Forschungsbericht 2001 - Projekte

 

Institut für Bewegungs- und Trainingswissenschaft der Sportarten

Institute of Kinesiology and Athletics Training of Various Sports



FG Wintersport


Untersuchungen zur Effektivierung des Grundlagenausdauertrainings im Biathlon

Prof. Dr. Klaus Nitzsche (Klaus.Nitzsche@rz.uni-Leipzig.de), Dirk Siebert Sportwissenschaftliche Fakultät),

Kooperationspartner: Dr. Jürgen Wick (IAT); Dr. Bernd Wohlfarth (Uni Freiburg);

Dr. Rainer Mundt (OSP Chemnitz/Dresden); Steffen Thierfelder (OSP Chemnitz/ Dresden); Dr. Klaus Fabian (Universität Dresden)

 

Der prozentuale Rückstand der Deutschen Biathleten gegenüber Weltspitzenathleten und die in den letzten Jahren eingeführten kürzeren Wettkampfdisziplinen sind Anlass zur Suche nach neuen trainingsmethodischen Lösungen für das Grundlagenausdauertraining.

Ansatzpunkte zur Effektivierung werden in einer inhaltlichen Neustrukturierung der Intensitätsanteile und der mikro/mesozyklischen Belastungskomplexe gesehen.

 

Weiterführung:        ja

 

Finanzierung:          Drittmittelprojekt Bundesinstitut für Sportwissenschaft Köln/Bonn



FG Wintersport


Effektivierung der Biathlonschießleistung mittels eines neuentwickelten Schießmessplatzes

Prof. Dr. Klaus Nitzsche (Klaus.Nitzsche@rz.uni-Leipzig.de); Michael Koch (IAT Leipzig);

Kooperationspartner: Dr. Jürgen Wick (IAT); Deutscher Skiverband OSP Chemnitz/Dresden

 

Mit der Einführung eines Schießmessplatzes, mit dem erstmals unter biathlonspezifischen Schießbedingungen (scharfer Schuss, Reihenklappanlage) die Schießtechnik und deren bestimmende/beeinflussende Faktoren umfassend objektiviert werden können, stehen folgende zwei Zielstellungen im Mittelpunkt des Interesses:

a)       Weitere Aufhellung der Schießtechnikstruktur als Voraussetzung für die weitere Effektivierung des Schießtrainings

b)       Entwicklung von Anforderungsprofilen für ausgewählte Biathleten der Spitzen- und Anschlusskategorie – Aufdeckung von Ursachen für positives oder negatives Schießleistungsniveau

 

Weiterführung:        ja

 

Finanzierung:          Drittmittelprojekt Bundesinstitut für Sportwissenschaft Köln/Bonn




FG Wasserfahrsport


         

Entwicklung multimedialer Lernsoftware für Lehrinhalte verschiedener Wassersportarten

Development of multimedia learning-software for teaching-contents of different water events

Dr. Karl-Heinz Schmidt (khsch@rz.uni-leipzig.de)

 

In diesem Projekt wird das Ziel verfolgt, einen multimedialen Zugang zur Theorie und Methodik ausgewählter Wasserfahrsportarten aufzubauen. Wichtige Zielsetzungen sind die multimediale Aufbereitung von sportartspezifischem Wissen, der Aufbau von Strukturen, die bei bestehenden thematischen Bezügen zu Inhalten anderer Fachgebiete eine nichtlineare Verzweigung über Interaktion ermöglichen, die Analyse der Wirkungen neuer Medien hinsichtlich der Zielsetzung und deren Bewertung im Vergleich zur Nutzung anderer Medien.

 

Weiterführung                    ja

 

Finanzierung                     Drittmittel

 



FG Wasserfahrsport

 

 

Untersuchungen zu technisch-taktischen Verlaufsstrukturen der Wettkampfleistung von Hochleistungssportlern der olympischen Sportart Kanuslalom

Investigations to technically tactical process structures of the contest achievement of high performance sportsmen of the olympic canoe slalom event

Dr. Karl-Heinz Schmidt (khsch@rz.uni-leipzig.de)

 

Unter Nutzung der entwickelten Gerätetechnik (EDV-gestütztes Videoanalysesystem) wird auf der Basis der erhobenen Daten eine Aufgliederung der Wettkampfleistung in typische Anforderungsstrukturen vorgenommen. Eine wichtige Zielsetzung ist die Modellerarbeitung optimaler Befahrungsverläufe und daraus abgeleitete trainingspraktische Empfehlungen einer strukturbezogenen technisch-taktischen Ausbildung im Kanuslalom.

 

Weiterführung                    ja

 

Finanzierung                     Haushaltfinanzierte Forschung

 

 

Fachgebiet Schwimmsport
Special subject of swimming

Zielgruppenspezifische Gestaltung der Wassergymnastik und des Schwimmens
Organization of water exercises (gymnastics) and swimming according to a specific target group


Doz. Dr. Jürgen Dietze (dietze@rz.uni-leipzig.de); Dr. Birgit Schmid, DRK-Generalsekretariat, Berlin; Dipl.-Sportlehrer Volker Werner, Leipzig

Die im Experiment nachgewiesene Möglichkeit des Schwimmenlernens mittels spezieller Wassergymnastik bei Frauen im mittleren und höheren Lebensalter wurde durch die Projektbearbeiter über Multiplikatoren einem größeren Adressatenkreis nahegebracht. Die Methodik zur Erlernung und Vervollkommnung der Technik des Brust- und Rückenschwimmens für Frauen im mittleren und höheren Lebensalter wurde an bestehenden Gruppen teilweise erprobt.
Mit der Fortführung und Präzisierung des Projekts wird ein Beitrag zur Theorie und Methodik des freizeitsportlichen Schwimmens geleistet. Praxisrelevante methodische Varianten zur Anwendung des Schwimmens und der Wassergymnastik für die positive Beeinflussung des Herz-Kreislauf- sowie Stütz- und Bewegungssystems werden daraus abgeleitet.

Weiterführung:        ja

 

Finanzierung:          Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel (Kooperationsvereinbarung zwischen Sportwissenschaftlicher Fakultät und DRK-Generalsekretariat)

 

 


Fachgebiet Schwimmsport
Special subject of swimming

Ableitungen aus der Leistungsstruktur und dem langfristigen Leistungsaufbau für die Effektivierung der Grundausbildung und des Grundlagentrainings im Sportschwimmen.

Conclusions out of the performance structure and the long-term performance development for optimising the foundation phase and the basic training in competitive swimming.

Doz. Dr. Jürgen Dietze (dietze@rz.uni-leipzig.de); Dr. Detlef Beise

 

Mit der Analyse der Leistungsstruktur im Sportschwimmen mit Wettkampfstrecken von 50 bis 1500 m im Schwimmbecken und 5 km bis 25 km im Freiwasser ergeben sich zwangsläufig Ableitungen für die Gestaltung des langfristigen Leistungsaufbaus.

Besonders wesentlich sind die Ableitungen für die vielseitige Ausbildung in der Grundausbildung und im Grundlagentraining, weil ontogenetisch bedingte Trainingsgrundlagen, wie Technik/Koordination und Schnelligkeit nur in dieser Trainingsetappe effektiv herausgebildet werden können.

Mittels der Versuchsgruppe, die sich im vorletzten Jahr der Grundausbildung befand, konnten Aussagen zu den Trainingsinhalten und der Leistungsentwicklung gemacht werden.

 

Weiterführung:        ja

 

Finanzierung:          Haushaltfinanzierte Forschung im Rahmen der eingeschränkten Voraussetzungen; Finanzielle Unterstützung durch den Sächsischen Schwimmverband. Nutzung der Messbasis des IAT

 


FG Schwimmsport


Modifizierung der Forschungsschwerpunkte

 

Entsprechend der Kooperationsvereinbarung zwischen der Sportwissenschaftlichen Fakultät und dem DRK-Generalsekretariat wird das Forschungsprojekt mit dem Thema:

Zielgruppenspezifische Gestaltung der Wassergymnastik und des Schwimmens

fortgesetzt.

 

In Kooperation mit dem IAT und dem Sächsischen Schwimmverband wird das Forschungsprojekt mit dem Thema:

Ableitungen aus der Leistungsstruktur und dem langfristigen Leistungsaufbau für die Effektivierung des Grundlagentrainings im Sportschwimmen

fortgesetzt.

 

 


FG Schwimmsport


Internationale Forschungskooperation

 

Die bestehenden internationalen Forschungskontakte realisieren sich vorrangig über Graduiertenarbeiten

 

Khaled Tawfik, Ägypten, abgeschlossen;

Modifizierung des langfristigen Leistungsaufbaus im Sportschwimmen unter den Bedingungen der Sportförderung Ägyptens mit besonderer Berücksichtigung des Grundlagentrainings“

 

Diane Oligny Bings, Kanada, bestätigt;

Erarbeitung von grundlegenden Leistungsvoraussetzungen für Starts und Wenden im Aufbautraining des Sportschwimmens“

 

Armando Sanches Marques, Mexico, in Vorbereitung;

Möglichkeiten der dezentralen Leistungsdiagnostik mit zentraler Auswertung im Anschluss- und Hochleistungstraining des Sportschwimmens in Mexico“

 

Die Bearbeitung der Themen erfolgt in Abstimmung mit dem Direktor des IAT, Herrn PD Dr. A. Pfützner.

Besonders eng sind die schon über viele Jahre bestehenden Verbindungen zu Mexico.

Ein Austausch über die trainingsmethodischen Inhalte fand mit einer Gruppe mexikanischer Kollegen im Juli 2001 statt.

 

 

Systemdynamisches orientiertes Techniktraining jugendlicher Hürdensprinter

Application of system dynamics principles on the training of youth hurdles sprinters

Dr. Thomas Jaitner (jaitner@rz.uni-leipzig.de)

 

Systemdynamische Modelle der Bewegungssteuerung führen in der trainingspraktischen Umsetzung zur Entwicklung neuartiger Vermittlungskonzepte wie das differentielle Lernen (SCHÖLLHORN 2000). In einem Trainingsexperiment wurde ein systemdynamisch orientiertes Lernen an „Differenzen“ beim Techniktraining jugendlicher Hürdenläuferinnen durchgeführt. Parallel zu dieser Experimentalgruppe wurde eine zweite Gruppe untersucht, die ein Hürdentraining auf der Grundlage des Rahmentrainingsplan Hürdensprint des DLV durchführte. Die Überprüfung des Lernerfolgs erfolgte in Form eines Prätest-Post-Vergleich auf der Basis zeitdiskreter und verlaufsorientierter biomechanischer Merkmale

 

Weiterführung         ja

 

Finanzierung           Haushaltfinanzierte Forschung

 

 

 

Prozessorientierte Analyse von kinematischer Bewegungsmuster

Dr. Thomas Jaitner (jaitner@rz.uni-leipzig.de)

 

Verlaufsorientierte Betrachtungen großmotorischer Bewegungen anhand dynamischer, elektromyografischer und kinematischer Merkmale haben sich als sehr geeignet erwiesen für die Bearbeitung von Problemstellungen, die herkömmlichen eher zeitdiskret orientierten Verfahren nicht zugänglich waren. Sie ermöglichen u.a. die Identifikation individuellen Bewegungsverhaltens oder den Vergleich von Trainings- und Zielübungen hinsichtlich struktureller Übereinstimmungen. Bislang bekannte Verfahren (Schöllhorn 1998, 1999) konzentrieren sich auf den Vergleich von Bewegungsmustern anhand der Gesamtbewegung unter der Verwendung einer Vielzahl von Variablen. Einen ersten Ansatz zur Abschätzung des Beitrags einzelner Variablen auf die komplexen Muster bildet eine Weiterentwicklung der Verfahren auf der Basis der Diskriminanzanalyse, das zur Analyse der Weitsprungbewegung in der absprungvorbereitenden Phase und im Absprung eingesetzt wurde.

 

Weiterführung         ja

 

Finanzierung           Haushaltfinanzierte Forschung




FG Sportspiele/Tennis


Theoretische Positionen und trainingsmethodische Konzepte zur Erhöhung der Effektivität in den Rückschlagspielen – Talentbestimmung im Tennis

Theoretical positions and training-methodical concepts to the increase the effectiveness in the one-stroke-games - talent-regulation in tennis

Dr. P. Hobusch (hobusch@rz.uni-leipzig.de)

 

Talentbestimmung im Tennis ist aufgrund der Vielzahl leistungsbestimmender Faktoren, die zudem nur geringfügig objektiv erfassbar sind, weitestgehend auf langfristige Ergebnisfindung ausgerichtet. Schwerpunkt der Längsschnittstudien sind sportmedizinische, sporttechnische und konditionelle sowie sport-psychologische Anforderungsprofile im Altersbereich 10 - 17 Jahre. Des weiteren erfolgt eine prozessbegleitende operative Unterstützung der Sichtungs- und Auswahlmaßnahmen des Landesverbandes.

 

Weiterführung         ja

 

Finanzierung           Drittmittel des Sächsischen Tennis Verbandes (Projektnummer:1800181)



FG Leichtathletik

Department Track and Field


Biomechanische Untersuchungen der Speerwurftechnik von Nachwuchskadern unter besonderer Beachtung der Abwurfphase und deren unmittelbaren Vorbe-reitung im azyklischen Anlaufteil

Biomechanical investigations of the young talentś javelin throw technique with special consideration of the releasing phase and its direct preparation in the acyclic run-up

Prof. Dr. Helmut Kirchgässner (kirchg@rz.uni-leipzig.de), Dr. Rüdiger Kuntoff (kuntoff@rz.uni-leipzig.de)

 

Mit dem Forschungsprojekt wird die 1995 begonnene wissenschaftsorientierte Betreuung von Nachwuchskadern im Speerwurf fortgesetzt. Die Untersuchungen zielen auf eine vertiefte Analyse der Technik bei maximalen Würfen ( Wettkämpfe, Leistungsdiagnostik ) auf die Hauptbeschleunigungsphase und deren unmittelbaren Vorbereitung. Beabsichtigt ist langfristig die Ableitung differenzierter Zielstrukturen für den Nachwuchsbereich.

 

Weiterführung         ja

Finanzierung           Haushaltfinanzierte Forschung und Drittmittel ( DSB, BISP: Förderprogramm Leistungssportforschung

                      Projekt-Nr. : VF 0407/16/07/2001