Förderpreises Buchwissenschaft 2010

Verleihung des Preises an Merle Schierenberg

Der Preis wurde am Montag, den 6.12.2010 um 19 Uhr in der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Menckestraße 27, verliehen. Im Anschluss fand die Abschlussfeier des Instituts Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Zeugnisvergabe sowie Empfang statt.

Laudation von Prof. Lokatis Übergabe der Auszeichnung an Merle Schierenberg durch Stephan Seeger (Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig) Zeugnisübergabe durch Prof. Schorb an die Absolventin Carolin Baetge
Feierliche Stimmung bei der Preisträgerin, Absolventen, Dozenten und dem Publikum

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig haben zum sechsten Mal den mit einem Preisgeld von 2.500 € dotierten "Förderpreis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig" wird in Erinnerung an Prof. Dr. Kerlen verliehen. Preisträgerin des Jahres 2010 ist die Mainzer Buchwissenschaftlerin Merle Schierenberg, die für ihre Studienabschlussarbeit zum Thema

"Von rücksichtsloser Dominanz zu verantwortungsbewusstem Miteinander? Zur Rolle britisch-multinationaler Verlage in der Entwicklung der Buchmärkte des anglophonen Afrika"

ausgezeichnet wurde. Die Arbeit entstand am Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und wurde von Prof. Dr. Ernst Fischer betreut. Der Förderpreis Buchwissenschaft 2010 der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig zeichnet die Magisterarbeit Merle Schierenbergs aus wegen ihrer außergewöhnlichen Thematik, ihrer methodisch geschickten, sprachlich trefflichen, inhaltlich umfassenden und umsichtig urteilenden Untersuchung zu den anglophonen Buchmärkten Afrikas.“

Aus der Begründung der Jury: "In ihrer Untersuchung zeichnet Schierenberg ein rundes, reich belehrendes Bild der bedeutendsten Buchmärkte des afrikanischen Kontinents der 1960er Jahre bis heute. Ihren Nachforschungen zufolge tragen die britischen Verlagshäuser in vielen der beobachteten Länder durchaus zur Grundversorgung mit Büchern bei. Die nach wie vor dominante Präsenz solch multinationaler Konzerne wie Oxford University Press, Heinemann, Macmillan, Longman usw. zeigt jedoch auch entwicklungshemmende Auswirkungen: Sie trägt Anteil daran, dass unabhängige Verlage in vielen Buchmärkten Afrikas nur langsam gedeihen. Auf der Basis ihrer Studie weist die Preisträgerin den Regierungen der untersuchten Staaten konkrete Aufgaben zu: Sie sollten ‚zukünftig deutliches Engagement zeigen in der Schaffung von adäquaten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für eine Verlagsindustrie, um zumindest ein Nebeneinander von einheimischen und britisch-multinationalen Verlagen zu ermöglichen.’

Musikalische Unterhaltung von Saemi Jung Etwa 200 Besucher besuchten die Feierlichkeiten