Forschungsbericht 2003 - Projekte

 

Chirurgische Klinik I, Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und plastische Chirurgie

Department of Surgery I


Klinische Forschungsprojekte


Dr. Gonschorek, Oliver; Mothes, Kai-Uwe; Prof. Dr. Josten, Christoph;

LISS als Rekonstruktionsmodul nach Frakturen der proximalen Tibia.


Dr. Gonschorek, Oliver; Mothes, Kai-Uwe; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Vergleichende Untersuchungen der Versorgung von distalen Oberschenkelfrakturen mit winkelstabilen Implantaten.


Dr. Gonschorek, Oliver; Prof.Dr. Josten, Christoph;

CrP als prädiktiver Parameter zur Erkennung von Komplikationen nach Versorgung von hüftgelenksnahen Frakturen des alten Menschen.


Dr. Hepp, Pierre; PD Dr. Lill, Helmut; Dr. Rose, Tim; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Das subacromiale Impingementsyndrom und die Rotatorenmanschettenruptur - was ist die ideale operative Therapie?


Dr. Hepp, Pierre; Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Der anterior-inferiore Kapselshift bei Schulterinstabilitäten


Dr. Hepp, Pierre; Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Die winkelstabile Plattenosteosynthese proximaler Humerusfrakturen über den anterior-superioren Delta-Splitting-Zugang


Dr. Hepp, Pierre; Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Prof. Dr. Josten, Christoph

Der kortikale Index als prädiktiver Faktor für das Outcome bei proximalen Humerusfrakturen


Prof. Dr. Josten, Christoph; Dr. Katscher, Sebastian, PD Dr. Verheyden, Peter; Dr. Gonschorek, Oliver;

Strategie bei Wirbelsäulenmetastasen.


Dr. Katscher, Sebastian, PD Dr. Verheyden, Peter; Dr. Gonschorek, Oliver; Prof. Dr. Josten, Christoph.

Behandlungsergebnisse nach Densfrakturen.


Dr. Katscher, Sebastian, PD Dr. Verheyden, Peter; Dr. Gonschorek, Oliver; Prof. Dr. Josten, Christoph.

Spätergebnisse nach konservativer und ausschließlich dorsaler Versorgung thorakolumbaler Wirbelfrakturen.


Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Dr. Engel, Thomas; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Revisionskreuzbandplastiken - Ursache, Therapie, Ergebnisse


Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Freitag, Susanne;Dr. Hepp, Pierre; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Posttraumatische Fehlstellungen rund ums Kniegelenk - Ursachen, Management, Ergebnisse


Dr. Rose, Tim; PD Dr. Lill, Helmut; Dr. Engel, Thomas; Dr. Hepp, Pierre; Prof. Dr. Josten, Christoph;

Hintere Kreuzbandruptur am Kniegelenk - Ergebnisse nach operativer Versorgung


Dr. Tiemann, Andreas; Prof. Josten, Christoph;

Ergebnisse der Therapie gelenknaher Unterschenkelfrakturen mittels Hybridfixateur


Experimentelle Forschungsprojekte


FB Unfallchirurgie/Traumatology


Untersuchung chronisch geschädigter Muskulatur nach vorderen Kreuzbandrupturen und Wirbelsäulenfrakturen mit zytophotometrischen und immunhistochemischen Techniken im Vergleich zum klinischen Befund.

Investigation of chronic damaged muscle following rupture of the anterior crucial ligament and spine fractures, comparing clinical findings and the results of cytophotometric and immunohistochemical analysis


C. Stockmar, Priv.-Doz. Dr. med. H.Lill (lill@medizin.uni-leipzig.de), Dr. med. S. Katscher (Universität Leipzig, Klinik für Unfall und Wiederherstellungschirurgie), Prof. Dr. Christoph Josten Priv. Doz. Dr. med. K. Punkt (Institut für Anatomie der Universität Leipzig),

Muskelatrophien und daraus resultierende Kraftdefizite sind bekannte Probleme bei chronischen Muskelschädigungen, die zu relevanten funktionellen Defiziten führen. In der Literatur gibt es hierüber überwiegend deskriptive Daten. Dagegen sind bisher keine Untersuchungen auf histologischer und molekularer Ebene publiziert worden. Die Untersuchungen werden sich auf Muskeluntersuchungen nach vorderen Kreuzbandrupturen und Wirbelsäulenfrakturen beschränken. Bei diesen stehen in der Nachbehandlung häufig muskuläre Defizite im Vordergrund. Sie weisen darüber hinaus relativ einheitliche Verletzungsmuster auf und werden standardisiert operativ versorgt. Ziel dieser Studie ist es, eine umfassende Muskelanalyse an Bioptaten aus der geschädigten Muskulatur im Vergleich zu gesunder Muskulatur durchzuführen und quantitative Aussagen über Enzymaktivitäten und Proteinexpressionen im Vergleich zu gesunder Muskulatur zu treffen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel BMBF (Formel.1, Schwerpunkt chronische Erkrankungen)


FG Intensivtherapie, Traumatologie

Intensive Care, Traumatology


Stellenwert und Standardisierung der Mediatorbestimmungen im Atemkondensat beatmeter polytraumatisierter Patienten

Significance of increased levels of inflammatory mediators in the breath condensate - An approach to a standardized method for collecting breath condensates and evaluating the levels of inflammatory mediators.


Dr. Dierk Schreiter (dschr@medizin.uni-leipzig.de), Andreas Reske, Prof. Dr. Christoph Josten

Lokale inflammatorische Reaktionen in der Lunge sind schwer erfassbar. Eine Ursache hierfür ist die schwierige Zugänglichkeit der Lunge für lokale Diagnostik, ohne dabei geschädigt zu werden. Auch die invasive Methode der bronchoalveolären Lavage führt zum lokalen Surfactentverlust, zur Unterbrechung der Alviolarstabilisierung unter PEEP-Beatmung sowie zur Induktion einer Entzündungsreaktion, welche die Beurteilung der Ergebnisse einschränkt. Ziel dieses Studienobjektes ist deshalb die Etablierung einer spezifischen nichtinvasiven Diagnostik von Entzündungsparametern (Mediatoren) aus der Lunge durch die Gewinnung von Atemkondensat.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel Pharmacia GmbH (Reg.-Nr. 462/2001)


FG Intensivtherapie, Traumatologie

Intensive Care, Traumatology


Analyse der Initialdiagnostik und Akuttherapie hinsichtlich Effektivität, Nutzen und Zeitbedarf bei der Erstversorgung polytraumatisierter Patienten im Schockraum

Primary treatment of polytraumatized patients in the emergency room: Efficiency and benefits of diagnostic and therapeutic standards.


Dr. Dierk Schreiter (dschr@medizin.uni-leipzig.de), Thomas Jung, Andreas Reske, Dr. Christian Glien, Prof. Dr. Christoph Josten

Bei der Aufnahme von polytraumatisierten Patienten hat die Synchronisierung der initialen therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen überragende Bedeutung für die Prognose. Die erhebliche Variation der Verletzungsmuster erschwert die Entwicklung von Versorgungsstandards. Solche Standards aber sind Grundlage sowohl für die gleichbleibende Qualität von Therapie und Diagnostik dieser Patienten, als auch für eine in finanzieller und personeller Hinsicht ökonomische Arbeit. Das Procedere bei Aufnahme von polytraumatisierten Patienten soll retro- und prospektiv in Hinblick auf die durchgeführten Maßnahmen selbst und den Zeitbedarf analysiert werden, um Daten für die Optimierung von Standards für die Versorgung polytraumatisierter Patienten zu gewinnen.

Weiterführung: ja

Finanzierung: keine


FB Unfallchirurgie/Traumatology


Histologische und histochemische Analyse nach autologer Knorpelknochen-transplantation am Kniegelenk

Histologic and histochemical analysis after autologus osteochondral transplantation in the knee joint


Dr. Tim Rose (rost@medizin.uni-leipzig.de), PD Dr. Helmut Lill, Prof. Dr. Christoph Josten, PD Dr. Weiss (Anatomie), Prof. Dr. Wolfgang Schmidt (Anatomie)

Bei der Knorpelknochentransplantation stellt die langfristige Vitalität des Knorpels bzw. der Knorpelzellen ein Problem dar. Patienten mit postoperativen Problemen nach Knorpelknochentransplantationen werden nach Minimum 6 Monaten nacharthroskopiert. Somit können die Knorpelvitalität und die mechanischen Eigenschaften visuell und digital (Tasthaken) beurteilt werden. Durch zusätzliche histologische und histochemische Analyse in ausgewählten Fällen soll das Vorhandensein hyalinen Knorpels, also mechanisch stabilen Knorpel quanitativ und qualitativ aufgearbeitet werden. Die Biopsien werden aus dem Zentrum der Stanzen sowie deren Übergangsregion zum ortsständigen Knorpel entnommen.

Weiterführung: Nein

Finanzierung: Hausmittel (Anatomie)


FB Unfallchirurgie/Traumatology


Die winkelstabile Plattenosteosynthese zur Stabilisierung distaler Humerusfrakturen - eine vergleichende biomechanische Studie mit Knochenstrukturanalyse am humanen Präparat.

The angel stable plate osteosynthesis for stabilization of distal humeral fractures - a biomechanical study and analysis of bone structure in human specimens.


Dr. Jan Korner, PD Dr. Helmut Lill (lill@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Pierre Hepp, Prof. Dr. Erich Schneider (Davos); Prof. Dr. Christoph Josten

Die herkömmlichen Osteosyntheseverfahren weisen eine hohe Rate unbefriedigender klinischer Ergebnisse auf. Somit besteht die Notwendigkeit der Entwicklung verbesserter Implantate für Problemfrakturen am distalen Humerus. Die Entwicklung und biomechanische Testung eines winkelstabilen Plattenosteosynthesesystems mit unikortikaler Verankerung scheint vielversprechend. Diese Implantate werden in unterschiedlichen Konfigurationen im Vergleich zu den herkömmlichen Plattenosteosynthesen biochemanisch unter zyklicher Belastung getestet und die Steifigkeit der Knochen-Implantat-Konstrukte ermittelt. Weiterhin existieren im Gegensatz zum proximalen Humerus für den distalen Humerus bisher keine sicheren Erkenntnissen über die kortikalen und trabekulären Strakturen und die damit verbundenen optimalen Verankerungsmöglichkeiten der Implantate.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Forschungstipendium der AO/ASIF, Davos (Schweiz)


FB Unfallchirurgie/Traumatology


Experimentelle Untersuchungen zu Wachstum, Differenzierung und spezifischen Stoffwechselleistungen primärer humaner Osteoblasten unter dem Einfluß von Titan, Stahl sowie Titan-Stahl-Kombination und COX I und COX II Inhibitoren

Investigation of growth, differentation and specific metabolic characteristics of primary human osteoblasts influenced by titanium, steel, steel-titanium combination as well as COX I and COX II inhibitors.


Dr. med. Andreas Tiemann, Dr. med. Christian Schmidt, Prof. Dr. med. C. Josten

Wachstum, Differenzierung und spezifische Stoffwechselleistungen primärer humaner Osteoblasten sind in vitro durch verschiedene Verfahren nachweisbar (z.B. Osteocalcinexpression, Bildung von alkalischer Phosphatase). Ziel der Arbeit ist es das unterschiedliche Verhalten primärer humaner Osteoblasten auf verschiedene Metalle einerseits sowie andererseits auf COX I und COX II Inhibitoren (wesentlicher Bestandteil der postoperativen Schmerztherapie nach Frakturstabilisierung) zu charakterisieren. Letztendlich sollen Erkenntnisse zu der Frage nach der idealen Kombination von Osteosynthesematerial und Schmerzmittel gewonnen werden, mit dem Ziel die Frakturheilung (i.e. Osteoblastenwachstum und -differenzierung) so wenig wie möglich zu beeinflussen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Haushalts- und Drittmittel


FB Unfallchirurgie/Traumatology


Biomechanische Untersuchungen zur Validierung eines komprimierbaren intramedillären Osteosynthesesystems

Biomechanical investigations to validate interlocking compression nailing

Im Rahmen dieser biomechanischen Studien werden auch die Testungen der retrograden Marknageltechnik für den Unterschenkel und des neuen Marknageldesigns für Versorgungen distaler Unterschenkelfrakturen weitergeführt.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Drittmittel


Beteiligung an multizentrischen Studien


FG Unfallchirurgie/Traumatologie


Klinische und radiologische Ergebnisse nach Implantation der Univers-Frakturprothese bei Humeruskopfmehrsegmentfrakturen - eine prospektive multizentrische Erhebungsstudie

Clinical and radiological results after shoulder - arthroplasty following humeral head multiple segment fractures


PD Dr. Helmut Lill (lill@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Pierre Hepp, Dr. Jan Korner, Prof. Dr. Christoph Josten, Prof. Dr. Peter Habermeyer (Heidelberg)

Bei proximalen Humerusmehrsegmentfrakturen, insbesondere beim alten Menschen, stellt die Humeruskopfprothese die Therapie der Wahl dar. Die neue Univers-Prothese bietet viele Neuheiten und Verbesserungen bzgl. Implantationstechnik, Rotationsstellung und Fixation der Tubercula. Ein weiterer Vorteil dieses Prothesensystems ist die Möglichkeit, die Prothesenlänge intraoperativ, nach Implantation der Prothese, zu variieren. Mit einer speziellen Fadenführungstechnik werden die Tubercula an der anatomischen Lokalisation fixiert. Hierzu sind multiple Fadenlöcher am Prothesensystem angebracht. Die Prothese kann auch beim alten Menschen zementfrei eingebracht werden. Diese multizentrische Studie soll den Vorteil des Univers-Prothesensystems im Vergleich zu den bisher angewandten Systemen, insbesondere im Hinblick auf eine verbesserte postoperative Funktion, zeigen.

Weiterführung: Ja

Hausmittel


FG Unfallchirurgie/Traumatologie


Locking Proximal Humerus Plate (LPHP) - Eine prospektive, multizentrische klinische Studie


Dr. Pierre Hepp, PD Dr. Helmut Lill (lill@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Tim Rose, Prof. Dr. Christoph Josten.

Mit der vorliegenden Studie sollen die Ergebnisse der Frakturbehandlung proximaler Humerusfrakturen nach offener Reposition und operativer Versorgung mit einem neuen, winkelstabilen, anatomisch vorgeformten Implantat hinsichtlich des funktionellen Outcome, der Frakturheilung und der Anzahl aufgetretener Komplikationen (speziell Humeruskopfnekroserate) prospektiv untersucht werden.

Weiterführung: Ja

Drittmittel: AO/ASIF Foudation, Schweiz


FB Unfallchirurgie/Traumatologie


Ergebnisse nach Komplexverletzungen bzw. Luxationen des Kniegelenkes

Results after complex injuries respectively dislocations of the knee joint


PD Dr. Helmut Lill (lill@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Tim Rose, Dr. Thomas Engel, Prof. Dr. Christoph Josten, Prof. Dr. Peter Hertel (Berlin), Multicenterstudie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

Die Komplexverletzungen bzw. Knieluxationen stellt eine hohe Herausforderung an operative Rekonstruktion und Nachbehandlung dar. Eingeschlossen in die Studie werden Patienten mit nachgewiesener Kniegelenksluxation bzw. Ruptur des vorderen und hinteren Kreuzbandes sowie evtl. Seitenbandläsionen. Die Rekonstruktion kann offen oder arthroskopisch erfolgen.

Weiterführung: Ja

Finanzierung: Keine