Forschungsbericht 2003 - Projekte

 

Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche

Children's Hospital


Lehrstuhl Allgemeine Biochemie

General Biochemistry


Molekulare Genetik der hereditären Fructoseintoleranz.

Molecular genetics of hereditary fructose intolerance.


Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme (boeh@medizin.uni-leipzig.de), Chem.-Ing. Renate Bittner, Prof. Dr. Peter Bührdel (Universitätskinderklinik Leipzig), Dr. Peter Müller (Universitätskinderklinik Leipzig)

Es wurde die DNA von 48 Patienten mit der Verdachtsdiagnose 'Fruchtzuckerunverträglichkeit' auf Defekte im Aldolase B-Gen untersucht. Dabei konnte bei 6 (12,5 %) Patienten ein Defekt auf beiden Allelen nachgewiesen werden. Bei 3 Familienangehörige der Patienten wurden als heterozygote Merkmalsträger identifiziert. In einer Familie wurde der seltene Fall eine pseudodominanten Erbgangs beobachtet. Überraschend war das hohe Alter der Patienten bei der Stellung der Erstdiagnose. 3 der 6 Patienten mit einem homozygoten Defekt im AldolaseB-Gen waren im Erwachsenen- bzw. im späten Jugendalter.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltsfinanzierte Forschung


Lehrstuhl Allgemeine Biochemie

General Biochemistry


Molekulare Genetik der Glycogenspeicherkrankheiten vom Typ I (Morbus Gierke) und Typ II (Morbus Pompe)

Molecular genetics of glycogen storage diseases type I (Morbus Gierke) and type II (Morbus Pompe)


Prof. Dr. Hans-Joachim Böhme (boeh@medizin.uni-leipzig.de), Chem.-Ing. Renate Bittner, Prof. Dr. Peter Bührdel (Universitätskinderklinik Leipzig

Es wurden Untersuchungen zur Mutationsverteilung bei Patienten mit dem adulten Subtyp des Morbus Pompe durchgeführt. Dabei wurde gezeigt, dass bei sehr vielen dieser Patienten 7 von 8) die Spleißmutation (IVS1 (-13 T->G) in heterozygoten Form vorliegt. Das zweite defekte Allel enthielt entweder die häufige Nullmutation (?Exon18) oder eine private Mutation. Darüber hinaus wurde in 2 Familien durch Kombination biochemischer und molekulargenetischer Methoden eine pränatale Diagnostik durchgeführt. Beim Morbus Gierke wurden zwei Patienten mit einem Defekt der Glucose-6-phosphat-Translokase identifiziert. Bei einem dieser Patienten wurde die Erstdiagnose erst in der 3. Lebensdekade gestellt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltsfinanzierte Forschung


Endokrinologisches Forschungslabor

Endocrine Research Laboratory


Untersuchungen zur Rolle von Adipocytokinen in der Pathogenese des Typ 2 Diabetes

The Role of Adipocytokines in the Pathogenesis of Typ 2 Diabetes mellitus


A. Böttner (antje.boettner@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. J. Kratzsch (Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik), Dr. B. Seidel, PD Dr. M. Wabitsch (Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie, Universität Ulm), Prof. W. Kiess

Adipositas ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung des Typ 2 Diabetes mellitus und damit assoziierter Folgeerkrankungen. In diesem Projekt soll die Rolle der kürzlich entdeckten, vom Fettgewebe sezernierten Adipocytokine Resistin und Adiponectin in der Pathogenese von Adipositas und Typ 2 Diabetes untersucht werden. Es sollen hierzu die Mechanismen der Regulation der Resistin- und Adiponectinproduktion erstmals umfassend in vitro und in vivo beim Menschen analysiert werden, um somit mögliche Interventionsstrategien der Prävention und Therapie von Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes zu erarbeiten. Als Grundlage werden Instrumente zum qualitativen und quantitativen Nachweis von Adipocytokinen auf Expressions- und Proteinebene etabliert. Aufbauend auf dem Nachweis im humanen Fettgewebe wird der Verlauf und die Regulation der Adipocytokine in Zusammenhang mit dem Differenzierungsverlauf und verschiedenen endokrinen, metabolischen und synthetischen Faktoren charakterisiert und die zugrundeliegenden Mechanismen an einem Modell humaner Adipocyten untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in vivo an einem polygenetischen Mausmodell mit Adipositas und Hyperinsulinismus überprüft, um den Zusammenhang zwischen Adipocytokinen und der Entwicklung von Adipositas zu gestörter Glukosetoleranz bis hin zum Diabetes in vivo darzustellen. Letztendlich sollen in einer klinischen Studie die Relevanz auch für den Menschen nachgewiesen werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und

Drittmittel: Projektförderung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft 2002 und 2003


Endokrinologisches Forschungslabor

Endocrine Research Laboratory


Prävalenz und Verlauf von metabolischen Störungen bei adipösen Kindern und Jugendlichen - Erarbeitung eines Risikoprofils

Prevalence and progression of metabolic syndrome in obese children and adolescents - Development of a risk profile


A. Böttner (antje.boettner@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. J. Kratzsch (Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik), Dr. T.M. Kapellen, Dr. S. Blüher, Dr. M.Blüher (IZKF), Prof. W. Kiess

Adipositas ist ein wesentlicher Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und Typ 2 Diabetes. In den letzten Jahren ist klar geworden, dass Prävalenz und Ausmaß der Adipositas bei Kindern und Jugendlich extreme Ausmaße annehmen und bereits mit Folgeerkrankungen assoziiert sein können. In diesem Projekt wollen wir die Prävalenz und den Verlauf von Komponenten des metabolischen Syndroms bei Kindern und Jugendlichen in einer klinischen Studie näher untersuchen. Adipöse Kinder und Jugendliche aus der Adipositassprechstunde werden detailliert klinisch untersucht und ein oraler Glucosetoleranztest mit Bestimmung weiterer metabolischer Parameter und Adipocytokine durchgeführt. Aus dieser cross-sectionalen Studie lässt sich die Prävalenz von z.B. gestörter Glucosetoleranz, Hypertonie, Dyslipidämie etc. untersuchern. Die Kinder werden regelmäßig betreut und einmal jährlich ein oGTT durchgeführt um den Verlauf der metabolischen Störungen zu untersuchen.

Ziel ist so Risikofaktoren zu identifizieren. Da dies nicht ein einzelner Faktor sein wird, soll ein Risikoprofil erarbeitet werden anhand dessen die Prognose der Adipositas und Stoffwechselstörungen abgeschätzt werden können.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel: Projektförderung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft 2003


Endokrinologisches Forschungslabor

Endocrine Research Laboratory


Die Rolle von genetischen und funktionellen Variationen der Prohormon Convertase 1 (PC1/3) in der Entstehung von Adipositas und Typ 2 Diabetes

Role of genetic and functional variations of prohormone convertase 1 in the development of obesity and diabetes


A. Böttner (antje.boettner@medizin.uni-leipzig.de), Prof. A.G. Beck-Sickinger (Institute of Biochemistry, Dr. M. Blüher (IZKF), PD Dr. J. Kratzsch (Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik), Prof. W. Kiess

Adipositas ist eine multifaktoriell bedingte Erkrankung. Nach derzeitigem Verständnis regulieren exogene life-style Faktoren auf Grundlage einer genetischen Prädisposition das Körpergewicht. Der Anteil der genetischen Beeinflussung liegt dabei bei mehr als 50%. Der Suche und funktionellen Charakterisierung von Kandidatengenen kommt deshalb eine bedeutenden Rolle zu, um gefährdeter Patienten zu identifiziern und zum anderen um mögliche Mechanismen aufklären zu können. Ein QTL für die Entstehung von Diabetes liegt in der Nähe des Gens für die PC 1/3. Es ist ausserdem bekannt, dass erhöhte Proinsulinspiegel ein prädiktiver Parameter für die Entstehung des Typ 2 Diabetes sind. In diesem Projekt wird die Rolle der PC 1/3 näher untersucht. Aus 2 gut charakterisierten Kohorten von adipösen Kindern und gesunden Schulkindern werden DNA Proben auf Polymorphismen im PCSK1 Gen untersucht. Die Allelfrequenz der Polymorphismen wird dann zwischen adipösen und normalgewichtigen Kindern verglichen. Des weiteren werden gefundene Mutationen exprimiert und eine funktionelle Charakterisierung der Enzymaktivität durchgeführt um die klinische und (patho)physiologische Relevanz zu bestätigen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel:


Endokrinologisches Forschungslabor

Endocrine Research Laboratory


Die Rolle von Leptin in der Tumorgenese des Mamma Carcinoms

The Role of Adipocytokines in the Pathogenesis of Breast Cancer


A. Böttner (antje.boettner@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. J. Kratzsch (Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik), Prof. W. Kiess

Adipositas stellt einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung des Mamma Carcinoms dar. In diesem Projekt wird untersucht, welche Rolle das vom Fettgewebe gebildete Hormon Leptin, das eng mit der Körperfettmasse assoziiert ist und proliferationsinduzierende Eigenschaften besitzt, in der Tumorgenese spielt. Aufbauend auf der genauen Charakterisierung des Leptin/Leptinrezeptorsystems in gesunden wie malignen Mammazellen und Gewebe wird die Wirkung von Leptin auf das Proliferationsverhalten von Mammaepithelzellen in vitro detailliert untersucht und die zellulären Mechanismen und aktivierten Signalwege analysiert. Im klinischen Teil der Studie werden Serumleptinspiegel, Gewebsexpression von Leptin bzw. Leptinrezeptor und klinische Daten assoziiert, um die klinische Relevanz der Ergebnisse zu überprüfen. Diese Untersuchungen sollen zum Verständnis der Interaktion von Fettgewebe/Leptin und Mammaepithelzellen beitragen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und

Drittmittel (Projektförderung durch das BMBF im Rahmen des formel1 Programms 2002)


FG Auxologie-Endokrinologie-Neonatologie

Auxology, Endocrinology


Präventionsprogramm im Rahmen des CrescNet-Projektes

Prevention of obesity, screening system CrescNet


Dr. A. Keller (kela@medizin.uni-leipzig.de), Ruth Gausche, Prof. Dr. med. E. Keller,

Ziel dieses Präventionsprogrammes Adipositas im CrescNet ist die Reduktion des Zuwachses adipöser Kinder im 4.-8. Lebensjahr. Unsere Intervention besteht aus einem für das Lebensalter der Kinder individuell zugeschnittenem Ernährungs- und Bewegungsprogramm, das durch die Kinder- und Jugendärzte gemeinsam mit den Eltern erstellt wird. Die betroffene Familie soll ein Bewusstsein für adäquate Ernährung erlernen und anwenden. Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder soll gezielt angeregt und gefördert werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel


FG Auxologie-Endokrinologie-Neonatologie

Auxology, Endocrinology


Bioverfügbarkeit von injiziertem rhGH bei hGH-defizienten Kindern

Bioavailability of hGH after first Injection in hGH deficient children


Dr. A. Keller (kela@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. med. chr. Strasburger, Dr. med. Jürgen Kratzsch, Prof. Dr. med. E. Keller,

Konzentration von hGH Determinaten im Blut von Patienten mit Wachstumshormon-Mangel in den ersten 12 Stunden nach Injektion von hGH in Bezug auf die Response des ersten Behandlungsjahres Übertragung der Ergebnisse des primären Zielpunktes auf die Ermittlung des Anstiegs von Wachstumsfaktoren IGF-I und IGFBP-3 im Serum nach der einmaligen Applikation von rhGH, Erstellung einer Multivarianzanalyse mit Einbeziehung verschiedener Grund- und Profilparameter, Vergleich der Parameter der primären Ziele zu der Entwicklung der Parameter im weiteren Therapieverlauf (12 Monate), Weiterhin i. Abhg. zu den o.g. Parametern Untersuchung der endogenen Fraktion 20kD hGH im 2. Profil als Marker der Aufhebung der Suppression durch die exogenen applizierten rhGH, Korrelation der knemometrischen Wachstumsrate nach 3 Monaten Therapie auf den primären Zielpunkt

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel


FG Auxologie-Endokrinologie-Onkologie

Auxology, Endocrinology-Oncology


Verlaufsbeobachtung von Patienten aus der Betreuung der pädiatrischen Onkologie

Long-term follow up of patients with childhood onste Tumors, neoplasia from manifestation to 2 y under therapy


Dr. A. Keller (kela@medizin.uni-leipzig.de), Julia Mieke, Prof. Dr. med. E. Keller, Dr. med. u. Bierbach, Prof. Dr. med. D. Körholz

Verlaufsbeobachtung onkologischer Patienten unter Gegenkontrolle der endokrinen Parameter, anthropometrischen Daten zum besseren Follow-up der selten Erkrankungsgruppe

Weiterführung: ja, bis Mitte 2004

Finanzierung: Drittmittel


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Auxologie

Auxology Children's Hospital, University of Leipzig, Germany


Datenerhebung und -analyse von Wachstums und Gewichtsdaten des Presbytherian Health Services in Ghana

Data collection and analysis of measurements of height and weight by Presbytherian Health Service in Ghana


Prof. Dr.med. Eberhard Keller (Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und


Jugendliche) kellere@medizin.uni-leipzig.de


Dr.med. Wolfgang Hoepffner; Dr.med. Alexandra Keller; Prof. Dr.med. Wieland Kiess; Dr.med. Ulrich Irle; Christiane von Gärtner; Ruth Gausche

Nach dem CrescNet-Modell werden in Ghana mehrere Standorte mit den Präzisionsmessgeräten Dr. Keller I und II ausgerüstet. Die Kinder werden ab Geburt in regelmäßigen Abständen gemessen und gewogen (Quartal) und dazu Daten zu Ernährungssituation, Gesundheitsstatus und dem sozialen Umfeld erhoben. Analog der Verfahrensweise im CrescNet werden die Daten strukturiert und in Leipzig ausgewertet. Dabei wird die Korrelation der Wachstums- und Gewichtsentwicklung dieser Kinder mit den erfragten Daten zum Lebensumfeld ermittelt. Die Auswertung wird mit den Daten des CrescNets

über deutsche Kinder verglichen. Endgültige Ergebnisse sind Ende 2003 zu erwarten.

Weiterführung: Ja

Drittmittel (Pharmaindustrie)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Auxologie

Auxology Children's Hospital, University of Leipzig, Germany


Systematische Datenanalyse im CrescNet zur Früherkennung von Wachstums- und Gewichtsentwicklungsstörungen

Systematic analysis of CrescNet-data for an earlier identifikation of disorders of growth and weight development in childhood


Prof. Dr. med. Eberhard Keller (Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche) kellere@medizin.uni-leipzig.de Dr.med. Wolfgang Hoepffner; Dr.med. Alexandra Keller; Prof. Dr. med. Wieland Kiess; Prof. Dr. med. Helmut Willgerodt; Ruth Gausche Jens Burmeister; Mathematisches Seminar; Universität Kiel; Deutschland

Das bereits seit 1998 existierende Netzwerk zwischen Universität, niedergelassenen Kinderärzten und Zentren für pädiatrische Endokrinologie konnte bis Ende 2002 Datensätze von insgesamt ~ 150.000 Kindern sammeln und einer Beurteilung unterziehen. Das Datenmaterial wurde anhand der aus eigenen Daten erstellten Referenzkurve für Körperhöhe und der Normkurve für Body Mass Index (Kromeyer et al.) fortlaufend ausgewertet. Durch das etablierte Screeningsystem erfolgte in etwa 1950 Fällen eine Rückmeldung an die einsendende Einrichtung wegen auffälliger Wachstums- und Gewichtsentwicklungen. Durch die Datenanalyse im CrescNet kann der Zeitpunkt in der sich eine auffällige Gewichtsentwicklung hinsichtlich Adipositas manifestiert genau ermittelt werden. Der Zeitpunkt liegt noch im Vorschulalter um das vierte Lebensjahr. Zur Zeit sind 260 Arztpraxen und zehn Zentren für pädiatrische Endokrinologie am Netzwerk beteiligt. Ein weiterer Ausbau ist vorgesehen. Die Datensammlung erlaubt ein Monitoring der aktuellen Wachstums- und Gewichtsentwicklung innerhalb der Bevölkerung. CrescNet beweist die stetige Zunahme von Adipositas und Übergewicht im Kindesalter. Eine Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft für Adipositas (AGA) Priv.-Doz.Dr. Wabitsch erfolgt und ist ausbaufähig, ebenso besteht eine Zusammenarbeit mit Spezialisten für Essstörungen (Anorexie) der kinderpsychiatrischen Abteilung der Carl-Gustav-Carus-Universität Dresden Frau Dr. Selisko.

Weiterführung: Ja

Drittmittel (Pharmaindustrie)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Auxologie

Auxology Children's Hospital, University of Leipzig, Germany


Prospektive Untersuchungen zum Wachstum und endokrinen Funktionen von Patienten mit onkologischen Krankheiten

Prospective study of auxological and endocrinological data of patients with oncologic disease


Dr.med. Alexandra Keller (Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche) kela@medizin.uni-leipzig.de Prof. Eberhard Keller; Prof. Dieter Körholz; OÄ Uta Bierbach

Unter der Therapie mit Zytostatika kommt es bei onkologischen Patienten zu einem Wachstumsstillstand und zu einer Veränderung zahlreicher endokrinologischer Parameter. Die Studie, die prospektiv angelegt ist, hat die Aufgabe, Veränderungen und Beeinflussungen der Wachstumsdynamik und der endokrinologischen Patientenparameter aufzudecken, um die Therapie zu optimieren

Weiterführung: Ja

Drittmittel (Pharmaindustrie)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Auxologie

Auxology Children's Hospital, University of Leipzig, Germany


hGH-Missbrauch bei Sportlern

hGH abuse in sport


Dr.med. Alexandra Keller (Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche) kellere@medizin.-uni-leipzig.de Prof. Dr.med. Eberhard Keller, Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche C. Straßberger/M. Bidlingmaier, München Prof. Müller/Dr. Kniess, Kreischa Priv.-Doz. Dr. Jürgen Kratzsch, Institut für Klinische Chemies und Pathobiochemie der Universität Leipzig

hGH-Missbrauch im Sport ist eine häufig auftretende Problematik. Der Nachweis des Dopings wurde bis jetzt nicht genau gesichert. In unserer Studie wurden 20 Probanden über einen bestimmten Zeitraum (36 Std.) nach einmaliger subkutaner oder intramuskulärer hGH-Applikation (3 verschiedene Dosierungen) überprüft. Die hGH-Bestimmung erfolgt dann mit Hilfe des Immunoassys von Straßburger et al. Weitere Umgebungsparameter werden mit überprüft und registriert.

Weiterführung: nein

Pharmaindustrie


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig; Abteilung Auxologie

Children`s Hospital University of Leipzig; department of auxology'


Prävention von Adipositas bei Kindern zwischen 3 und 9 mit einer überdurchschnittlichen Gewichtszunahme > 0,5 BMI-SDS/Jahr

Prevention of obesity in children between 3 and 9 years and above-average weight attainment > 0.5 BMI-SDS/year


Dr.med. Alexandra Keller (kela@medizin.uni-leipzig.de), Prof.Dr.med. Eberhard Keller, Ruth Gausche, Julia Mieke, Sophia Klein

Im CrescNet werden Kinder im Alter zwischen drei und neun Jahren mit einer BMI-SDS-Zunahme >0,5 SDS herausgesucht. Die Kinderärzte werden gebeten, für diese Kinder gezielte Maßnahmen der Adipositasprävention einzuleiten. Fragebögen über Ernährung und Bewegung geben Aufschluss über den Istzustand. Ernährungstagebücher werden über die Software EBIS ausgewertet und die von dieser Software erstellte Bedarfsdeckungsanalyse bildet die Grundlage einer durch die Kinderärzte veranlasste Ernäherungsoptimierung. Nach einem Jahr soll der BMI-SDS überprüft werden und daraus auf den Erfolg präventiver Maßnahmen geschlossen werden.

Weiterführung: Ja

Drittmittel (Pharmaindustrie)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig; Abteilung Auxologie

Children's Hospital University of Leipzig; department of auxology


Prädiktoren kindlicher Adipositas

Predictors of obesity in childhood


Professor Dr. med. Eberhard Keller kellere@medizin.uni-leipzig.de Dr. med. Susann Blüher, Dr. Jürgen Kratzsch, Ruth Gausche, Julia Mieke, Sophia Klein

Im Rahmen des Projektes wird bei Kinder im Alter 3-9, bei denen durch CrescNet eine aktuelle überdurchschnittliche Zunahme des BMI-SDS/Jahr festgestellt wurde, eine Blutuntersuchung durchgeführt, die Aufschluss über mögliche Prädiktoren von Aipositas geben soll. Untersucht werden sollen die Serummarker Adiponectin, Leptin, Resitin, sOBR, Insulin und Proinsulin. Des weiteren werden mit anthropometrischen Messungen die Körpermaße der Kinder bestimmt, die zu diesen Markern korreliert werden sollen. Für das Kind werden Maßnahmen der Adipositasprävention eingeleitet und deren Erfolg überprüft.

Weiterführung: ja

Finanzierung: formel1


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig; Abteilung Auxologie

Children's Hospital University of Leipzig; department of auxology


Identifizierung des wachstums-beeinflussenden Gens GCY auf dem Geschlechtschromosomen von Patienten mit familiärem Kleinwuchs

Identification of growth- related Gene GCY in patients with idiopathic short stature


Professor Dr. med. Eberhard Keller kellere@medizin.uni-leipzig.de Dr. med. Johannes Weigel, Ruth Gausche, Julia Mieke, Professor Dr. med. Roland Pfäffle, Professor Gudrun Rappold, Dr. Stefan Kirsch, Institut für Humangenetik, Universität Heidelberg

Die bei Männern im Vergleich zu Frauen größere Körpergröße wird unter anderem durch ein wachstum-konrollierendes Gen auf dem langen Arm des Y-Chromosoms verursacht. Ziel dieses Projektes ist die Isolierung dieses Y-chromosomalen Gens mittels Positionsklonierung unter Zuhilfenahme der Ergebnisse der in einer Voruntersuchung festgestellten Deletionskartierungen an der DNA. Es werden Blutproben von 200 Vätern kleinwüchsiger Söhne untersucht. Die Körpergröße der Väter liegt dabei nicht höher als 165cm. Wir eine Deletion nachgewiesen, werden auch Blutproben des Sohnes und anderer männlicher Familienmitglieder untersucht. Die Studie hat das Ziel, den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Deletion im Y-chromosomalen Gen und dessen Auswirkungen auf den Phänotyp nachzuweisen. Zur Rekrutierung der Probanden wurde die CrescNet-Datenbank benutzt.

Weiterführung: Nein

Drittmittel (Pharmaindustrie)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche Leipzig; Abteilung Auxologie

Children's Hospital University of Leipzig; department of auxology


Epidemiologische Aussagen zu SGA-Kindern im CrescNet-Datenbestand

Epidemiologic Statements for SGA-patients in CrescNet data base


Professor Dr. med. Eberhard Keller kellere@medizin.uni-leipzig.de, Dr. med. Alexandra Keller, Ruth Gausche

Für Kinder die nach dem 2.Lebensjahr kein Aufholwachstum zeigen und deren Körpergröße unter -2,5 SDS liegt, wurden zusätzliche Angaben zur Familie und Geburtsanamnese erbeten. Diese Angaben wurden in der CrescNetdatenbank erfasst. In Form eines Screenings wurden alle Kinder gesucht, für die die Diagnose SGA zutrifft. Die Ergebnisse bilden Grundlagen des zu erwartenden Potentials an behandlungsbedürftigen Patienten ohne Wachstumshormonmangel

Weiterführung: ja

Drittmittel (Pharmaindustrie)


CED-MedNet: B 7.3: Pediatric Inflammatory Bowel Disease Register


Prof. Kiess (kiw@medizin.uni-leipzig.de), OA Bürk G, Thönessen

Ziel ist ein Deutscjlandweites Netzwerk und Register zur Erfassung, Behandlung und wissenschaftlichen Bearbeitung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) im Kindesalter.

Vier Arbeitsziele:

Weiterführung: ja

Drittmittel BMBF


Leipziger Schulkinder-Projekt

Leipzig school children project


Prof. Dr. W. Kiess, Leipzig, G. Müller, T. Kapellen, Dr. Gronemann, Dr. G. Gelbrich (KKSL, IMISE)

Erhebung von auxologischen Daten und Daten zur Körperzusammensetzung (Fettmasse) bei über 2000 gesunden Leipziger Schulkindern (6-18 Jahre). DNA- und Serum-Bank. Normative Daten von leptin und Leptin-Bindungsprotein. Erarbeitung der Datenbank und Analyse der auxologischen Parameter.

jWeiterführung: a

universitäre Mittel für Forschung und Lehre und Drittmittel

Drittmittelgeber: Industrie

GeNeSIS the Genetics and Neuroendocrinology of Short stature International Study


Prof. Pfäffle (rpfaeffle@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Johannes Weigel, Jürgen Klammt, Heike Stobbe Nicole Baehr:

Wachstumsstörungen von Kindern, welche einen GH-Mangel beinhalten, sind ätiologisch anhand klinischer und radiomorphologischer Kriterien nur selten sicher einzuordnen. Bei einem Teil der Patienten lassen sich genetische Ursachen vermuten. Die GeNeSIS Studie ist eine internationale systematisch angelegte klinische Beobachtungsstudie, welche durch die Eli Lilly Foundation gefördert wird und deren molekulargenetischer Anteil durch das molekularendokrinologische Labor der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Leipzig, durchgeführt wird. Hierbei werden Gene der hypothalamo-hypophsären Signalkaskade (GHRH-Rezeptor, GH) und Gene der embryonalen Hypophysenentwicklung (HESX1, LHX3, POU1F1 und PROP1) auf ihre strukturelle Integrität mittels eines Screeningverfahrens (dHPLC) und anschließender Sequenz- und funktioneller Analysen untersucht. Zur Untersuchung gelangen Blutproben aus über 30 Ländern von 4 Kontinenten. Die Probenzahl hat inzwischen 600 weit überschritten. So gelingt es einen umgreifenden Überblick über die Häufigkeit, Verteilung und das phänotypische Erscheinungsmuster dieser hereditären Erkrankungen zu gewinnen. Des weiteren ist es möglich die unterschiedlichen funktionellen Domänen der beteiligten Transkriptionsfaktoren zu erarbeiten. Die Studie ist dauerhaft über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren konzipiert.

Weiterführung: ja

Drittmittel: Eli Lilly Foundation

Analysis of GH-1, GHRH-receptor, Pit-1, Prop-1, P-Lim and HESX-1 along with other related genes for patients with idiopathic Growth Hormone Deficiency.


Prof. Pfäffle (rpfaeffle@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Johannes Weigel, Jürgen Klammt, Heike Stobbe Nicole Baehr:

Hierbei wird bei einem Kollektiv von erwachsenen Patienten mit einem idiopathischen Wachstumshormonmangel die genetische Grundlage ihres Hormonausfalls untersucht. Es handelt sich um ein fest umrissenen Kohorte von belgischen Patienten mit einem derartigen Defekt, deren Blutproben zentral in das molekularendokrinologische Forschungslabor der Universitätskinderklinik Leipzig geschickt wird. Untersucht werden die oben angeführten Gene, wobei dem genetischen Defekt jeweils das Vollbild der phänotypischen Ausprägung des Hormondefizites im Erwachsenenalter zugeordnet werden kann. Der Untersuchungszeitraum umfasst 2002 und 2003 und ein Maximum von 60 Patienten.

Weiterführung: ja

Drittmittel: Eli Lilly Belgien


Bereich Pädiatrische Infektiologie/Immunologie/Rheumatologie

Pediatric Infectious Diseases/Immunology/Rheumatology


Molekulargenetische, hämostaseologische und immunologische Untersuchungen bei Patienten mit Conjunctivitis lignosa und Plasminogenmangel

Molecular genetic, haemostasiologic and immunologic studies in patients with ligneous conjunctivitis and type I plasminogen deficiency.


Prof.Dr.V.Schuster (schv@medizin.uni-leipzig.de), Dipl.Biol. K.Tefs, M.Ziegler (Univ.-Kinderklinik Leipzig) Prof.Dr.Kreth, Frau Dr.Zeitler (Universitäts-Kinderklinik Würzburg) sowie verschiedene Universitäts-Augenkliniken in Deutschland, Europa und USA Dr.RC Tait (Dept Haematol, Glasgow Royal Infirmary, UK)

Conjunctivitis lignosa ist eine seltene Form chronischer Conjuncitivitis, die sich meist im Kleinkindesalter manifestiert. Charakterisiert ist sie durch die Ausbildung von Pseudomembranen, die vorwiegend aus Fibrin und Granulationsgewebe bestehen und die normale Schleimhaut ersetzen. Neben dem Auge kann nach kleinen Traumen oder Entzündungen auch jede andere Schleimhaut betroffen sein (Zunge, Zahnfleisch, Rachenraum, Bronchialsystem, Gastrointestinal- und Genitaltrakt). 1994 gelang es Frau Prof.Mingers (Universitäts-Kinderklinik Würzburg), bei 3 Patientinnen mit einer Conjunctivitis lignosa einen Zusammenhang zwischen Conjunctivitis lignosa und schwerem Typ I Plasminogenmangel nachzuweisen. Bis heute konnten wir bei 55 weiteren Patienten weltweit einen schweren Plasminogen-Mangel nachweisen. Bei bisher 34 Patienten gelang der Nachweis von homozygoten bzw. compound-heterozygoten Mutationen im Plasminogen-Gen, wobei der größte Teil der Mutation erstmalig von unserer Arbeitsgruppe beschrieben wurden. Bei 10 Patienten ohne nachweisbare Mutation war eine Kombination aus 3 homozygoten Polymorphismen auffällig, einer davon mit einem Austausch einer Aminosäure. Die häufigste Mutation beim echten Plasminogenmangel ist die Missensemutation Lys19Glu (Prävalenz in Schottland: 0,14%)Wir haben Plasminogen im Plasma von Patienten mittels Isoelektrischer Fokussierung und Western blot-Technik charakterisiert. Dabei gelang es uns zum einen, die molekulargenetische Grundlage für die 3 Haupt-Phänotypen, IEF PLG A, B und AB, welche in der normalen Bevölkerung auftreten, nachzuweisen. Des weiteren konnten wir zeigen, dass das mutierte Plasminogen-Protein der Patienten ein vollkommen verändertes isoelektrisches Verhalten zeigt, verglichen mit den 3 Haupt-Phänotypen. In weiteren Experimenten zur Untersuchung der Kinetik der Plasminogensekretion von Plasminogen-Wildtyp-Protein und -mutanten im Zellmodell mittels Pulse Chase-Technik konnten wir zeigen, dass das Plasminogen-Wildtyp-Protein, dessen cDNA zu diesem Zweck im pcDNA3-Vektor in Hek293- und COS-7-Zellen transfiziert wurde, in den Zellen gebildet und innerhalb von 24h zum größten Teil in den Überstand sezerniert wird. Die Analyse des Sekretionsverhaltens von Plasminogen-Mutanten, welche dazu mittels Mutagenese generiert wurden, soll in nächsten Untersuchungen durchgeführt werden.

Weiterführung: ja

bis 2003 DFG, z.Zt. Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Antrag geplant)


Pathogenese der X-chromosomalen lymphoproliferativen Erkrankung (XLP)

Pathogenesis of X-linked lymphoproliferative disease (XLP)


Prof.Dr.V.Schuster (schv@medizin.uni-leipzig.de), Prof.Dr.F.Horn (Institut für Immunologie, Leipzig), P.Suchoverskyj, Dr. B.Hügle (beide Univ.-Kinderklinik Leipzig), PD Dr.A.Meindl (Med. Genetik der LMU, München), Prof.Dr.C.Terhorst, Dept of Immunologie, Harvard Medical School, USA sowie verschiedene Kinderkliniken in Deutschland

XLP ist ein seltener X-chromosomaler Immundefekt, der sich meist erst nach Exposition mit dem Epstein-Barr Virus (EBV) manifestiert: schwere, häufig fatale Mononukleose (ca. 58%), maligne Lymphome (ca. 30%) und/oder Dysgammaglobulinämie (ca. 20-30%). Die Prognose ist insgesamt sehr schlecht. 1998 konnte u.a. von Coffey et al das bei XLP defekte Gen identifiziert werden: Dieses kodiert für ein sehr kleines Protein, welches nur eine SH2-Dömäne enthält (SH2D1A) SH2D1A bindet u.a. an SLAM und 'moduliert' die Immunantwort (v.a. nach EBV-Infektion). Bei verschiedenen XLP-Familien führten wir in den letzten Jahren eine indirekte Genotypisierung durch. Seit 1999 gelang bei 6 XLP-Patienten der Nachweis von Mutationen im SH2D1A-Gen. Alle Mutationen (Missense, Nonsense, Frame shift) betrafen die SH2-Domäne (Brandau et al, 1999; Schuster et al, 2001). Bei einem XLP-Patienten konnten wir in vitro erstmals eine 'überschießende' Th1-Antwort messen. Ein ähnlicher Befund wurde bisher nur in der SH2D1A-defizienten Maus (Nat Immunol 2001;2:410-4) nachgewiesen.Funktionelle Untersuchungen sollen den Immundefekt genauer abklären.

Weiterführung: ja

Drittmittel (BMBF) und haushaltfinanzierte Forschung


Quantifizierung von EBV-spezifischen T-Zellen bei Kindern und Jugendlichen

Quantification of EBV-specific T cells in children and adolescents


Prof.Dr.V.Schuster (schv@medizin.uni-leipzig.de), Dr. B.Hügle, P.Suchowerskyj, K. Nestler (alle Univ.-Kinderklinik Leipzig), Dr. D. Busch (Institut für med. Mikrobiologie, TU München)

Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) führt im Kleinkindalter meist zu einer asymptomatischen oder symptomarmen Infektion. Im späteren Kindes- und Jugenalter kommt es zum Krankheitsbild der Mononukleose, einer ausgeprägten Symptomatik mit generalisierten Lymphknotenschwellungen, Fieber und Tonsillitis. Die Ursache dieser unterschiedlichen Reaktionen des Immunsystems ist noch ungeklärt.Mit Hilfe von farbstoffmarkierten MHC-Klasse-I-Molekülen (Tetrameren), die mit EBV-spezifischen Peptiden konjugiert worden sind, soll die Frequenz der EBV-spezifischen T-Zellen bei Mononukleose im Kindes- und Jugendalter im Vergleich zum Erwachsenenalter quantifiziert werden. Wir erhoffen uns aus einem Vergleich der spezifischen Immunantwort auf EBV in verschiedenen Lebensabschnitten weitergehende Daten zur Pathogenese dieser Virusinfektion.

Weiterführung. ja

Drittmittel (BMBF, DGPI) und haushaltfinanzierte Forschung

Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Mediatoren der akuten und der chronischen Graft versus Host Reaktion nach allogener Knochenmarktransplantation - Charakteristische Befunde im Blut und in der Haut von Patienten mit GvHD

Mediators of acute and chronic GvHD-reaction after allogenic blood stem cell transplantation


Professor Dr. med. Dieter Körholz

Durch in vitro und ex vivo Untersuchungen soll der Stellenwert T-2 induzierender Zytokine wie z. B. IL-4 oder IL-10 für die Modulation der T-Zellreaktion bei Patienten nach Knochenmarktransplantation und damit möglicherweise für die Prophylaxe und Therapie der GvHD ermittelt werden. Durch parallele Untersuchungen der Zytokinexpression in der Haut und im Blut vor und während der topischen Therapie soll außerdem der Einfluss und der Wirkungsmechanismus dieser Therapie auf die lokale T-Zellreaktion in der läsionalen Haut und die mögliche Beeinflussung der systemischen T-Zellreaktion analysiert werden.

Weiterführung: ja

Drittmittel (Deutsche Krebshilfe e.V.)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Verbesserung der psychosozialen Betreuung krebskranker Kinder und Jugendlicher

Improvement of the psychosocial care of children and adolesence with cancer


Professor Dr. med. Dieter Körholz

Die psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder und Jugendlicher ist integraler Bestandteil der multimodalen Krebstherapie bei diesen Patienten. Neben der psychologischen Betreuung gehört zu den Aufgaben des Psychologen die Erfassung und wenn möglich Prävention von psychischen/psychoneurologischen Früh- und Spätkomplikationen bei den krebskranken Kindern und Jugendlichen. Mit diesem Antrag wird für die Zeit von drei Jahren die Stelle eines Psychologen von der DJCLS finanziert, um eine wissenschaftliche Bedarfsanalyse durchzuführen, die die Grundlage für eine psychoökonomische Analyse darstellt.

Weiterführung. ja

Drittmittel (Deutsche José Carreras Leukämie Stiftung)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Bewegungsorientierte Frührehabilitation

Rehabilitation of children and adolecencts with cancer


Professor Dr. med. Dieter Körholz

Die bewegungsorientierte Rehabilitation unterstützt auf dem Hintergrund eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes die physische und psychische Stabilisierung der krebskranken Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus soll sie die Toleranz gegenüber therapiebedingten Nebenwirkungen erhöhen. Dafür werden modifizierte, an Bedürfnissen und Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen angepasste bewegungsorientierte Interventionsformen ausgewählt, die aus dem umfangreichen Repertoire von Sport-, Spiel- und Bewegungsangeboten, Übungen aus dem Bereich der Psychomotorik und Programmen zur allgemeinen Leistungssteigerung entnommen sind.

Weiterführung: ja

Drittmittel ('Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V.')


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Vergleich Wirksamkeit von Lenograstim und Filgrastim bei krebskranken Kindern und Jugendlichen unter Chemotherapie

Lenograstim and Filgrastim for the treatment of neutropenia after anti-cancer chemotherapy


Professor Dr. med. Dieter Körholz

Untersuchungen bei gesunden Spendern aber auch in der Zellkultur deuten daraufhin, dass die Form des G-CSF mit den Zuckerresten wirksamer ist. In dieser Untersuchung soll geprüft werden, ob ein Wirkungsunterschied zwischen den beiden Präparaten besteht. Hierzu erhalten die Patienten nach einem Chemotherapiezyklus die Form ohne und nach dem nächsten Chemotherapiezyklus die Form mit dem Zuckerrest. Nach Beendigung des Zelltiefs werden die Zeit des Zelltiefs und die Anzahl möglicher Komplikationen dokumentiert und verglichen.

Weiterführung: ja

Drittmittel (Fa. Chugai)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Thermochemotherapie - Untersuchungen zum molekularen Wirkungsmechanismus

Molecular mechanismus of thermochemotherapy


Professor Dr. med. Dieter Körholz

Untersuchungen der intracellulären Signaltransduktionsweg die durch Wäme und/oder Zytostatika aktiviert werden

Weiterführung: ja

Drittmittel (McDonald's Kinderhilfe, Schunk-Group)


Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche, Abteilung Hämatologie/Onkologie


Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter (Studienzentrale)

Hodgkin's disease in childhood and adolescence


Prof. D. Körholz, Prof. Kamprad, Prof. Kahn, Prof. Hirsch, Prof. Kluge, Prof. Löffler, Prof. Tannapfel, Dr. Hasenclever, Prof. Sabri,

Etablierung der internationalen Studienzentrale zum Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter - Durchführung einer multinationalen Studie

Weiterführung: ja

Drittmittel (Hand in Hand for Children e.V., 'Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V.')


FG Neonatologie


Myokardiale Dysfunktion bei Neugeborenen

Myocardial dysfunction in neonates


Prof. Dr. Ch. Vogtmann, Dr. E. Robel -Tillig, Dr. M. Knüpfer, F.Pulzer

Schwerpunkte sind:

Weiterführung: ja

Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel


FG Neonatologie


Hypothermiebehandlung der schweren perinatalen Asphyxie.

Hypothermia in the treatment of severe perinatal hypoxia


Multicenterstudie Prof. Dr. Simbruner: Neo nEuro Network, Hypothermia Trial(München),


Prof. Dr. Ch. Vogtmann, Dr. M. Knüpfer, Dr. Eva Robel-Tillig, Dr. S. Springer,


Dr. Doris Hückel

Klinische Erprobung der Hypothermiebehandlung von Neugeborenen mit schwerer hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie in einer multizentrischen prospektiven kontrollierten Studie. Die Rekrutierung von 7 Patienten ist erfolgt.

Weiterführung: ja

Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Wirtschaft)


FG Neonatologie


Gastrointestinales Anpassungsverhalten sehr kleiner Frühgeborener. Vergleich zwischen Muttermilch und einer Hydrolysatnahrung.

Gastrointestinal adaption of low birth weight infants. Effects of mothers milk and a milk hydrolysate.


PD Dr. E. Robel-Tillig, Dr. M. Knüpfer, Dr. F. Pulzer, Dr. D. Hückel, Dr. S. Springer, Prof. Dr. Ch. Vogtmann

Gastrointestinale Anpassungsstörungen komplizieren häufig die Neonatalperiode sehr kleiner Frühgeborener. Den positiven Effekten der Muttermilch steht das Risiko von Störungen infolgeungenügender Degestion bei sehr kleinen Frühgeborenen gegenüber. Die Studie soll klären helfen, unter welchen Bedingungen die eine oder andere Nahrung bevorzugt eingesetzt werden sollte.

Abgeschlossen, Publikation eingereicht

Haushaltfinanzierte Forschung


FG Neonatologie


Gewichts- und Längenentwicklung von Frühgeborenen unter Ernährung mit eiweissangereicherter milk.

Growth in weight and length of premature infants fed with protein supplemented milk.


Prof. Dr. Ch. Vogtmann, Dr. A. Keller, Dr. S. Springer, Dr. D. Hückel, Prof. Dr. E. Keller

Der gewichtsansatzfördernde Effekt einer eiweissangereicherten Nahrung ist erwiesen. Die prospektive randomisierte Studie geht der Frage nach, ob diese Ernährungsform auch einen Effekt auf die Längenentwicklung Frühgeborener hat.

Weiterführung: ja

Drittmittel Wirtschaft, Projekt-Nr. 943000-84


FG Neonatologie


Vergleich von 2 Muttermilchverstärkern. Auswirkungen auf Wachstum und Zn - Status von Frühgeborenen.

Comparison of two human milk fortifiers. Effects on growth an Zn status in premature infants.


Prof. Dr. Ch. Vogtmann. Dr. A. Keller, PD Dr. E. Robel-Tillig, Dr. S. Springer, Dr. D. Hückel

Bei sehr kleinen Frühgeborenen ist postnatal ein Gewichtsansatz, der dem intrauterinern Wachstum gleich kommt, nur schwer zu erreichen. Die Nahrungsanreicherung mit Proteinen ist daher gängige Praxis. Es soll im Rahmen einer Multicenterstudie der Effekt einer industriell hergestellten Eiweissanreicherung, die auch verschiedene Spurenelemente enthält, untersucht werden

Studie beendet

Drittmittel Industrie, Projekt-Nr. 943000 - 84


FG Neonatologie


Wirkung von Mehrfach- oder Einmalgaben von Kortikosteroiden in der Schwangerschaft auf die Surfactantfreisetzung bei Frühgeborenen

Internationale Multicenterstudie geleitet von Maternal, Infant and Reproductive Health Research Unit: Multiple Courses of Corfticosteroids for Preterm Birth Study (MACS)


PD Dr. M. Knüpfer, PD. Eva Robel-Tillig, F. Pulzer und Ch. Vogtmann

The benefits of single courses of antenatal corticosteroids are well established. It became common

Bewertung der neurologischen Entwicklung von Kindern, die in der frühen Neugeborenenperiode mit Phenobarbital behandelt wurden im Vergleich zu gleichaltrigen Patienten ohne Phenobarbitaltherapie


FG Neonatologie


Folgen einer Phenobarbitalbehandlung Neugeborener für die intellektuell-motorische Entwicklung


E. Robel-Tillig, Prof. A. Merkenschlager, V. Noelle, Doktorand R. Beilke

Im Tierversuch wurde für das Medikament Phenobarbital bei einer Monotherapie in einer Dosierung von 20- 40mg eine apoptische neurodegenerative Wirkung an der unreifen Nervenzelle dokumentiert. Da Phenobarbital zu den häufig angewendeten Sedativa bzw. Antikonvulsiva besonders in der Neonatologie gehört, erscheinen entwicklungsneurologische Nachuntersuchungen von Neugeborenen, die postnatal mit Phenmobarbital behandelt worden waren , erforderlich, um die klinische Relevanz der im Tierversuch gefundenen Wirkungen zu überprüfen. Angaben aus der Literatur zu bisher durchgeführten entwicklungsneurologischen Untersuchungen an in der Neonatalperiode gesunden, aber mit Phenobarbital therapierten Kindern liegen bisher nicht vor.

Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel