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Forschungsbericht 2000
 
 
Institut für Massivbau und Baustofftechnologie
Institute of Structural Concrete and Building Materials

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Direktor Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. Gert König
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(03 41) 97 33 800
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Forschungsprojekte
Research Projects

Veröffentlichungen
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Forschungsprojekte / Research Projects

Grundlagen zur Anwendung nichtlinearer Bemessungsverfahren im Massivbau - Maßstabseffekt im Beton unter Biegedruckbeanspruchung
Basic Concept for the Application of Non-Linear Design Methods in Structural Engineering - Size Effect of the Concrete compression zone

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Alexander Sint; Prof. Dr.-Ing. R. Eligehausen (Universität Stuttgart, Deutschland)

Mit Einführung der europäischen Normen zur Bemessung von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken werden die Anwendungsmöglichkeiten nichtlinearer Bemessungsverfahren in Deutschland gegenüber den bisher gültigen Vorschriften erheblich ausgedehnt. Eine wesentliche Voraussetzung für die sichere Ausnutzung von Schnittgrößenumlagerung durch nichtlineare Berechnungsmethoden ist die zutreffende Erfassung des Verformungsvermögens der verwendeten Materialien in den jeweils gewählten Bauteilgeometrien.
Unter diesen Gesichtspunkten wurde unter Verwendung der Ergebnisse der ersten Versuchsserie des Forschungsvorhabens an der Universität Leipzig ein mechanisches Modell zur Beschreibung des Verformungsverhaltens der Betonbiegedruckzone entwickelt. Die Wirkung des Maßstabs des Bauteils sowie der Einfluß einer die Druckzone umschließenden Bügelbewehrung sind in dem Modell berücksichtigt. Basierend auf diesem Modell wurden Spannungs-Dehnungslinien für den Einsatz in nichtlinearen Berechnungen vorgeschlagen.
Mit Hilfe der zweiten Versuchsserie soll das Modell, das durch die erste Versuchsserie nur auf Querschnittsebene überprüft werden konnte, durch Versuche an Stahlbetonbalken auf Tragwerksebene überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Hierbei soll vor allem die Wirkung der Querbewehrung zur Erhöhung der Duktilität gezielt untersucht werden.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Grundlagen zur Anwendung nichtlinearer Bemessungsverfahren im Massivbau - Mitwirkung des Betons nach Stahlfließen
Basic Concept for the Application of Non-Linear Design Methods in Structural Engineering - Deformation Capacity of the Tension Zone in Ultimate Limit State

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de ), Dipl.-Ing. Joachim Stabler; Prof. Dr.-Ing. R. Eligehausen (Universität Stuttgart, Deutschland)

Zielstellung: Durch die Einführung der neuen europäischen Normen besteht die Möglichkeit bedeutend größere Betonstahldehnungen bei der Berechnung von Bauwerken anzusetzen. Die Fließgrenze des Betonstahls wird dabei deutlich überschritten. Über das Verbundverhalten des Betonstahls jenseits der bisher benutzten Grenzdehnung von 5 ‰ liegen keine umfassenden Erkenntnisse vor. Ziel des Forschungsvorhabens ist, anhand von Versuchen ein Ingenieurmodell zu entwickeln, mit dem die Mitwirkung des Betons zwischen den Rissen nach Erreichen der Fließdehnung des Betonstahls beschrieben werden kann. Das zu entwickelnde Modell soll als Werkstoffgesetz für die Ermittlung der plastischen Rotation in Spannbeton- und Stahlbetonbauteilen dienen. Die Versuche werden in Leipzig und Stuttgart durchgeführt.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Hydratation - Einfluss der Fließmittelzugabe auf die Hydratation und die Dauerhaftigkeit von Betonen mit extrem niedrigen w/z - Werten
Hydration - the influence of the admixture of superplasticizers on the durability of concretes with extremely low w-c-ratio

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Robert Krumbach; Dr. rer. nat. Karen Friedemann

Das Ziel der Untersuchung ist es, die Ursachen unerwünschter Phänomene bei Hochleistungsbetonen (Festigkeitsabfall, Mikrorißbildung) grundlegend zu erforschen, da diese Beobachtungen Zweifel an der Dauerhaftigkeit von Hochleistungsbetonen begründen und gerade bei deren angestrebtem praktischen Einsatz in Außenbauteilen eine gewisse Vorsicht erfordern. Die vorgesehenen Untersuchungen werden klären, ob und in welchem Umfang eine eingeschränkte Dauerhaftigkeit zu erwarten ist, welche Ursachen diese haben kann und mit Hilfe welcher Maßnahmen diesem Risiko entgegenzuwirken ist.
Im praktischen Teil der Arbeit werden Betonuntersuchungen zur Festigkeitsentwicklung, zur Gefügeausbildung und zu Gefügeveränderungen (mit Hilfe der Rasterelektronen- und Dünnschliffmikroskopie) sowie zum Frost- und Frost-Tausalz-Widerstand (CDF-Verfahren) durchgeführt. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden sich Untersuchungen zur Hydratation von Zementpasten anschließen, wobei die Zementpasten adäquat zu den untersuchten Betonmischungen hergestellt werden. Die analytischen Untersuchungen mittels XRD, REM/ESMA, DTA/DTG/TG sollen Aufschluß über die Art, Menge, Verteilung und Ausbildung (Modifikation) der gebildeten Hydratphasen geben.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Schubtragverhalten von Stahlbetonbauteilen, die mit Betonstäben aus hochfestem Feinmörtel bewährt sind
Investigation on shear bearing capacity of concrete beams reinforced with concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Holger Basche

Im Hochbau stellt neben den statischen Erfordernissen oft die Anforderung an die Gebrauchstauglichkeit (Durchbiegung, Rißbreitenbegrenzung) die maßgebende Größe bei der Dimensionierung von Stahl- und Spannbetonbauwerken dar. Als erfolgversprechender Ansatz zur Minimierung von Aufwand und Kosten erweist sich in ein neuartiges Bewehrungselement: vorgespannte Betonstäbe. Vorgespannte "Betonstäbe" aus hochfestem Feinbeton (Mörtel) mit einer Druckfestigkeit fck=85 N/mm2 können als Bewehrungselemente zur Aufnahme von Zugkräften in Bauteilen verwendet werden, die aus Normalbeton (NSC) oder hochfestem Beton (HSC) bestehen. Die Zugkräfte können sowohl aus Biegung als auch aus zentrischem Zwang (Abfließen der Hydratationswärme, Schwinden, Temperatur) entstehen. Jüngere Arbeiten zeigten in Bezug auf die Biegebemessung allesamt günstige Ergebnisse. Auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse soll nun das Schubtragverhalten von verschiedenartigen Bauteilen (Platten, Balken), die mit diesem neuartigen Bewehrungselement bewehrt sind, untersucht werden. Mit Hilfe von Bauteilversuchen soll ein Bemessungskonzept für die Schubtragfähigkeit entwickelt werden.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Der Zusammenhang zwischen gemessenen Neutronenstrukurven und den Zementeigenschaften Permeabilität und Dauerhaftigkeit
Correlation between measured neutron scattering curves and the cement stone properties permeability and durability

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de ), Dr.rer.nat. Frank Häußler

Tricalciumsilicat (C3S) als eine wesentliche Zementklinkerphase ermöglicht Untersuchungen zur Bildung des Haupthydratationsprodukts (C-S-H-Phasen) in hydratisierendem Zementstein. Typische Prozesse zur Herausbildung der Mikrostruktur können somit betrachtet werden. An den Spektrometern V4, V12a (beide Hahn-Meitner-Institut, Berlin) und YuMO (JINR, Dubna, Rußland) wurden SANS-Untersuchungen zu mikrostrukturellen Veränderungen in hydratisierendem C3S infolge Carbonatisierung ausgeführt. Die an den drei unterschiedlichen Spektrometern (z.B. Q-Bereich) gemessenen SANS-Kurven zeigen in Abhängigkeit vom Carbonatisierungsgrad ein unterschiedliches Streuverhalten. Die drei unterschiedlich carbonatisierten Proben führen zu Streukurven (V4) mit einem unterschiedlichen Verhalten in den Q-Bereichen. Die Bildung von Calcit infolge Carbonatisierung verursacht neue mikrostrukturelle Objekte, welche sich im unteren Q-Bereich widerspiegeln. Veränderungen in den C-S-H-Phasen können sich dagegen bei größeren Q-Werten abbilden. Diese SANS-Ergebnisse in Kombination mit ESEM-Untersuchungen weisen auf neue Möglichkeiten für eine zerstörungsfreie Beschreibung der Mikrostruktur in hydratisierendem Zementstein hin.

Tricalcium silicate (C3S) as an essential cement clinker phase allows investigations about the formation of the major hydration product (C-S-H phases) in hydrating cement paste. Typical processes forming the micro-structure can be studied. SANS investigations at the SANS spectrometers V4, V12a (both Hahn-Meitner-Institut, Berlin), and YuMO (JINR, Dubna, Russia) were realized to study the effect of carbonation on the microstructure of hydrating C3S. The SANS curves measured with the three different (e.g. Q-range) instruments show a different scattering behaviour in dependence on the state of carbonation. Measured with instrument V4, the three differently carbonated samples give SANS curves with significant differences in various Q-ranges. The formation of calcite by carbonation causes new microstructural objects corresponding to the smaller Q-range. Otherwise the curve behaviour for a larger Q could be caused by changes in the smaller C-S-H-phases. The SANS results in combination with the ESEM studies show new possibilities for a nondestructive description of the microstructure of hydrating cement paste.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Korrosionstest für Spannstähle
Exploration of Corrosion Resistance of Prestressing Steels by using the Electrochemical Noise

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Robert Krumbach

Zielstellung: Grundsätzlich soll das Verhalten von Spannstählen gegenüber Spannungsrißkorrosion untersucht werden. Mit Hilfe einer neuartigen Testmethode (Elektrochemisches Rauschen ECR) soll zum einen eine genauen Abschätzung der Empfindlichkeit der Spannstähle in Abhängigkeit von ihrem Ausnutzungsgrad erfolgen sowie andererseits, eine diesbezügliche zuverlässige Kurzzeit-Testmethode entwickelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die auf Grund von verschiedenen Schadensfällen in der Praxis auftretenden Vorurteile gegenüber der Spannbetonbauweise zu entschärfen und getroffene Sicherheitsvorkehrungen wieder zu beseitigen.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Haufwerks- und matrixporige Leichtbetone
Design of Lightweight Aggreagte Concrete with open structure (no fines LWAC)

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König (koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Holger Schneider

Im Wohnungs- und Industriebau besteht großes Interesse an leichten Baustoffen, die sich gerade im Hinblick auf ein energiebewußtes und ökologisches Bauen durch ausgeprägt gutes bauphysikalisches Verhalten (Stichwort "Wohnklima Wärmespeicherungs- und Atmungsfähigkeit") auszeichnen und trotzdem alle Festigkeits- und Gebrauchstauglichkeitsanforderungen erfüllen. Hier bietet matrix- und haufwerksporiger Leichtbeton mit seiner niedrigen Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit interessante Lösungen für Dach- und Deckenplatten sowie Wandelemente, Stürze und Balken.
Das Forschungsvorhaben hat sich zum Ziel gesetzt, allgemeingültige Konzepte zu entwickeln, mit denen sicher und wirtschaftlich Bauteile aus Leichtbeton mit haufwerksporigem und matrixporigem Gefüge bemessen und hergestellt werden können. Dazu ist es notwendig, die gewonnenen Einzelergebnisse zu einem Gesamtkonzept für Bemessung und Konstruktion zusammenzufassen. Durch die Berücksichtigung der neuesten technologischen Entwicklungen sollen neue Anwendungsfelder für derartige Leichtbetone erschlossen werden. Die an der Universität Leipzig gewonnenen Erkenntnisse zu den betontechnologischen Fragen, die bei der Bemessung und Konstruktion von Bauteilen aus haufwerksporigem und matrixporigem Leichtbeton entstehen, sollen für die Erweiterung der zukünftigen europäischen Normung genutzt werden.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Kombinierte Pfahl-Platten-Gründungen, Sicherheits- und Nachweiskonzept
Piled raft foundation: Safety and design concept

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Carsten Ahner

Zielstellung: Ziel ist es, ein Sicherheitskonzept und ein darauf gestütztes Nachweiskonzept für die Tragglieder einer KPP zu entwickeln. Angestrebt wird, daß eine KPP das gleiche Sicherheitsniveau aufweist wie eine konventionelle Pfahl- oder Plattengründung. Für Pfahl- und Plattengründungen liegen langjährige Erfahrungen vor. Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich eine Sicherheits- und Bemessungsphilosophie entwickelt, welche ihren Niederschlag in den einschlägigen Normen gefunden hat. Durch Analyse der bestehenden Regelungen mit den Mitteln der Sicherheitstheorie läßt sich das bisherige Sicherheitsniveau gegen Erreichen der Tragfähigkeit der Gründungen bestimmen. Es kann über den Sicherheitsindex ß ausgedrückt werden. Dieses Sicherheitsniveau wird von der Öffentlichkeit toleriert. Das neu zu entwickelnde Konzept für die KPP muß den gleichen Sicherheitsindex wie die bewährten Gründungsvarianten gewährleisten und den Übergang von der Plattengründung über die KPP zur reinen Pfahlgründung widerspruchslos beschreiben.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Deutsches Institut für Bautechnik)


Europäische Schneelastenforschung
European Snow Loads Research Project

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dr.-Ing. Dmitri Soukhov

Zielstellung: Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die Entwicklung des Bemessungskonzeptes der baulichen Anlagen im Rahmen der konstruktiven Eurocodes zu unterstützen. In einer ersten Phase sollen zunächst folgende Teilziele erreicht werden:
Entwicklung der Modelle zur Bestimmung der Schneelast auf dem Boden:

  • Prüfung und kritische Analyse der Kriterien, die zur Zeit in verschiedenen Ländern verwendet werden, um charakteristische Werte der Schneelasten auf dem Boden zu definieren. Diese Kriterien sollen auf den Daten basieren, die für eine Periode von 20 bis 50 Jahren und von einer großen Anzahl an Wetterstationen gesammelt wurden.
  • Entwicklung des entsprechenden Modells durch probabilistische Untersuchungen dieser Daten. Dieses Modell hat als Ziel die Identifizierung der homogenen klimatischen Regionen. Für jede identifizierte klimatische Zone muß das entsprechende Modell entwickelt werden.
  • Definition einer neuen Europäischen Karte mit Schneelasten basierend auf dem probabilistischen Modell und geographischen Parametern der Regionen.

Entwicklung des Modells für die Auswertung der außergewöhnlichen Schneelasten.
Erarbeitung eines geeigneten Modells, das mit der Philosophie des Bruchgrenzzustandes verträglich ist.

The scientific work is aimed at improving the scientific knowledge and models for the determination of snow loads on buildings by producing a sound common scientific basis which can be accepted by all European countries involved in the drafting of Eurocodes. The research programme is subdivide into four tasks. Task A deals with the statistical investigation of snow data obtained from CEN countries and elaboration of a new European ground snow load map. Task B deals with the problem of treatment of exceptional snow loads in structural design. Task C investigates the snow loads regarding the serviceability limit states. The combination and other representative values of snow loads are to be obtained by means of snow daily/week values. Task D investigates the snow loads on the roofs. The factor for conversion of snow load on the ground to the snow load on the roof should be obtained and proposed for different types of roofs.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Europäische Kommission)


Vorgespannter hochfester Leichtbeton
Prestressed High-Strength Lightweight Aggregate Concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll der Einfluß von Vorspannung auf das Verhalten von Bauteilen aus hochfesten Leichtbeton untersucht werden. Aufbauend auf dem Stand der Forschung werden in zwei Versuchsserien der Einfluß der drückenden Normalkraft auf das Schubtragverhalten und das Biegetragverhalten von Balken aus zwei verschiedenen hochfesten Leichtbetonen untersucht. Ziel ist die Sichtung notwendiger Modifikationen der Modelle für das Schubtragverhalten hochfester Normalbetone mit Vorspannung bzw. hochfester Leichtbetone ohne Vorspannung, die zur Zeit im Zuge anderer Forschungsvorhaben in Leipzig entwickelt werden. Die daraus abgeleiteten Bemessungskonzepte dienen der Überprüfung vorhandener Normen und Richtlinien und stellen somit die Voraussetzung für den Einsatz von HSLWAC im Spannbetonbau dar.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Autogenes Schwinden von Hochfestem Beton
Chemical shrinkage of high performance concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Jörg Dietz

Bei der Verwendung von Hochfestem Beton wurde bereits häufig beobachtet, dass sich Bauteile im jungen Betonalter unerwartet stark verkürzen. Ursachen hierfür sind die abfließende Hydratationswärme und das Autogene Schwinden. Hochfester Beton entwickelt infolge seines hohen Zementgehalt auch eine entsprechend hohe Hydratationswärmemenge. Bei niedrigem Wasser-Zementwert kommt es zum Autogenen Schwinden. Ziel der Untersuchungen ist es, die Einflussfaktoren auf das Autogene Schwinden besser einschätzen zu können, und das Autogenen Schwinden durch geeignete Maßnahmen auf ein unschädliches Maß zu begrenzen. Ergänzende Untersuchungen zur Mikrostruktur der Betone mit Röntgendiffraktrometrie und 1H -NMR -Spektroskopie im jungen Betonalter sollen die Ursachen für das unterschiedliche Schwindmaß aufzeigen.

The project is aimed at understanding the influence of w/c ratio and micosilica on the development of chemical shrinkage and self-desiccation of high performance concretes.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Säurefester Beton
Concrete with high chemical resistance

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dr. rer.nat. Karen Friedemann

Dieses Projekt basiert auf der Ausnutzung der hervorragenden Widerstandsfähigkeit des Hochleistungsbetons gegenüber chemischen Angriffen und Witterungseinflüssen. Ein Ziel ist dabei die Erweiterung des Einsatzbereichs des Hochleistungsbetons auf Betonbauwerke, die starken chemischen Angriffen ausgesetzt sind, ohne Beschichtung und Verkleidung. Im Rahmen des Forschungsprogramms sollen durch systematische Untersuchungen die Auswirkungen der eingesetzten Betonzusatzstoffe (Puzzolane) auf die Säurebeständigkeit und auf die Dichtigkeit von hochfesten Betonen geklärt werden. Weiterhin vorgesehen ist eine Gemengeoptimierung, um durch die Verringerung der säureanfälligen Matrixbestandteile die Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien zu erhöhen. Mit Hilfe von Eindringversuchen soll der Mechanismus des Säureangriffs in Abhängigkeit von der Medienart untersucht werden.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Schubtragverhalten von hochfesten Leichtbetonträgern unter Vorspannung
Shear capacity of High Strength Lightweight Aggregate Concrete (HSLWAC) with pretensioned prestressing

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll die Wirkung einer Vorspannung mit sofortigem Verbund auf die Schubtragfähigkeit von hochfestem Leichtbeton überprüft werden. Dabei stehen die nachfolgend aufgeführten Punkt im Vordergrund:

  • Ermittlung der bestimmenden Einflußgrößen für das Schubtragverhalten hochfester Leichtbetone bei Vorspannung mit sofortigem Verbund;
  • Definition der Traglaststeigernden Wirkung der Vorspannung;
  • Überprüfung vorhandener Versagensmodelle von schubschlanken Normalbetonbalken für hochfeste Leichtbetone;
  • Erweiterung vorhandener Versagensmodelle um den Einfluß der Vorspannung;
  • Festlegung von Anwendungsgrenzen für hochfesten Leichtbeton unter besonderer Beachtung der Spannungs-Dehnungsbeziehung und des spröden Bruchverhaltens;
  • Diskussion vorhandener Methoden bzw. Ausarbeitung neuer Konzepte für die Schubbemessung hochfester vorgespannter Leichtbetone.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Analyse von SANS-daten zementgebundener Betone zur Ermittlung fraktaler Strukturen im ungeordneten und porösen System
Analysis of SANS-data of cement stone samples for determination of fractal structures in the disordered and porous system

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dr.rer.nat. Frank Häußler

Aufgrund der Aggregation von sehr kleinen Teilchen während des Hydratationsprozesses (z.B. durch Ausfäl-lung) wurde die Existenz fraktaler Strukturen suggeriert. Die Morphologie der agglomerierten Hydratationsprodukte (C-S-H-Phasen) unterstützt deren Beschreibung als Volumen- oder Massenfraktal. Sowohl die Hydratationsprodukte als auch die nicht hydratisierten Zementklinkerphasen liegen in einem Größenbereich von einigen nm bis hin zu mehreren Ám vor. Die jeweiligen Strukturen, welche durch einen einheitlichen Bildungsmechanismus entstanden sind, befinden sich in einem charakteristischen und kleineren Größenbereich. Diese Strukturen würden ein unvollständiges Fraktal bilden. Unter Verwendung von SANS-Ergebnissen zur Carbonatisierung von Tricalciumsilicat (C3S) wurde ein fraktales Modell zur quantitativen Beschreibung der mikrostrukturellen Veränderungen eingesetzt. Eine vorsichtige Interpretation kann gegeben werden: Ein steigendes dm (Dimension des Massenfraktals) bedeutet ein dichteres Gefüge infolge entstehender kleiner Calcitkristalle. Variationen in ds (Dimension des Oberflächenfraktals) deuten auf Veränderungen in der Rauhigkeit der inneren Grenzflächen.

According to the aggregation of the very small particles during the hydration processes (for instance as result of precipitation), an assumption of fractal structures is suggested. The morphology of the agglomerated hydration products (C-S-H phases) supports the description as volume or mass fractals. The hydrating products as well as the non-hydrated cement clinker phases lie in a size range of some nm up to several Ám, but the particular structures caused by a unique formation mechanism exist in a smaller and characteristic size interval. Therefore these structures would form an incomplete fractal. Using the SANS results about carbonation of tricalcium silicate (C3S) a fractal model was applied for a quantitative description of the structural changes. An interpretation is given with caution: Increasing dm (dimension of mass fractal) means a more densely packed structure caused by the emerging small calcite crystals. The variation of ds (dimension of surface fractal) points at a variation in the roughness of the interfaces.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Tragverhalten stumpf gestoßener Fertigteilstützen aus Normalbeton
Behaviour of butt jointed precast columns

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Hossam Saleh

Die Ausbildung der Auflagerbereiche in Fertigteilkonstruktionen spielt eine große Rolle für die gesamte Tragfähigkeit der Bauteile. Die in Leipzig durchgeführten Untersuchungen an Fertigteilstützen aus hochfesten Betonen führten zu einem neuen Modell, welches das Tragverhalten dieser Stützenart besser und anschaulicher erfasst, als das in Heft 316 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton dargestellte Modell. Außerdem erfordert das in Heft 499 präsentierte Modell geringere Bewehrungsmengen. Da sich das neu entwickelte Modell wesentlich von dem alten unterscheidet, war es nötig, auch das Tragverhalten der Stützen aus normalfestem Beton genauer zu untersuchen. Mit dem in Heft 499 dargestellten Modell werden zur Zeit Untersuchungen an normalfesten Betonen durchgeführt. Die Versuchsdurchführung erfolgt zur Zeit an der MFPA - Leipzig.
Schwerpunkte des weiteren Forschungsvorhabens sind u.a. die Simulation des Tragverhaltens mittels nichtlinearer Finite - Elemente - Programme und die Ausarbeitung einer Bemessungsempfehlung.

In the last few years the connections of precast columns were investigated. One of the most common kinds of these connections is the butt-joint one because of its advantages. In the Heft 316 of the "Deutsche Ausschuß für Stahlbeton"( DAfStb ), the design rules for this kind of connection are defined. The concrete used had normal strength. In Leipzig, many experiments were carried out to complete the design rules of the HSC(High Strength Concrete) . The results of this research led to a new model for use. That new model is completely different from the old one for normal concrete and gives a better presentation for the internal forces. Moreover it needs less steel. Now we make a new analyses which consist of experments with the new model on samples from normal strength concrete in the MFPA Leipzig and the other kind of investigation will be achieved by FEM analysis.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Langzeitmessungen zur Beurteilung der Dauerhaftigkeit der ersten Brücke aus
Hochleistungsbeton in Sachsen
Monitoring the first bridge constructed from High Performance Concrete in Saxony

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Robert Krumbach

Zu den umfangreichen Baumaßnahmen im Zuge des Neubaus der BAB A 17 Dresden - Bundesgrenze zur Tschechischen Republik gehört u.a. auch das Bauwerk 15a. Dieses Brückenbauwerk überquert die Weißeritz zwischen Dresden und Freital. Sie dient in der ersten Phase als Baubrücke für die Herstellung weiterer Bauwerke in diesem Bauabschnitt und wird anschließend als Servicebrücke für die Unterhaltung eines Regenrückhaltebeckens genutzt, welches nach Abschluss der Baumaßnahmen zur Erhaltung des Naturschutzgebietes im Weißeritztal erforderlich ist.
Die Brücke wurde als Einfeldbrücke mit einer Stützweite von 32 m ausgeführt. Durch seine Einfachheit eignete sich dieses Brückenbauwerk gut als Pilotprojekt für die Erstanwendung von Hochleistungsbeton im Brückenbau in Sachsen. Die Brücke wurde ohne Abdichtung und ohne Fahrbahnbelag errichtet. Somit ist es möglich, die Eigenschaften des Werkstoffs, wie seine hohe Dichtheit und Verschleißfestigkeit, direkt am Bauteil hinsichtlich der Dauerhaftigkeit im Feldversuch zu überprüfen. Bei positivem Ergebnis könnte die Wirtschaftlichkeit der neuen Bauweise durch Wegfall von Abdichtung und Fahrbahnbelägen, die zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit bei Brücken aus normalfestem Beton (Druckfestigkeit bis 55 N/mm2 nach DIN1045) auch bei untergeordneten Bauwerken, wie Forstwegüberführungen etc., in der Regel ausgeführt werden müssen, deutlich verbessert werden. In jedem Falle ist die Untersuchung der Robustheit des angewendeten Hochleistungsbetons unter Extrembedingungen bei diesem Bauwerk von besonderem Interesse.
Dank der Kooperation mit dem Autobahnamt Sachsen als Bauherr bestand neben den Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit gleichzeitig die Möglichkeit ein Prüf- und Überwachungsverfahren direkt an der Brücke zu installieren, welches Bewegungen des Brückenüberbaus, z.B. aus Verkehr und Temperatur detektieren soll, woraus dann Rückschlüsse auf das Verhalten unter Betriebsbedingungen gezogen werden können.

In spring 2000 the first prestressed bridge constructed from High Performance Concrete was completed. By using an ingenious monitoring system the overall response of the structure under traffic and the behaviour of the material used shall be recorded.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Land Sachsen)


Lasteinleinleitung externer Spannglieder über Lisenen
Experimental Study on Load Transfer to the Structure with External Post-Tensioned Tendons

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Jungwirth

Ziel: Ermittlung der Rissentwicklung und der Tragfähigkeit der "local zone" externer Spannglieder, die über Lisenen verankert werden. Beurteilung der Verwendbarkeit von Zulassungsversuchen an Betonprismen zur Prüfung der Verbindung Ankerkörper-Beton bei externen Spanngliedern. Erarbeitung von Vorschlägen zur Bemessung und konstruktiven Durchbildung des Verankerungsbauteiles externer Spannglieder, sowie des Kontaktbereiches zum Brückenquerschnitt bei Verwendung von Fachwerkmodellen (Neigungswinkel und Tragfähigkeit der Druckstrebe, zulässige Betonstahlspannung zur Beschränkung der Rissbreite). Dimensionierung, Herstellung und Prüfung von Lisenenabschnitten im Maßstab 1:1, Ermittlung des Verlaufs der Spannungstrajektorien mit Hilfe der FE-Methode
Ergebnisse: Die Einschnürung der schrägen Druckstrebe durch das Aussparungsrohr kann kompensiert werden, wenn der Achsabstand in Querrichtung um ¢ Durchmesser des Aussparungsrohres verbreitert wird. Lisenen können zutreffend unter Verwendung einfacher Fachwerkmodelle dimensioniert werden. Die Neigung der Druckstrebe sollte mit mindestens 30 angesetzt werden. Die laut Spanngliedzulassung anzuordnende Wendelbewehrung kann durch die Schlaufen der Zugstrebe ersetzt werden. In der Fuge hinter der Lisene tritt immer ein unzulässig breiter Riss auf. Ursache ist die Überlagerung von Biegezugspannung, Konsolzugspannung und einer Zwangsspannung, die aus dem nicht eben bleibenden Querschnitt im Bereich des Ankers, d.h. der Störung der Verformungskontinuität des plastisch verformten Volumens vor dem Anker gegenüber dem Stegbereich hinter und neben dem Anker, entsteht. Abhilfe: Überdrückung oder schräge Stäbe. Bei Spannverfahren, die ein Aussparungsrohr aus PE verwenden, ist es erforderlich, einen Stahlstutzen, der sich mindestens über die Länge der local zone erstreckt unter der Ankerplatte anzuordnen, da der Beton sonst frühzeitig in das große Aussparungsrohr einbricht.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Ermittlung bruchmechanischer Kenngrößen hochfester Leichtbetone
Fracture Mechanical Properties of High-Strength Lightweight Aggregate Concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Bestimmung bruchmechanischer Kenngrößen wie der Bruchenergie, der charakteristischen Länge sowie des Entfestigungsverhaltens von hochfesten Leichtbetonen. Die Ergebnisse bilden eine wesentliche Grundlage für den Einsatz hochfester Leichtbetone in der Praxis. Die Bemessungsgrundlagen müssen darauf abgestimmt werden. Dies betrifft insbesondere die Querkrafttragfähigkeit von schubunwehrten und schubbewehrten Bauteilen aus Leichtbeton.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Kreislaufgerechtes Bauen mit mineralischen Werkstoffen
Investigation on the load bearing behaviour of prestressed dry-stacked masonry

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dr.-Ing. Gero Marzahn

Zielstellung: Ziel des Forschungsvorhaben ist die Entwicklung von vorgespanntem Trockenmauerwerk mit breiter Anwendung im Bereich des Bauwesens.
Durch den Wegfall einer Mörtelfuge ergeben sich bezüglich der Maßanforderungen und der Planparallelität der Lagerflächen der Steine besondere Anforderungen. Daher sind grundlegende Kenntnisse über die Auswirkung von Unebenheiten in der Lagerfuge auf die Tragfähigkeit des Trockenmauerwerks unter Druckbeanspruchung zu entwickeln.
Durch Vorspannung wird Trockenmauerwerk ertüchtigt, Belastungen unterschiedlicher Art aufzunehmen und abzutragen. Über geeignete Bauelemente z.B. Formsteine wird die Vorspannung dabei ins Trockenmauerwerk eingetragen. Die Entwicklung dieser höherfesten Formsteine als Kopf- und Fußverankerungspunkte der Spannglieder steht im Zentrum dieses Forschungsvorhabens.
Zusätzlich sollen Erkenntnisse über eine Wiederverwendbarkeit der Bauteile von Trockenmauerwänden gewonnen werden. Dazu sind Wände mir realen Abmessungen mehrmals auf- und abzubauen und zwischenzeitlich zu belasten. So können grundlegende Aussagen über das Trag- und Verformungsverhalten von Steinen und Spanngliedern nach Erst- und Mehrfachbelastung gegeben werden, und Rückschlüsse auf eine qualitätsmäßig hohe Wiederverwertung von Elementen des Trockenmauerwerks im Bauteil- und Baustoffkreislauf gezogen werden.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (DFG)


Compoundgemische für selbsverdichtenden Beton (SVB)
Development of Ready-Mixed Binder for Self-Compacting Concrete (SCC)

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde unter Berücksichtigung unterschiedlicher Ausgangstoffe ein Bindemittel zur Herstellung von selbstverdichtendem Beton (SVB) entwickelt. Neuartig ist, daß der Zement in Kombination mit entsprechenden Zusatzmitteln und -stoffen trocken vorgemischt wurde. Die Einzeldosierung der Mischungsbestandteile für das Bindemittel des Betons kann somit entfallen; es muß nur noch das Anmachwasser und der Zuschlag hinzugegeben werden. Die unter Verwendung des Binders hergestellten Betone zeigen die für diesen speziellen Beton typischen Frisch- und Festbetoneigenschaften. Insbesondere die Konsistenz kann zielsicherer als bisher eingestellt werden. Mit dieser Entwicklung wird dem wachsenden Interesse an SVB im Transportbeton- und Fertigteilbetonbereich Rechnung getragen.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Einsatz von Kohlefasern im Brückenbau
Use of Carbon Fibres in Bridge Constructions

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de ), Dipl.-Ing. Holger Basche, Dipl.-Ing. Nancy Freitag, Dipl.-Ing. Gunter Schenck

Kohlefasern eignen sich besonders für den Einsatz im Bauwesen, da sie sich durch einen hohen E-Modul und hohen Festigkeiten auszeichnen sowie nahezu chemisch inert sind. Sie werden heute schon als Lamellen zur Verstärkung bestehender Stahl- bzw. Spannbetonkonstruktionen verwendet und als Spannglieder benutzt. Für die Sanierung einer Fußgängerbrücke soll der Einsatz von nicht vorgespannten flächigen Bewehrungselementen (Gewebe) aus Kohlefasern untersucht werden. Hierbei stehen besonders die Optimierung der Gewebestruktur sowie die optimale Zusammensetzung des Harzes im Vordergrund. Es werden die wesentlichen Parameter zur Dauerhaftigkeit untersucht. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen Pull-Out-Versuche zur Bestimmung des Verbundverhaltens. Schließlich wird ein geeignetes Herstellungsverfahren in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt, das den problemlosen und den Gegebenheiten angepassten Einbau ermöglicht

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Schubtragverhalten der Hoesch Additiv Decke
Structural behaviour of the Hoesch Additive Floor under shear stress

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Alexander Sint

Ziel der ersten beiden Versuche ist die Untersuchung des Tragverhaltens der Hoesch Additiv-Decke bei großen Verkehrslasten und der dadurch erforderlichen Deckendicke von ca. 12cm. Die bei dünneren Deckenspiegeln geltende Annahme, daß die Querkraft über die Rippen und im Auflagerbereich über das Blech und die Stahlknagge abgetragen wird, ist bei diesem System aufgrund der nicht mehr zu vernachlässigenden Durchlaufwirkung des Deckenspiegels nicht zutreffend. Für die Untersuchung des Schubtragverhaltens wird die Decke im 1. Versuch ohne zusätzliche Schubbewehrung ausgeführt. Im 2. Versuch wird in den hochbelasteten Bereichen eine Schubbewehrung angeordnet. In den Versuchen 3 und 4 soll das Tragverhalten der Decke mit einer Dicke des Deckenspiegels von d=8cm sowie die Rißentwicklung über dem Auflagerbereich in Abhängigkeit von der Betondeckung der oberen Deckenbewehrung bei Systemen mit durchlaufendem Deckenspiegel untersucht werden. Zur Untersuchung der Rißentwicklung wird im 3. Versuch eine Betondeckung von c=3,0cm und im 4. Versuch von c=5,0cm angeordnet.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Schubunbewehrte Bauteile aus Leichtbeton
Shear Capacity of Lightweight Aggregate Concrete without Shear Reinforcement

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens konnten die grundlegenden Zusammenhänge zum Schubtragverhalten von hochfesten Leichtbetonen zusammengestellt werden. Vorrangig wurde das Schubtragverhalten von Bauteilen aus Leichtbeton ohne Schubbewehrung untersucht. Dabei wurden die aus den mechanischen Zusammenhängen bekannten Anteile der Dübeltragfähigkeit der Längsbewehrung, der Rißreibung und der ungerissenen Biegedruckzone verifiziert, um eine genaue Abschätzung für die einzelnen Komponenten an der Gesamttragfähigkeit quantifizieren zu können. Die Arbeit gliedert sich in eine Forschungsreihe an der Universität Leipzig zum Tragverhalten von hochfesten Leichtbetonen ein und stellt damit die Grundlage für die wirtschaftliche Nutzung von Leichtbeton im Konstruktiven Ingenieurbau dar.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Zulassungsversuche zur Verbindung Ankerkörper - Leichtbeton bei Spanngliedern mit nachträglichem Verbund
Load transfer tests for the mechanical anchorage of post-tensioning kits for use in lightweight concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.d), Dipl.-Ing. Holger Schneider

Die BILFINGER+BERGER Vorspanntechnik GmbH strebt die Erweiterung ihres bauaufsichtlich zugelassenen Litzenspannverfahrens für den Einsatz im Leichtbeton an. Die hierfür erforderlichen Ankerversuche an Leichtbetonprismen werden an der Universität Leipzig durchgeführt. Aufbauend auf den Versuchergebnissen werden die erforderlichen Geometrien für sämtliche Litzenzahlen des Spannverfahrens dimensioniert und für die Erteilung der bauaufsichtlichen Zulassung seitens des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) vorbereitet. Für die Dimensionierung der Ankerkörper ist ein entsprechendes Bemessungsmodell entwickelt worden, da entsprechende empirische Modelle auf Basis von Normalbeton für den neuen Werkstoff nicht anwendbar sind.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Voruntersuchungen zur Herstellung von Selbsverdichtenden Betonen unter Verwendung von Braunkohleflugaschen
Preliminary examinations for the production of Self-Compacting Concrete under use of lignite flight ashes

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Jörg Dietz

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen ein mögliches Einsatzgebiet von Braunkohlenflugasche zur Herstellung von SVB. Die Verwendung von Braunkohlenflugaschen im Bauwesen stellt eine interessante Möglichkeit zur Nutzung von Sekundärrohstoffen in der Bauindustrie dar. Die BFA hat nicht nur Bindemitteleigenschaften durch ihren Freikalk und Sulfatgehalt, sondern sie kann wegen ihrer Feinheit die rheologischen Eigenschaften des Frischbetons deutlich verbessern. Dies bringt vor allem Vorteile für Selbstverdichtende Betone, die aufgrund der besonderen Anforderungen an den Frischbeton gutes Fließvermögen und gute Verbundeigenschaften sowie selbstverdichtende Eigenschaften aufweisen müssen

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Thermal Action CEN/TC250/SC1/PT1-5
CEN/TC250/SC1
Conversion of ENV 1991-2-5 "Thermal Actions" into EN 1991-1-5

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dr.-Ing. Dmitri Soukhov

Im Jahr 1997 hat die Europäische Kommission für Normung CEN/TC250/SC1 das Dokument ENV 1991-2-5 "Temperatureinwirkungen" als Europäische Vornorm zugestimmt. Danach hat die 2-jährige Umfrageperiode begonnen. Im Jahr 2000 wurde diese Umfrage beendet. Der CEN/TC250/SC1 hat eines neues Projekt Team (PT) für die Konvertierung der Vornorm ENV 1991-2-5 zur Europäischen Norm EN 1991-1-5 "Temperatureinwirkungen" gegründet. Die Hauptaufgabe dieses PT ist die Berücksichtigung aller nationaler Kommentare, die die Kommission CEN/TC/SC1 während der letzten zwei Jahre erhalten hat. Nach der Überprüfung aller nationaler Kommentare, müssen noch drei Hauptprobleme des EN 1991-1-5 "Temperatureinwirkungen" gelöst werden:

  • Einfügung des nicht-linearen Temperaturprofiles in den Normtext.
  • Verbesserung des Kapitels 5 "Temperaturveränderungen in Gebäuden". Diese kann auf Basis der Tschechischen Baunorm durchgeführt werden. Die Tschechische Baunorm verwendet die Prozedur eines technischen ISO-Berichts (1987), die auch in den Baunormen von Russland und Polen berücksichtigt wurde. Dabei werden die Werte des Wärmedurchlaßwiderstandes benutzt, um die Temperaturbeanspruchung in Bauelementen zu ermitteln.
  • Einfügung von "Holzbrücken" als zusätzliche Gruppe in Kapitel 6 "Temperaturveränderungen in Brücken".

Diese Arbeit wird zusammen mit den technischen Kontaktpersonen von Schweden und der Schweiz durchgeführt.

In 1997 the European Commission for Standardisation CEN/TC250/SC1 approved the document ENV 1991-2-5 "Thermal Actions" as European prestandard. Afterwards two years of enquiry were started. In 2000 this enquiry was closed and CEN/TC250/SC1 established a new Project Team (PT) for the conversion of the prestandard ENV 1991-2-5 into European standard EN 1991-1-5 "Thermal Actions". The main task of this PT is to take into account all national comments on the ENV document which CEN/TC/SC1 received during the two years enquiry. After evaluation of all national comments obtained, three main tasks for development of EN 1991-1-5 "Thermal Actions" should be solved:

  • Incorporation of non-linear temperature differences in the main text.
  • Improvement of section 5 "Temperature changes in buildings". This can be done basing on Czech building standard. It uses the procedure from ISO technical report (1987) which is also taken into account in the codes of some other East European countries, e.g. Russia and Poland. This approach uses the values of Ri ( structural resistance to heat passage) for determination of thermal effects in structural elements.
  • Enclosing an additional group "timber bridges" in section 6 "Temperature changes in
    bridges".

This work should be undertaken together with the NTCs of Sweden and Switzerland.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Weiterentwicklung eines Bindemittels zur Herstellung von selbstverdichtendem Beton (SVB)
Further Investigations on a Ready-Mixed Binder for Self-Compacting Concrete

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König (koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Frank Dehn

Aufbauend auf einem vorangegangenen Untersuchungsprogramm zur Verwendung von trocken vorgemischten Bindemitteln zur Herstellung von selbstverdichtendem Beton (SVB) wurde im Rahmen dieses Forschungsvorhaben eine mögliche Erweiterung auf andere Additive untersucht, um insbesondere hinsichtlich den rheologischen Eigenschaften des SVB ein Optimum zu erreichen. Auf Grundlage dieser Versuche ist es gelungen, den SVB-Binder an praktischen Versuchen im Fertigteilwerk zu testen. Erste Ergebnisse zeigen ein sehr gutes Verhalten.

Weiterführung: nein

Finanzierung: Drittmittel (Industrie)


Tragfähigkeit einer normalfesten Decke zwischen Stützen aus Hochleistungsbeton

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. e.h. G. König ( koenig@wifa.uni-leipzig.de), Dipl.-Ing. Jörg Dietz

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die effektive Betondruckfestigkeit des Deckenabschnitts einer normalfesten Flachdecke, der sich zwischen den Stützenenden einer hochfesten Innenstütze befindet als Funktion folgender Einflussparameter darzustellen:
- Druckfestigkeit des Deckenbetons
- Druckfestigkeit des Stützenbetons
- Verhältnis zwischen Deckenstärke und Stützenbreite
- Bewehrungsgrad der Decke
- Belastungsgeschichte
Da der Deckenbereich zwischen den Stützenenden nicht nur durch den umgebenden Deckenbeton umschnürt wird, sondern auch durch die Einspannung zwischen den Stützenenden an seiner Querdehnung behindert wird, liegt seine Belastbarkeit in Stützenrichtung deutlich höher als die mit der einaxialen Betondruckfestigkeit errechnete Traglast. Der Umschnürungswirkung des Deckenbetons kann auf Basis geltender Normen keine Rechnung getragen werden. Hier fehlt eine gründliche versuchstechnische und analytische Untersuchung. Dies wird nun in Leipzig durchgeführt.

Weiterführung: ja

Finanzierung: Drittmittel (DFG)

zum Seitenanfang Homepage Suchen/Sitemap   Zusammenstellung: Forschungskontaktstelle, 12.10.2001