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Philologische Fakultät

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Forschungstätigkeit an der Fakultät

Die Forschung an den zehn Instituten der Philologischen Fakultät deckt ein breites Spektrum von Fachdisziplinen ab. Sie ist zu einem wesentlichen Teil nach Sprachen und zugeordneten Kulturräumen ausdifferenziert. Zu den vielfältigen individuellen Projekten der Hochschullehrer und Mitarbeiter kommen in erheblichem Umfang drittmittelfinanzierte Projekte hinzu. Diese gemischte Form der Forschungstätigkeit mit einem besonderen Anteil an Einzelleistungen resultiert aus spezifischen Traditionen und Strukturen, welche für geisteswissenschaftliche Disziplinen auch in Zukunft bedeutsam und konstitutiv sind.
Die Forschungsschwerpunkte liegen in den vier Kernbereichen Sprachwissenschaft (einschließlich Translatologie), Literaturwissenschaft, Kulturstudien und Fachdidaktik.

Im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre beruhen die Profilschwerpunkte einerseits auf den positiven Traditionen der Institute, andererseits entstehen sie durch Zusammenarbeit in den interdisziplinären/übergreifenden Zentren der Universität Leipzig (Zentrum für Höhere Studien (ZHS), Frankreichzentrum, Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung, Ohio-Leipzig-European-Center). Darüber hinaus wird in der Fakultät international sowie transdisziplinär vernetzte Forschung betrieben. Besondere innovative Schwerpunkte entwickeln sich aus der Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen: Max-Planck-lnstitut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Max-Planck-lnstitut für Evolutionäre Anthropologie, Geisteswissenschaftliches Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Simon-Dubnow-lnstitut für Jüdische Geschichte und Kultur sowie Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Die Fakultät ist beteiligt am DFG-Forschungsschwerpunkt "Sprachproduktion", den Forschergruppen "Arbeitsgedächtnis" und "Sprachtheoretische Grundlagen der Kognitionswissenschaft", am Graduiertenkolleg (ZHS) "Universalität und Diversität: Sprachliche Strukturen und Prozesse" sowie am Internationalen Promotionsstudiengang "Transnationalisierung und Regionalisierung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart". Darüber hinaus sind von der Volkswagenstiftung und der DFG geförderte Typologie-Projekte angelaufen. Die Fakultät bringt sich mit ihrem Forschungspotenzial zugleich in die Profillinien der Universität, insbesondere zur Neuro- und Kognitionswissenschaft, Regionalität und lnterregionalität sowie Medialität ein.

Sprachwissenschaft

Forschungsgegenstand sind die an der Fakultät vertretenen Sprachen in Synchronie und Diachronie, die Struktur sprachlichen Wissens und die Prozesse der Sprachverarbeitung, die kontextabhängige Verwendung von Sprache(n) in intra- wie interlinguistischer Sicht. Eine spezielle Profillinie mit erheblichem Drittmittelpotenzial repräsentieren Forschungen zur generativen Grammatik (vor allem Chomsky- orientiert nach Minimalistischem Programm). Weitere Forschungslinien sind deskriptiver Sprachvergleich, lnformationsstrukturierung, kontrastive Grammatik, Sprachgeschichte, Soziolinguistik, Translatologie, lnterkulturelle Kommunikation und Fremdsprachenerwerbsforschung.

Literaturwissenschaft

Forschungsgegenstand ist sowohl die Literaturtheorie als auch die Synchronie und Diachronie künstlerisch gestalteter Texte sowie deren Funktion in vielfältigen kulturellen und kommunikativen Kontexten. Spezielle Arbeitsgebiete sind Postmodeme und Postkolonialität, Epistemologie, Wissenschaftsgeschichte, Bewusstseinsgeschichte sowie Fiktionalitätsforschung und Komparatistik.

Kulturstudien

Sie sind eine integrative Disziplin. Als Forschungsgegenstände - vornehmlich ausgehend vom Textmaterial - zeichnen sich ab: interkulturelle Kommunikation, kultureller Regionalismus vs. Globalisierung, Diskursivität, Hochkultur und Populärkultur, Alterität und Hybridität, soziale Integration und Ausgrenzung, ldentitätsbildung, Minoritäten (Rassenbeziehungen, Geschlechterkonstruktionen, lmmigrationsprozesse). Fakultätsübergreifende Regionalschwerpunkte sind Großbritannien und Irland, USA, lbero-Amerika, Frankreich/Frankophonie, sowie Ostmittel- und Südosteuropa (mit GWZO).
Die Fulbright Kommission hat 2003 für die nächsten fünf Jahre für die Universität Leipzig eine Gastprofessur (Distinguished Chair) in American Studies gestiftet, womit ein bemerkenswertes Forschungsprogramm auf diesem Gebiet gewürdigt wird.

Fachdidaktik

Gegenstand sind die Fremd- und Muttersprachendidaktik sowie Literatur- und Landeskundedidaktik. Profilschwerpunkte sind Theorie und Empirie fremdsprachlichen Lehrens und Lernens, Theorie von Curricula und Lernprogrammen in Synchronie und Diachronie, Lehrwerkforschung (Lehr- und Lernsoftware), integrierte multipolare Curricula einschließlich Tandem-Lernen, Multimedia.


 

 

Home Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 02.07.2004