FLACHWARE: Nr. 6 des Jahrbuchs der Leipziger Buchwissenschaft erschienen

Wie sichern Bibliotheken ihre Bestände? Welche Tierchen bedrohen unsere Bücher? Kann ein Gesetz einen Bestseller zu Schundliteratur degradieren? Erleichtern E-Books das Lesen in Gefängnissen?

Die #6 erscheint im neuen Gewand, was den Studierenden des letzten Flachware-Seminars zu verdanken ist.

All diesen und weiteren Fragen widmet sich der sechste und neueste Band der Flachware. Die Antworten darauf geben junge Forscher*innen sowie erfahrene Expert*innen des Fachs. Im Fokus stehen diesmal Texte zur Weimarer Republik sowie zum 21. Jahrhundert. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2020 wäre die Reihe in die nächste Runde gegangen.

Die Flachware 6 jetzt direkt beim Dr. Ernst Hauswedell Verlag bestellen.

FLACHWARE: Neuer Band des Jahrbuchs der Leipziger Buchwissenschaft erschienen

Neuer Band des Jahrbuchs der Leipziger Buchwissenschaft erschienen

Wie finden sich begeisterte Lesende in der Bücherflut zurecht? Wie können blinde Menschen Musiknoten lesen? Was erfahren wir bei Perry Rhodan über die Zukunft der Bibliotheken? Wie sehen Anti-Aging-Rezepte für Bücher aus?

All diesen und weiteren Fragen widmet sich das fünfte und neueste Heft der Flachware. Die Antworten darauf geben junge ForscherInnen sowie erfahrene ExpertInnen des Fachs. Das Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft präsentiert regelmäßig Texte, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Buches aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Von der Buchstadt Leipzig aus wird das Buch als Medium von Kunst, Geist und Geld und innerhalb seiner gesellschaftlichen Kontexte gedacht. Kurz nach der Leipziger Buchmesse 2019 geht die Reihe in die fünfte Runde.

Zu beziehen über den Hiersemann-Verlag.

Eyk Henze (Hrsg.) Flachware Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft. Band 4 (2018)

Flachware – das Jahrbuch des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig – nimmt Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Buches aus einem weiten und pluralistischen Blickwinkel wahr.

Von der Buchstadt Leipzig aus wird das Buch als Medium von Kunst, Geist und Geld und innerhalb seiner gesellschaftlichen Kontexte gedacht. Der Titel – Ausstellungsmacher bezeichnen das äußerlich oft wenig spektakuläre Objekt Buch etwas despektierlich gern als »Flachware« – verweist mit seinen selbstironischen Tönen auf die bewusste Vielfalt der Stimmen und Meinungen.

Heft 4 widmet den Fragen und Diskussionen um Open Access einen Schwerpunkt mit mehreren Beiträgen. Daneben bringt es u. a. verlagsgeschichtliche Beiträge zum katholischen gewerkschaftsnahen Bitter Verlag in Recklinghausen, zur Kartographie im Verlag Perthes, zu Covergestaltung und Auflagenplanung in kleinen unabhängigen Verlagen sowie zum Marketing im Rahmen von Buchmessen-Gastlandauftritten.

zu beziehen über:https://www.hiersemann.de/flachware-9783776206180?c=47

1 – Termite Book Art

„The most inclusive description of the art is that, termite-like, it feels its way through walls of particularization with no sign that the artist has any object in mind other than eating away the immediate boundaries of his art, and turning these boundaries into conditions of the next achievement.“

Manny Farber, 1962

 

Ob Manny Farber in seinen 1962 erschienen Schriften zur „White Elephant Art and Termite Art“ die Zerstörung eines Inselbandes namens „Bilder des Todes“ von Hans Holbein im Sinn hatte, sei einmal so dahin gestellt. Da DADA aber oftmals siegt! kann eine zunächst derart willkürlich anmutende Zerstörung unter den gegebenen Bedingungen in neuem Licht erscheinen:

„Buchzerstörung? Handelt es sich nicht eher um eine Neuschöpfung? Oder um ein Kunstwerk, was die Termiten hier schaffen? Besitzt die Termite so etwas wie eine Kollektiv-Seele, vielleicht?“

So erscheint es zumindest den MacherInnen des Termitenbuchs Sophie Lokatis und Julia Alice Treptow, die anlässlich des 100jährigen Bestehens der Insel-Bücherei die Buchschädlinge dem Band Nr. 122 vorgesetzt haben.

Den Weg der Termiten a lá Jean-Pierre Gorin und ihr käferhaftes Einwühlen in ein Stück dieser bunten Buchliebhaber-Sammlung kann man auch in bewegten Bildern verfolgen:

Damit gilt also: lieber eine Termiten-Neuschöpfung anstelle der klassischen Kunsterschaffung. Oder?

 


Beitrag: Melanie Schoepf
Video: Sophie Lokatis & Julia Alice Treptow, 2012
Zitat: Farber, M., 1962: White Elephant Art vs. Termite Art. In: MacKenzie, S., 2014 (Hrsg.): Film Manifestos And Global Cinema Cultures. A Critical Anthology. Berkeley: UC Press, S.433.

Kaufhaus KULT

Germanistik, Amerikanistik/Anglistik, Sowjetische Literatur, ad libitum-Reihe, Krimi-Reihe, Romanzeitung

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Die germanistische Literatur

Der Leiter des Germanistik-Lektorats Roland Links konnte seit 1963 keine Bücher aus der Bundesrepublik mehr herausgeben, die machte der Aufbau-Verlag. Deshalb begann der spätere Leiter der Leipziger Kiepenheuer-Verlage und Tucholsky-Herausgeber die Literatur Österreichs und der Schweiz zu erkunden. Max Frisch wurde sein Freund, die Edition des „Stiller“, der Werke von Karl Kraus und Robert Musil waren kleine Heldentaten in dem von Links virtuos geführten Zensurkampf.

Die Krimi-Reihe

Barbara und Alfred Antkowiak (IM Roiber“), die Gründer der beliebten Krimi-Reihe, bewiesen selbst ein beträchtliches Maß krimineller Energie. Wie auch der Verlag, der die beliebten Krimis in riesigen Auflagen produzierte, ohne dafür die entsprechenden Lizenzgebühren zu bezahlen.


Fotos: Ingmar Stange

»Leipzig lauscht« geht heute in die dritte Runde

Das Team von Leipzig lauscht für die Buchmesse 2017. Foto: Juliane Seifert.

Das aktuelle Team von Leipzig lauscht ist bereit für die Buchmesse 2017. Foto: Juliane Seifert.

Die rasenden Online-Reporter und -Reporterinnen schwärmen auch zur diesjährigen Buchmesse zu den Veranstaltungen von »Leipzig liest« aus. Sie schreiben Rezension dazu und posten sie auf dem Blog leipziglauscht.de. Im Gepäck haben sie wieder ihr Markenzeichen: das Buch mit Ohr.

Logo_Leipzig lauscht_72ppiDas Ohr am Puls des Bücherfrühlings: Das Logo von »Leipzig lauscht« ist für seine Redakteure Programm. Auch 2017 wird die Buntheit des Buchmarkts wieder die Beiträge der »Lauscher« erobern: Biografien, politische Sachbücher und Krimis, Mangas, Fantasy und Lyrik … Die gut 60 Studierenden der Universität Leipzig behalten den Überblick über die vielfältigen Veranstaltungen des Leipziger Lesefestivals. Sie halten alle erwähnenswerten Momente der Lesungen fest. So kann jeder nachlesen, wie der Abend verlaufen ist, auch wenn er oder sie nicht dabei sein konnte.

Schon vor der Messe geht »Leipzig lauscht« an den Start: am 21. Februar 2017 pünktlich zur Veröffentlichung des Online-Programms von »Leipzig liest«. In den gut vier Wochen bis zum Messebeginn erscheint auf dem Blog bereits eine Kolumne rund ums Lesen. Außerdem stellen die Redakteure wieder schöne Leipziger Leseorte vor und blicken bei prominenten Bücherfreunden ins Regal.

In der Offline-Welt kann man die »Lauscher« während der Buchmesse 2017 am Stand der Universität Leipzig treffen. Sie verlosen im Ratespiel »Guess my Book« am Messedonnerstag, -freitag und -samstag jeweils um 17 Uhr tolle Preise und geben Veranstaltungstipps:

Guess my Book. Gewinnspiel und Tagesfinale mit den Buchblogger_innen von »Leipzig lauscht«

Stand der Universität Leipzig, Halle 3 | H 202

Do, Fr, Sa jeweils 17 Uhr

»Leipzig lauscht« gibt es seit 2015. Der Blog entsteht in Regie der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und wird von der Leipziger Buchmesse und dem »kreuzer« unterstützt. Die Blogger findet man auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

Ein Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse 2016

Auch dieses Jahr war die Leipziger Buchwissenschaft auf der Frankfurter Buchmesse mit zwei Teams vertreten und es hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht!

Es waren fünf fröhliche Tage Austausch mit interessierten Messebesuchern und den Studierenden der anderen Universitäten am Stand. Während der Fachbesuchertage von Mittwoch bis Freitag ging es noch entspannter zu, am Wochenende füllten sich die Hallen und auch wir bekamen jede Menge zu tun. Unser neues Gewinnspiel „Buchcover raten“ erfreute sich großer Beliebtheit. Außerdem hatten wir die Gelegenheit, über die Messe zu laufen, zu stöbern, uns zu informieren und von den Profis zu lernen. Es gab Schokolade und Gin Tonic und abends genossen wir den einen oder anderen Frankfurter „Ebbelwoi“. Sogar einen exklusiven Ausflug in die 48. Etage des Towers 185 mit Blick über Frankfurt und die Messe durften wir genießen.

Alles in allem war es eine schöne Buchmesse und wir freuen uns schon auf die kommende Leipziger Buchmesse!

Aussicht vom Tower 185 auf das nächtliche Frankfurt
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Fotos: Messegruppe der Leipziger Buchwissenschaft