Patricia F. Zeckert (Hg.): Flachware 3. Fußnoten der Leipziger Buchwissenschaft

Das offizielle Jahrbuch der Buchwissenschaft der Uni Leipzig geht in die dritte Runde! Diesmal wimmelt es von Jubiläen: Der neue Band beginnt mit Beiträgen zum Thema Buch und Ästhetik und nimmt damit Bezug auf den 250-jährigen Geburtstag der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst im Jahr 2014. Eine Rubrik beschäftigt sich mit zwei Unternehmungen Georg von Holtzbrincks, unter anderem dessen Buchklub im Vergleich zur Büchergilde Gutenberg, die 2014 ihr 90-jähriges Jubiläum begeht. Ein weiteres Themenspektrum widmet sich der realsozialistischen Buchhandels- und Verlagsgeschichte, darunter dem Domowina-Verlag, der 2013 im 55. Jahr existiert. Anschließend werfen die Autoren einen Blick auf Leipziger Nach-„Wende“-Gründungen im Buchwesen. Schließlich dreht sich in der letzten Rubrik alles um den Leser. Dabei findet auch der Rostocker Buchbasar Platz, der 2014 vor 50 Jahren zum ersten Mal stattfand. Weiterlesen

Siegfried Lokatis (Hrsg).: „Buchgeschichten: Wege zur Weltliteratur“

Inzwischen wissen wir, dass die Bücher unsterblich sind. „Das Buch“ wandelt die Form und erneuert sich, solange Leser es lieben und immer wieder für sich entdecken. Nichts anderes geschieht in diesem Buch …
Für jede Buchgeschichte stand das Problem, wie auf wenigen Seiten Autor und Buch, womöglich dessen Werk-, Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte zugleich, knapp, spannend und verständlich im historischen Kontext vorzustellen und dabei das Besondere, zur Lektüre Verführende herauszukitzeln sei. Und das möglichst auch noch auf eine originelle Weise, die den individuellen Zugriff des Verfassers spiegelt und so dem Leser Neues bieten kann: vielleicht die schwierigste Aufgabe, denn über die meisten der hier vorgestellten Werke war natürlich schon unendlich viel geschrieben worden.
Weiterlesen

Thomas Keiderling – „Aufstieg und Niedergang der Buchstadt Leipzig“

U4a_Buchstadtende.inddBuchstadt Leipzig – welch schillernder Begriff, glücklich erfunden und gefeiert, anerkannt in der Welt, oszillierend in der jüngeren Geschichte, politisch genutzt, schöngeredet, totgesagt, mit Herzblut verteidigt. Das Buch von Thomas Keiderling ist inspiriert von dieser immer wieder aufkeimenden Frage nach der Buchstadt und möchte anhand einer historischen Analyse Klarheit schaffen.

Ein erstmals kritischer Rundgang durch die über 500 Jahre währende Leipziger Buchgeschichte fördert dabei Bekanntes, aber auch völlig neue Fakten, Zäsuren und Zusammenhänge zu Tage.Viele glauben, die Buchstadt Leipzig sei in erster Linie durch den erfolgreichen Verlagsbuchhandel und Buchdruck konstituiert worden. Aber das kann der Autor nach einer gründlichen Recherche ausschließen. »Buchstadt« muss etwas anderes, muss mehr meinen – aber was?

Weiterlesen

Siegfried Lokatis (Hrsg.): „Neue Buchgeschichten: Wege zur Weltliteratur“

Wie wir Bücher ordnen, ist aus Sicht der Buchwissenschaft beinahe spannender als sie zu lesen. Ob nach Alter des Autors oder des Buches, in brandschutztechnischer Besorgnis, chronologisch oder diebstahlsichernd, nach Einbandqualität oder Erscheinen, Farbe oder Format, Gewicht, Höhe der IKEA-Regale oder ISBN-System, Jahr oder Jahrhundert, Kanon oder Katalog, nach Leseplänen, mit memnotechnischer Magie, nach Nummerierung, ordentlich preußisch, nach Provenienz, in repräsentativen Reihen, zum Schutz vor Staub, thematisch nach Titelgruppen, ungelesenem Umfang, Verlagen, Wohnungsgröße oder irgendeinem Zufallsprinzip. Solange man Bücher noch sehen, sammeln und anfassen kann, kann und muss man sie auch irgendwie ordnen genießen wir es. In der Welt der unsichtbaren Bücher bedarf es neuer Wege.

Weiterlesen

Carmen Laux / Patricia Zeckert – „Flachware 2 – Fußnoten der Leipziger Buchwissenschaft“

Das offizielle Jahrbuch der Buchwissenschaft der Uni Leipzig geht in die zweite Runde! Nach dem fulminanten Start der Nummer 1 im Jahr 2010 legt der Fachbereich mehr Flachware nach. Wieder beleuchten Nachwuchswissenschaftler und namhafte Experten in fünf Rubriken verschiedene Themen der Buch- und Medienwissenschaft.

Der neue Band enthält Beiträge zum Reclam Verlag, die Geschichten aus verschiedenen Perioden seiner Leipziger Existenz erzählen. Außerdem versammeln die Herausgeberinnen Aufsätze zu ausgefallenen Bereichen der Buchkunst und der Bibliophilie. Ein weiteres Themenspektrum beschäftigt sich mit der vergleichenden Zensurgeschichte und präsentiert darunter erstmals internationale Ergebnisse.

Weiterlesen

Siegfried Lokatis / Ingrid Sonntag – „100 Jahre Kiepenheuer-Verlage“

Die Herausgeber Ingrid Sonntag und Siegfried Lokatis haben vierzig Autoren versammelt, die eine der spannendsten deutschen Verlagsgeschichten des 20. Jahrhunderts vorstellen, die auf einzigartige Weise mehrere politische Systeme spiegelt. 1910 von Gustav Kiepenheuer gegründet, avancierte der Verlag in der Weimarer Republik mit Autoren wie Anna Seghers, Bertolt Brecht, Georg Kaiser, Joseph Roth und Arnold Zweig zu einem kulturellen Leitverlag, der für Expressionismus und Neue Sachlichkeit stand.

Nach der Bücherverbrennung von 1933 gingen wichtige Lektoren ins Exil, Kiepenheuer versuchte sich im Land zu behaupten. Die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg spaltete auch den Verlag.

Weiterlesen

Thomas Bez / Thomas Keiderling – „Der Zwischenbuchhandel – Begriffe, Strukturen, Entwicklungen in Geschichte und Gegenwart“

Bislang gab es kein Gesamtwerk über die Geschichte und die Gegenwart des Zwischenbuchhandels in den deutschsprachigen Ländern. Doch diese Lücke wird mit diesem Standardwerk gefüllt. Die Darstellung profitiert von der unterschiedlichen Herangehensweise der Verfasser: aus den Interessenlagen universitärer Wissensvermittlung resultierend (Keiderling), andererseits aus der praktischen Anschauung und Beurteilung vergangener und aktueller Branchenentwicklungen (Bez).

525 Seiten, fadengehftete Broschur

Verlad Dr. Ernst Hauswedel; ISBN 978-37762-0510-7

Preis: 48,00 €

 

Eyk Henze/Patricia Zeckert – „Flachware – Fußnoten der Leipziger Buchwissenschaft“

Der Almanach ist das Produkt studentischer Initiative. Er versammelt sowohl Beiträge von Studierenden als auch Absolventen, Doktoranden und namhaften Fachwissenschaftlern. Fundiert und wissenschaftlich-essayistisch präsentieren sie Arbeitsergebnisse und geben breitgefächert Impulse der Leipziger Buchwissenschaft weiter. Die erste Ausgabe thematisiert unter anderem das Web 2.0 für Verlage, Independent Verlage und die Enzyklopädie im 21. Jahrhundert. Außerdem bietet sie kuriose Einblicke in die Rettung von Verlagsarchiven, die Suhrkamp-Kultur und den Alltag stehlender Bibliothekare.

Zur Namensgebung: Als Flachware bezeichnen genervte Ausstellungsmacher Bücher mitunter, denn sie gelten ihnen als schwer präsentierbar. –
Weiterlesen