Informationen rund um die Bewerbung für ein Master-Studium KMW mit Modulen der Buchwissenschaft

Die Leipziger Buchwissenschaft stützt sich auf einen einzigartigen Resonanzboden, der ein höchst lebendiges, zugleich praxis- und  forschungsorientiertes Studium erlaubt und zahllose Anknüpfungspunkte für individuelle Forschungen bietet.

In der Buchstadt gibt es Institutionen wie das Museum für Druckkunst, in dem regelmäßig Seminare stattfinden und man sogar ältere Techniken wie Bleisatz und Steindruck kennenlernen kann. Wir kooperieren mit der HTWK, die Module zum Verlagsmanagement anbietet, und mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde, deren Direktor Prof. Kahlisch besonders beliebte Seminare zu innovativen Themen gibt.

Vor allem die Leipziger Buchmesse bietet einzigartige Betätigungsfelder. So betreut die Buchwissenschaft den Blog „Leipzig lauscht“, in dem die Veranstaltungen von „Leipzig liest“ rezensiert werden. Außerdem sind wir immer selbst mit zahlreichen Veranstaltungen im Programm von „Leipzig liest“ vertreten. Dafür und für eine gelungene Präsentation auf der Messe am Stand „Studium rund ums Buch“ sorgt unsere Messegruppe. Nicht zuletzt schmücken unsere Studierenden während der Messe die Schaufenster der Innenstadt mit Büchern in immer neuen Verlagsaussstellungen, etwa über die Inselbücherei, die Andere Bibliothek oder die Buchkunst der DDR, die jeweils im Wintersemester vorbereitet werden.

Vor allem kann sich die Buchwissenschaft bei ihren Forschungsprojekten über das „Leseland“ DDR, die Buchstadt Leipzig und den Buchhandel im Nationalsozialismus auf großartige Bibliotheken wie die Deutsche Nationalbibliothek und ein Sächsisches Staatsarchiv stützen, in dem über fünfzig Archive berühmter Verlage aufbewahrt werden, darunter Breitkopf und Härtel, Brockhaus und Kiepenheuer. Die Buchwissenschaft besitzt mit dem Bibliotop auch ein eigenes Archiv, das zum Beispiel das Reclam-Archiv und den Buchverlag der Morgen sowie eine Bibliothek zur Zensur-, Buchhandels- und Verlagsgeschichte enthält. Es stellt zugleich mit über 3000 Buchdevotionalien und Werbegeschenken ein einzigartiges Museum dar, in dem auch zahlreiche Seminare stattfinden.

Die Studierenden werden in aktuelle Projekte eingebunden, etwa zur offiziellen Deutschen Buchhandelsgeschichte des Börsenvereins. Neben unserem Almanach der Flachware, die in einer Redaktionswerkstatt entsteht, sind hier unter Mitarbeit der Studierenden schon zahlreiche wichtige Bücher entstanden, über Verlage wie Reclam und Kiepenheuer, den Bücherschmuggel in der DDR und den innerdeutschen Literaturaustausch.

So bietet der Masterstudiengang KMW attraktive Möglichkeiten zur individuellen kreativen Entfaltung. Für das Leipziger Profil der Buchwissenschaft ist die enge Verzahnung von theoretischer, wirtschaftlich-praktischer und historischer Ausbildung prägend. Durch die Eingliederung in den Studiengang der Kommunikations- und Medienwissenschaft wird die Spezifik des Buches stets medienvergleichend untersucht und dadurch ist zugleich eine breite berufliche Perspektive gesichert.

Allgemeine Informationen zur Aufnahme eines Masterstudiums an der Universität Leipzig