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UNIVERSITÄT LEIPZIG

 Forschungsbericht
 

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

 

Dekan Professor Dr. Hans Günter Rautenberg
Sitz

Telefon
Telefax
E-Mail
URL

Marschnerstr. 31, 04109 Leipzig

(03 41) 97 33 500
(03 41) 97 33 509
dekanat@wifa.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/wifa


Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät


Forschungstätigkeit an der Fakultät

Habilitationen und Promotionen / Vorjahre

Berichte der Institute und Professuren


Berichte der Institute und Einrichtungen


Wirtschaftswissenschaften

Institute
 

Institut für Empirische Wirtschaftsforschung

Institut für Finanzen

Institut für Software- und Systementwicklung

Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre

Institut für Unternehmensrechnung und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre

Institut für Wirtschaftsinformatik

Institut für Wirtschaftspolitik

Professuren
 

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling und Interne Unternehmensrechnung

Bankwesen

Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Dienstleistungsmanagement i. G.

Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing

Betriebswirtschaftliche Organisationslehre

Dozentur Marketing (Handel und Distribution)

Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (Stiftungslehrstuhl)

Personalwirtschaftslehre

Versicherungsbetriebslehre

Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomik
 

Bauingenieurwesen / Wirtschaftsingenieurwesen

Institute
 

Institut für Baubetriebswesen und Bauwirtschaft

Institut für Massivbau und Baustofftechnologie

Institut für Statik und Dynamik der Tragstrukturen

Professuren
 

Entwerfen und Konstruktives Gestalten

Grundbau und Wasserbau

Verkehrsbau und Verkehrssystemtechnik

Technisches und Infrastrukturelles Management baulicher Anlagen (Stiftungsprofessur)


Forschungstätigkeit an der Fakultät


Profil des Bereiches Betriebswirtschaftslehre


Profil des Bereiches Betriebswirtschaftslehre

Die Forschungstätigkeit des Bereichs Betriebswirtschaftslehre ist auf die Bündelung von Aktivitäten im Rahmen verschiedener Forschungsschwerpunkte ausgerichtet, in denen Kernkompetenzen herausgebildet werden sollen. Von zentraler Bedeutung ist der Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement, der von der Sache her für den Wirtschaftsraum Leipzig eine besondere Bedeutung besitzt und zu dem mehrere Professuren einen direkten Bezug aufweisen (Banken, Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, Handel und Distribution, Versicherungen). Eine Reihe von Beiträgen zur Grundstücks- und Wohnungswirtschaft beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung der Immobilienbewertung unter Berücksichtigung der besonderen Marktsituation in den neuen Bundesländern. Der Bezug zur Region wird auch in einem Projekt zum Marketing für die Erschließung und Nutzung von Freizeitangeboten im Südraum Leipzig deutlich. Die erst vor wenigen Jahren besetzten Professuren zum Bankwesen und zur Versicherungsbetriebslehre haben mit ihren Forschungsleistungen die Dienstleistungsorientierung verstärkt. Eine weitere Fokussierung in diese Richtung wird mit der gerade erfolgten Besetzung einer Professur zum Dienstleistungsmanagement angestrebt.

Neben dem Dienstleistungsmanagement als eher institutionalem Schwerpunkt ist die Unternehmensrechnung unter Einschluß der betrieblichen Steuerlehre als funktionaler Schwerpunkt hervorzuheben. Die aktuellen Entwicklungen im externen wie auch im internen Rechnungswesen und im Steuerrecht machen deutlich, daß dieser Schwerpunkt unter wissenschaftlichen Aspekten derzeit die größte Dynamik besitzt. Um so wichtiger erscheint es, auch in dieser Richtung Kompetenzen zu bilden und auszubauen. Eine Verstärkung konnte mit der Besetzung einer Professur zum Controlling und zur internen Unternehmensrechnung erzielt werden. Die Besetzung einer Professur zum externen Rechnungswesen ist leider fehlgeschlagen; ein erneutes Berufungsverfahren ist im Gang.

Hervorgehoben sei des weiteren das Institut für Finanzen, das sowohl volkswirtschaftliche als auch betriebswirtschaftliche Schwerpunkte setzt. Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojektes werden hier Möglichkeiten zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region untersucht. Daneben werden Projekte zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und von Kultureinrichtungen sowie zur Entwicklung von Finanzdienstleistungen und Finanzinstrumenten verfolgt. Nicht zuletzt sei auf ein im Bereich Marketing angesiedeltes Projekt hingewiesen, das sich mit dem Phänomen Internet Economy aus empirischer Sicht beschäftigt.



Profil des Bereiches Volkswirtschaftslehre

Profil des Bereiches Volkswirtschaftslehre

Die wissenschaftliche Arbeit des Bereiches Volkswirtschaftslehre ist auf die Untersuchung volkswirtschaftlicher (nationaler und internationaler) Problemstellungen unter theoretischen und empirischen Aspekten ausgerichtet. Sie umfaßt die Makro- und Mikroebene, die Wirtschaftstheorie und -politik, spezifische Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre wie Finanzwissenschaft, Geld und Währung sowie die Empirische Wirtschaftsforschung. Aus diesem Spektrum resultieren zur Zeit folgende Schwerpunkte in der Forschung:

  • Gegenstand mehrerer Forschungsvorhaben sind grundlegende Fragestellungen zur Wirtschaftsordnung. Insbesondere von den Instituten für Wirtschaftspolitik und für Theoretische Volkswirtschaftslehre wurden hierzu Arbeiten zur theoretischen Fundierung der Sozialen Marktwirtschaft geleistet, die über Kolloquien und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Die seit einigen Jahren intensiv betriebene Erforschung der Transformation von Wirtschaftssystemen wurde unter besonderer Berücksichtigung des Beschäftigungsproblems in Transformationsländern fortgesetzt, um hieraus Empfehlungen für die Gestaltung der Arbeitsmärkte in diesen Ländern abzuleiten.
  • Von verschiedenen Seiten werden Fragestellungen der Wirtschaftsintegration bearbeitet. Das trifft insbesondere auf europäische Formen und Modelle zu und bezieht sich auf Grundmerkmale ebenso wie auf die Spezifik eines EU-Projektes zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleineren und mittleren Unternehmen durch Innovation (ECOVIN). Als Diskussionsforum für die Grundprobleme dienen insbesondere die Zermatter Symposien, die ein internationales Gremium für den interdisziplinären Gedankenaustausch darstellen.
  • Zunehmende Bedeutung erlangen empirische Untersuchungen, die als Grundlage für die Erarbeitung von Modellen und theoretischen Erkenntnissen dienen bzw. zur Ableitung von Schlußfolgerungen für die Gestaltung der Wirtschaftspolitik verwendet werden können. Insbesondere die Institute für Empirische Wirtschaftsforschung und Theoretische Volkswirtschaftslehre sowie die Professur Finanzwissenschaft sind daran beteiligt. Ein übergreifender inhaltlicher Schwerpunkt ist in diesem Zusammenhang die Analyse regionaler Daten und die Ableitung von sich daraus ergebenden Empfehlungen.
  • Der mikroökonomische Forschungsschwerpunkt liegt auf den Gebieten der Entscheidungs- und Spieltheorie.

Zukünftig will der volkswirtschaftliche Bereich sein Engagement auch in einem neuen Forschungsbereich - der „Ökologischen Ökonomie" - vertiefen. Dazu wird die Einrichtung einer zusätzlichen Professur angestrebt, die gleichzeitig als wirtschaftswissenschaftliches Kompetenzzentrum für interdisziplinäre und angewandte Umweltforschung an der Universität Leipzig in Verbindung mit außeruniversitären Institutionen (z.B. Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH) dienen soll. Damit werden nicht nur die Forschungsarbeit in einen zukunftstragenden Bereich intensiviert, sondern auch die bisher begrenzten Wahlmöglichkeiten im volkswirtschaftlichen Studium erweitert. Ferner wird ein Konzept entwickelt, Empirie und Theorie stärker in die Lehre einzubinden, um den Studierenden anwendungsorientierte Kenntnisse der Ökonometrie anbieten zu können.



Profil des Bereiches Wirtschaftsinformatik

Profil des Bereiches Wirtschaftsinformatik

Die beiden in diesem Bereich tätigen Institute bearbeiten mit ihren drei Professoren ausgewählte Grundfragen der Informatik-Anwendung auf dem Wege zur Informationsgesellschaft. Sie sind wie folgt abgestuft wirksam:

  • Das Institut für Software- und Systementwicklung (ISS) mit anwendungsorientierter Informatik als Grundlage der Wirtschaftsinformatik sowie mit Softwaretechnik und Programmierung für die Entwicklung von Telematik-Anwendungssystemen;
  • das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI) mit den Grundlagen der Wirtschaftsinformatik als Wissenschaftsdisziplin, der Modellierung, Algorithmierung von Wirtschaftsprozessen und der konzeptionellen Gestaltung von Informationssystemen in der Wirtschaft.

In dieser Arbeitsteilung, bei der das IWI auf Fachgebiete des ISS aufbaut, hat die Professur Datenverwaltung mit Fachkompetenz für Datenbanken und Datenmodellierung in der Wirtschaft eine zusätzlich verbindende Funktion. Die Institute arbeiten eng mit dem Institut für Informatik der Fakultät für Mathematik und Informatik zusammen, das zu den Informatik-Grundlagen der Wirtschaftsinformatik beiträgt und seinerseits Ausbildungsleistungen des ISS auf dem Gebiete der Softwaretechnik nutzt.

Fachthemen, in denen sich die Institute in den letzten Jahren in besonderer Weise profiliert haben, sind

  • für das ISS: Telematik / Multimedia Engineering mit europäischer Orientierung im Rahmen des Programms Telematics Applications der Europäischen Kommission. Das auf dieser Grundlage geschaffene Fachgebiet gleichen Namens im Leipziger Studiengang Wirtschaftsinformatik wurde weiter ausgebaut und um Techniken für mehrstufige verteilte Systeme erweitert. Das Institut ist Entwickler von Telematik-Anwendungssystemen für das Internet und öffentliche Kioske;
  • für das IWI: Online-Aus-und-Weiterbildung, Data Mining in der Wirtschaft sowie Modellierung und Entwicklung internetbasierter Anwendungen. Das Institut berät Praxispartner bei der konzeptionellen Gestaltung von Informationssystemen.


Profil des Bereiches Bauingenieurwesen / Wirtschaftsingenieurwesen

Profil des Bereiches Bauingenieurwesen / Wirtschaftsingenieurwesen

Die Forschungsschwerpunkte sind durch die Kombination wissenschaftlich theoretischer und bautechnischer bzw. bauwirtschaftlicher Aspekte geprägt. Entsprechend ist die Methodik streng mathematisch, experimentell und quantitativ-analytisch determiniert, wobei die Wichtungen auch durch Kooperationspartner und Auftraggeber bestimmt werden.

Primäre Zielstellungen der Forschungsarbeit sind die Beurteilung des Tragvermögens unterschiedlicher Tragstrukturen, die Entwicklung neuer Baustoffe inklusive Patentanmeldungen, die Modifizierung von Vorschriften, die Optimierung und Umnutzung existierender Gebäudestrukturen und die Entwicklung von Methoden zum Projektmanagement und zur Steuerung der Baufinanzierung.

Hauptthemenbereiche sind:

  • Hybrides Bauen mit Hochleistungswerkstoffen
  • Entwicklung von hochfesten und pumpbaren Leichtbetonen
  • Verformungsfähigkeit von Stahlbeton- und Spannbetonbauten
  • Sicherheitskonzept für nichtlineare Bemessungsverfahren
  • Neuartige Bewehrungen aus Betonstäben und Kohlefasergelegen
  • Nachweis der Spannungsrißkorrosionsempfindlichkeit mit Hilfe des Elektrochemischen Rauschens
  • Spannverfahren: externe Spannglieder, Kohlefaserlamellen
  • Kombinierte Pfahl-Platten-Gründungen
  • Europäische Schneelastenforschung
  • Nichtlineare Strukturanalyse schlanker windbelasteter stählerner Kreiszylinderschalen
  • Nichtlineare Strukturanalyse einzelgestützter zylindrischer Metallsilos mit kegelförmigen Auslauftrichter
  • Verbundkonstruktion aus Holz und Mauerwerk
  • Tragverhalten von Verbundkonstruktionen aus Holz und Anhydritestrich
  • Projektmanagement, Kalkulationsverfahren und Baufinanzierung
  • Technisches Facility Management und Corporate Real Estate Management mit Gebäudetechnik, technischem Liegenschaftsmanagement und rechnergestütztem Gebäudemanagement
  • Optimierungspotentiale von Bürogebäuden unter ganzheitlicher Betrachtung
  • Ansätze für eine nachhaltigkeitsorientierte Entwicklung des Wohnungsbestandes in Sachsen
  • Analyse der gründerzeitlichen Wohnbebauung der Stadt Leipzig
  • Erforschung von Wellenenergiekonvertern
  • Optimierung von Kläranlagen
  • Ertüchtigung ehemaliger Kohle-Werkbahnen für den öffentlichen Personenverkehr
  • Untersuchung zur Nutzung des Eisenbahnoberbaus als externes Spannglied
  • EDV-gestützte Projektsteuerung von Verkehrsprojekten


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