Stellenausschreibung Suhrkamp

Für den Zeitraum vom 3. Februar 2020 bis zum 31. Juli 2021 suchen die Verlage Suhrkamp und Insel eine Volontärin/einen Volontär für die Presseabteilung mit einem Beschäftigungsumfang von 100% (38,5 Wochenstunden).

Voraussetzungen:

·         Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und sicheres und freundliches Auftreten

·         Teamfähigkeit, strukturierter Arbeitsstil und Engagement

·         im günstigen Fall Erfahrungen in der Presseabteilung eines Buchverlags

·         Sicherer Umgang mit den MS-Office-Programmen und idealerweise Erfahrung mit PPM

Wir freuen uns über Ihre Bewerbungen bis zum 3. Januar 2020 via Mail an: Bewerbung@suhrkamp.de

23 – Gefahren für Roboter und Menschen

Illustriert ist hier eine der typischen Gefahren für Roboter: das Stolpern, das zu einem Kopfverlust führen kann. Eine Gefahr, die keine Roboter, aber dafür Menschen betrifft wird in der Kurzgeschichtensammlung „Sauerstoff und andere Mängel“ beschrieben. In Form eines Tagebuchs erfahren die Leser*innen, wie auf einem Raumschiff mit vielen Menschen der Sauerstoff knapp wird. Jeder Mensch auf dem Raumschiff beginnt, sich durch gestohlene Sauerstoffflaschen einen Vorrat anzulegen, um möglichst lange überleben zu können. Als die Atemnot langsam spürbar wird, entwickelt sich Sauerstoff zur einzigen Währung, dann schließt sich jeder in seine Kabine ein. Daraufhin enden die Tagebucheinträge.

22 – Die gar traurige Geschichte mit dem Atomzeug

In dieser Version des Struwwelpeters spielt niemand mit dem Feuerzeug, sondern mit etwas weit gefährlicherem: Atomzeug. Mit Leo und Dick sind Breschnew und Nixon gemeint, das Spiel beider Weltmächte mit der atomaren Zerstörung. Solche Vergleiche zwischen den sowjetischen Freunden und der imperialistischen USA waren in der DDR von der Zensur streng verboten.

21 – Kontrollierte Kontrolleure

In einer Kurzgeschichte aus Schachtelwelten wird eine Zukunft vorgestellt, in der Roboter alle heutigen Berufe übernommen haben. Es gibt nur noch einen einzigen Beruf für Menschen: den des Kontrolleurs. Kontrolleure sitzen zu jeder Tages- und Nachtzeit in einem gemütlichen Sessel und beobachten ihren Bildschirm. Doch es gibt auch Kontrolleure, die Kontrolleure kontrollieren und Kontrolleure, die diese Kontrolleur-kontrollierenden Kontrolleure kontrollieren. Es entsteht jedenfalls ein ewiger Kontroll- Kreislauf, dem alle Menschen unterliegen.
Kontrolleure kontrollieren – eine Verhöhnung der Stasi?

20 – Das Geschenk

Das Schenken spielt nicht nur in diesem Gedicht an Angela Steinmüller eine entscheidende Rolle, sondern auch in Korallen des Alls. Yarbro hat das große Ziel, vom Arbeiter in die reiche Oberschicht aufzusteigen und möchte dazu einen Schatz im Weltraum finden. Mit seinem letzten Geld kauft er sich auf einem Boot ein, das von zwei Beltbewohnern, Dais und ihrem Vater, gesteuert wird. Beltbewohner sind nicht wie Yarbro auf der Erde geboren, sondern leben in der Schwerelosigkeit des Weltraums und sehen sich als eine neue Spezies der Menschheit. An Board hat Yarbro zunächst viele Schwierigkeiten, denn er kommt weder mit der dauerhaften Schwerelosigkeit klar, noch versteht er die andere Kultur der zwei Beltbewohner, die ihm unfreundlich erscheinen.Trotz der anfänglichen Probleme erreicht das Schiff das Wrack mit dem Schatz. Dais offenbart Yarbro, dass sie den Schatz schon lange kennt, aber für sie als Beltbewohnerin wertlos ist. Yarbro ist von ihrer Einstellung berührt und schenkt ihr eine Koralle, einen wertvollen Stein, den er zuvor im Weltraum gefangen hatte.

 

19 – Das Scheitern der Invasion

Obwohl Saturnier dazu in der Lage sind, durch Metamorphose und Mimikry in jeder Gestalt zu erscheinen, ist ihre Invasion der Erde nicht erfolgreich. Zwar konnten sie sich äußerlich perfekt als Mensch darstellen, um die Menschen zu infiltrieren, sie hatten aber große Schwierigkeiten mit der terrestrischen Kultur und bei der Aneignung irdischer Güter. Da die Saturnier weder Kultur noch Besitztum kannten, breitete sich unter ihnen Verwirrung und Unsicherheit aus. Schließlich zwang sie ein Schnupfen zur Rückkehr auf den Saturn.

 

18 – Von Königen

Auf dem Porträt aus der Enzyklopädie ist ein primitiver Dampfroboter zu erkennen, der den Wahlspruch der britischen Monarchen auf sich trägt: Dieu et mon Droit (Gott und mein Recht). Ebenfalls königlich geht es im Märchen Des Königs neue Rechte zu, das 1979 geschrieben wurde.
In einer Schlacht verliert der König seinen rechten Arm und zwingt den renommierten Erfinder Pankrat dazu, ihm einen neuen zu erschaffen. Dieser willigt erst nach Androhung der Hinrichtung ein und fertigt dem König einen Arm an, der zunächst einwandfrei zu funktionieren scheint. Der König ist außerordentlich glücklich, sein neuer Arm kann perfekt fechten und ist viel geschickter als sein alter Arm. Doch dann fällt dem König etwas merkwürdiges auf: Sein neuer Arm gehorcht ihm nicht immer. So kann er keine Steuererhöhung mehr erlassen oder Todesurteile durchsetzen, weil der Arm statt einer Unterschrift alles auf den Gesetzespapieren durchstreicht. Auch kann er nicht über diese Einschränkung sprechen, weil dann sein Arm ihm einfach den Mund zuhält. Seine Einschränkung gefällt den anderen Reichen und Mächtigen nicht und eines Nachts wird der König ermordet.