„Lesebücher für unsere Zeit“/ „Volkslesebücher“, ab 1964 im Aufbau-Verlag

Die im Jahre 1964 durchgesetzte „Profilierung“ bestärkte den Verlag durch Eingliederung der „Volkslesebücher“ in seiner Entwicklung zum Klassikerverlag. Arnold Zweig beschrieb diese Reihe als „Brettersteig“ für junge Leute, über die „gähnenden Lücken“ hin zur klassischen Bildung. Besonderheiten waren zeitgeschichtliche Tabellen, Illustrationen und Abbildungen, die umfassende Einblicke in das Leben und Werk der Dichter vermittelten.

Der Aufbau-Verlag konnte durch politisches Tauwetter neben den Lesebüchern seine Arbeit an hochwertigen Studien-­ und Werkausgaben zu klassischen Schriftstellern ausbauen. Auf der Suche nach neuen Schriftstellern richtete sich der Blick nach Lateinamerika. Neuentdeckungen, wie der spätere Nobelpreisträger Gabriel García Márquez, ergänzten das Verlagsprogramm.