Forschungsbericht 2002 - Projekte

 

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin


Arbeitsgruppe Hirn-PET der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Brain diagnostic with PET, Dept. of Nuclear Medicine, University of Leipzig


Radiosynthese des spezifischen a4▀2-Acetylcholinrezeptorliganden 2-[18F]A-85380

Radiosynthesis of 2-[18F]A-85380, a specific radioligand for the a4▀2-acetylcholine receptor


Dr. Marianne Patt (patm@medizin.uni-leipzig.de), A. Schildan, Prof. Dr. O. Sabri

Die Radiosynthese des subtypspezifischen a4▀2-Rezeptorliganden wird durch einen zweistufigen Prozess realisiert, in dessen erstem Schritt die phasentransferkatalysierte nukleophile Substition der NO2-Gruppe des BOC-geschützten Precursors durch [18F]Fluorid (erzeugt am Zyklotron des Leipziger PET-Zentrums über die 18O(p,n)18F-Kernreaktion) erfolgt. Im Anschluss an eine Zwischenreinigung mit Hilfe der HPLC wird die Schutzgruppe sauer abgespalten und das Rohprodukt erneut chromatographisch gereinigt. Ziel der Arbeiten ist die Etablierung und Optimierung der Radiosynthese des 2-[18F]A-85380 am PET-Zentrum Leipzig.


Weiterführung: ja


Finanzierung: haushaltsfinanzierte Forschung



Arbeitsgruppe Hirn-PET der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Brain diagnostic with PET, Dept. of Nuclear Medicine, University of Leipzig


Autoradiographische Studien zur Darstellung der Bindung von 2-[18F]A-85380 und [3H]Epibatidin an empfindliche a4▀2-Acetylcholinrezeptoren in genetisch modifizierten Mäusen

Autoradiographic studies of binding of 2-[18F]A-85380 and [3H]Epibatidine to sensitive a4▀2-acetylcholine receptors in genetically modified mice


Dr. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Patt, Prof. Dr. J. Schwarz (Klinik für Neurologie),Prof. Dr. O. Sabri

In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Prof. Dr. J. Schwarz, Klinik für Neurologie, soll versucht werden, mit den spezifisch an den a4▀2-Acetylcholinrezeptor bindenden Radioliganden 2-[18F]-A-85380 und [3H]Epibatidin das Expressionsmuster für diesen Rezeptorsubtyp in genetisch modifizierten Mäusen (und in Vergleichsmäusen) darzustellen. Der von den Mäusen exprimierte hochempfindliche a4▀2-Acetylcholinrezeptor könnte die Ursache für die in diesen Mäusen nachgewiesene massive Zerstörung dopaminerger Neurone in der Substantia nigra sein. Das Imaging der a4▀2-Acetylcholinrezeptor mit den o.g. Radioliganden erfolgt durch in vitro und/oder ex vivo-Autoradiographie an Maus-Hirnschnitten unter Nutzung eines hochauflösenden Phosphorimagers (25 µm). Die regionale Quantifizierung der Radioaktivitätsverteilung im Hirn wird mit entsprechender Auswertesoftware durchgeführt. Die Darstellung eines Zusammenhangs zwischen verstärkter cholinerger Innervation in der Substantia nigra und erhöhtem Zelltod dopaminerger Neurone könnte ein wichtiger Beitrag für den Pathomechanismus des M. Parkinson sein.


Weiterführung: ja


Finanzierung: z. Zt. haushaltsfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Klinik und Poliklinik für Neurologie

Department of Nuclear Medicine, Department of Psychiatry, Department of Neurology


Evaluierung des nACh-Rezeptorstatus bei Patienten mit M. Parkinson und Patienten mit Demenz mit Hilfe des spezifischen Rezeptorliganden 2-[18F]A-85380 und PET

Imaging of the nACh-Receptorsystem in patients with M. Parkinson or dementia by means of the specific receptor ligand 2-[18F]A-85380 and PET


Dr. Thomas Lincke (lincket@medizin.uni-leipzig.de), Dr. S. Hesse, Prof. Dr. J. Schwarz (Klinik für Neurologie), Prof. Dr. H.-J. Gertz (Klinik für Psychiatrie), Dr. M. Patt, Dr. B. Sattler, Dr. G. Becker, Prof. Dr. O. Sabri

Nikotinerge Acetylcholin(nACh)-Rezeptoren konnten im lebenden menschlichen Gehirn bisher mit C11-markiertem Nikotin und PET nur wenig spezifisch dargestellt werden. Dagegen zeigt 2-[18F]A-85380, ein vielversprechender Ligand für den aus a4 und ß2 Untereinheiten gebildeten, im ZNS am meisten exprimierten nACh-Rezeptor, eine hohe Selektivität bei geringer Toxizität. Die Synthese von 2-[18F]A-85380 wurde bereits vorbereitet, die entsprechende Precusor-Substanz steht uns zur Verfügung. Klinische Relevanz der nACh-Rezeptordarstellung ergibt sich, da bereits im Frühstadium der Demenz vom Alzheimer Typ eine Abnahme der nACh-Rezeptordichte im Gehirn postuliert wurde. Tierversuche sowie der offensichtlich neuroprotektive Effekt eines Nikotinabusus bei Patienten mit M. Parkinson weisen auf die Bedeutung der nACh-Rezeptoren auf dopaminergen Neurone hin. Bei beiden Patientengruppen sollen deshalb Verlaufs- und Therapiekontrolluntersuchungen (z.B. Cholinesteraseinhibitoren bei Demenz) u.a. mittels PET und 2-[18F]A-85380 erfolgen.


Weiterführung: ja


Finanzierung: z. Zt. haushaltsfinanzierte Forschung, 2 IZKF-Projekte (Demenz, Parkinson) eingereicht



Inst. für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin


Entwicklung neuer nikotinerger Acetylcholinrezeptorliganden auf struktureller Grundlage des Epibatidins

Development of new ligands for the nicotinic acetylcholine receptor based on the lead structure of epibatidine


Dr. J.T. Patt (jpatt@iif-leipzig.de), Dr. F. Schülzchen, Prof. Dr. J. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung e.V.), Dr. M. Patt, Prof. Dr. O. Sabri

Durch Variation der Grundstruktur des Epibatidins sollen spezifische Liganden für den nikotinergen Acetylcholinrezeptor-Subtyp a4▀2 gefunden werden, die weiterhin über die ausgezeichneten pharmakologischen Eigenschaften des Epibatidins wie hohe spezifische Bindung, langsamer Metabolismus etc. verfügen, aber eine geringere Affinität zum a3▀4-Subtyp und damit eine geringere Toxizität aufweisen.


Weiterführung: ja


Finanzierung: DFG-Projekt am IIF und haushaltsfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


Kinetisches Modelling von nikotinergen Acetylcholin Rezeptoren mit 2-[18F]A-85380 und dynamischer Positronen-Emissionstomographie (PET)

Kinetic modelling of nicotinic acetylcholine receptors with 2-[18F]A-85380 and dynamic positron emission tomography (PET)


Dr. Georg Becker (georg.becker@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. O. Sabri

Der PET-Radioligand 2-[18F]A-85380 bindet mit hoher Selektivität und Spezifität an nicotinerge Acetylcholin-Rezeptoren im Gehirn. Ein kinetisches Modelling mittels zweier Gewebekompartimente ist bisher in der Literatur nicht beschrieben. Zur Analyse der mit PET gemessenen Zeit-Aktivitätskurven wurde ein in der Programmierumgebung Matlab realisiertes Auswertesystem weiterentwickelt. Es enthält lineare und nichtlineare Schätzverfahren zur Bestimmung der charakteristischen Parameter des Kompartmentsystems (Transferkoeffizienten, Verteilungsvolumina und Bindungspotential). Da das Auswertesystem im Quellcode verfügbar ist, besitzt es eine Flexibilität, die von einem kommerziellen System nicht erreicht werden kann.


Weiterführung: ja


Finanzierung: haushaltsfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Inst. für Interdisziplinäre Isotopenforschung

Department of Nuclear Medicine, Department of Psychiatry, Department of Neurology


Quantitative Bestimmung der Serotonin-Transporter-Verfügbarkeit bei Patienten mit depressiven Erkrankungen und deren Vergleich mit der Norm unter Nutzung neuer hochselektiver Radioliganden [18F]FMe-McN5652 und [11C]DASB und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Patt, Dr. U. Müller (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Dr. K. Stengler-Wenzke (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Dr. B. Sattler, Prof. Dr. J. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung), Dr. G. Becker, Dr. A. Rössler (Klinik und Poliklinik für Neurologie), Prof. Dr. H.-J. Gertz (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Prof. Dr. O. Sabri

Depressive Erkrankungen besitzen eine sehr hohe sozialmedizinische und sozioökonomische Relevanz; Ätiologie sowie Pathogenese dieser Erkrankung sind jedoch bis heute nicht befriedigend geklärt. Neuere pharmakogenetische und molekularbiologische Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Veränderungen der serotonergen Neurotransmission, insbesondere der Serotonin-Transporter (SERT), den Zielstrukturen moderner, effektiver Antidepressiva, eine wichtige Rolle in der Krankheitsentstehung spielen. Durch die Entwicklung neuer Radioliganden ist eine in vivo Darstellung der SERT mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie (SPECT) möglich geworden. Die Ergebnisse der wenigen bisher durchgeführten Neurobildgebungs-Studien sind jedoch widersprüchlich. Limitiert wurden diese Arbeiten dadurch, dass die verwendeten Radioliganden nicht SERT-selektiv (SPECT-Tracer) waren beziehungsweise die kurze Halbwertszeit des eingesetzten Nuklids (C-11, PET) eine exakte Messung verhinderte. Mitarbeitern des Forschungszentrums Rossendorf bzw. Instituts für Interdisziplinäre Isotopenforschung Leipzig ist es gelungen, mit [18F]FMe-McN5652 einen Radioliganden zu synthetisieren, der in vitro eine selektive SERT-Bindung zeigt mit dem Vorteil einer der Halbwertszeit des Radionuklids (F-18) entsprechenden langen Messzeit. Diese Studie vergleicht diesen Radioliganden mit dem derzeit von den Abbildungseigenschaften her geeignetsten [11C]-markierten PET-Liganden (DASB) bei Patienten mit Depression und einer gesunden Vergleichsgruppe hinsichtlich der Detektierbarkeit von Änderungen der SERT-Verfügbarkeit bei Erkrankten. Diese Arbeit wird helfen, neue Erkenntnisse in der Neurobiologie der Depression zu gewinnen, und schafft möglicherweise ein diagnostisches und (aufgrund der 18F-Markierung) verfügbares 'Tool' zur Behandlungsentscheidung bei dieser neuropsychiatrischen Erkrankung, deren Erkennung oft schwierig ist.


Weiterführung: ja


Finanzierung: z. Zt. haushaltsfinanzierte Forschung, IZKF-Projekt eingereicht



Arbeitsgruppe PET in der Onkologie, Abt. Hämatoonkologie der Klinik für Kindermedizin, Abt. Kinderradiologie der Klinik für Radiologische Diagnostik, Institut für Medizinische Statistik der Universität Leipzig


PET zur Therapieoptimierung bei Kindern mit Morbus Hodgkin

PET for therapy optimisation in children with Hodgkin's lymphoma


Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. D. Körholz, Prof. Dr. Hirsch, Dr. Hasenclever, C. Dannenberg, Dr. B. Sattler, Prof. Dr. O. Sabri

Im Rahmen der Therapieoptimierungsstudie HD-2003 wird die PET zur Beurteilung des Therapieansprechens auf Chemotherapie eingesetzt. Bei Kindern in niedrigen Erkrankungsstadien soll bei negativem PET-Befund nach 2 Zyklen Chemotherapie in einer randomisierten Studie die Notwendigkeit einer zusätzlichen Radiotherapie evaluiert werden. Bei Kindern in höheren Erkrankungsstadien sollen PET-Kriterien zur Charakterisierung von Subgruppen mit besonders schlechter oder guter Prognose gefunden werden, mit dem Ziel einer frühzeitigen Therapieverstärkung bzw. -abschwächung. 2002 wurden Studienprotokolle erstellt, Kooperationspartner gewonnen und die Organisation der Datenübermittlung geplant.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Hand in Hand for Children



Arbeitsgruppe PET in der Onkologie, Medizinische Klinik II, Universität Leipzig


PET für Staging und Responsebeurteilung bei Sarkoidose

PET for staging and evaluation of therapy response in sarcoidosis


M. Gensert, Dr. J. Winkler, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de)

Die Studie prüft die Wertigkeit der PET für Ausbreitungsdiagnostik, Aktivitätsbeurteilung und Therapieansprechen von Sarkoidosen im Vergleich zu radiologischen und laborchemischen Parametern.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: haushaltsfinanzierte Forschung



Arbeitsgruppe PET in der Onkologie, Klinik für Gynäkologie, Institut für Pathologie, Klinik für Radiologische Diagnostik der Universität Leipzig


Vergleichende Wertigkeit von F-18-FDG-PET und MRT/CT für Nachweis und Staging von operablen Zervixkarzinomen


A. Kratzsch, PD Dr. L.C. Horn, Dr. J. Einenkel, Dr. A. Seese, Prof. Dr. F. Schmidt, Prof. Dr. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de),

Es wird die Wertigkeit der F-18-FDG-PET für das Staging von Cervixkarzinomen vergleichend zu den Ergebnissen von MRT oder CT untersucht. Als Referenz dienen die histopathologischen Befunde nach radikaler Hysterektomie mit pelviner und teilweise auch paraaortaler Lymphonodektomie.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: haushaltfinanzierte Forschung



PET in der Onkologie, Medizinische Klinik II der Universität Leipzig


18FDG-PET vor und nach Photodynamischer Therapie von Klatskin-Tumoren.

18FDG-PET before and after photodynamic therapy of hilar bile duct cancer


Dr. Dominic Müller (mueld@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Wiedmann, Prof. Dr. R. Kluge

Die Photodynamische Therapie stellt eine der aussichtsreichsten palliativen Therapieoptionen von nicht-resektablen Klatskin-Tumoren dar. Ziel dieser Studie ist zu eruieren, inwieweit 18FDG-PET zum Therapiemonitoring geeignet ist.


Weiterführung: Nein


Finanzierungsart: haushaltfinanzierte Forschung



PET in der Onkologie, Medizinische Klinik II der Universität Leipzig


Experimente an Zellkulturen zur Beurteilung des Therapieansprechens von Gallengangstumoren auf Chemotherapie mit verschiedenen PET-Tracern

Evaluation of response to chemotherapy with different PET-tracers - experiments with cholangiocarcinoma cell lines


Dr. Dominic Müller (mueld@medizin.uni-leipzig.de), Dr. M. Wiedmann, Dr. D. Sorger, Prof. Dr. R. Kluge

Es wurden mehrere humane Cholangiokarzinom-Zelllinien etabliert. In der Studie soll das Speicherverhalten zunächst von F-18-FDG vor und nach unterschiedlichen Chemotherapie-Dosierungsschemata vergleichend zu verschiedenen in-vitro-Methoden untersucht werden. Geplant ist der Einsatz der Methodik unter Verwendung innovativer Tracer zum Monitoring von Tumorstoffwechsel, Proliferation und Apoptose.


Weiterführung: Ja


Finazierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie

Department of Nuclear Medicine, Department of Psychiatry


Bildgebende Messung und Darstellung der dopaminergen Neurotransmission

Imaging of dopaminergic neurotransmission - derivatives of data analysis


Dr. Swen Hesse, Dr. med. Ulrich Müller (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Prof. Dr. Thomas Becker (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Prof. Dr. O. Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Kognitive Defizite gehören neben positiven und negativen Symptomen zu den wichtigsten klinischen Manifestationen der Schizophrenie und sind entscheidend für den psychosozialen Verlauf der Erkrankung. In dem geplanten Projekt soll der Zusammenhang zwischen kognitiven Funktionen und Störungen der dopaminergen Neurotransmission weitergehend untersucht werden. Erkrankungsbedingte Defizite und kognitive Effekte der antipsychotischen Medikation sollen differenziert werden. Ausgehend von präklinischen Studien des Antragsstellers zur katecholaminergen Modulation präfrontaler Funktionen und Erfahrungen mit der nuklearmedizinischen Bildgebung des Dopamin-Systems wurde eine klinische Studie mit neuropsychologischen Testverfahren und [123I]FP-CIT SPECT konzipiert. Ergebnisse einer Pilotstudie bestätigen die Relevanz des Themas für Grundlagenforschung und klinische Praxis.


Weiterführung: Nein


Finanzierung: Förderung: formel.1-13



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Neurologie

Department of Nuclear Medicine, Department of Neurology,


Nuklearmedizinische Bildgebung bei Parkinson-Syndromen

Nuclear medicine imaging in Parkinsonian syndromes


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. W. Herrmann, Dr. B. Eggers, Dr. A. Rössler, K. Strecker, Prof. Dr. J. Schwarz (Klinik und Poliklinik für Neurologie), Dr. C. Oehlwein (Parkinson-Sprechstunde Gera), Dr. F. Tietze, Dr. S. Peschel, Dr. T. Krause (Nervenärztliche Gemeinschaftspraxis Leipzig), Dr. T. Lincke, Prof. Dr. O. Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Veränderungen im zentralen dopaminergen System sind verantwortlich für idiopathische und atypische Parkinsonsyndrome. Mittels der [123I]FP-CIT- und [123I]IBZM-Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) können präsynaptisch- und postsynaptisches Kompartment der dopaminergen Synapse dargestellt und quantitativ analysiert werden. Es konnte mit Hilfe eines hochauflösenden hirn-dedizierten SPECT-Systems gezeigt werden, dass eine Trennung der unterschiedlichen Syndrome sowie der Auschluss einer neurodegenerativen Erkrankung bei Patienten mit Parkinson-Symptomatik möglich ist. Die SPECT soll anhand einer umfangreiche Datenbank und klinischer Parameter validiert werden. Diese als Doktorarbeit konzipierte Studie wird neue Erkenntnisse in der Pathophysiologie der Parkinson-Erkrankung und der Multisystemdegenerationen erbringen.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Neurologie

Department of Nuclear Medicine, Department of Neurology, (MRC Cyclotron unit, Hammersmith Hospital London


Bildgebende Darstellung und Messung der zentralen Serotonin-Transporter bei Wilson-Patienten

Imaging of central serotonin transporter in patients with Wilson disease


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. W. Herrmann, Dr. B. Eggers (Klinik und Poliklinik für Neurologie), Dr. H. Barthel (MRC Cyclotron unit, Hammersmith Hospital London, UK), Prof. Dr. O. Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Serotonin-Mangel ist eine Hypothese zur biologischen Ätiologie einer Reihe von neuropsychiatrischen Syndromen. Mit Hilfe der [123I]ß-CIT-Single-Photonen-Emissions-Computertomographie (SPECT) können Änderungen der Dichte der präsynaptisch gelegenen Serotonin-Transporter bildgebend erfasst und quantitativ analysiert werden. Als Ergänzung zu den vor 4 Jahren bei Wilson-Patienten begonnenen Untersuchungen der Integrität des dopaminergen Transmittersystems wird mittels [123I]▀-CIT-SPECT die serotonerge Transmission analysiert, um die eingangs erwähnte Hypothese anhand der bei diesem Krankheitsbild häufig auftretenden depressiven Störungen zu prüfen.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie

Department of Nuclear Medicine, Department of Psychiatry,


Darstellung und Quantifizerung der zentralen Dopamin- und Serotonin-Transporter bei Patienten mit Zwangserkrankung

Imaging of central serotonin transporter in patients with Wilson disease


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. K. Stengler-Wenzke, Dr. U. Müller (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie), Prof. Dr. O. Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Dysbalancen in Neurotransmittersystemen bedingen offensichtlich eine Reihe neuropsychiatrischer Syndrome. Mit Hilfe der [123I]ß-CIT-Single-Photonen-Emissions-Computer-Tomographie (SPECT) können sowohl die Verfügbarkeit präsynaptischer Serotonin- als auch Dopamin-Transporter erfasst und quantifiziert werden. Mit Hilfe dieser Arbeit sollen Einblicke in die zugrundeliegende Neurobiologie der Zwangserkrankung erhalten werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund neuer und effektiver medikamentöser Therapien (Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, SSRI), wobei klinische Verlaufsparameter mit den SPECT-Daten unter SSRI korreliert werden sollen.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


Quantifizierung von SPECT-Studien des nigrostriatalen dopaminergen Systems - Vergleich von Daten verschiedener hochauflösender SPECT-Kameras

Investigating Dopaminergic Neurotransmission by I-123-FP-CIT and I-123-IBZM SPET: Comparability of Modern SPET Systems


Dr. med. Philipp T. Meyer (ph.meyer@fz-juelich.de), Dr.-Ing. Bernhard Sattler, Dr. med. Thomas Lincke, Dr. rer. nat. Anita Seese und Prof. Dr. med. Osama Sabri

Als kommerziell erhältliche Radiopharmaka werden die Dopamin-Rezeptor- bzw. Dopamin-Transporter-Liganden I-123-IBZM bzw. I-123-FP-CIT zunehmend in der Diagnostik extra-pyramidaler Bewegungsstörungen angewendet. Die Vergleichbarkeit der quantitativen Auswertungsergebnisse verschiedener SPECT-Systeme ist insbesondere für die Durchführung von Verlaufskontrollen, Interventionsstudien oder Multicenterstudien von großer Bedeutung. Es wurden Phantommessungen (Zylinderphantom) und SPECT-Untersuchungen von Patienten jeweils an einem dedizierten Hirn-SPECT-System (Ceraspect, DSI) und an einer Dreikopfkamera (MultiSpect3, Siemens) durchgeführt und die erhobenen Daten in Relation gesetzt. Im Ergebnis zeigten sich eindeutige Vorteile der Ceraspect-Kamera gegenüber dem Dreikopf-System. Weiterhin wurde deutlich, dass Daten zwischen SPECT-Systemen mit unterschiedlicher Auflösung und Messdynamik nur bedingt übertragbar sind.


Weiterführung: nein


Finanzierungsart: Industrie



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Neurologie

Department of Nuclear Medicine, Department of Neurology,


Parkinsonsyndrome aufgrund zerebrovaskulärer Läsionen - Differenzierung mittels I-123-FP-CIT und I-123-IBZM und SPECT

Value of combined I-123-FP-CIT and I-123-IBZM SPECT imaging for the differentiation of vascular parkinsonism


Dr. med. Thomas Lincke, Dr. med. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), Dr. med. Wieland Herrmann (Klinik und Poliklinik für Neurologie) und Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin)

Patienten mit vaskulärer Enzephalopathie können infolge von Läsionen im Striatum oder der Substantia nigra bzw. deren nigrostriatalen Projektionen ein Parkinsonsyndrom (VPS) entwickeln. Allein klinisch gelingt eine sichere Abgrenzung zum idiopathischen PS (IPD) bzw. neurodegenerativen Multisystemerkrankungen (MSA/PSP) oft nicht. Deshalb wurden die Unterschiede der nigrostriatalen dopaminergen Funktion zwischen VPS, IPD, MSA/PSP bzw. Pat. mit essentiellem Tremor (ET) mittels I-123-FP-CIT (präsynaptische Dopamintransporter) und I-123-IBZM (postsynaptische Dopamin-D2-Rezeptor Bindungskapazität) und Hirn-SPECT an mehr als 200 Patienten untersucht. Es zeigte sich für die Patienten mit vaskulärem Parkinsonsyndrom eine erniedrigte striatale D2-Rezeptorbindungskapazität wie bei MSA/PSP, niedriger als bei ET/IPD und eine signifikant höhere Dopamintransporterdichte als bei MSA/PSP und IPD aber niedriger als bei ET. Die prognostisch und therapeutisch relevante differentialdiagnostische Abgrenzung des VPS kann somit durch den Einsatz der SPECT erleichtert werden.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie, Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

Department of Nuclear Medicine, Department of Neurochirurgie, Department of Radiology


Einbeziehung von PET- und SPECT-Daten in die prä- und intraoperative Neuronavigation bei Patienten mit Hirntumoren

Complementary use of PET and SPECT data in pre- and intraoperative neuronavigation in patients with brain tumours


Dr. C. Trantakis (Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie), Dr. T. Lincke, Dr. M. Moche und Prof. Dr. T. Kahn (Klinik und Poliklinik für Diagnostische Radiologie), Prof. Dr. J. Meixensberger (Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie), Prof. Dr. O. Sabri

Aminosäurestoffwechselaktive Tumoranteile lokalisiert bzw. posttherapeutische Veränderungen wie z. B. eine Strahlennekrose vom Tumorrezidiv differenziert werden und somit ergänzende diagnostische Informationen zur überwiegend morphologisch orientierten Bildgebung der MRT gewonnen werden. PET- bzw. SPECT-Daten eines Hirnphantoms und mehrerer Patienten wurden in ein MRT-gestütztes, bereits prä- und intraoperativ im interventionellen MRT angewendetes Neuronavigationssystem (LOCALITE) übertragen. Die automatische Bilddatenüberlagerung wurde mittels externer Marker anhand der PET- und MRT-Daten überprüft. Die unmittelbare Einbeziehung der PET- und SPECT-Bildinformation in die neurochirurgische Interventionsplanung und die intraoperative Neuronavigation ist vorgesehen.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Medizinische Klinik I * der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine and Int. Medicine Department I, University of Leipzig


Veränderungen der regionalen Hirnperfusion beim Schlaf-Apnoe-Syndrom sowie deren Beeinflussbarkeit durch Therapie

Changes of regional cerebral perfusion in sleep apnoea and their recovery after therapy


Alexander Weiser, Prof. Regine Kluge, (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Claudia Dannenberg, Dr. Andrea Bosse-Henck*

Patienten mit Schlaf-Apnoe-Syndrom leiden neben erheblicher Tagesmüdigkeit an Einschränkung kognitiver Leistungen und Depressionen, wobei die Ausprägung der Beschwerden mit Ausprägung und Häufigkeit der nächtlichen Hypoxämie-Phasen korreliert. Die Studie prüft, ob regionale Defizite der kortikalen Perfusion nachweisbar sind, ob diese in charakteristischen Hirnarealen lokalisiert sind und mit dem Schweregrad der Schlafapnoe korrelieren sowie deren evtl. Reversibilität bei Therapie des Schlaf-Apnoe-Syndroms. Die prospektive Studie schließt Patienten mit schwerem Schlaf-Apnoe-Syndrom und ausgeprägten kognitiven Dysfunktionen ein. Hirnperfusionsuntersuchungen wurden mit Tc-99m-ECD durchgeführt und semiquantitativ in Region-of-interest-Technik im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe ausgewertet. Ziel der Untersuchung sind Erkenntnisse über den Pathomechanismus der kognitiven Veränderungen in Relation zur kortikalen Perfusion beim Schlaf-Apnoe-Syndrom.


Weiterführung Nein


Finanzierungsart: TG 51



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig, Abt. für Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin, Universität Western Ontario London, Canada*

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig Department of Diagnostic Radiology and Nuclear Medicine, University of Western Ontario London, Canada


Einführung einer automatischen Methode zur vergleichenden semiquantitativen Auswertung von Hirn-SPECT-Studien bei Schlaganfallpatienten durch pixelweise Analyse der Datensätze relativ zu einem Normalkollektiv

Introduction of an automatical technique for comparison of brain perfusion SPECT studies in patients with stroke using pixelwise comparison with normal templates.


Dr. Thomas Lincke (lincket@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Bernhard Sattler, Dr. Petr Slomka,* P. Radau*, Prof. Dr. O. Sabri

Im vergangenen Jahr wurde die automatische Analyse von Hirnperfusions-SPECT-Daten für die Diagnostik akuter Schlaganfälle evaluiert. Die neue Studie prüft die Eignung des Systems für einen automatisierten Vergleich von Hirnperfusionsstudien unter stimulierten und Basisbedingungen im Vergleich zur bisher üblichen Auswertetechnik in Region-of-interest-Technik.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: TG 51 und Industrie



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Medizinische Klinik I * der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine and Int. Medicine Department I, University of Leipzig


Regionale Glukoseutilisation und Perfusion im rechts- und linksventrikulären Myokard beim Cor pulmonale

Regional glucose utilization and perfusion of right and left ventricular myocardium in pulmonary hypertension


Prof. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Jörg Winkler*, Dr. Anita Seese, Dr. Bernhard Sattler, Barbara Klöppel

Veränderungen des myokardialen Energiemetabolismus haben eine Schlüsselstellung im genetischen Adaptationsprozess an pathologische Druckbelastung. Es wird untersucht, ob sich die regionale Glukoseutilisation in der kompensierten und dekompensierten Phase der Erkrankung unterscheidet und ob eine Abhängigkeit vom Grad der Druckbelastung besteht. Mittels F-18-Fluordeoxyglucose-PET wird unter Insulinstimulation die Glukoseutilisationsrate mit Hilfe der grafischen Analyse nach Patlak quantifiziert. Regionale Differenzen werden in Region-of-interest-Technik erfaßt.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: TG 51



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig, Klinik für Kardiologie des Herzzentrums Leipzig*

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig Department of Cardiology, Heart Center Leipzig


Effekt regelmäßigen körperlichen Trainings auf die myokardiale Perfusion bei koronarer 1-Gefäß-Erkrankung

Effect of exercise training on myocardial perfusion in coronary one-vessel-disease


Prof. Regine Kluge, (klur@medizin.uni-leipzig.de), Kay Kendziorra, Dr. Claudia Walter,* Prof. Osama Sabri, Prof. Rainer Hamprecht*

In einer randomisierten Studie wird der Effekt regelmäßigen körperlichen Trainings vergleichend mit dem einer PTCA auf die regionale myokardiale Perfusion bei nachgewiesener relevanter Koronarstenose über einen Zeitraum von einem Jahr untersucht. Die Myokardperfusionsszintigrafien werden mit Tc-99m-Tetrofosmin unter fahrradergometrischer Belastung und in Ruhe durchgeführt. Es erfolgen visuelle


und semiquantitative Auswertungen von Ausprägung und Ausdehnung myokardialer Ischämien.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: TG 51 und Industrie



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig


Evaluierung verschiedener automatisierter Auswertesysteme für die Myokardperfusionsszintigrafie

Evaluation of different automatical diagnostic systems for use in myocardial perfusion scintigraphy


Karl Strecker, Prof. Regine Kluge (klur@medizin.uni-leipzig.de)

Myokardperfusionsszintigrafien werden zurzeit üblicherweise visuell ausgewertet. In den letzten Jahren werden zunehmend Programme entwickelt, die eine bildpunktweise Analyse der Patientendaten im Vergleich zu Normalkollektiven oder Patientenkollektiven mit bekannter Diagnose erlauben. Die Studie prüft die diagnostische Treffsicherheit zweier automatisierter Auswertesysteme (Perfit, Nuclear Diagnostic, Autoquant, ADAC Laboratories) im Vergleich zur visuellen Befundung bei Patienten mit koronarangiografisch gesicherter Herzkrankheit und in Phantomstudien.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Industrie



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Herzzentrum Leipzig,*

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig and Heart Center Leipzig


Effekt der Schwächungs-und Streuungskorrektur auf die diagnostische Treffsicherheit der Myokardperfusionsszintigrafie

Effect of attenuation and scatter correction on the diagnostic accuracy of myocardial perfusion scintigraphy


Marcus Förster (Marcus-f@web.de), Prof. R. Kluge, Prof. R. Hamprecht*

Der Effekt der Schwächung der Photonen und die Streustrahlung sind seit vielen Jahren bekannte Störgrößen bei der Myokardszintigrafie. Die Möglichkeit der individuellen Schwächungskorrektur durch zusätzliche Transmissionsmessung sowie die Streustrahlenkorrektur bewirkt eine homogenere Rezeptorpräsentation der gemessenen Impulsdichte in unterschiedlichen Wandarealen bei der myokardialen SPECT. Eine verbesserte Treffsicherheit des SPECT nach Korrektur wurde in mehreren Untersuchungen an ausgewählten Patientengruppen bewiesen. Ziel dieser Studie ist es die Effekte der Korrekturen in einer prospektiven Untersuchungsreihe bei einem nicht vorselektionierten Patientengut zu verifizieren. Als Referenzmethode dient die Koronarangiografie.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: TG 51



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


Einfluß verschiedener Rekonstruktionsverfahren der Ventilations-Perfusionsszintigraphie auf die diagnostische Treffsicherheit.


M. Förster (Marcus-f@web.de, Dr. A. Seese, Prof. O. Sabri

Die Ventilations-Perfusionsszintigraphie in planarer Aufnahmetechnik ist ein in der klinischen Routine akzeptiertes Verfahren zum Nachweis bzw. Ausschluß von Lungenembolien. Neuere Untersuchungen zeigten einen Zugewinn an Sensitivität durch Verwendung tomografischer Aufnahmetechnik. Vergleiche verschiedener Rekonstruktionsparameter und deren Einfluss auf die diagnostische Treffsicherheit fehlen derzeit. Ziel der Untersuchung war es, verschiedene Untersuchungsprotokolle und Rekonstruktionsparameter bzgl. des Einflusses auf die Sensitivität und Spezifität der Ventilations-Perfusionsszintigraphie in SPECT-Technik zu vergleichen.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Drittmittel



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Medizinische Klinik I * der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine and Int. Medicine Department I, University of Leipzig


Klinischer Nutzen der Schildwächter-Lymphknoten (sentinel lymph node) Biopsie (SLNB) und der [18F]FDG-PET bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren

Clinical impact of sentinel lymph node biopsy and [18F]FDG-PET in patients with head and neck cancer


Dr. M.K. Pawelka (pawk@medizin.uni-leipzig.de), Dr. S. Hesse, Dr. Kolbow (Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie)

Die gammasonden-gestützte SLNB hat die elektiven Lymphknotendissektionen bei Patienten mit malignem Melanom bereits zum Teil ersetzt. Ziel der Arbeit ist die Prüfung der Anwendbarkeit der Methode für Tumoren im Kopf-Hals-Bereich.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig


Prädiktive Wertigkeit des humanen Thyreoglobulin-Spiegels im niedrig meßbaren Bereich in der Nachsorge von Patienten mit differenziertem Thyreozytenkarzinom

Predictive value of low serum thyreoglobulin and diagnostic value of [18F]FDG-PET in the follow-up of patients with differentiated thyroid cancer


Dr. Swen Hesse (hessw@medizin.uni-leipzig.de), K. Jentsch, Dr. D. Sorger, Dr. L. Otto

Die Nachsorge bei Patienten mit differenziertem Schiddrüsenzellkarzinom basiert auf einer hoch sensitiven und spezifischen Bestimmung des humanen Thyreoglobulin (hTG)-Spiegels, wobei die prädiktive Wertigkeit des hTG-Spiegels im niedrig messbaren Bereich bezüglich Rezidiv-/Metastasenerkennung nicht sicher einzuschätzen ist. Im Rahmen einer Langzeitstudie soll der prädiktive Wert der hTG-Bestimmung im niedrig meßbaren Bereich festgestellt werden.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: Industrie, Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Department of Nuclear Medicine


Systematische Charakterisierung von Therapieversagern bei der Radioiodtherapie der Autoimmunhyperthyreose

Systematic characterization of radiodine therapy failures in Graves disease.


Dr. Dominic Müller (mueld @medizin.uni-leipzig.de), Dr. L. Otto, Prof. O. Sabri

Ziel dieser prospektiven Studie ist die systematische Aufarbeitung aller denkbaren Einflussfaktoren auf den Erfolg einer Radioiodtherapie bei Patienten mit einer Autoimmunhyperthyreose. Dabei sollen auch die wesentlich verbesserten Möglichkeiten der intratherapeutischen Dosimetrie der ab 2/02 eröffneten Therapiestation zum Einsatz kommen.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Drittmittel



Radiochemie der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Radiochemistry, Dept. of Nuclearmedicine, University of Leipzig


[18F]Fluoroazomycinarabinofuranosid (18FAZA) und [18F]Fluoromisonidazol (18FMISO): Vergleich ihrer selektiven Aufnahme in hypoxische Zellen und PET-Studien in experimentellen Rattentumoren

[18F]Fluoroazomycinarabinofuranoside (18FAZA) and 18F]Fluoromisonidazole (18FMISO): A comparativestudy of their selective uptake in hypoxic cells and PET imaging in experimental rat tumors


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Dr. rer. nat. Marianne Patt, Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik f. Nuklearmedizin der Universität Leipzig), Dr. Piyush Kumar, Prof. Dr. Leonard I. Wiebe (Faculty of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences and Department of Oncologic Imaging, University of Alberta, Edmonton, Canada)

Ziel war es, eine geeignete mit [18F] markierte Substanz zum PET-Imaging hypoxischer Regionen in Tumoren zu finden. Die Hypoxie in Tumoren ist ein wesentlicher Faktor für das Nichtansprechen strahlentherapeutischer Therapie und ihre Entdeckung in vivo daher von großer klinischer Bedeutung. In der Studie wurde die neue Verbindung [18F]Fluorazomycinarabinosid (18FAZA) (ein Zuckerderivat) mit der bekannten, aber noch nicht optimal geeigneten Verbindung [18F]Fluormisonidazol (18FMISO) bezüglich ihrer hypoxiebedingten Akkumulation im Zielgebiet und bezüglich ihrer pharmakokinetischen Eigenschaften verglichen. Dies erfolgte an Tumorzellen und im experimentellen Rattentumor (Walker 256 Ratten-Karzinosarkom). Die Ergebnisse belegen, dass beide Verbindungen als Hypoxiemarker eingesetzt werden können. Im Zellversuch ergaben sich gleichwertige Aufnahmedaten. Im Tierversuch zeigte sich, dass 18FMISO den Vorteil einer höheren Akkumulation im Zielgebiet hat (höhere Sensitivität bei Aufnahmen nach 3 h). 18FAZA als hydrophilere Verbindung hat den Vorteil, dass die unspezifisch gebundenen Anteile schneller über die Niere eliminiert werden und dadurch frühere Aufnahmen möglich sind


Weiterführung: nein


Finanzierungsart. Haushaltfinanzierte Forschung



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und Klinik und Poliklinik für Orthopädie* der Universität Leipzig

Department of Nuclear Medicine, University of Leipzig and Department of Orthopedic Surgery, University of Leipzig


Wertigkeit der [18F]FDG-PET für die Diagnostik entzündlicher Prothesenlockerungen (ePL)

The value of [18F]-Fluoride-PET in diagnostics of loosened endoprothesis


Dr. Kerstin M. Pawelka (pawk@medizin.uni-leipzig.de), Prof. Dr. R. Kluge, Dr. Matthias Schönert,*

Ziel der Studie soll es sein, die bisherige szintigraphische Diagnostik, die im Rahmen ePL angewandt wird (3-Phasen-Skelettszintigrafie und Antigranulozyten-AK-Szintigrafie), mit der [18F]FDG-PET zu vergleichen. Zu erwarten ist eine wesentlich höhere örtliche Auflösung und damit bessere Trennung zwischen Weichteilinfektion und Knochenbeteiligung. Zu prüfen ist außerdem, ob damit ein sensitiveres und spezifischeres Verfahren als mit der herkömmlichen Diagnostik zur Verfügung steht.


Erste Ergebnisse scheinen dies zu bestätigen.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: TG 51



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung

Department of Nuclear Medicine, Inst. for Interdisciplinary Isotope Research


Testung der Spezifität von neuen hochaffinen 4- bzw. 5-O-Benzyl- substituierten Vesamicolderivaten zum vesikulären Acetylcholin-transporter (VAChT) und Vergleich zum Vesamicol

Test of new high affine 4- and 5-O-benzylether derivatives regarding their binding specificity to the vesicular acetylcholine transporter in comparison to vesamicol


Dr. rer. nat. Dietlind Sorger (sord@medizin.uni-leipzig.de), Dr. Hubert Mai, (Klinik und Poliklinik f. Nuklearmedizin der Universität Leipzig),


Dr. Matthias Scheunemann, Prof. Dr. Steinbach (Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung, Leipzig), Prof. Dr. med. Osama Sabri (Klinik und Poliklinik f. Nuklearmedizin der Universität Leipzig),

Gesamtziel ist der in vivo-Nachweis cholinerger Veränderungen im Hirn von Demenzpatienten unter Verwendung von neuentwickelten und tierexperimentell getesteten Vesamicolderivaten als Radioliganden für PET. Nachdem gezeigt werden konnte, dass insbesondere die 4- O-Benzylether-substituierten Vesamicolderivate eine dem Vesamicol vergleichbare Affinität zum VAChT besitzen, wurde im Berichtzeitraum die Spezifität der Bindung zum VAChT untersucht. Die Spezifität der Bindung ist neben der Affinität eine wichtige Voraussetzung für einen geeigneten PET-Liganden. Es wurden Displacement-Bindungsstudien mit 4-O- und 5-O-Benzyletherderivaten (und vergleichsweise mit Vesamicol) an Rattenhirn und Rattenleber durchgeführt. Die Leber ist reich an Sigmarezeptoren. Unter Verwendung von mit Tritium markierten Sigmaliganden ([3H]Haloperidol, [3H]DTG) und D2-Rezeptor-Liganden ([3H]Racloprid wurde insbesondere gezeigt, dass die hohe Affinität des 4-O-Benzyletherderivates leider nicht mit einer im Vergleich zum Vesamicol niedrigeren Affinität zu Sigmarezeptoren einhergeht. Eine Bindung an D2-Rezeptoren wurde nicht nachgewiesen.


Weitere neue Vesamicolderivate sollen getestet werden.


Weiterführung: ja


Finanzierung: Verbundprojekt, gefördert durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK).



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin; Institut für Biomedizinische Technik und Informatik der TU Ilmenau

Clinic for Nuclear Medicine; Institute for Biomed. Engineering and Informatics, Technical University Ilmenau


Verbesserte Bestimmung der arteriellen Inputfunktion für dynamische FDG-PET Studien mit anschließender Quantifikation des Glukoseumsatzes

Improvement of Plasma-Input-Function (PIF) Estimation in dynamic FDG-PET investigations with subsequen quantification of cerebral metabolic rate of glucose


Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de), Y. Kyriakou, J. Schilz, Dr. J. Petzold, Dr. A. Seese, Prof. Dr. O. Sabri

Die quantitative Analyse dynamischer PET Studien erfordert die Kenntnis der Aktivitätskonzentrationen im arteriellen Blut über der Zeit. Dazu werden z. B. engmaschig bis zu 30 Proben arterialisierten Blutes (80-90% O2-Sättigung) nach Applikation des FDG aus einem pseudoarteriellen Zugang gewonnen. Es wird eine Methode vorgestellt, die eine Szintillationssonde zur Messung der Zählrate [cps] über dem Herzen nutzt. Die Zählraten wurden mit einer Blutprobe auf die Aktivitätskonzentration im Blut kalibriert. Geklärt werden sollte, ob das Procedere der Blutentnahme, besonders am Anfang der Untersuchung ohne Informationsverlust erleichtert werden kann. Es kam die OP-Sonde CRYSTAL CXS SG01 mit Spezialkollimator zur Anwendung. Sie wurde über dem Herzen positioniert. Ein Auswertemodul speicherte die Zählraten zur weiteren Verarbeitung. Da diese Messung sehr rasch nach der Bolusinjektion vom FDG-Uptake im Myokard überlagert wird, kann nur der erste Teil der über die Sondenmessung gewonnen Inputfunktion verwendet werden. Parallel wurde mit der Blutprobenentnahme begonnen. Proben- und Sondenkurve wurden mit einer unter IDL entwickelten Software zur entgültigen Inputfunktion zusammengeführt. Die Modellierung (Sokoloff/Hotchkins, METABTOOL) erfolgte mit der Probenkurve und der zusammengesetzten Kurve parallel zum Vergleich. Die Untersuchung erfolgte an Daten von ca. 35 Patienten und wird fortgeführt


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Keine



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin; MED Medizintechnik Dresden GmbH; Universität Leipzig, Institut für Biophysik

Nuclear Medicine; MED Medizintechnik Dresden GmbH; University of Leipzig, Institute for Biophysics


Anpassung und Portierung einer Software zur Erfassung und Statistik von Personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Personendosimetern und Programmierung eines Schnittstellenmoduls zu Auslesung der Dosimeter

Adaptation and porting of a software for registration and statistics of personnel dosimetric data of official and electronic read off dosimeters and programming of a interface module for the readout of those dosimeters.


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de); Prof. Dr. Wilfried Gründer (gruwi@medizin.uni-leipzig.de, Institut für Biophysik); Heinz Kirsch (MED Medizintechnik Dresden GmbH)

Auf dem Markt existiert eine Software der Fa. MED Dresden zur Erfassung von personendosimetrischen Daten aus amtlichen und direktablesbaren Dosimetern. Dieses Modul (DOSMO«) ist für die DOS-Plattform geschrieben und entsprechend eingeschränkt. Ziel des Projektes ist die Portierung dieser Anwendung auf Windows und deren gleichzeitige Erweiterung um die automatische Auslesung der direkt ablesbaren Dosimeter über eine existierende Hardware. Es ist ein Softwaremodul für die Bedienung dieser Schnittstelle zu entwickeln. Weiterhin sind benutzerspezifische Module zur statistischen Auswertung und Überwachung der erfassten Daten zu integrieren. Die gesamte Entwicklung erfolgt in enger Kooperation mit dem Hersteller der existierenden Software.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Industrie



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Institut für Medizintechnik Dresden (IMT)

Department of Nuclear Medicine Institute for Medical Technique (IMT)


Szintillationsdetektor für die räumliche Erfassung von in vivo Radionuklidverteilungen

Szintillation detector for the spatial registration of in vivo radionuclide distributions


Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de); PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernd Seeländer (IMT)

Innerhalb von Modelluntersuchungen konnte die Funktionsfähigkeit einer neuartigen Messanordnung für die räumliche Erfassung von Radionuklidverteilungen in kleinen Volumina unter Beweis gestellt werden Sattler (2000). Erste Untersuchungen mit szintillierenden Fasern als ortsselektive Strahlungsdetektoren sind erfolgversprechend und müssen fortgesetzt werden Angermann (2000). Aufbauend auf diesen Untersuchungen wir ein Detektorsystem bestehend aus optischen szintillierenden Fasern, Kollimator und CCD Kamera entwickelt.


Weiterführung: Ja (Projekt ruht, da bisher kein Förderantrag erfolgreich)


Finanzierungsart: keine



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Hans Wälischmiller GmbH, Dresden

Clinic for Nuclear Medicine Hans Waelischmiller Ltd. Dresden


Mobile Abschirmung für die Positronenemissionstomografie (PET) zur Reduzierung der Strahlenexposition des Personals bei Untersuchungen mit hohem patientennahen Aufwand

Portable Shielding for Positron Emission Tomography (PET) to reduce the exposure to radiation of the staff in investigations with extensive close to patient handling.


PD Dr. Jürgen Petzold (petj@medizin.uni-leipzig.de); Dr. Bernhard Sattler (satb@medizin.uni-leipzig.de); Frank Gödicke (goef@medizin.uni-leipzig.de) Hans Joachim Lincke (Wälischmiller)

Einige positronenemissionstomografische Untersuchungen erfordern einen hohen patientennahen Manipulationsaufwand. Zum Beispiel bei einer dynamischen Hirn-PET-Untersuchung entsteht durch das Erfordernis der Blutprobenentnahme ein Aufwand von etwa einer Stunde direkt am Patientenbett während das Personal mit der vom Patienten ausgehenden Strahlung exponiert wird. Ungeschützt beträgt diese Exposition 150 µSv/h. Mit der entwickelten Abschirmung kann die Strahlenexposition auf 15 µSv/h reduziert werden. Das System ist auf Rollen gelagert uns kann trotz seines Gewichtes von 250 kg leicht von einer Person positioniert werden. Das Projekt sieht vor, in Kooperation mit Wälischmiller einige Systeme zu fertigen und zu vertreiben. Ein kommerzieller Prototyp wurde von Wälischmiller bereits gefertigt.


Weiterführung: Ja


Finanzierungsart: Drittmittelprojekt 947-000-10



Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Inst. für Interdiszipl. Isotopenforschung

Department of Nuclear Medicine


Untersuchung von lokalen Transportprozessen in Bodensäulen mittels Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Fundamentals of Special Resolved Transport Studies in Soil Columns by Positron Emissions Tomography


Dr. Anita Seese (seesa@medizin.uni-leipzig.de) (Klinik für Nuklearmedizin), Michael Richter, Marion Gründig, Klaus Zieger (Inst. für Interdiszipl. Isotopenforschung)

Eine heterogene Porenverteilung im Boden oder anderen geologischen Schichten beeinflusst die Hydrodynamik, das Gleichgewicht und die Kinetik geochemischer Reaktionen. Informationen über den räumlichen Fluss und die Konzentrationsverteilung von Lösungen im Boden sind die Basis für die Entwicklung, Validierung und Parameterabschätzung exakter geochemischer Transportmodelle. Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit entsprechenden geeigneten Tracern ist eine effektive Methode, um die in den verschiedenen Strukturen ablaufenden lokalen Strömungsprozesse störungsfrei zu erfassen. Die Resultate sind geeignet zur Bestimmung der lokalen Konzentrations- und Geschwindigkeitsverteilungen in den einzelnen Säulenquerschnitten und bilden damit die Voraussetzung für die Entwicklung geochemischer Transportmodelle unter Beachtung des Einflusses heterogener Strukturen.


Weiterführung: ja


Finanzierungsart: DFG-Gelder