Wie war eigentlich die Frankfurter Buchmesse 2013?

Ein Erlebnisbericht der Leipziger Buchwissenschaft.
Von Anne-K. Hutschenreuter, Studentin M.A. Buchwissenschaft/Buchwirtschaft (4.FS)

1611939_674272902610896_355419342_oNach der Messe ist vor der Messe – wie die Leute in grauen Anzügen immer sagen. Im vergangenen Jahr fand wie immer im Oktober die Frankfurter Buchmesse statt. Unsere Messegruppe des Studiengangs durfte wieder dabei sein. Das hieß dann 6 Uhr morgens am Lindenauer Markt in Leipzig stehen und zu viert versuchen, Gepäck für gefühlte zehn Tage in einem kleinen Kofferraum zu verstauen. Nachdem wir uns ein paar Mal verfahren hatten, erreichten wir später als gedacht die Stadt mit den großen Wolkenkratzern – Frankfurt am Main. Wir schafften es fast rechtzeitig zum gemeinsamen Messestand aller in Deutschland angebotenen Studiengänge rund um die Buchwissenschaft. Im Ausbildungsforum trafen wir wieder auf die Studenten der Universitäten München, Erlangen, Mainz, der HTWK Leipzig, und der Medienschule in Stuttgart.

Ein Strahlen in den Gesichtern. Die Frankfurter Messe überzeugte mit Größe. Laufbänder, Glasübergänge zu anderen Hallen, Dachterrassen mit Blick auf die Skyline, Stände über zwei Etagen, bekannte Gesichter, oh Boris Becker, überall Bücher und Menschen. Der Ehrengast 2013 „Brasilien“ gab sich tagsüber zugeknöpft und stellte die heimische Kultur sowie musikalische, lyrische und erzählerische Kreativität mit 70 Autoren dar. Auf den Messepartys ließen die Verleger dann aber die Samba-Hüften kreisen. Und spätestens zu “Get Lucky” wurde dann auch die Generation 60+ überzeugt (Das ist reines Wissen aus den Messezeitschriften.). Wenn wir uns nicht gerade am Stand mit neugierigen Eltern unterhielten, Bücher bei unserem Gewinnspiel verlosten und Abiturienten davon überzeugten, Buchwissenschaft an der Universität Leipzig zu studieren, stromerten wir selbst über die Messe. Dabei verlaufen? Garantiert. Aber so macht die Branche Spaß. Happy Hour mit Wein und Sekt. Bierempfang von der Universität München. Autoren die Hand schütteln. Lässig an fremden Ständen Kaffee trinken. Bücher bekommen, die man schon immer mal lesen wollte und die gesamte Buchkultur erleben. Aber irgendwann gegen 18Uhr ist dann auch Feierabend auf der Messe. Wer dann noch die Kraft und gesunden Fußsohlen hat, kann sich ins Frankfurter Nachtleben stürzen. Denn dann öffnen Cafés, Literaturhäuser und auch die Verleger selbst, ihre Türen für Empfänge, Lesungen oder berühmte Messepartys.

Schwer bepackt mit vielen Büchern fuhren wir nach vier Tagen nach Hause. Jedes Jahr erlebt man wieder unglaubliche Geschichten, lernt neue Menschen kennen und kann nur sagen: Tschüss, Frankfurt. Es war wundervoll. Bis vielleicht nächstes Jahr.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch den Verlagen, die uns für unsere Gewinnspiele am Stand so zahlreich mit ihren guten Gaben unterstützt haben. Danke Buchwissenschaft Leipzig, Danke liebe Verlage und Danke Frankfurt für diesen herzlichen Empfang im Oktober 2013. Wir freuen uns auf Leipzig 2014!

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Das freundliche Messe-Team der Leipziger Buchwissenschaft

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Unsere Studentinnen lieben Bücher. Und Eulen. Und beides gleichzeitig.

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