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Theologische Fakultät

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Forschungstätigkeit an der Fakultät

Die Forschungstätigkeit der Theologischen Fakultät geschieht auf unterschiedlichen Ebenen:

  • Im Vordergrund stehen zunächst die größeren wissenschaftlichen Projekte der Professoren und ihrer Mitarbeiter und die von ihnen betreuten Qualifikationsschriften. Dazu werden in den einzelnen Instituten im Rahmen von Sozietäten theologische Fachgespräche organisiert, in denen einzelne Projekte kritisch diskutiert und unterschiedliche Fachperspektiven eingebracht werden. In der Regel führen diese größeren Projekte zum Abschluss, indem die Studien im Druck erscheinen und - wo es beabsichtigt ist - die wissenschaftliche Qualifikation (Dr. theol., Dr. theol. habil.) erreicht wird.
  • Eine zweite Ebene wissenschaftlicher Forschung ist mit Aufsätzen, Vorträgen und Weiterbildungsveranstaltungen verbunden, in die viele Kollegen der Fakultät in wissenschaftlichen und kirchlichen Gremien eingebunden sind. Dabei entstehen immer wieder auch relativ kurzfristige Anfragen und knappere Studien, die im vorliegenden gedruckten Forschungsbericht in der Regel nicht enthalten sind, die sich aber in der ausführlichen Internetfassung finden.
  • Eine dritte Ebene wissenschaftlicher Tätigkeit stellen die laufenden Editionsaufgaben dar, in die die Fakultät eingebunden ist. Eine Fülle von Periodika und wissenschaftlichen Reihen wird von Hochschullehrern der Theologischen Fakultät herausgegeben. Beispielhaft seien genannt:
    • Lutherjahrbuch
    • Lutherbibliographie
    • Reihe "Biblische Gestalten"
    • Reihe "Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte"
    • Kirchengeschichtliches Jahrbuch "Herbergen der Christenheit"
    • Leqach. Mitteilungen und Beiträge der Forschungsstelle Judentum
    • Reihe "Beiträge zu Spiritualität und Liturgie"
    • Reihe "Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie"
    • Reihe "Arbeiten zur Theologie- und Kirchengeschichte"

Außerdem sind viele als Mitherausgeber von Fachzeitschriften, wissenschaftlichen Jahrbüchern usw. eingebunden.

Eine vierte Ebene wissenschaftlicher Tätigkeit ist mit der Organisation von Tagungen und Expertengesprächen verbunden. So veranstaltet beispielsweise das Liturgiewissenschaftliche Institut der VELKD regelmäßige wissenschaftliche Jahrestagungen, an denen Fachvertreter von verschiedenen theologischen Fakultäten und kirchliche Fachleute teilnehmen.

Eine fünfte Ebene wissenschaftlicher Arbeit, die zunehmend wichtiger wird, ergibt sich aus dem Eingebundensein und der Mitwirkung an interdisziplinären und internationalen Forschungsprogrammen und Studienprojekten.

Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte

Die theologische Forschung wird nach wie vor stark durch die Akzentuierungen bestimmt, die in den einzelnen Instituten der Fakultät gesetzt werden. Dennoch zeichnen sich bei der Fülle der unterschiedlichen Einzelprojekte deutliche Schwerpunkte ab, denen teils über die Instituts-, teils über die Fakultätsgrenzen hinweg wissenschaftlich nachgegangen wird. Dabei ist zu denken an:

  • Das DFG-Forschungsprojekt "Das Kind in Israel", das als Beitrag zum Thema Kind und Kindheit im Alten Orient interdisziplinär Beachtung findet (u.a. interdisziplinäres Forschungskolloquium zur Vorbereitung), verantwortet vom Institut für Alttestamentliche Wissenschaft.
  • Editionsprojekte zu Texten des hellenistischen Judentums und des frühen Christentums (gemeinsam mit Fachkollegen anderer deutscher theologischer Fakultäten und Fachvertretern aus den USA), verantwortet vom Institut für Neutestamentliche Wissenschaft.
  • Forschungen zur Reformationsgeschichte (inklusive bestimmter Schwerpunkte in der Territorialgeschichte). Hierbei ist neben verschiedenen Einzelstudien besonders auf das interdisziplinär ausgerichtete Projekt "Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen" als Teil des Gesamtprojekts "Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte" zu verweisen (Institut für Kirchengeschichte gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig).
  • Theologische Bachforschung, angesiedelt in der Systematischen Theologie mit Verbindungen zur Kirchen- und Liturgiegeschichte, zur Musikwissenschaft und zu Tätigkeiten der Neuen Bachgesellschaft.
  • Theologische Anthropologie und Ethik mit verschiedenen Lehr- und Forschungsvorhaben des Instituts für Systematische Theologie in Kooperation mit Wissenschaftlern der medizinischen Ethik usw. (Grenzen des Lebens, Behinderung...)
  • Religion als Thema theologischer und soziologischer Forschung. Dabei geht es sowohl um den Stellenwert von Religion in Religionskritik und Theologie wie auch um empirische Religionsforschung. Dazu gehören mehrere Projekte aus den Instituten für Systematische Theologie, Praktische Theologie (hier vor allem aus der Abteilung für Religions- und Kirchensoziologie, aber auch der Seelsorgelehre) und der Religionspädagogik.
  • Fakultäts- und Universitätsgeschichte, verankert im Institut für Kirchengeschichte und zugleich in Gemeinsamkeit mit allen anderen Instituten, nicht zuletzt mit dem Institut für Alttestamentliche Wissenschaft.
  • Liturgiewissenschaftliche Forschung mit Projekten, thematischen Fachgesprächen und fakultätsübergreifender Lehre (Postgradualer Studiengang Liturgiewissenschaft)

Schwerpunkte der Forschung an den Instituten der Fakultät

Institut für Alttestamentliche Wissenschaft

Die verschiedenen Forschungsprojekte galten den Schwerpunkten:

  • Prophetenforschung (Sacharja, Jesaja, Hosea, Daniel)
  • Chronikforschung
  • Historische Einzelfragen (u.a. Zeitrechnung in Israel, Genese des Hexateuch)
  • Das Kind in Israel und in seinen Nachbarkulturen im 1. Jahrtausend v. Chr. (PD Dr. A.Kunz-Lübcke/Prof. Dr. R.Lux). Für dieses Projekt wurde ein Antrag an die DFG ausgearbeitet, der Ende 2004 bewilligt wurde. Es soll als Schwerpunktprojekt des Instituts hier etwas genauer beschrieben werden:

    Im Unterschied zu den Äußerungen populärer Vertreter der Kindheitsforschung, die die Situation der Kinder im vorindustriellen Zeitalter alles andere als positiv beschrieben haben, konnten neuere Untersuchungen zum Thema Kind und Kindheit im Alten Orient, Altägypten und der Antike zeigen, dass die klassischen Mittelmeerkulturen Kindern ein großes Interesse entgegengebracht haben und dass sie im Unterschied zum mittelalterlichen Europa Kinder und Kindheit wahrgenommen haben. Die Untersuchungen haben hervorheben können, dass sich einerseits die biologisch-medizinischen, pädagogischen, ethischen und sozialen Vorstellungen vom Kind von modernen Konzeptionen unterscheiden und dass anderseits die Erwachsenen der Alten Welt Kinder hochschätzten. Für Israel fehlt eine zusammenhängende Untersuchung zum Kind und zur Vorstellung von Kindheit. Das Forschungsprojekt wird sich in einer vergleichenden Untersuchung unter anthropologischer, pädagogischer, sozialer und ethischer Perspektive des Themas annehmen. Mittels dieser Leitbegriffe sollen die Vorstellungen von Kind und Kindheit in Israel in alttestamentlicher Zeit in ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu modernen Konzeptionen vom Kind und der Kindheit und zu den Kindheitsvorstellungen der Alten Welt untersucht werden. Auf dieser Grundlage werden sich die Verbindungs- und die Trennungslinien sowohl zwischen Israel und seinen Nachbarkulturen als auch zwischen Israel und der heutigen Zeit kennzeichnen lassen.

Institut für Neutestamentliche Wissenschaft

Die Forschungsprojekte galten den Schwerpunkten:

  • Wissenschaftliche Editionen und Kommentierungen von wesentlichen Texten des hellenistischen Judentums und des frühen Christentums (u.a. Pseudepigraphen, Paralipomena Jeremiae, Septuaginta).
  • Neutestamentliche Briefliteratur (Pastoralbriefe, Galaterbrief, Hebräerbrief, Jakobusbrief).
  • Lukanische Theologie (Apostelgeschichte).
  • Editionsprojekte (Symposien, Aufsätze u.ä.)
  • Jesusforschung - Buchprojekt "Jesus" (Prof. Dr. J.Schröter).

    Dies sei als Beispiel kommentiert:
    Für die Reihe "Biblische Gestalten" wurde der Band zu Jesus übernommen. Es handelt sich dabei um einen der zentralen Bände der neutestamentlichen Abteilung der Reihe. Die Jesusforschung hat in den zurückliegenden Jahren, vor allem durch Anstöße aus der amerikanischen Forschung, neuen Auftrieb erhalten. Dies hat vor allem zu einer neuen Diskussion über methodische Fragen geführt. Neue Erkenntnisse sind zudem durch die Ausgrabungen in Galiläa in den letzten beiden Jahrzehnten zutage getreten. Die sehr umfangreiche Literatur zur Jesusforschung aus den zurückliegenden Jahren sowie die archäologischen Ergebnisse sind innerhalb des auf ein breiteres Publikum zugeschnittenen Bandes zu verarbeiten.

Institut für Kirchengeschichte

Schwerpunkte der Forschung ergeben sich durch die Abteilungen des Instituts:

Abteilung Spätmittelalter und Reformation:

Im Zentrum stehen die Wittenberger Reformation des 16./17. Jahrhunderts, die sächsische Kirchen- und Landesgeschichte sowie die Bildungsgeschichte Mitteldeutschlands einschließlich der Universität Leipzig in Vorbereitung auf die 600-Jahrfeier 2009.
Als Beispiel sei das Vorhaben der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig genannt. Die Arbeit am Manuskript von Bd. 6 (1552/53) der "Politischen Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen" (Prof. Dr. Wartenberg gemeinsam mit Prof. Dr. Junghans, Dr. Johannes Herrmann und Dr. Christian Winter) fortgeführt. Intensive Vorarbeiten galten den lateinischen Texten für eine auf 3 Bde. angelegte "Lateinisch-deutsche Studienausgabe" von Schriften Martin Luthers (gemeinsam mit Prof. Dr. Härle, Heidelberg, Prof. Dr. Schilling, Kiel, und Dr. M. Beyer, Leipzig).

Abteilung Neuere und Neueste Kirchengeschichte:

Der Lehrstuhl ist zum Wintersemester 2004/2005 neu besetzt worden. Schwerpunkte der Forschung bilden die Geschichte des Christentums in der Zeit der Aufklärung und des Staatskirchentums und die Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Territorialkirchengeschichte:

Fortgesetzt wurde die Arbeit am "Sächsischen Pfarrerbuch" und die Mitarbeit am Vorhaben des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. in Dresden "Sächsische Biographie".

Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst:

Auf der Basis von Exkursionen, Detailuntersuchungen (darunter inzwischen fünf Examensarbeiten), Seminaren, Führungen, Vorträgen und Fachberatung vor Ort wird die Kenntnis zu Topographie, Bausubstanz und Ausstattung von Kirchen vornehmlich im sächsischen Raum weiter vertieft.

Institut für Systematische Theologie

Im Institut für Systematische Theologie konzentrieren sich die verschiedenen Forschungsprojekte auf

  • fundamentaltheologische Fragen zum Dialog der Theologie mit der Philosophie, mit zeitgenössischen weltanschaulichen Strömungen und mit der neuzeitlichen Religionskritik (Theologische Apologetik, Ludwig Feuerbachs Lutherrezeption, Theologische Hermeneutik und Sprechakttheorien...).
  • grundlegende anthropologische Fragen (Behinderung in theologischer Perspektive, Die "Tyrannei des gelingenden Lebens", Zum sogenannten christlichen Menschenbild...).
    Als Beispiel für diesen Schwerpunkt in Lehre und Forschung sei genannt: Ethik in der Medizin - Interdisziplinäres Projekt zu Leben, Lebensschutz und Embryonenschutz, Menschenwürde, Lebensanfang und Lebensende, zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit (Prof. Dr. G. Schneider).
  • Dogmatische Grundfragen (Lehrbücher zur Dogmatik und zur Christologie, Projekt Dogmatik erzählen, Auferstehung ...).
  • Ökumenisch-theologische Fragen (Römisch-katholische Ekklesiologie...).
  • Theologische Bach- und Musikforschung (Gottesvorstellungen in Bachs geistlichen Kantaten, J. F. Fasch...).

Institut für Praktische Theologie

Professur für Praktische Theologie:

Die Forschungsarbeit gilt hier den folgenden Schwerpunkten:

  • Liturgiewissenschaftliche und homiletische Fragen (Kirchenjahr, evangelische Gottesdienstgeschichte, DFG-Projekt zum Friedensgebet in Leipzig, Der Gottesdienst als Ort religiöser Bildung, Junge Erwachsene und Gottesdienst, Tagzeitengebete, Osterlieder, Berneuchener Bewegung, Die Rede von der Sünde in der gegenwärtigen Predigt...)
  • Themen aus Seelsorge und Beratung (Pastoralpsychologie in der DDR, Der Mythos vom Sinn als Kontext für Seelsorge und Beratung, Biographieforschung...)
    Abteilung für Religionssoziologie:
  • Themen zu Religion und Weltanschauung ("Wissenschaftliche Weltanschauung" und Religion, Diakonie in Ostdeutschland, familiäre Sozialisation in einem diktatorischem System, Milieubindung, Religion und Weltanschauung in Ostdeutschland ...)
  • Ethische Fragen unter soziologischer Perspektive (Globale Vernetzung und moralische Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung für den Arbeitsmarkt, Die Verwaltung der Prostitution: Sachsen - Polen - Tschechien)

    Als Beispiel sei hier das DFG-Projekt "Generationenwandel als religiöser und weltanschaulicher Wandel: Das Beispiel Ostdeutschlands" genannt (Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Thomas Schmidt-Lux, Uta Karstein, Mirko Punken):

    Ausgehend von dem statistischen Befund einer zunehmenden Öffnung der jüngeren Altersgruppen in Ostdeutschland gegenüber unspezifischen religiösen Vorstellungen analysiert das Projekt die religiös-weltanschaulichen Veränderungen in der DDR und in Ostdeutschland als Beispiel generationalen Wandels. Die religiös-weltanschauliche Entwicklung kommt dabei in ihrem Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Umbrüchen in den Blick. Datengrundlage bilden familiengeschichtliche Interviews mit drei Generationen, biographische Interviews und Gruppendiskussionen. Zugrunde gelegt wird das Konzept eines "religiös-weltanschaulichen Feldes", innerhalb dessen Konfliktlinien sich die Akteure positionieren und ihre Umweltbeziehungen gestalten. Es wird untersucht, welche spezifischen Bedingungen die Generationen vorfinden und welche Voraussetzungen sie für nachfolgende Generationen schaffen. Die Familiengespräche werden daraufhin analysiert, wie mit der objektiven Differenzierung der Ausgangslagen und Haltungen der Familienmitglieder kommunikativ umgegangen wird. Allgemeiner geht es dabei um die Frage, wie die für Familien charakteristische Spannung von generationaler Besonderung und familialer Integration gelöst wird, die sich in Transformationsgesellschaften in spezifischer Form stellt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der jüngsten Generation, die offenbar Deutungsaufgaben über die eigene Generation hinaus übernimmt, und bei der sich spezifische Kombinationen von Traditionsbezug und Besonderung finden lassen. Über diese Deutungsaufgaben gewinnen diese Jahrgänge möglicherweise auch eine Kontur als "gesellschaftliche Generation".

Institut für Religionspädagogik

Forschungsschwerpunkte gelten hier den Themenfeldern:

  • Empirische Forschung zur Lebenssituation und Religiosität bei Schülerinnen und Schülern (Kind - Leid - Gott)
  • Empirische Forschung zur Situation des Religionsunterrichts (RU im Freistaat Sachsen, Vergleich Thüringen - Sachsen)
  • Studien zum "diakonischen Lernen" (Theorie und Praxis des diakonischen Lernens, Fallstudie...)

    Als Beispiel sei die Habilitationsarbeit von Dr. Chr. Gramzow genannt: Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die theoriegeleitete Prüfung der Wirksamkeit diakonisch-sozialen Lernens im schulischen Alltag. Deutschlandweiter Vorreiter der Umsetzung diakonisch-sozialen Lernens in die Schulpraxis ist das Evangelische Schulzentrum Michelbach/Bilz, das seit 1995 seinen Schülerinnen und Schülern in den Klassen 9-11 die Möglichkeit bietet, das Profilfach Diakonie zu besuchen ("Michelbacher Modell"). Mittels quantitativer und qualitativer Methoden wird untersucht, ob und wie die angestrebten Lernerfolge erreicht werden.

Liturgiewissenschaftliches Institut

Im Mittelpunkt stehen hier neben der laufenden Lehr- und Tagungsarbeit mit jährlichen Fachgesprächen und regelmäßigen Publikationsarbeiten (u.a. Reihe "Beiträge zu Liturgie und Spiritualität", EVA Leipzig) Vorarbeiten zu einem mehrteiligen liturgiehistorischen Projekt: "Studien zu Funktion und Wandel des evangelischen Gottesdienstes im albertinischen Sachsen".

Vorgesehen sind: die Dokumentation wesentlicher Quellentexte sowie Teilstudien zur Entwicklung des Buß- und Bettages, zur sächsischen Aufklärungsliturgik in Verbindung mit der Biographie von Johann Georg Rosenmüller, zur Liturgik von Georg Rietschel und zur alternativen Gottesdienstszene in den frühen DDR-Jahren.

Drittmittelgeförderte Forschung

Als größere Drittmittelprojekte können gelten:

DFG-Projekt zu den Friedensgebeten in Leipzig (Institut für Praktische Theologie: Dr. Hermann Geyer / Prof. Dr. Ratzmann, Förderung beendet 2004, Abschluss 2005 ),

das DFG-Projekt zum Generationenwandel als religiöser und weltanschaulicher Wandel (Abteilung für Religions- und Kirchensoziologie, Prof. Dr. M. Wohlrab-Sahr und MitarbeiterInnen) und das neue DFG-Projekt "Das Kind in Israel und in seinen Nachbarkulturen" des Instituts für AT (Prof. Dr. Lux, PD Dr. Kunz-Lübcke).

Weitere Drittmittel sind durch Promotionsstipendien eingeworben worden, darunter auch kirchliche Stipendien (ein Promotionsstipendium des Gustav-Adolf-Werkes), und durch gemeinsame Projekte mit außeruniversitären Institutionen (Sächsische Akademie der Wissenschaften mit dem Institut für Kirchengeschichte (Leitung: Prof. Dr. Dr. Wartenberg: Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen).

De facto ist auch die Existenz des Liturgiewissenschaftlichen Instituts der VELKD wie ein "Drittmittel-Projekt" zugunsten der Fakultät in Lehre und Forschung zu betrachten, auch wenn das aus rechtlichen Gründen (eigenständige kirchliche Finanzverwaltung) nicht so genannt werden kann.

Herausragende Forschungsleistungen, Preise, Forschungskooperationen

Es fällt auf, dass die Forschungskooperationen deutlich zunehmen (vgl. Disziplin- und fakultätsübergreifende Schwerpunkte). Es ist gegenwärtig nicht angemessen, eine Forschungsleistung besonders herauszuheben.



 

 

Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 26.07.2007