Satzung des Vereins

I. Name, Sitz und Zweck des Vereins

§ 1
Der Verein führt den Namen "Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig" und hat seinen Sitz in Leipzig. Er ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Leipzig unter VR 1120 eingetragen.

§ 2
(1) Zweck des Vereins ist es, die Universität Leipzig in ihren Aufgaben zu unterstützen und zu fördern.

(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(3) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(4) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(5) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3
(1) Der Verein sucht seinen Zweck insbesondere zu erreichen
a) durch die Sammlung und Bewilligung von Mitteln für die Universität Leipzig zum Zwecke der Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung sowie Kunst und Kultur,
b) durch die Förderung der Studenten und des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen des § 53 AO.

(2) Die erforderlichen Geldmittel werden durch jährliche Beiträge der Mitglieder, Spenden der Mitglieder und einmalige Zuwendungen erreicht.

(3) Die Bereitstellung von Mitteln des Vereins soll immer dann oder soweit erfolgen, wenn oder soweit andere Mittel für die beantragten Zwecke nicht zur Verfügung stehen und auch nicht erreichbar sind.

(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Mitgliedschaft, Beitrag

§ 4
(1) Mitglied des Vereins können sowohl Einzelpersonen als auch Personenvereinigungen, Körperschaften und Anstalten werden, gleichviel in welcher Rechtsform sie organisiert sind.

(2) Zum Erwerb der Mitgliedschaft ist eine schriftliche Beitrittserklärung an den Vorstand zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

(3) Gegen eine ablehnende Entscheidung des Vorstandes kann die darauf folgende Mitgliederversammlung angerufen werden. Diese entscheidet endgültig.

§ 5
Die Mitgliedschaft erlischt
a) durch Tod eines Mitgliedes
b) durch Austritt zum Ende des Geschäftsjahres; der Austritt muß mindestens 3 Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres schriftlich dem Vorstand angezeigt werden.
c) durch Ausschluß. Der Vorstand kann ein Mitglied nach Vorankündigung durch Streichung in der Mitgliederliste ausschließen, wenn es trotz Mahnung mit zwei Jahresbeiträgen im Rückstand ist. Ein Ausschluß ist weiter möglich, wenn ein Mitglied die Interessen des Vereins schuldhaft verletzt hat. Die Beschwerde an die folgende Mitgliederversammlung ist zulässig.

§ 6
(1) Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe des Jahresbeitrages und dessen Fälligkeit ist in einer Beitragsordnung festzulegen, die auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung beschlossen wird. Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

(2) Im Laufe eines Jahres eintretende Mitglieder entrichten den Beitrag für das ganze Jahr.

(3) Der Vorstand kann in besonderen Fällen beschließen, den Beitrag zu ermäßigen oder von einem Beitrag ganz abzusehen.

III. Die Organe des Vereins

§ 7
Organe des Vereins sind
a) der Vorstand
b) die Mitgliederversammlung.

Der Vorstand

§ 8
(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister, dem Schriftführer und mindestens zwei Beisitzern.

(2) Stellvertretender Vorsitzender soll der jeweilige Rektor der Universität, im Falle seiner Verhinderung ein Prorektor sein, sofern diese Mitglieder sind.

(3) Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung jeweils für die Dauer von drei Jahren gewählt. Ihre Wiederwahl ist zulässig.

(4) Der Vorstand besteht mehrheitlich aus Mitgliedern, die nicht an der Universität tätig sind.

(5) Die Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

§ 9
(1) Der Vorstand bereitet die Sitzungen der Mitgliederversammlung vor und führt ihre Beschlüsse aus. Der Vorstand sorgt insbesondere durch die Bestellung von Beauftragten oder Ausschüssen für die Durchführung von Veranstaltungen, Förderungsmaßnahmen oder für die Herausgabe von Schriften des Vereins.

(2) Der Vorstand kann einen Geschäftsführer bestellen, dem die Erledigung der laufenden Geschäfte obliegt. Er kann auch vom Vorstand zur Bewilligung von Beihilfen ermächtigt werden. Der Geschäftsführer ist besonderer Vertreter gemäß § 30 BGB. Ihm kann eine angemessene Vergütung gewährt werden.
Zu den Aufgaben des Geschäftsführers gehören insbesondere:
a) Einrichtung und Leitung der inneren Verwaltung,
b) Verfügung über die für den laufenden Bedarf erforderlichen Vereinsmittel,
c) Anordnung der Einnahmen und Ausgaben nach Gesetz, Satzung, Beschlüssen der Mitgliederversammlung und des Vorstandes,
d) Abwicklung des Haushaltplanes,
e) Versicherung des Vereins in allen Belangen,
f) Beschaffung des Geschäftsbedarfs,
g) Beschaffung von Geräten und Einrichtungsgegenständen, die der inneren Arbeit dienen.

§ 10
(1) Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende, der Schatzmeister und der Schriftführer.

(2) Jeweils zwei der in Absatz 1 genannten Vorstandsmitglieder vertreten den Verein vor Gericht, sonstigen Behörden und bei allen Rechtshandlungen und Rechtsgeschäften.

§ 11
(1) Beschlüsse des Vorstandes können schriftlich im Umlaufverfahren gefaßt werden, es sei denn, daß ein Vorstandsmitglied dem widerspricht.

(2) Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Er ist beschlußfähig, wenn einer der Vorsitzenden und drei weitere Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

(3) Über die Beschlüsse des Vorstandes führt der Schriftführer Protokoll, das von ihm und dem Vorstandsvorsitzenden zu unterzeichnen ist.

Die Mitgliederversammlung

§ 12
Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
a) Entgegennahme des Jahresberichtes und Entlastung des Vorstandes,
b) Wahl der Mitglieder des Vorstandes,
c) Wahl der Rechnungsprüfer,
d) Änderung der Satzung,
e) die Auflösung des Vereins.

§ 13
(1) Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal im Jahr vom Vorstand einzuberufen. Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn es von einem Fünftel der am 1. Januar des laufenden Geschäftsjahres vorhandenen Mitglieder unter Angabe einer bestimmten Tagesordnung beantragt wird.

(2) Die Einladung zur Mitgliederversammlung ergeht mit einer Frist von mindestens vierzehn Tagen vor der Mitgliederversammlung unter Angabe der Tagesordnung durch schriftliche Mitteilung an alle Mitglieder. Anträge sind spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung dem Vorstand schriftlich mitzuteilen.

§ 14
(1) Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Vorsitzende des Vorstandes oder sein Stellvertreter. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung führt der Schriftführer ein Protokoll, das von ihm und vom Vorsitzenden zu unterzeichnen ist.

(2) Die Mitgliederversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern nicht die Satzung ausdrücklich Zweidrittelmehrheit vorschreibt. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

(3) Wahlen erfolgen auf Verlangen durch geheime Abstimmung.

IV. Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins

§ 15
(1) Eine Satzungsänderung bedarf der Einwilligung von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen der Mitgliederversammlung.

(2) Änderungen der Satzung, die das Registergericht zur Erlangung der Eintragungsfähigkeit oder die das Finanzamt zur Erlangung oder Erhaltung der Gemeinnützigkeit verlangt, dürfen vom Vorstand mit zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen vorgenommen werden.

(3) Über die Auflösung des Vereins entscheidet eine Mehrheit von zwei Dritteln der in der Mitgliederversammlung abgegebenen Stimmen.

§ 16
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Universität Leipzig, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne dieser Satzung zu verwenden hat.

§ 17
Diese Satzung tritt am 25. Juni 1997 in Kraft.

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