Forschungsbericht 2003 - Projekte

 

Selbständige Abteilung Neuropathologie


FG Neuropathologie

Neuropathology


Genetische Polymorphismen von LRP bei der Alzheimerschen Erkrankung bzw. Amyloid-Angiopathie

Genetic polymorphisms of LRP in Alzheimer`s disease and amyloid angiopathy


M. Christoforidis, Prof. Dr. R. Schober, PD Dr. K. Krohn (Selbständige Abteilung für Neuropathologie und IZKF Leipzig)

Die Untersuchungen zu genetischen Polymorphismen von LRP, einem Membranprotein mit Rezeptorfunktion und katabolen Eigenschaften hinsichtlich des Alzheimer-typischen beta-Amyloids, wurden fortgeführt und zu einer Assoziationsstudie über die cerebrale Amyloid-Angiopathie ausgeweitet. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse konnten bereits auf nationalen und internationalen Kongressen vorgestellt werden. Es zeigte sich, daß zwei unterschiedliche Polymorphismen unterschiedliche Assoziationen mit Auftreten und Schweregrad der Erkrankung in unterschiedlichen Gefäßterritorien wie subarachnoidalen und kortikalen Gefäßen und kortikalen Kapillaren aufweisen. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt mit dem Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung (Prof. Arendt) im Rahmen des Brain-Net.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (BMBF - Projektnummer 978 000-11)


Oculopharyngeale Muskeldystrophie (OPMD): Genotyp - Phänotyp - Korrelation und molekulare Pathologie

Oculopharyngeal muscular dystrophy (OPMD): Genotype-phenotype-correlation and molecular pathology


Prof. Dr. R. Schober, PD Dr. K. Geiger (Selbständige Abteilung für Neuropathologie)

Hierbei handelt es sich um ein vom BMBF gefördertes Projekt im Rahmen des Muskeldystrophie-Netzes, das das erste der deutschlandweit projektierten Netzwerke zur Erforschung seltener Erkrankungen darstellt. Die Untersuchungen werden in Kooperation mit der neurologischen Universitätsklinik Halle und den lokalen Muskelzentren durchgeführt. Die OPMD geht mit typischen muskulären Einschlüssen und autophagischen Vakuolen einher, welche auch bei einer besonderen und häufiger auftretenden Form der Myositis zu finden sind. Sie ist genetisch durch Trinukleotid-Wiederholungsfrequenzen auf dem PABP2-Gen charakterisiert. In der 1. Phase der Studie wird zunächst Untersuchungsmaterial rekrutiert und genauer bezüglich feingeweblicher Veränderungen charakterisiert.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (BMBF - Projektnummer 962 000-17)


Interaktion von A2A-und NMDA-Rezeptoren bei der Parkinsonschen Erkrankung

Interactions of A2A- and NMDA-rReceptors in Parkinson`s disease


Dr. A. Balea, Prof. R. Schober, Prof. P. Illes (Selbständige Abteilung für Neuropathologie und Institut für Pharmakologie)

In diesem Kooperationsprojekt (federführend: Prof. Illes) sollen A2A- und verschiedene Typen von NMDA-Rezeptoren in den Stammganglien und der Substantia nigra bei Fällen von Parkinsonscher Erkrankung untersucht werden. Entsprechende Rezeptorinteraktionen sind bislang nur für Dopamin-Rezeptoren bekannt. Die Untersuchungen sollen sich auf Protein- und RNA-Ebene mit geweblicher Korrelation beziehen. Es werden zunächst geeignetes Material asserviert und die auf geweblicher Ebene schwierige Untersuchungsmethodik etabliert. Für die Durchführung im Rahmen des Marie-Curie-Programms der EU konnte ein rumänischer Stipendiat gewonnen werden. Hiermit wird zugleich ein Beitrag für die Partnerschaft der Universität Leipzig mit der Universität Cluj-Napoca geleistet.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (BMBF - Projektnummer 978 000-18)