Religion, Säkularität und kulturelle Dynamik

Die Graduiertenklasse "Religion, Säkularität und kulturelle Dynamik" ist ein Zusammenschluss der beiden ehemaligen Klassen "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik" (Hubert Seiwert / Adam Jones) sowie "Säkularitäten: Konfigurationen und Entwicklungspfade" (Gert Pickel). Die Klasse verbindet damit zwei zentrale Forschungsbereiche (Religionen und Säkularitäten) der Universität Leipzig und richtet sich an Doktorandinnen und Doktoranden aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich mit Fragen der Entwicklung, Differenzierung und Praxis religiöser und säkularer Erscheinungsformen in Geschichte und Gegenwart befassen. Dabei kommen Grenzziehungen dieser Erscheinungsformen genauso in den Blick wie die kulturellen Dynamiken, die sich im Kontext religiöser Aushandlungsprozesse, Tradierungen und Aneignungen entfalten. Der Fokus der Klasse richtet sich daher auf den wechselseitigen Zusammenhang und die Wandlungsprozesse von "Religion, Säkularität und kultureller Dynamik". Ausgangspunkt ist dabei die Annahme, dass religiöser Wandel stets im Kontext von kulturellen Wandlungsprozessen und im Verhältnis zu säkularen Gesellschaftsprozessen zu betrachten ist. Dazu sollen empirische bzw. historische Beispiele aus unterschiedlichen religiösen Traditionen und Regionen behandelt werden. Ziel der Klasse ist eine kritische Reflexion zentraler Theorien und Begriffe sowie die Behandlung systematischer Fragen rund um das Thema. Darüber hinaus ist die Klasse auch für weitere Themen und Fragestellungen aus der Religionsforschung offen.

Die Graduiertenklasse bietet Doktoranden und Postdoktoranden die Möglichkeit eines interdisziplinären Austauschs in Form von Doktorandenkolloquien, Methodenworkshops und Forschungsseminaren. Zudem befindet sich die Klasse in enger Zusammenarbeit mit der Kollegforschergruppe Multiple Secularities und mit dem Centre for the Study of Religion.