Im Winter 1909/10 lernt Kurt Wolff seinen zukünftigen Partner Ernst Rowohlt kennen. Dies zeichnet den Beginn des Kurt Wolff Verlags.
Rowohlt suchte nach einem Geldgeber für den Ernst Rowohlt Verlag (Leipzig). Der wohlhabende Student Kurt Wolff  trat deshalb als stiller Teilhaber in den Verlag ein. Er übernahm die Betreuung der Drugulin Drucke die zu niedrigen Preisen zu kaufen waren. Dies machte den Verlag bekannt.

Zunächst folgte der Verlag eher der neuromantischen Strömung des Jahrhunderts und verpflichtete Autoren wie Carl Hauptmann, Max Dauthendey und Herbert Eulenberg. Versuche prominentere Autoren zu werben scheiterten jedoch.
Viel zukunftsweisender wahren erstmals gedruckte, junge heute zum Teil vergessene Autoren, die jedoch teilweise den Fühexpressionismus einleiteten: Georg Heym, Hugo Ball, sowie vor allem der Prager Kreis um Franz Kafka und Max Brod. Beide zuletzt genannten Autoren hatte Wolff verpflichten können.

Kurt Wolff findet zunehmend Gefallen am Beruf des Verlegers und steigt 1912 auch als juristischer Kommandist in den Ernst Rowohl Verlag ein. Das Konfliktpotential zwischen Rowohlt und Wolff steigt, es resultiert in einem offenen Streit der mit dem Ausscheiden Rowohlts 1912 aus dem Verlag endet.
Wichtige literarische Berater des Verlages sind Walter Hasenclever und Kurt Pinthus. In den folgenden Jahren schiebt Wolff die Programmgestaltung mehr hin zur avantgardistischen Literatur.
1913 erfolgt die Umbenennung in Kurt Wolff Verlag. Die wichtigsten Autoren des Verlages sind nun Herbert Eulenberg, Carl Hauptmann, Carl Sternheim und Max Brod. Der Verlag expandiert nun schnell. Die Titelzahl steigt von 21 Titeln 1910 zu 43 Titeln in 1914. Verglichen mit damaligen großen Verlagen ist der Kurt Wolff Verlag eine Konkurrenz geworden. Dies ist jedoch eher den großen Investitionen Wolffs, sowie verschiedener anderer Geldgeber, als dem Vertrieb zu verdanken.

Mit der Bindung Franz Werfels und Walter Hasenclevers, die wiederum ihre literarischen Freunde anzogen, gelang es Wolff eine expressionistische Linie zu fahren und eine neue Reihe gesammelter junger Dichtung unter dem Titel Der Jüngste Tag (-> Link dahin?) zu verlegen. Eines seiner berühmtesten Verlagsprojekte.

Mit der zweiten Häflte des Krieges bekommt der starke Aufschwund des Verlages jedoch einen Dämpfer. Zensur und steigende Papierpreise bereiten zusehens größere Probleme.

1918 strafft Wolff den Verlag, gibt Der Neue Roman, Das neue Geschichtenbuch und Die neue Dichtung heraus, Almanache die nur die expressionistischen Autoren des Verlages enthalten. Er dehnt der Verlag immer weiter aus, zum Kern, dem Kurt Wolff Verlag, als führender Verlag der jungen Literatur guppieren sich weiter andere Verlage. Der Hyperion-Verlag, als Widmung an Bibliophilie und illustrierte Bücher, der Verlag der gesammelten Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff| und den Verlag der Weissen Bücher, vorallem bekannt für die Publikation von Chestertons Verteidigung des Unsinns und den gesammelten Gedichten von Else Lasker-Schüler.
Der wirtschaftliche Erfolg blieb jedoch aus. Gewinnbringendere Werke waren die von Rabindranath Tagore, die sich bis Ende 1923 über eine Million Mal verkauften.

Während des Krieges übernahm als Vertretung für Wolff Georg Heinrich Meyer en Verlag. Dieser war ein Verkaufsgenie und hatte großen Einfluss auf Wolff. Das der Verlag dann doch wirtschaftlichen Erfolg hatte, ist Meyer zu verdanken, dessen Werbekampagnen für die damalige Zeit revolutionär waren. Besonders hervor stechen in dieser Zeit Der Golem von Gustav Meyrink, sowie Der Untertan von Heinrich Mann (Bruder von Thomas Mann). Wolff war klar, dass Der Untertan nicht während des Krieges veröffentlicht werden konnte und als dies nach dem Fall des Kaiserreiches geschah, traf der Roman mit seiner kritischen Darstellung des Kaisserreiches auf ein breites Publikum.
Der Krieg machte den zuvor sehr mäzenistischen Wolff nüchterner. Er argumentierte zusehens wirtschaftlicher und unterstütze Meyers Werbestrategien um „ullsteinhafte Auflagen von literarisch einwandtfreien Büchern“ (S. 27) zu erzielen. Diese agressive Reklame wirkte stark polarisierend und stoß vorallem bei dem älteren Publikum auf Ablehnung. Sein Gespür die wichtigen Strömungen der Zeit, machte ihn jedoch zum Vorbild vieler Lektoren.

Durch seinen Autor Fritz von Unruh wurde Wolff in das Herzogliche Haus Darmstadt eingeführt. Er beschloss den Verlag dorthin umzusiedeln, nach kurzer Zeit zeigte sich jedoch dass das gemietete Haus nicht geeignet für das Verlagswesen war. 1920 verkauft er es wieder und entschied sich für München als neuen Verlagssitz. Im Herbst 1919 zig der Verlag in die Münchner Luisenstraße 31.
Wolffs Ehrgeiz verhinderte ein gesundes Wachstum des Verlags und leitete den Verlagszerfall ein.
Von 1918 bis 1923 genoss der Verlag noch literarische Bedeutung und wandete sich europäischer Literatur und ausgedehnten Kunstprogrammen zu.
doch der Tod des Expressionismus zeichnete sich zu erst im Kurt Wolff Verlag ab. Der Jüngste Tag gab schon 1920 nur vier neue Bände heraus.
Die Autoren mussten zunehmen den Verlag verlassen, welcher hart mit der Inflation zu kämpfen hatte. 1921 war Wolff gezwungen den Verlag in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln.

Wolff verlegte zunehmend nicht deutsche Werke und als sich die Republik von der Inflation erholte, hatte sich Wolff von der deutschen Literatur abgewandt.

1924 gründete Wolff den Kunstverlag Pantheon Case Editrice in Florence. Er nahm jedoch kaum die Chancen des internationalen Marktes wahr, und druckte kleine, hochwertige aber teure Auflagen.

Auf Grund der Inflation hatten sich auch andere deutsche Verlage dem internationalen Markt zugewandt und die Konkurenz für den Kurt Wolff Verlag war hart und erfolgreicher als Wolff.

1928 erschienen nur noch neun Bücher, danach liefert der Verlag nur noch aus. 1929 beschließt Wolff den Verlag entdgültig zu liquidieren: „Tatsache ist, dass ich mich in den letzten sechs Jahren praktisch und materiell an diesem Verlag aufgerieben, verblutet habe. (…) einen als unhaltbar erkannten Interimszustand fortzuführen scheint mir unwürdig und sinnlos.“ Dies schrieb Wolff in einem Brief an Werfel.
der Verlag wurde soweit ausverkauft bis er schuldenfrei war und dann von Wolffs Schwager Peter Reinhold übernommen und in Genius-Verlag umbenannt. Dieser erlosch in Jahr 1949.