Auf den Spuren der Gründungsgeschichte des S. Fischer Verlags

1886 gründete Samuel Fischer seinen gleichnamigen Verlag, welcher bald darauf zum führenden Publikationshaus des Naturalismus und der klassischen Moderne aufstieg. Der Verlag zählt in kurzer Zeit zu den international sichtbaren und renommierten Häusern im deutschsprachigem Raum.

Doch jede großartige Erfolgsgeschichte hat irgendwo ihren Anfang, so auch die von Samuel Fischer.

Dieser war bereits lange vor der Gründung seines Verlags in der Bücherbranche tätig. Begonnen hat seine buchhändlerische Karriere in der Friedrichstraße 174 bei der „Central-Buchhandlung“ in Berlin, welche von Hugo Steinitz geführt wurde. Im Jahr 1883 wurde Fischer schließlich Teilhaber der Buchhandlung, bevor diese zwei Jahre später zu „Gebrüder Fischer, Sortiment und Antiquariat“ umbenannt wurde.
Kurz nachdem sich Fischer als Buchhändler und Verleger bei der Buchhändler-Corporation eintragen ließ, trennten sich die beiden Geschäftsführer. Grund war der Abriss des gemeinsamen Geschäftshauses, wofür die Betroffenen eine Entschädigungssumme erhielten.

Mit dieser eröffnete Samuel Fischer seinen Verlag in der Mohrstraße 10. Nach der Geschäftsaufteilung nahm Fischer den kleineren Teil in seinen Verlagsbestand auf, zu welchem die Eisenbahnkursbücher sowie die humoristische Zeitschrift „Berliner Wespen“ gehörten. Einen Namen machte er sich im Theater mit der Gründung des geschlossenen Vereins „Freie Bühne“. Dazu schuf Fischer die Wochenschrift „Freie Bühne für modernes Leben“, woraus die legendäre Zeitschrift „Neue Rundschau“ entstand. Die folgenden Jahre waren von Erfolg sowie dem Wandel der Zeit geprägt, wofür H. Ibsen und G. Hauptmann mit ihren aufsehenerregenden Werken den Weg für die Zukunft ebneten. Im Januar 1887 veröffentlichte der S. Fischer Verlag sein erstes Werk: Henrik Ibsens Drama „Rosmersholm“.

Autorin: Daniela Kühn

Quellen:
Academic. S. Fischer Verlag
online: https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/1214989#Die_Gr.C3.Bcndung. zuletzt abgerufen am 22.11.2020

Wikipedia. S. Fischer Verlag online: https://de.wikipedia.org/wiki/S._Fischer_Verlag#Die_Gr%C3%Bcndung zuletzt abgerufen am 22.11.2020

Schmitt, T. (2013) Die Verlage S. Fischer und Rowohlt im Vergleich: Belletristik und Verlegerpersönlichkeiten im Wandel der Zeit. Hamburg: Diplomica Verlag GmbH. S. 11 ff. online: https://www.google.co.uk/books/edition/_/mbiBAAAAQBAJ?hl= en&gbpv= 1&pg=PA17&dq=Sigmund+Freud+Rechte+verkauft. zuletzt abgerufen am 22.11.2020