Digital Humanities - Theorie und Methodik

Die Vortragsreihe soll den Begriff "Digital Humanities" mit Inhalten füllen, indem Fragen ihrer Theorie und Methodik einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei soll auch darüber reflektiert werden, wo die traditionellen Grenzen zwischen Disziplinen wie z. B. Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft nur "gewollte" Grenzen sind, die sich letztendlich als hinderlich erweisen, und ob nicht gerade die Digitalen Geisteswissenschaften aufgerufen sind, eine Theorie zu entwickeln, die die gemeinsamen Grundlagen und Methoden in den Fokus nimmt.

Die Vortragsreihe am 29.05.2018 wird generell unter dem Zeichen der Weiternutzung, Bereicherung und systematischen Analyse von im analogen Zeitalter gesammelten Sprachdaten im digitalen Zeitalter stehen.
Konkret geht es um die Ende des 19. Jahrhunderts gerade in der Romanistik zur Blüte gekommene Sprachgeographie bzw. Geolinguistik, die im 20. Jahrhundert durch die Dialektometrie und deren Rückgriff auf digitale und quantitative Methoden weiterentwickelt und jetzt im 21. Jahrhundert in die Digital Humanities transferiert und damit neu kontextualisiert wird. Daran lassen sich nicht nur Wege eines nachhaltigen und produktiven Umgangs mit Forschungsdaten erkennen, sondern es wird auch deutlich, wie sich Methodologie und Selbstverständnis einer Disziplin im Zuge der Digitalisierung ändern.

 
Dienstag, 29. Mai 2018 - Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

 

17:15-18:30

Hans Goebl

Universität Salzburg Die Sprachgeographie / géographie linguistique – quantitativ und digital beflügelt. Ein Blick in die romani(sti)sche Dialektometrie - Stream - Folien
18:30-19:45 Thomas Krefeld Ludwig-Maximilians-Universität München VerbaAlpina - oder: der Transfer der Geolinguistik in die digital humanities - Stream - Vortrag


     {aktualisiert} 27.10.2018 2:59 elisabeth.burr@uni-leipzig.de