19 – Sonaten und Partiten für Violine

KlavierKünstler: Márton Barabás
Wohnort: Ungarn
Beruf: Künstler/Bildhauer
Komponist: Johann Sebastian Bach

 

 

 

 

Márton Barabás schloss 1977 sein Kunststudium im Bereich Malerei an der Kunsthochschule „Képzőművészeti Főiskola“, in Ungarn ab. Schon damals galt sein Interesse der Bildhauerei, Typologie und Installation. Die intensive Arbeit mit Büchern als Kunstobjekt begann er vor etwa 15 Jahren. Zunächst nutzte Herr Barabás aus Respekt vor dem Kunstwerk Buch nur Exemplare, die in großen Stückzahlen existierten. Niemand sollte daran gehindert werden, limitierte und in ihrer Individualität bestechende Bücher zu lesen.

Nach einiger Zeit entdeckte Frau Vermes die Kunstwerke, begann sie zu sammeln und bestellte weitere Exemplare. Somit entwickelte sich ein reger Austausch zwischen dem Künstler und ihr. Aus diesem Kontakt entstand auch erstmals die Idee, Insel-Bücher als Objekte für Barabás zu wählen. Er berichtet von seiner Freude, wie gut Künstler und Sammler in diesem Gebiet gemeinsame Ziele verfolgen und verwirklichen können.

Frau Vermes wusste um Barabás Interesse an Musik, Noten und Partituren. Die Wahl fiel daher auf Johann Sebastian Bach, dessen musikalisches Schaffen von beiden sehr geschätzt wird. Barabás sagte dazu:


„The rythm and the beauty of Bach’s manuscript is almost as interesting as his music.”


Weniger als zehn Tage dauerte die Bearbeitung des Buches, wobei die Manuskripte von Bach geschont und nur gedrucktes Material verändert wurde. Barabás bescheinigte diesen Manuskripten bereits eine eigene charakteristisch ausdrucksstarke Kunst und Ästhetik. Er fühlte sich daher nicht dazu berufen, diese zu bearbeiten und bestückte lediglich das Buchcover mit Klaviertasten.