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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

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Forschungstätigkeit an der Fakultät

Profil des Bereiches Betriebswirtschaftslehre

Die Forschungsaktivitäten des Bereiches Betriebswirtschaftslehre sind auf die Schwerpunkte Dienstleistung und Rechnungswesen ausgerichtet, in denen derzeit Kernkompetenzen ausgebildet werden. Von zentraler Bedeutung dabei ist das Dienstleistungsmanagement, zu dem eine Reihe von Professuren einen direkten Bezug aufweist (Banken, Immobilienmanagement, Handel und Distribution, Versicherungen) und das gerade für den Wirtschaftsraum Leipzig eine große Bedeutung besitzt. Die Analyse derivativer Finanzinstrumente findet z. B. in den Bereichen Banken, Finanzierung und Investition sowie Immobilienmanagement statt. Aus übergreifender Perspektive werden Aspekte des Dienstleistungsmanagements durch eine eigene Professur mit entsprechender Widmung untersucht, die sich u.a. mit Innovationen und der Diffusion innovativer Produkte auf Dienstleistungsmärkten, produktbegleitende Dienstleistungen, Kundenempfehlungen und Reputation sowie dem Management der Beziehungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern im B2B-Bereich beschäftigt. Zu den ebenfalls übergreifenden betriebswirtschaftlichen Forschungsthemen gehören das Konzernmanagement, das Gründungsmanagement, die Analyse Strategischer Allianzen, die Gestaltung von Anreizsystemen auf Märkten und in Unternehmen sowie das Outsourcing, mit denen sich in unterschiedlicher Schwerpunktsetzung u.a. die Professuren Marketing, Personalwirtschaft sowie Organisation beschäftigen. Die Professur im Fach Organisation wurde nach dem Weggang des Lehrstuhlinhabers an eine andere Universität zum Oktober 2004 nicht wiederbesetzt, was eine deutliche Schwächung in den genannten Forschungsgebieten zur Folge hat. Eine Zwischenlösung wird mit der Stiftung erarbeitet, die bisher diese Professur finanzierte.

Neben dem Dienstleistungsmanagement als eher institutionalem Schwerpunkt ist die Unternehmensrechnung unter Einschluss der betrieblichen Steuerlehre als funktionaler Schwerpunkt hervorzuheben. Die aktuellen Entwicklungen im externen wie auch im internen Rechungswesen und im Steuerrecht machen deutlich, dass dieser Schwerpunkt unter wissenschaftlichen Aspekten derzeit eine besondere Dynamik aufweist und v.a. durch die Internationalisierungsprozesse in der Rechnungslegung stark beeinflusst wird. Um so wichtiger erscheint es, auch in dieser Richtung Kompetenzen zu bilden und auszubauen. Das für 2005 geplante, erweiterte Institut wird die Professuren für betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Controlling und Interne Unternehmensrechnung sowie Externe Unternehmensrechnung und Wirtschaftsprüfung umfassen. Eine breite Themenpalette - von der Rechungsregulierung und Ord-nungsökonomik über Aspekte des Behavioral Accounting sowie Erfolgsmessung bei unvollständiger Information bis zur semi-subjektiven Unternehmensbewertung - wird in diesem Institut bearbeitet.

Profil des Bereiches Volkswirtschaftslehre

Die Forschung des Bereiches Volkswirtschaftslehre umfasst die Teilgebiete Mikro- und Makroökonomik, Wirtschaftstheorie und -politik sowie spezifische Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre wie Finanzwissenschaft, Geld und Währung, Außenwirtschaft und ökonomische Integration sowie Empirische Wirtschaftsforschung und Statistik. Aus diesem Spektrum heraus werden zurzeit folgende Forschungsprojekte bearbeitet:
Das Forschungsprojekt Wirtschaftsintegration geht grundlegenden Fragen der öko-nomischen Vernetzung der EU-15 bzw. der EU-25 sowie der EWU nach. U. a. werden Fragen der optimalen institutionellen Ausgestaltung des Zentralbankrats in einer Währungsunion untersucht sowie Fragen der Sequentialität der politischen und ökonomischen Integration der zehn Beitrittsländer aus Mittel- und Osteuropa. Damit verbunden sind zwei weitere, bedeutsame Forschungsstränge. Zum einen betrifft dies die Analyse der spezifischen Charakteristika und des Wettbewerbs von Wirtschaftsordnungen. Damit befassen sich vor allem die Institute für Wirtschaftspolitik und Theoretische Volkswirtschaftslehre; als Diskussionsforum dient, neben Ringvorlesungen externer und interner Wissenschaftler sowie politischer Akteure, insbesondere das "Zermatter Symposion", das sich zu einem internationalen Forum der interdis-ziplinären Diskussion entwickelte. Die Erforschung der Rolle der Wirtschaftsordnungen und ihres Wandels profitiert von der langjährigen intensiven Auseinandersetzung der Institute mit der Theorie und Empirie der Transformationsprozesse in den mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften. Zum andern richtet sich das Forschungsinteresse auf regionalökonomische und -politische Fragen, die im Zusammenhang mit der europäischen/deutschen Debatte über Konvergenz und gemeinsame Wirtschaftspolitik gestellt werden. Diese Untersuchungen führt die Professur Statistik am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung durch.

Probleme der makroökonomischen Diagnose und Politik stehen im Mittelpunkt der makroökonometrischen Modellarbeiten des Instituts für Empirische Wirtschaftsfor-schung, das sich in der Fortführung eines DFG-Projektes mit den Fragen des kon-junkturellen Wandels auseinandersetzt. Mit Fragen der makroökonomischen Politik-gestaltung beschäftigen sich auch die Institute und Professuren für Wirtschaftspolitik, Theoretische Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, wobei Letztere sich schwerpunktmäßig auch mit Problemen des Finanzausgleichs befasst.

Die mikroökonomischen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der ko-operativen Spieltheorie sowie bei Netzeffekten und Wechselkosten.

Profil des Bereiches Wirtschaftsinformatik

Mit Neugründung des Institutes für Wirtschaftsinformatik am 01. Oktober 2004 und der damit einhergehenden Zusammenlegung der bisher getrennten Institute für Soft-ware- und Systementwicklung sowie des Instituts für Wirtschaftsinformatik wurde der Bereich Wirtschaftsinformatik an der Fakultät grundlegend neu organisiert und ge-strafft. Das neue Institut für Wirtschaftsinformatik besteht nunmehr aus den fol-genden vier Bereichen:
Die Professur Wirtschaftsinformatik, insbes. Informationsmanagement ist seit Anfang 2002 besetzt mit Herrn Prof. Dr. Bogdan Franczyk, der auch als Institutsdi-rektor amtiert. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen die Themengebiete service-orientierte Anwendungen (Grid-Services), Enterprise Application Integration und Con-tent Management, Untersuchungen zu Semantic-Web-Technologien und XML-Datenbanken sowie Softwaresystemfamilien. Es werden zahlreiche Drittmittelprojekte bearbeitet (BMBF-Projekt PESOA - Process Family Engineering in Service-Oriented Applications, EU-Projekt ASG - Adaptive Services Grid, ESF-Projekt BMS - Bil-dungsmarktplatz Sachsen). In der Lehre werden die Schwerpunkte Management und Integration großer Softwaresysteme, objektorientierte Middleware, XML-Technologien sowie Semantic Web vertreten.

Auf die Professur Softwareentwicklung für Wirtschaft- und Verwaltung wurde mit Herrn Prof. Dr. Ulrich W. Eisenecker ein Nachfolger berufen, dessen Forschungsaktivitäten auf eine weiter gesteigerte Automatisierung der Softwareentwicklung, insbesondere der in hohem Maße kundenspezifischen Konfiguration gerichtet sind. Damit direkt verbunden sind die Themen generative und modellbasierte Softwareentwicklung, Softwaresystemfamilien, domänenspezifische Sprachen, Generierung und Komponenten, die komplementär und in Abstimmung mit der Professur für Informationsmanagement bearbeitet werden. Darüber hinaus wird in der Lehre E-Learning sowohl als alleinige Lehrform als auch in Verbindung mit Präsenzanteilen eingesetzt und weiter entwickelt.

Für die Professur Anwendungssysteme läuft zurzeit das Berufungsverfahren. Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind der Einsatz moderner Anwendungssysteme in Wirtschaft und Verwaltung, aktuelle Themen des E-Business und E-Government sowie die Entwicklung barrierefreier multimedialer Lehr- und Lerninhalte. Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen, wie z. B. der SAP AG gewährleisten eine praxis- und anwendungsorientierte Ausbildung der Studenten. In Vorbereitung sind Projekte zur Barrierefreiheit im E-Learning und E-Government sowie der Export des Studienganges Wirtschaftsinformatik an Universitäten Osteuro-pas. Im Mittelpunkte der Lehre stehen Architektur und Funktionen von Anwendungs-systemen in Wirtschaft und Verwaltung.

Den vierten Pfeiler des Institutes bildet der Betrieb eines Rechenzentrums für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (FRZ) als hard- und softwaretechnische Forschungs- und Lehrinfrastruktur. Unter Leitung von Herrn Dr. Wilfried Röder steht ein mit modernster Rechentechnik ausgestatteter IT-Dienstleistungsbereich für Pro-fessoren, Mitarbeiter, Studenten und zur Berufsausbildung von Fachinformatikern zur Verfügung.
Eine quasi fünfte Säule sollen innovative, fakultätsübergreifende Kooperationen wer-den - vor allem mit der Fakultät für Mathematik und Informatik.

Profil des Bereiches Bauingenieurwesen/Wirtschaftsingenieurwesen

Die Forschungsschwerpunkte sind durch die Kombination wissenschaftlich theoretischer und bautechnischer bzw. bauwirtschaftlicher Aspekte geprägt. Entsprechend ist die Methodik streng mathematisch, experimentell und quantitativ-analytisch determiniert, wobei die Wichtungen auch durch Kooperationspartner und Auftraggeber bestimmt werden. Im Vordergrund stehen ganzheitliche Betrachtungsweisen.

Primäre Zielstellungen der Forschungsarbeit sind die Beurteilung des Tragvermögens unterschiedlicher Tragstrukturen, die Entwicklung neuer Baustoffe inklusive Patentanmeldungen, die Modifizierung von Vorschriften, die Optimierung und Umnutzung existierender Gebäudestrukturen und die Entwicklung von Methoden zum Projektmanagement und zur Steuerung der Baufinanzierung.

1. Stiftungsprofessur für Umwelttechnik in der Wasserwirtschaft/ Umweltmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen

  • Anwendungsbedingungen für innovative Wassertechnologie
  • Kosten in der Wasserwirtschaft
  • Umweltmanagement in Industrieparks
  • Recycling von Industrieflächen
  • Kosten der Umweltinfrastruktur im semiurbanen und ländlichen Bereich
  • Branchenbezogene Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen für KMU

2. Institut für Statik und Dynamik der Tragstrukturen

  • Konstitutive Formulierung und Finite Elemente Modellierung zur realitätsnahen numerischen Berechnung von Holzverbindungen mit stiftförmigen Verbin-dungsmitteln
  • Modellierung der Versprödung von elastomeren Werkstoffen
  • Crack Sensitivity Simulation
  • Development of a general material model for modeling of anisotropic hyperelasticity, viscoelasticity and damage
  • Lebensdauer von Elastomerbauteilen
  • Entwicklung und Implementation von Simulationsansätzen zur Darstellung von Schädigung in Bauteilen unter kurzzeitdynamischen Beanspruchungen
  • Numerische Charakterisierung im konstruktiven Glasbau
  • Holz-Beton-Verbundkonstruktionen
  • Modellierung der Inhomogenitäten im Holz
  • Nichtlineare Strukturanalyse schlanker windbelasteter stählerner Kreiszylin-derschalen

Partner

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Continental AG
  • DaimlerChrysler AG
  • ANSYS Inc.
  • CADFEM GmbH
  • Deutsche Kautschuk Gesellschaft e.V.

3. Institut für Massivbau und Baustofftechnologie

  • Komplette zeitgleiche Erstellung von Wand- und Bodenflächen innerhalb eines wasserdichten Kellers im Gießverfahren
  • Hybrides Bauen mit Hochleistungswerkstoffen
  • Entwicklung ultrahochfester Betone
  • Autogenes Schwinden hochfester Betone
  • Tunnel aus selbstverdichtendem Beton
  • Ermüdungsfähigkeit von hochfesten Betonen
  • Brandverhalten von Hochleistungsbetonen
  • Selbstverdichtende Betone (hochfest, ultraleicht)
  • Selbstreinigende Oberflächen mittels Titandioxid-Photokatalyse
  • Dauerhaftigkeit von Massivbauten
  • In-situ Untersuchungen an Betonbauwerken zur Verifizierung der Frost- und Frost-Tausalzbeanspruchung (TP5)
  • Optimierte Holz-Beton-Verbund-Bauteile aus Hochleistungsbetonen und flä-chigen Holzbauelementen aus Massivholz oder Hochleistungs-Holzwerkstoffen

Partner

  • BBR
  • DBV
  • DIBt
  • Bilfinger Berger AG
  • Unitechnik Automatisierungs GmbH

4. Institut für Baubetriebswesen und Bauwirtschaft

  • Leitfaden "Nachhaltiges Bauen"
  • Vandalismus in Großwohnanlagen
  • Energiepass
  • Stadt und Handel
  • Schrumpfende Stadt
  • Leerstandsmanagement und Brachflächen
  • Entwicklung eines Frühwarn- und Kontrollsystems zur Unterstützung einer fle-xiblen Stadtentwicklungsplanung
  • Regionalplanung Mitteldeutschland
  • Entwicklung eines dreidimensionalen Models für verschiedene Hoch und In-genieurbauten
  • Entwicklung einer Integrationsplattform zur effektiven Nutzung der Virtual Rea-lity Technologie in kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bau- und Immobiliensektor
  • e-learning

Partner

  • BBR
  • Stadt Halle
  • DaimlerChrysler AG
  • Züblin AG
  • Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG
  • Hochtief AG

 

 

Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 26.07.2007