Children


Multizentrische Studie zur Entwicklung eines neuen diagnostischen Algorithmus bei Kindern mit soliden Tumoren und malignen Lymphomen unter Verwendung von FDG

Multicentric trial for the development of a new diagnostic algorithm with use of FDG-PET in children with solid tumors or malignant lymphomas


Prof. Dr. Henze, Dr. Amthauer, Dr. Voelker (Charitè Berlin), Dr. Antje Krausse, Prof. Dr. Regine Kluge (Leipzig)

Für eine Reihe von Tumoren konnte gezeigt werden, dass FDG-PET zur Beurteilung des Therapieansprechens geeignet ist. Unklar ist , wie groß der diagnostische Zugewinn durch zusätzliche Durchführung der PET zum konventionellen Restaging im Kiodesalter ist.Es wird das Therapieansprechen während protokollgemäßer Therapie der o.g. Tumoren mit FDG-PET zusätzlich zur konventionellen Schnittbildtechnik und ggf. histologisch untersucht. Nach Therapieende wird das Vorliegen von Restbefunden bzw. Rezidiven bewertet.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Deutsche Krebshilfe


PET für Staging und Responsebeurteilung bei Sarkoidose

PET for staging and evaluation of therapy response in sarcoidosis


Marit Gensert, Dr. Jörg Winkler, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de)

Die Studie prüft die Wertigkeit der PET für Ausbreitungsdiagnostik, Aktivitätsbeurteilung und Therapieansprechen von Sarkoidosen im Vergleich zu radiologischen und laborchemischen Parametern.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: haushaltsfinanzierte Forschung


Vergleichende Wertigkeit von F-18-FDG-PET und MRT/CT für Nachweis und Staging von operablen Zervixkarzinomen

FDG-PET vs. MRT/CT for detection and staging of earlystaged uterine cervical cancer


Armin Kratzsch, PD Dr. L.C. Horn, Dr. J. Einenkel, Dr. Anita Seese, Prof. Dr. Frank Schmidt, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de),

Es wird die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für das Staging von Cervixkarzinomen vergleichend zu den Ergebnissen von MRT oder CT untersucht. Als Referenz dienen die histopathologischen Befunde nach radikaler Hysterektomie mit pelviner und teilweise auch paraaortaler Lymphonodektomie.

Weiterführung: Ja

haushaltfinanzierte Forschung


Beurteilung des frühes Ansprechens von Zervixkarzinomen auf neoadjuvante Chemotherapie durch F-18-FDG-PET

Response prediction by FDG-PET after one cycle chemotherapy in patients with cervical cancer.


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Krämer, Dr. Henryk Barthel, Prof. Dr. Michael Höckel

Es wird die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für die Früherkennung des Therapieansprechens von Zervixkarzinomen auf neoadjuvante Chemotherapie geprüft. Die zurzeit eingesetzten Chemotherapieprotokolle bewirken nur bei etwa 50 % der Patienten eine Tumorrückbildung. Eine Methode zur Früherkennung der Non-Responder könnte unnütze Nebenwirkungen und Kosten vermeiden und Möglichkeiten zur weiteren Therapieoptimierung eröffnen. PET-Untersuchungen erfolgen vor und nach dem ersten Zyklus Chemotherapie. Referenzmethode MRT nach Chemotherapieende und intraoperativer Befund

Weiterführung: ja

haushaltfinanzierte Forschung


Beurteilung des frühes Ansprechens von Lebermetastasen kolorektaler Karzinome auf neoadjuvante Chemotherapie durch F-18-FDG-PET

Response prediction by FDG-PET after one cycle chemotherapy in patients with hepatic metastases of colorectal carcinoma.


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Henryk Barthel (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin), Prof. Dr. Lamesch (Chirurgische Klinik II)

Es wird die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für die Früherkennung des Therapieansprechens von Lebermetastasen kolorektaler Karzinome auf neoadjuvante Chemotherapie geprüft. PET-Untersuchungen erfolgen vor und nach dem ersten Zyklus Chemotherapie. Referenzmethode MRT nach Chemotherapieende.

Weiterführung: ja

haushaltfinanzierte Forschung


Einsatz der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen im Mund-, Kieferbereich ohne gesicherte LK-Metastasierung.

Sentinel-Lymph-Node biopsy in patients with PEC in the mouth.


Marcus Förster (marcus.foerster@medizin.uni-leipzig.de), PD B. Frerich, Prof. Regine Kluge, Prof. Osama Sabri (Klinik für Nuklearmedizin)

In den letzten Jahren wird häufig das Thema des N0-Halses diskutiert: Welche Lymphknotenausräumung soll hier erfolgen? Ein wichtiger Hinweis, um bei hoher Sicherheit die Lymphknotenausräumung zu begrenzen, stellt die Darstellung des Wächterlymphknotens (sentinel lymph node) dar. Dieses Verfahren ist für die malignen Melanome und auch für das Mammakarzinom inzwischen ausreichend erprobt und praxisreif. Es stellt sich die Frage, ob sich nicht diese Darstellung auch für die Kopf-Halstumore eignet. Dieser Fragestellung soll in einer Pilotstudie nachgegangen werden .

Weiterführung: ja

haushaltfinanziert


Einsatz der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei Patientinnen mit histologisch gesichertem Mamma-Karzinom und negativer axillärer Lymphknoten-metastasierung

Sentinel-Lymph-Node biopsy in patients with breast cancer and N0 situation in the axilla.


Marcus Förster (marcus.foerster@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Briest (Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe), Prof. Michael Höckel (Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe), Prof. Regine Kluge, Prof. Osama Sabri (Klinik für Nuklearmedizin)

In den letzten Jahren wird häufig das Thema der axillären Lymphknotenausräumung z.T. kontrovers diskutiert. Ein wichtiger Hinweis, um bei hoher Sicherheit die Lymphknotenausräumung zu begrenzen, stellt die Darstellung des Wächterlymphknotens (sentinel lymph node) dar. Dieses Verfahren ist für die malignen Melanome erprobt und anerkannt. Für das Mammakarzinom ist die Methode weitgehend akzeptiert, wenngleich eine eindeutige Empfehlung der Fachgesellschaften fehlt. In einer Pilotstudie soll der klinische Nutzen und die Anwendbarkeit aufgezeigt werden

Weiterführung: ja

haushaltfinanziert