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UNIVERSITÄT LEIPZIG

 Forschungsbericht
 

Philologische Fakultät

 

Dekanin

 

Prof. Dr. Anne Koenen

Sitz

Brühl 34-50, 04109 Leipzig

Telefon: (03 41) 97 37 300
Telefax: (03 41) 97 37 349
E-Mail: dekphilo@rz.uni-leipzig.de
 


Zur Forschungstätigkeit an der Fakultät


Forschungstätigkeit an der Fakultät

Habilitationen und Promotionen / Vorjahre

Berichte der Institute und Einrichtungen


Berichte der Institute und Einrichtungen


Forschungseinrichtungen

Frankreich-Zentrum (im Zentrum für Höhere Studien)

Ibero-Amerikanisches Forschungsseminar

Québec-Archiv

Institute

Institut für Amerikanistik

Institut für Anglistik

Institut für Germanistik

Herder-Institut

Institut für Klassische Philologie

Institut für Linguistik (gegr. am 07.12.1998)

Institut für Romanistik

Institut für Slavistik

Institut für Sorabistik

Institut für Sprach- und Übersetzungswissenschaft

assoziiert

Fachsprachenzentrum


Forschungstätigkeit an der Fakultät


Die Forschung an der Philologischen Fakultät ist zu einem erheblichen Teil an individuelle Interessen und Projekte gebunden, weswegen bei einer fakultätsübergreifenden Gesamtdarstellung der Forschung auf die Angaben bei den einzelnen Instituten verwiesen werden muß. Diese Gestalt der Forschungsarbeit in Form individueller Projekte ist zum Teil die Folge spezifischer Strukturen und Traditionen, die für philologische bzw. geisteswissenschaftliche Disziplinen konstitutiv und auch in Zukunft unverzichtbar sind, zum Teil resultieren sie aber auch daraus, daß sich die Fächer und Institute der Fakultät in einem unterschiedlichen Stadium des im letzten Jahrzehnt gelaufenen Prozesses der Rekonstruktion ihrer Organisation und ihres Personals befinden.

Die Forschung in der Fakultät ist gemäß der Institutsorganisation nach Sprachen und zugeordneten Kulturräumen ausdifferenziert, wobei jeweils innerhalb der Institute - in unterschiedlicher Vollständigkeit - die fachsystematische Gliederung nach den vier ‚Säulen' Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturstudien und Didaktik realisiert ist. Die innerhalb dieser Systematik gegebenen Möglichkeiten einer fakultäts- und universitätsübergreifenden Zusammenarbeit in der Forschung sowie die Weiterentwicklung der individualisierenden Forschungstraditionen zu größeren drittmittelgeförderten Projekten sind im Jahr 1998 nicht in allen Instituten und fachsystematischen ‚Säulen' in gleichem Grad ausgeschöpft worden, und es wird deshalb eine Zukunftsaufgabe der Fakultät sein, diesbezügliche Ressourcen und Potentiale weiter auszubauen.

Die folgenden Hinweise heben - ohne die in philologischen Disziplinen unentbehrliche individuelle Forschungsarbeit diskriminieren zu wollen - die im Jahr 1998 bereits realisierten Ansätze zu einer fakultäts- bzw. universitätsübergreifenden, durch Drittmittel geförderten und projektbezogenen Zusammenarbeit in der Forschung hervor:

Bereich der Sprachwissenschaft

Am weitesten gediehen ist diese Entwicklung im Bereich der Sprachwissenschaft. Zu nennen sind hier zunächst langfristig angelegte Projekte, die von Fachkollegen der Fakultät in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften vorangetrieben werden (Germanistik: Althochdeutsches Wörterbuch, Slavistik: Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen). Längerfristig angelegt ist auch das durch Drittmittel geförderte Projekt ‚Gesprochenes Rumänisch in der Historischen Moldau' (Institut für Romanistik) und die vom SMWK geförderten Projekte zur Beschreibung slavischer Sprachen im Paradigma der generativen Grammatik, die am Institut für Slavistik in Zusammenarbeit mit den Universitäten Moskau und Ljubljana vorangetrieben werden. Durch die Einrichtung des Graduiertenkollegs „Universalität und Diversität. Sprachliche Strukturen und Prozesse" ist es darüber hinaus gelungen, Forschungsprojekte in Anglistik, Slavistik und Allgemeiner Sprachwissenschaft unter einer gemeinsamen sprachtheoretischen Fragestellung zu verbinden. Universitätsübergreifende Vernetzungen sind durch die Beteiligung mit Teilprojekten am Graduiertenkolleg (ZHS) „Kognitionswissenschaft" (Allgemeine Sprachwissenschaft), am DFG-Schwerpunkt „Sprachproduktion" (Anglistik, Allgemeine Sprachwissenschaft) und an der DFG-Forschergruppe „Arbeitsgedächtnis" (Allgemeine Sprachwissenschaft) hergestellt worden. Die Ausgliederung der Abteilung „Allgemeine Sprachwissenschaft" aus dem Institut für Sprach- und Übersetzungswissenschaft und die damit verbundene Neugründung des Instituts für Linguistik, die im Jahr 1998 beantragt wurde und inzwischen erfolgt ist, soll der sich hier abzeichnenden Vernetzung von Einzelphilologien im Zeichen des Interesses an sprachlichen Universalien auch auf der Ebene der institutionellen Organisation Rechnung tragen, da diesem Institut mittel- und langfristig die Aufgabe der organisatorischen Fokussierung diesbezüglicher Interessen der Einzelphilologien zuwachsen kann.

Bereich von Literaturwissenschaft und Kulturstudien

Im Bereich von Literaturwissenschaft und Kulturstudien waren im Jahr 1998 die Ansätze zu einer übergreifenden und projektbezogenen Zusammenarbeit noch nicht so weit entwickelt. Es zeichnet sich aber - zunächst durch die Organisation von Ringvorlesungen über fakultätsübergreifend interessierende Themen und Probleme der Literaturwissenschaft - die Möglichkeit einer Kooperation in der Forschung ab. Ein erstes Ergebnis dieser Arbeit ist 1998 mit einem Sammelband zur Tradition des Phantastischen in der Literatur vorgelegt worden, an dem sich Kollegen aus Amerikanistik, Anglistik, Germanistik, Romanistik und Slavistik beteiligt haben. Eine universitätsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Kulturstudien konnte durch den Anschluß von Projekten aus der Romanistik und der Slavistik an das Promotionskolleg „Ambivalenzen der Okzidentalisierung" (ZHS) realisiert werden. Ein entscheidender Schritt in die Richtung eines Ausbaus von Forschungsvorhaben, die literatur- und kulturwissenschaftliche Problemstellungen auf methodisch innovative Weise verbinden, ist im Jahr 1998 durch die Einrichtung des von der DFG geförderten Projekts „Diskursvielfalt. Interkulturelle und interdisziplinäre Kommunikation. Lateinamerika und die Vielfalt der Diskurse: Kulturtheorie, Erzählliteratur und Theater" am Ibero-Amerikanischen Forschungsseminar gelungen. Die fakultätsübergreifende Vernetzung der Kulturstudien konnte 1998 nicht weiter vorangetrieben werden, da die dafür gewidmeten Professuren in der Anglistik, der Romanistik und der Slavistik noch nicht besetzt werden konnten.

Bereich der Didaktik

Als längerfristig angelegtes drittmittelgefördertes Projekt im Bereich der Didaktik ist die Entwicklung eines „Fernstudienzyklus Deutsch als Fremdsprache für polnische Fachkräfte aus der Wirtschaft (IMPULSE)" zu nennen, das am Herder-Institut durchgeführt wird (gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland).

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