Wolfgang Würfel

Wolfgang Würfel wurde 1932 in Leipzig-Connewitz geboren. Nach dem Krieg zog er mit seiner Familie nach Flöha, wo er dann zur Schule ging. Er schloss 1949 seine Malerlehre, die er drei Jahre vorher begann, mit der Gesellenprüfung ab. Würfel wurde zwar direkt im Anschluss an der Kunsthochschule Dresden (heute Hochschule für Bildende Künste Dresden) angenommen, konnte das Studium allerdings aus finanziellen Gründen nicht antreten. Daraufhin arbeitet er für die Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG) und finanzierte sich dadurch das Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, welches er von 1950 bis 1955 absolvierte. Werner Klemke, auch ein bekannter Illustrator, war zu dieser Zeit Dozent an der Hochschule. In seinen Gastvorlesungen über Holzstich saß regelmäßig Wolfgang Würfel. Dieser Einfluss spiegelt sich in seinen Illustrationen wieder. In seiner Tätigkeit als freiberuflicher Maler und Grafiker, erschien 1958 sein erstes mit 17 Holzstichen gestaltetes Buch, Gottfried August Bürgers „Wunderbare Reisen des Freyherrn von Münchhausen“ im Aufbauverlag.

Insgesamt illustrierte er über 200 Bücher unter Verwendung verschiedenster Techniken, unter anderem der Ölgrafik und der Federzeichnung. Er gestaltete auch bis 2003 die tausend Feuilletons „Mit beiden Augen“ des Schriftsteller Heinz Knobloch in der Wochenpost.

Der Grafiker war an verschiedensten Ausstellungen beteiligt, unter anderem in Berlin, Dresden, Moskau, Wien, Brünn, Bratislava, Bologna, Prag, Minsk, Bukarest, Budapest und New York (UNO-Gebäude). Würfel erhielt diverse Auszeichnungen, unter anderem 1959 die Bronzemedaille für Illustration in Wien, 1971 die Goldmedaille für Illustration (Internationale Buchkunstausstellung, Leipzig) und 1987 den Hans-Baltzer-Preis für Illustration.