Forschungsbericht 2003 - Projekte

 

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


FG Radiochemie

Radiochemistry


Testung der Spezifität von neuen Morpholin-Vesamicolderivaten zum vesikulären Acetylcholin-transporter (VAChT) und Vergleich zum Vesamicol

Test of new morpholine derivatives of vesamicol regarding their binding specificity to the vesicular acetylcholine transporter in comparison to vesamicol


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Dipl. Pharm. Katrin Heinitz, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig), Dr. rer. nat. Matthias Scheunemann, Dr. rer. nat. Barbara Wenzel, Prof. Dr. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig)

Fernziel ist der in vivo-Nachweis cholinerger Veränderungen im Hirn von Demenzpatienten unter Verwendung von neuentwickelten und tierexperimentell getesteten Vesamicolderivaten als Radioliganden für PET. Es wurden insgesamt 15 neuartige Fluorderivate des Vesamicols bezüglich ihrer Affinität und Spezifität zum VAChT getestet. 3 Morpholin-Derivate zeigten in in-vitro Bindungsstudien am Rattenhirn sowie an mit VAChT stabil transfizierten PC12-Zellen eine hohe Affinität (Ki < 50 nM) und eine sehr gute Spezifität zum VAChT. Eine Kreuzreaktion mit Sigmarezeptoren konnte nicht nachgewiesen werden. Diese Vesamicolderivate sind die potentiellen Anwärter für die radiaktive Markierung mit dem kurzlebigen Zyklotronnuklid Fluor-18. Weitere neue Vesamicolderivate sollen getestet werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Verbundprojekt, gefördert durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK, Projekt-Nr. 947000-08)


Autoradiographische Studien zur Darstellung der Bindung von 2-[18F]-A-85380 und [3H]-Epibatidin an empfindliche a4▀2-Acetylcholinrezeptoren in genetisch modifizierten Mäusen

Autoradiographic studies of binding of 2-[18F]-A-85380 and [3H]-Epibatidine to sensitive a4▀2-acetylcholine receptors in genetically modified mice


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig), Prof. Dr. med. J. Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universität Leipzig)

In Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Prof. Dr. J. Schwarz, Klinik für Neurologie, soll versucht werden, mit den spezifisch an den a4▀2-Acetylcholinrezeptor bindenden Radioliganden 2-[18F]-A-85380 und [3H]-Epibatidin das Expressionsmuster für diesen Rezeptorsubtyp in genetisch modifizierten Mäusen (und in Vergleichsmäusen) darzustellen. Der von den Mäusen exprimierte hochempfindliche a4▀2-Acetylcholinrezeptor könnte die Ursache für die in diesen Mäusen nachgewiesene massive Zerstörung dopaminerger Neurone in der Substantia nigra sein. Das Imaging der a4▀2-Acetylcholinrezeptor mit den o.g. Radioliganden erfolgt durch in vitro und/oder ex vivo-Autoradiographie an Maus-Hirnschnitten unter Nutzung eines hochauflösenden Phosphorimagers (25 µm). Die regionale Quantifizierung der Radioaktivitätsverteilung im Hirn wird mit entsprechender Auswertesoftware durchgeführt. Die Darstellung eines Zusammenhangs zwischen verstärkter cholinerger Innervation in der Substantia nigra und erhöhtem Zelltod dopaminerger Neurone könnte einen wichtigen Beitrag für die Aufklärung des Pathomechanismus des M. Parkinson leisten.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


FG Medizinphysik

Medical Physics


Anpassung und Portierung einer Software zur Erfassung und Statistik von personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Personendosimetern und Programmierung eines Schnittstellenmoduls zu Auslesung der Dosimeter

Adaptation and porting of a software for registration and statistics of personnel dosimetric data of official and electronic read off dosimeters and programming of a interface module for the readout of those dosimeters


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Bernhard Sattler, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Prof. Dr. Wilfried Gründer (Institut für Biophysik), Heinz Kirsch (MED Medizintechnik Dresden GmbH)

Auf dem Markt existiert eine Software der Fa. MED Dresden zur Erfassung von personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Dosimetern. Dieses Modul (DOSMO«) ist für die DOS-Plattform geschrieben und entsprechend eingeschränkt. Ziel des Projektes war die Portierung dieser Anwendung auf Windows und deren gleichzeitige Erweiterung um die automatische Auslesung der direkt ablesbaren Dosimeter über eine existierende Hardware. Es galt ein Softwaremodul für die Bedienung dieser Schnittstelle zu entwickeln. Weiterhin waren benutzerspezifische Module zur statistischen Auswertung und Überwachung der erfassten Daten zu integrieren. Die gesamte Entwicklung erfolgte in enger Kooperation mit dem Hersteller der existierenden Software.

Weiterführung: nein (abgeschlossen)

Finanzierung: Industriedrittmittel


Mobile Abschirmung für die Positronenemissionstomografie (PET) zur Reduzierung der Strahlenexposition des Personals bei Untersuchungen mit intensivem Patientenkontakt

Portable shielding for Positron Emission Tomography (PET) to reduce radiation exposure of staff in investigations with intensive patient contact


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Bernhard Sattler, Frank Gödicke, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Hans Joachim Lincke (Fa. Wälischmiller)

Einige positronenemissionstomografische Untersuchungen erfordern einen hohen patientennahen Manipulationsaufwand. Zum Beispiel bei einer dynamischen Hirn-PET-Untersuchung entsteht durch das Erfordernis der Blutprobenentnahme ein Aufwand von etwa einer Stunde direkt am Patientenbett während das Personal mit der vom Patienten ausgehenden Strahlung exponiert wird. Ungeschützt beträgt diese Exposition 150 µSv/h. Mit der entwickelten Abschirmung kann die Strahlenexposition auf 15 µSv/h reduziert werden. Das System ist auf Rollen gelagert uns kann trotz seines Gewichtes von 250 kg leicht von einer Person positioniert werden. Das Projekt sah vor, in Kooperation mit Wälischmiller einige Systeme zu fertigen und zu vertreiben. Ein kommerzieller Prototyp wurde von der Fa. Wälischmiller bereits gefertigt.

Weiterführung: Nein (abgeschlossen)

Finanzierung: Drittmittelprojekt 947-000-10


Szintillationsdetektor für die räumliche Erfassung von in vivo Radionuklidverteilungen

Szintillation detector for the spatial registration of in vivo radionuclide distributions


Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. Jürgen Petzold, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Dr. Bernd Seeländer (Fa. IMT)

Innerhalb von Modelluntersuchungen konnte die Funktionsfähigkeit einer neuartigen Messanordnung für die räumliche Erfassung von Radionuklidverteilungen in kleinen Volumina unter Beweis gestellt werden (Sattler et al. 2000). Erste Untersuchungen mit szintillierenden Fasern als ortsselektive Strahlungsdetektoren sind erfolgversprechend und müssen fortgesetzt werden (Angermann et al. 2000). Aufbauend auf diesen Untersuchungen wird ein Detektorsystem bestehend aus optischen szintillierenden Fasern, Kollimator und CCD Kamera entwickelt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Räumliche Verteilungen bei heterogenem Wasserfluss und Schwermetalltransport in Bodensäulen

Spatial distribution of heterogeneous water flow and heavy metal transport in soil columns


Dr. Anita Seese (seesa@medizin.uni-leipzig.de), Michael Richter, Marion Gründig, Klaus Zieger (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig)

Die Porenstruktur in geologischen Formationen beeinflusst sowohl die Flussverteilung als auch die geochemische Wechselwirkung an den adsorbierenden Flächen. Ein wichtiger Parameter für die Adsorption ist die räumliche Geschwindigkeitsverteilung des Wasserflusses. Mittels der Positronen-Emission-Tomografie (PET) lassen sich bei Verwendung geeigneter Tracer (Cu64) die in den verschiedenen Strukturen ablaufenden lokalen Strömungsprozesse störungsfrei erfassen. Die Resultate sind geeignet zur Bestimmung der räumlichen Verteilung verschiedener Parameter wie der Geschwindigkeitsverteilung des Flusses, des Massenflusses der Kupferionen und des axialen Dispersionskoeffizienten. Diese Größen sind eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung geochemischer Transportmodelle zur Klärung von Fragestellungen hinsichtlich der Lagerung bestimmter Stoffe in geologischen Schichten.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittelprojekt (gefördert vom BMWA)


FG Neuronuklearmedizin

Neuro-Nuclear medicine


Verlaufsuntersuchungen der zerebralen dopaminergen Neurotransmission und Glukoseutilisation zum Therapiemonitoring bei Patienten mit Morbus Wilson

Follow-up investigations of cerebral dopaminergic neurotransmission and glucose consumption for therapy monitoring in Wilson's disease


Dr. Henryk Barthel (barh@medizin.uni-leipzig.de), Lukas Radziwolek, Manuel Popp, Dr. Swen Hesse, Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Dr. Wieland Hermann, Prof. J. Schwarz, Prof. A. Wagner (Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universität Leipzig)

Bisher konnte gezeigt werden, dass bei neurologischen Patienten mit Morbus Wilson sowohl ein konkordantes prä- und postsynaptisches dopaminerges Defizit, als auch eine zerebrale Glukoseutilisationsstörung vorliegt (Barthel et al. 2001, 2003; Hermann et al. 2002). Dabei war der klinische Schweregrad der Erkrankung mit dem Grad der Neurotransmissions- bzw. Glukoseutilisationsstörung korreliert. Zum anderen konnten unterschiedliche Befunde bei den verschiedenen klinischen Untergruppen der Erkrankung herausgearbeitet werden. Über diese Primäruntersuchungen hinausgehend konnten jetzt Verlaufskontrollen mit [18F]FDG-PET, [123I]?-CIT-SPECT und [123I]IBZM-SPECT durchgeführt werden. Damit soll geklärt werden, ob diese neuronuklearmedizinischen Methoden geeignet sind, den Verlauf der Erkrankung bzw. das Ansprechen der Entkupferungstherapie nicht-invasiv zu 'monitoren'.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Ein Modelling-System zur Analyse unterschiedlicher FDG-Auswerteverfahren

A modelling-system for the analysis of different FDG computational schemes


Dr. Georg A. Becker (georg.becker@medizin.uni-leipzig.de) , Prof. Dr. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Leipzig)

Mit [18F]-FDG-PET kann die Glukoseutilisation (rMRglu) quantitativ bestimmt werden. Unterschiedliche Ansätze zur Analyse der PET-Daten sind verbreitet. Der autoradiographische Ansatz nach Sokoloff und seine Derivate (Phelps, Hutchins, Rhodes) erfordern nur einen einzigen PET-Scan. Dynamische PET-Scans werden auf Pixelebene häufig mittels eines Patlak-Plots analysiert. Um die Abhängigkeit der rMRglu vom gewählten methodologischen Ansatz und den experimentellen Bedingungen untersuchen zu können, wurde in der Programmierumgebung Matlab ein Modelling-System entwickelt und zur Analyse der verschiedenen Ansätze verwendet. Das Modelling-System eignet sich um die Abhängigkeit der rMRGlu vom gewählten methodologischen Ansatz und den experimentellen Bedingungen (Messdauer, Dispersion der arteriellen Inputfunktion, Ratenkonstanten des Kontrollkollektivs) im Detail zu untersuchen. Es kann gleichermaßen zur Analyse von mit PET gemessenen als auch für durch Simulation der Glukosekinetik synthetisch erzeugte Daten verwendet werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Möglichkeiten der [99mTc] ECD-SPECT zur prä- und postoperativen Beurteilung der Hirnperfusion bei Kindern mit prämaturer Nahtsynostose

Cerebral blood flow imaging with [99mTc] ECD-SPECT in children with premature synostoses of cranial sutures before and after operation


Dr. M. Förster (foem@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. R. Kluge, Prof. Dr. O. Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Dr. Chr. Geyer (Klinik für Kinderchirurgie, Universität Leipzig)

Das Vorliegen von prämaturen Nahtsynostosen führt zu charakteristischen Schädelformen. In der Literatur beschriebene Untersuchungen des regionalen zerebralen Blutflusses (rCBF) bei Säuglingen mit Synostosen erfolgten nur unter dem Gesichtspunkt der Ätiopathogenese. Ziel der Untersuchung ist es, durch die prämature Nahtsynostose bedingte rCBF-Minderungen und entsprechende Veränderungen des rCBF nach OP zu detektieren

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Nuklearmedizinische Bildgebung beim Parkinson-Syndrom

Nuclear medicine imaging in Parkinsonian syndrome


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), D. Polster, Dr. W. Herrmann, Dr. A. Rössler, K. Strecker, Prof. Dr. J. Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Dr. T. Lincke, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Bei Patienten mit Parkinson-Syndrom werden anhand einer umfangreichen Datenbank klinischer Parameter (Motor- und neuropsychiatrische Symptome) die [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM-SPECT-Daten zur nigrostriatalen dopaminergen Neurotransmission validiert, welche mit Hilfe eines hochauflösenden hirndedizierten SPECT-Systems gewonnen werden. Diese als Doktorarbeit konzipierte Studie wurde 2002 initiiert. Die Datenerhebung wurde 2003 abgeschlossen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Amersham Health


DaTSCAN SPECT in der Diagnostik der Lewy-Körperchen-Demenz

DaTSCAN Imaging in dementia with lewy bodies (DLB)


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. J. Schwarz, E. Boxhammer, K. Strecker (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Dr. A. Seese, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Bei der Studie handelt es sich um eine europäische, multizentrische, offene klinische Studie der Phase III zur Bewertung der diagnostischen Wertigkeit des Dopamin-Transporter-Markers [123I]FP-CIT (DaTSCAN(, Amersham Health) bei Patienten mit wahrscheinlicher Lewy-Körperchen-Demenz (probable DLB) und nicht-DLB-Patienten.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Amersham Health


[18F]Fluordeoxyglukose (FDG) Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Dopamin-SPECT in der prächirurgischen Evaluation und im post-interventionellen Follow-up von Parkinson-Patienten mit Tiefenhirnstimulation

[18F]FDG PET and SPECT of the nigrostriatal dopaminergic system in the presurgical evaluation and postsurgical follow-up in patients with Parkinson's disease undergoing deep brain stimulation


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. J. Schwarz, K. Strecker, (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Die Auswahl der Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung für die Tiefenhirnstimulation sowie das postoperative Management sind kritisch für ein gutes klinisches Outcome. Wir nutzen [18F]FDG PET, [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM SPECT als in-vivo-Marker für die Patientenselektion. Darüber hinaus soll die Wertigkeit der Methode für das Therapiemonitoring eingeschätzt werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Darstellung und Quantifizierung der zentralen Serotonin-Transporter bei Patienten mit Zwangserkrankung unter Therapie mit Serotonin-Reuptake-Inhibitoren (SRI)

Central serotonin transporter imaging for monitoring serotonin reuptake inhibitor therapy in patients with obsessive-compulsive disorders


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. K. Stengler-Wenzke (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), Dr. H. Barthel, PD Dr. U. Müller (Departments of Experimental Psychology & Psychiatry, University of Cambridge, UK), Dr. D. Sorger, Prof. Dr. O. Sabri

SRI sind effektiv bei einem Großteil der Patienten mit Zwangserkrankung. Mit Hilfe der Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie (SPECT) und dem Radiotracer [123I](-CIT kann die Verfügbarkeit präsynaptischer Serotonin-Transporter erfasst und quantifiziert werden. Mit Hilfe dieser Arbeit sollen Einblicke in die zugrundeliegende Neurobiologie der Zwangserkrankung und des Wirkmechanismus von SRI erhalten werden, wobei klinische Verlaufsparameter mit den SPECT-Daten unter SRI korreliert werden.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Selektive in-vivo Quantifizierung der zentralen Serotonin-Transporter (SERT) mittels Positronen-Emissions-Tomographie bei Patienten mit Depression

Selective in vivo imaging of central serotonin transporters using PET in patients with depression


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. H.-J. Gertz, Dr. A. Kopf, Dr. K. Stengler-Wenzke (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), Prof. Dr. J. Steinbach, PD Dr. P. Brust (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), PD Dr. U. Müller (Departments of Experimental Psychology & Psychiatry, University of Cambridge, UK), Dr. A. Schildan, Dr. M. Patt, Dr. G. Becker, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Mittels neuer Serotonin-Transporter-(SERT-)selektiver Radiotracer [18F]FMe-McN5652 und [11C]DASB wird bei Patienten mit Depression die PET zur in-vivo-Darstellung und -Messung der serotonergen Neurotransmission eingesetzt. Diese Arbeit soll helfen, neue Erkenntnisse in der Neurobiologie der Depression zu gewinnen, und schafft möglicherweise ein diagnostisches und aufgrund der 18F-Markierung im Sinne eines Satellitenkonzeptes verfügbares Tool zur Behandlungsentscheidung bei dieser neuropsychiatrischen Erkrankung.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Bildgebung und in-vivo Quantifizerung der nikotinischen a4▀2-Acetylcholinrezeptoren (AChR) mittels 2-[18F]A-85380 und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit Alzheimer-Demenz

Imaging of nicotinic a4▀2 acetylcholine receptors using 2-[18F]A-85380 and PET in patients with Alzheimer's disease


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. H.-J. Gertz, C. Achilles, Dipl.-Psych. A. Hensel (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), Prof. Dr. J. Steinbach, PD Dr. P. Brust, Dr. J. Patt, Dr. W. Deuther-Conrad (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Dr. A. Schildan, Dr. M. Patt, Dr. G. Becker, Dr. K. Kendziorra, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Dieses Projekt ist Teil einer Längsschnittstudie zur Verbesserung der Frühdiagnostik dementieller Erkrankungen und zur Schaffung eines prognostischen Modells der Demenzentwicklung. Vermutlich ein Prädiktor der Entwicklung einer Alzheimer-Demenz (AD) bei Patienten mit mild cognitive impairment (MCI) ist die Reduktion der nikotinischen Rezeptor-Verfügbarkeit. Die Verfügbarkeit an a4▀2-AchR wird mittels des Radioliganden 2-[18F]Fluoro-A-85380 und PET gemessen. Des Weiteren wird am IIF Leipzig an Homoepibatidin-Derivaten gearbeitet, die noch selektiver im Vergleich zu 2-[18F]Fluoro-A-85380 binden sollen und die weniger toxisch als andere Epibatidin-Abkömmlingen sind.

Weiterführung: ja

Finanzierung: IZKF-Projekt C08 (Förderperiode 04-06)


Bildgebung und in-vivo Quantifizierung der nikotinischen a4▀2-Acetylcholinrezeptoren (AChR) mittels 2-[18F]A-85380 und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit vaskulärer Demenz

Imaging of nicotinic a4▀2 acetylcholine receptors using 2-[18F]A-85380 and PET in patients with vascular dementia


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. H.-J. Gertz, C. Achilles, Dipl.-Psych. A. Hensel (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, UKL AÖR), Prof. Dr. J. Steinbach, PD Dr. P. Brust, Dr. J. Patt, Dr. W. Deuther-Conrad (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Dr. A. Schildan, Dr. M. Patt, Dr. G. Becker, Dr. K. Kendziorra, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Der Beitrag zerebrovaskulärer Läsionen zur prämaturen Abnahme kognitiver Leistungen wird im Hinblick auf die Klassifizierung der vaskulären Demenz (VaD) als eigenständige Entität mittels Messung des Bindungspotentials der nikotinischen a4▀2 AChR mit 2-[18F]A-85380 PET bewertet.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Bildgebung und in-vivo Quantifizierung der nikotinischen a4▀2-Acetylcholinrezeptoren (AChR) mittels 2-[18F]A-85380 und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei Patienten mit Parkinson-Erkrankung

Imaging of nicotinic a4▀2 acetylcholine receptors using 2-[18F]A-85380 and PET in patients with Parkinson's disease


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. J. Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie, UKL AÖR), Prof. Dr. J. Steinbach, PD Dr. P. Brust, Dr. J. Patt, Dr. W. Deuther-Conrad (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig), Dr. A. Schildan, Dr. M. Patt, Dr. G. Becker, Dr. K. Kendziorra, Dr. H. Barthel, Prof. Dr. O. Sabri

Um festzustellen, ob Nikotin eine neuroprotektive Wirkung bei Patienten mit Morbus Parkinson besitzt, führen wir in-vivo-Untersuchungen der zentralen nikotinergen Transmission ((4(2-AChR) mittels PET und 2-[18F]Fluoro-A-85380 durch. PET soll so zur Frühdiagnose und Vorhersage sowie Kontrolle der Therapie (z.B. mit allosterischen Modulatoren der Nikotinrezeptoren) beitragen. Die Verknüpfung zur dopaminergen Innervation des Striatums wird anhand von [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM SPECT erfasst.

Weiterführung: ja

Finanzierung: IZKF-Projekt C27 (Förderperiode 04-06)


Differenzierung des Parkinsonsyndroms vaskulärer Genese von neurodegenerativen Formen und essentiellem Tremor mittels I-123-IBZM- und I-123-FP-CIT-SPECT

Differentiation between vascular and neurodegenerative Parkinsonism and essential tremor by means of combined I-123-FP-CIT and I-123-IBZM SPECT


Dr. Thomas Lincke, Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Philipp Meyer, Prof. Dr. Osama Sabri, DM Christian Oehlwein (Nervenärztliche Praxis Gera), Dr. Frank Tietze (Nervenärztliche Praxis Leipzig), PD Dr. Wieland Herrmann, Prof. Dr. Armin Wagner (Klinik und Poliklinik für Neurologie)

Patienten mit vaskulärer Enzephalopathie können infolge von Läsionen im Striatum oder der Substantia nigra bzw. in deren nigrostriatalen Projektionen ein Parkinsonsyndrom (PS) entwickeln. Allein klinisch gelingt eine sichere Abgrenzung zum idiopathischen PS (IPD) bzw. neurodegenerativen Multisystemerkrankungen (MSA/PSP) bzw. zum Essentiellen Tremor oft nicht. Wir untersuchten mittels SPECT die Unterschiede der nigrostriatalen dopaminergen Funktion (präsynaptischer Dopamin-Reuptake und postsynaptische Dopamin-D2/3-Rezeptor-Bindungskapazität jeweils im Corpus striatum) zwischen den verschiedenen Formen des Parkinsonismus. Bei Patienten mit vaskulärem PS fand sich eine erniedrigte striatale D2/3-Rezeptorbindungskapazität wie bei MSA/PSP. Insbesondere im Putamen war die Dopamintransporterdichte bei vaskulärem PS dagegen höher als bei MSA/PSP und IPD jedoch niedriger als bei Essentiellem Tremor. Die prognostisch und therapeutisch relevante Abgrenzung des vaskulären PS kann somit durch SPECT mit I-123-FP-CIT und I-123-IBZM unterstützt werden.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


FDG-PET bei Patienten mit paraneoplastischer limbischer Enzephalitis

FDG-PET in patients with paraneoplastic limbic encephalitis


Dr. Thomas Lincke (lincket@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Rainer Scheid, Prof. Dr. Yves von Cramon (Tagesklinik für kognitive Neurologie und Max-Planck-Institut für Neuropsychologische Forschung, Leipzig), Dr. Henryk Barthel, Prof. Dr. Osama Sabri

Maligne Tumore, am häufigsten Lungenkarzinome, können in seltenen Fällen mit paraneoplastischen neurologischen Syndromen, z.B. einer limbischen Enzephalitis (PLE), einhergehen. Klinisch auffällig werden Patienten mit PLE meist durch Gedächtnisstörungen, epileptische Anfälle oder psychiatrische Symptome, u.U. vor der Diagnose eines Malignoms. In der diagnostischen Bildgebung des Gehirns dominieren in vielen Fällen MRT-Signalveränderungen fokal im Temporallappen. Bisherige positronenemissionstomografische (PET) Untersuchungen von PLE-Patienten mittels F-18-Fluordeoxyglukose (FDG) zeigten initial eine lokale Steigerung des zerebralen Glukosestoffwechsels, korrespondierend zu den MRT-Veränderungen, im Verlauf dann uneinheitliche Befunde. Die Ursache eines zunächst intensivierten, später in einigen Fällen verminderten oder aber persistierend erhöhten Metabolismus ist ungeklärt. Wir führten FDG-PET-(Verlaufs-)Untersuchungen bei zwei dieser seltenen Patienten durch, welche hilfreich für die Prognoseabschätzung und Therapiewahl/-kontrolle sein könnten. Zusätzlich erfolgten Ganzkörper-PET zur Tumor-(rezidiv-)suche.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


FG Onkonuklearmedizin

Onco-Nuclear medicine


Prädiktive Wertigkeit des humanen Thyreoglobulin-Spiegels im niedrig messbaren Bereich in der Nachsorge von Patienten mit differenziertem Thyreozytenkarzinom

Predictive value of low serum thyreoglobulin in the follow-up of patients with differentiated thyroid cancer


Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), K. Jentsch, Dr. D. Sorger, Dr. D. Müller, Dr. L. Otto, Prof. Dr. O. Sabri

Die Nachsorge bei Patienten mit differenziertem Schilddrüsenzellkarzinom basiert auf einer hoch sensitiven und spezifischen Bestimmung des humanen Thyreoglobulin (hTG)-Spiegels, wobei die prädiktive Wertigkeit des hTG-Spiegels im niedrig messbaren Bereich bezüglich Rezidiv-/Metastasenerkennung nicht sicher einzuschätzen ist. Die Langzeitstudie wurde 2003 abgeschlossen. Die Analyse soll Erkenntnisse hinsichtlich des prädiktiven Wertes der hTG-Bestimmung im niedrig messbaren Bereich erbringen.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Amersham Health


FDG-PET zur Entscheidung über die Durchführung einer Strahlentherapie bei Kindern mit M. Hodgkin im niedrigen Erkrankungsstadium

Use of FDG-PET for the decision-making with respect to radiotherapy in children with early-stage Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. B. Sattler, Prof. Dr. O. Sabri

Kinder mit M. Hodgkin in einem niedrigen Erkrankungsstadium haben eine Heilungschance von > 95 %. Demgegenüber sind Spätfolgen der intensiven Therapie sehr häufig. Insbesondere muss mit einem Auftreten von Zweittumoren bei ca. 25 % der Patienten nach 30 Jahren gerechnet werden. Ziel ist deshalb eine Therapieabschwächung bei erhaltenen Heilungsraten. In der Vorgängerstudie wurde erstmals erfolgreich auf die Strahlentherapie verzichtet, wenn nach Röntgen-morphologischen Kriterien eine komplette Remission am Ende der Chemotherapie erzielt wurde. Da der negative Vorhersagewert eines Tumorrest-Befundes im CT/MRT (bei Erwachsenen) aber nur bei ca. 20 % liegt, soll F-18-FDG-PET als eine Methode zum Einsatz kommen, die vitales Tumorrestgewebe nach Therapie spezifischer diagnostiziert. In der HD 2003-Studie werden über 6 Jahre o.g. Patienten 14-16 Tage nach Ende der Chemotherapie mit FDG-PET zusätzlich zum konventionellen Staging untersucht. Bei negativem PET-Befund wird nicht bestrahlt. Zielgröße ist das ereignisfreie Überleben.

Weiterführung: ja

Finanzierung: 'Hand in Hand for Children' (Nr. 943 000-93)


FDG-PET zur frühen Prognosevorhersage bei Kindern mit M. Hodgkin im höheren Erkrankungsstadium

FDG-PET for early prediction of prognosis in children with advanced-stage Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. B. Sattler, Prof. Dr. O. Sabri

Auch Kinder mit M. Hodgkin in einem höheren Erkrankungsstadium haben eine sehr gute Heilungschance von ca. 90 %. Eine frühzeitige Erkennung der Kinder mit späterem Therapieversagen könnte durch zeitige Umstellung der Chemotherapie die Heilungsraten verbessern. Bisher ist nicht gelungen, aus den vielen Parametern des konventionellen Stagings und initialen Restagings Prognoseparameter herauszufiltern, die mit ausreichender Sicherheit diese Subgruppe identifiziert. FDG-PET könnte geeignet sein, die Subgruppe mit späterem Therapieversagen aufgrund des initialen Therapieansprechens nach dem 2. Zyklus Chemotherapie zu identifizieren. In der HD 2003-Studie werden über 6 Jahre o.g. Patienten initial und 14-16 Tage nach dem 2. Zyklus Chemotherapie (ggf. auch nach dem 4. bzw. 6. Zyklus) mit FDG-PET zusätzlich zum konventionellen Staging untersucht. Neben visueller Auswertung werden verschiedene quantitative Parameter erhoben. Referenz ist der spätere Verlauf (Progress, frühes und spätes Rezidiv).

Weiterführung: ja

Finanzierung: 'Hand in Hand for Children' (Nr. 943 000-93)


FDG-PET zur Optimierung der Rezidivtherapie bei Kindern mit M. Hodgkin

FDG-PET for improvement of salvage therapy in children with Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Dr. Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. B. Sattler, Prof. Dr. O. Sabri (Leipzig), Dr. Claviez (Universität Kiel)

Rezidive bei Kindern und Jugendlichen mit M. Hodgkin wurden in den vergangenen HD-Studien zunächst nach Standard, im Wiederholungsfall oder bei fehlendem Therapieresponse jedoch individuell behandelt. Grund ist das individuell unterschiedliche Ansprechen auf verschiedene Chemotherapeutika in dieser Situation. Die konventionellen Restaging-Parameter sind nur begrenzt zum frühzeitigen Erkennen des Therapieeffektes geeignet. FDG-PET könnte geeignet sein, das Ansprechen auf eine Chemotherapie bei Salvagetherapien von Kindern und Jugendlichen mit M. Hodgkin frühzeitig zu beurteilen. In der HD 2003-Studie wird der Effekt von Chemotherapie bei Patienten mit Spätrezidiv bei initial höherem Erkrankungsstadium oder bei Progress oder Frührezidiv mit FDG-PET bewertet. In Abhängigkeit vom PET-Befund nach 2 Zyklen Rezidiv-Chemotherapie erfolgt die weitere Therapie nach 2 unterschiedlichen Therapieschemata. Zielparameter sind das Erreichen von Tumorfreiheit und das ereignisfreie Überleben.

Weiterführung: ja

Finanzierung: 'Hand in Hand for Children' (Nr. 943 000-93)


FDG-PET zur Optimierung des initialen Stagings bei Kindern mit M. Hodgkin

Impact of FDG-PET for the initial staging in Hodgkin's lymphoma of children


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Antje Krausse, Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, PD Dr. Ch. Mauz-Körholz, Dr. B. Sattler, Prof. Dr. O. Sabri

Die Therapie des M. Hodgkin erfolgt stadienabhängig. Die Einteilung wird auf Basis konventioneller Stagingverfahren (klinische Untersuchung, Ultraschall, CT, MRT, Knochenmarkbiopsie) vorgenommen. Es ist (von Erwachsenen) bekannt, dass FDG-PET in 10-20% der Fälle zum Up- oder Down-Staging führt. Bei nachfolgender histologischer Sicherung diskrepanter Befunde wurde der PET-Befund in 95% der Fälle bestätigt. Es ist nicht bekannt, ob die durch das Up- oder Down-Staging bewirkte Therapieänderung zu einer Veränderung der Heilungsraten führt. Die Stadieneinteilung in der HD 2003-Studie erfolgt mit o.g. konventionellen Methoden. Zusätzlich wird vor Therapiebeginn eine FDG-PET durchgeführt. Diskrepante Befunde werden im CT/MRT nachevaluiert. Bei fraglichen CT/MRT-Befunden entscheidet der PET-Befund. Ein Up- oder Down-Staging aufgrund diskordanter PET-Befunde erfolgt jedoch nicht. Diese Fälle werden dokumentiert und nachbeobachtet. Zielgröße ist das ereignisfreie Überleben.

Weiterführung: ja

Finanzierung: 'Hand in Hand for Children' (Nr. 943 000-93)


Multizentrische Studie zur Entwicklung eines neuen diagnostischen Algorithmus bei Kindern mit soliden Tumoren und malignen Lymphomen unter Verwendung von FDG

Multi-centre trial for the development of a new diagnostic algorithm using FDG-PET in children with solid tumours or malignant lymphomas


Prof. Dr. Henze, Dr. Amthauer, Dr. Voelker (Charitè Berlin), Prof. Dr. Regine Kluge (Universität Leipzig; klur@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. Osama Sabri

Für eine Reihe von Tumoren konnte gezeigt werden, dass FDG-PET zur Beurteilung des Therapieansprechens geeignet ist. Unklar ist, wie groß der diagnostische Zugewinn durch zusätzliche Durchführung der PET zum konventionellen Restaging im Kindesalter ist. Es wird das Therapieansprechen während protokollgemäßer Therapie der o.g. Tumoren mit FDG-PET zusätzlich zur konventionellen Schnittbildtechnik und ggf. histologisch untersucht. Nach Therapieende wird das Vorliegen von Restbefunden bzw. Rezidiven bewertet.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Deutsche Krebshilfe


PET für Staging und Responsebeurteilung bei Sarkoidose

PET for staging and evaluation of therapy response in sarcoidosis


M. Gensert, Dr. J. Winkler, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de)

Die Studie prüft die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für Ausbreitungsdiagnostik, Aktivitätsbeurteilung und Therapieansprechen von Sarkoidosen im Vergleich zu radiologischen und laborchemischen Parametern.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Vergleichende Wertigkeit von F-18-FDG-PET und MRT/CT für Nachweis und Staging von operablen Zervixkarzinomen

FDG-PET vs. MRT/CT for detection and staging of early-staged uterine cervical cancer


Kratzsch, PD Dr. L.C. Horn, Dr. J. Einenkel, Dr. A. Seese, Prof. Dr. F. Schmidt, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de)

Es wird die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für das Staging von Cervixkarzinomen vergleichend zu den Ergebnissen von MRT oder CT untersucht. Als Referenz dienen die histopathologischen Befunde nach radikaler Hysterektomie mit pelviner und teilweise auch paraaortaler Lymphonodektomie

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


[18F]FDG-PET vor und nach Photodynamischer Therapie von Klatskin-Tumoren

[18F]FDG-PET before and after photodynamic therapy of hilar bile duct cancer


Dr. D. Müller (mueld@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. R. Kluge, Dr. M. Wiedmann (Innere Medizin II, Universität Leipzig), Prof. Dr. O. Sabri

Die Photodynamische Therapie stellt eine der aussichtsreichsten palliativen Therapieoptionen von nicht-resektablen Klatskin-Tumoren dar. Ziel dieser Studie ist zu eruieren, inwieweit 18FDG-PET zum Therapiemonitoring geeignet ist.

Weiterführung: nein (abgeschlossen)

Finanzierung: Halthaltfinanzierte Forschung


Klinischer Nutzen der Schildwächter-Lymphknoten (sentinel lymph node) Biopsie und der [18F]FDG-PET bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Clinical impact of sentinel lymph node biopsy and [18F]FDG-PET in patients with head and neck cancer


Dr. M.K. Pawelka, Dr. S. Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. Frerich (Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie)

Die gammasonden-gestützte Sentinel-Lymph-Node-Biopsie hat die elektiven Lymphknotendissektionen bei Patienten mit malignem Melanom bereits zum Teil ersetzt. Ziel der Arbeit ist die Prüfung der Anwendbarkeit der Methode für Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Wertigkeit der [18F]FDG-PET für die Diagnostik entzündlicher Prothesenlockerungen

Value of [18F]FDG-PET in diagnostics of loosened endoprothesis


Dr. Kerstin M. Pawelka (pawk@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. R. Kluge (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Leipzig), Dr. Matthias Pretzsch, Prof. Dr. G. von Salis-Soglio (Klinik und Poliklinik für Othopädie, Universität Leipzig)

Ziel der Studie soll es sein, die bisherige szintigraphische Diagnostik, die im Rahmen ePL angewandt wird (3-Phasen-Skelettszintigrafie und Antigranulozyten-AK-Szintigrafie), mit der [18F]FDG-PET zu vergleichen. Zu erwarten ist eine wesentlich höhere örtliche Auflösung und damit bessere Trennung zwischen Weichteilinfektion und Knochenbeteiligung. Zu prüfen ist außerdem, ob damit ein sensitiveres und spezifischeres Verfahren als mit der herkömmlichen Diagnostik zur Verfügung steht. Erste Ergebnisse scheinen dies zu bestätigen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


FG Schilddrüsenerkrankungen

Thyroid diseases


Systematische Charakterisierung von Therapieversagern bei der Radioiodtherapie der Autoimmunhyperthyreose

Systematic characterization of radiodine therapy failures in Graves disease


Dr. D. Müller (mueld@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Pawelka, Prof. Dr. O. Sabri

Ziel dieser prospektiven Studie ist die systematische Aufarbeitung aller denkbaren Faktoren, welche den Erfolg einer Radioiodtherapie bei Patienten mit einer Autoimmunhyperthyreose beeinflussen könnten. Dabei sollen auch die wesentlich verbesserten Möglichkeiten der Dosimetrie der ab Februar 2002 eröffneten Therapiestation zum Einsatz kommen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung


Systematische Charakterisierung von Therapieversagern bei der Radioiodtherapie der Schilddrüsenautonomie

Systematic characterization of radiodine therapy failures in toxic goitre


Dr. D. Müller (mueld@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Pawelka, Prof. Dr. O. Sabri

Ziel dieser Studie ist die systematische Aufarbeitung aller denkbaren Faktoren, welche den Erfolg einer Radioiodtherapie bei Patienten mit einer Schilddrüsenautonomie beeinflussen könnten. Dabei sollen auch die wesentlich verbesserten Möglichkeiten der Dosimetrie der ab Februar 2002 eröffneten Therapiestation zum Einsatz kommen

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung